Team II gewinnt in Eichenau

Der Tabellenletzte war an den ersten 4 Brettern zum ersten mal in dieser
Saison in Bestbesetzung aufgestellt, man hatte sich gegen uns etwas
vorgenommen. Glücklicherweise spielten diesmal unsere hinteren 3 Bretter
groß auf, so dass der Mannschaftskampf knapp gewonnen wurde. Philipp
Zametzer machte in der Eröffung einen positionellen Fehler, der seinem
Gegner eine bequeme Figurenaufstellung ermöglichte. Im Laufe des Spiels
konnte er einen Minoritätsangriff im Doppelturmendspiel erreichen und
die Stellung verkomplizieren. Beiden war das entstehende unklare
Turmendspiel allerdings nicht geheuer, so dass man sich auf ein Remis
einigte. Yaraoslav Yaroshenko verlor gegen seinen deutlich höher
bewerteten Gegner nach einem positionellen Fehler.  Auch ein letzter
Schwindelversuchs mittels Figurenopfer konnte daran nichts ändern. Helge
Uhlmann bot nach einer unspektakulären Partie remis, was sein Gegener
umgehend annahm. Sebatian Zieringer fand in einer komplizierten
Angriffstellung gegen seinen sehr erfahrenen Gegner vermutlich (Ergebnis
nach Analyse) die einizge Zugfolge, die nicht vorteilhaft für ihn war
und musste danach aufgeben. Jetzt schlug die Stunde der hinteren
Bretter: Anselm Hofmann konnte seinem Gegner im Mittelspiel ein paar
Bauern abknöpfen und gewann dann das entstehende Turmendspiel. Willi
Spatschek demonstrierte bei Bauernvorteil im Endspiel die Überlegenheit
eines guten Springeres gegenüber einem schlechten Läufer und gewann
trotz ein paar Ungenauigkeiten sicher.  Dominik Becker konnte trotz
Minusqualität einen gefährlichen Königsangriff aufbauen, der von einem
feinen Zentrumsdurchbruch gekrönt wurde. Das daraus resultierende
Bauernendspiel war dann einfach zu gewinnen. Jetzt lag es an Martin Hock
den fehlenden halben Punkt zu sichern. Nachdem er ein taktisch sehr
verwickeltes Mittelspiel in ein Läuferendspiel mit Mehrbaueren
abgewickelt hatte, versuchte er längere Zeit die Partie zu gewinnen. Das
verhinderte aber die starke Zentralstellung des gegenerischen Königs, so
dass er schließlich in eine forcierte Remisvariante abwickelte, was zum
knappen aber verdienten Sieg reichte. (PZ)