Gräfelfinger U16 im dritten Anlauf bayerischer Meister

Nachdem man im Vorjahr etwas unglücklich den Titel verpasst hatte, hatte die U16 das notwendige Turnierglück und sicherte sich hauchdünn den Titel in einem Herzschlagfinale am Sonntag.

Zur bayerischen Endrunde trafen sich in Regensburg die Mannschaften der SpVgg Stetten mit der deutschen Damenmeisterin Jana Schneider, die favorisierten SF Augsburg, der SK Schwandorf, der in der Vorrunde den haushohen Favoriten SC Erlangen aus dem Rennen geworfen hatte und der SK Gräfelfing.

Am Samstagvormittag musste man gleich gegen die SpVgg Stetten ran. Massimo Longo ließ sich am Spitzenbrett von seiner starken Gegnerin nicht beeindrucken und setzte diese von Anfang an unter Druck. Diese verteidigte sich zwar optimal, mehr als ein Remis war aber damit für Massimos favorisierte Gegnerin nicht möglich. Leider verlor Yaroslav Yaroshenko an Brett zwei nach verpatzter Eröffnung gegen Jakob Roth ziemlich klar, besser machte es Gräfelfings deutsche Mädchenmeisterin Vitalia Khamenya, die Jule Binner keine Chance ließ. Enttäuscht war an Brett vier Sebastian Zieringer, der seinen eroberten Bauern gegen Noah Steiner leider nicht in einen Sieg ummünzen konnte, so dass der Kampf mit 2:2 unentschieden endete.

Am Nachmittag mussten Gräfelfing gegen den SK Schwandorf ran, der gegen die favorisierten Augsburger nur knapp verloren hatte. Massimo Longo verlor am Spitzenbrett einen Bauern und musste am Ende froh sein, gegen Eric Steger ein Remis zu bekommen. Besser machte es an Brett zwei Yaroslav Yaroshenko, der Maximilian Stöckls Stellung mit einem sehenswerten Opfer öffnete und danach leicht gewann. Ebenfalls sehr sehenswert war der Opferangriff von Sebastian Zieringer an Brett vier gegen Marius Glaser, der den Gräfelfinger Mannschaftserfolg sicher stellte, auch wenn Vitalia Khamenya an Brett drei von Oliver Schmidt böse zusammengeschoben wurde.Damit war das Rennen um den Titel auch am Sonntag völlig offen, da sich Augsburg und Stetten 2:2 getrennt hatten. Es begann überhaupt nicht gut für den SK Gräfelfing, dass auf Yaroslav Yaroshenko verzichten musste. Maxi Stepanov verlor nach missglückter Eröffnung die Dame gegen Läufer und Springer und nach einem weiteren Bock auch die Partie. Sebastian Zieringer und Vitalia Khamenya versuchten zwar alles, um zu gewinnen, kamen aber über ein Remis nicht hinaus. So blieb es Massimo Longo vorbehalten, für die Überraschung des Tages zu sorgen und mit einem Sieg gegen Zarko Vukovic zum 2:2 auszugleichen. Da Stetten gegen Schwandorf über ein 2:2 nicht hinauskam, hatten Gräfelfing und Augsburg am Ende beide jeweils 4:2 Mannschafts- und 6,5 Brettpunkte. Somit musste der direkte Vergleich entscheiden. Da dieser ja 2:2 ausgegangen war, entschied der Ausgang am Spitzenbrett zugunsten Gräfelfings über den Titel. (TS)