Unnötige Niederlage in Freising

Vor dem Kampf hatte man sich wenig ausgerechnet, hinterher musste man feststellen, dass mehr als nur eine knappe 3,5:4,5-Niederlage drin war, selbst wenn man nur zu siebt nach Freising fahren konnte.

Alle begannen konzentriert, zumal auch der Gastgeber nicht in Bestbesetzung angetreten war. Nach etwa 3 ½ Stunden schaffte an Brett 6 Thomas Sörgel den Ausgleich. In einem positionellen Ringen opferte sein Gegner bei knapper Bedenkzeit einen Turm ohne aber dafür irgendeine Kompensation zu bekommen, im Gegenteil, nachdem auch noch Damenverlust nicht mehr zu vermeiden war, gab Weiß auf.

Die nächste Überraschung gelang am Spitzenbrett Nikolai von Schlippe, der eine Ungenauigkeit von FM Zill zu seinem Vorteil nutzen konnte. Der Freisinger mühte sich um den Rückgewinn des Bauern, währenddessen Nikolai einen unwiderstehlichen Königsangriff aufbaute und so die Partie für sich entschied.

Es ging weiter mit den Gräfelfinger Erfolgen, Frank Lippert opferte an Brett fünf eine Figur, erhielt aber zwei verbundene Freibauern, die den Rückgewinn der Figur sowie ein gewonnenes Turmendspiel sicherten.

Leider war es dies dann. Oliver Gesing stand an Brett zwei von Beginn an unter Druck, das Turmendspiel mit zwei Bauern weniger war leider nicht mehr zu halten.

Auch Jürgen Steinheimer, der an Brett vier sehr vielversprechend stand, hatte plötzlich zwei Bauern weniger. Zwar gewann er einen Bauern wieder zurück, das Turmendspiel war nicht zu halten.

Ähnlich auch Martin Hock an Brett sieben, der in aussichtsreicher Stellung einen Bauern verlor. Die Stellung wäre aber mit dem besseren Läufer zu halten gewesen, leider versäumte er es aber, mit dem König einen Durchbrauch zu verhindern und musste ein paar Züge später aufgeben.

Damit war die Niederlage besiegelt, da Jürgen Hofmann an Brett drei nicht mehr als ein Remis drin hatte. (TS)