Enttäuschender Auftakt der U16

Man muss dem FC Bayern wirklich nicht alles nachmachen. Wie gegen Wolfsburg kam auch der SK Gräfelfing nach einer 2:0-Führung am Ende nur zu einem enttäuschenden 2:2. Dabei fing es ganz gut an. Massimo Longo stand am Spitzenbrett gegen Laurin Stegert sehr solide, Vitalia Khamenya hatte Johannes Pachmann einen Zentrumsbauern in der Eröffnung abgenommen, Sebastian Zieringer stand gegen Ainhoa Karlinger auch sehr hoffnungsvoll. Lediglich Maxi Stepanov hatte gegen Sabrina Heinze die Eröffnung verpatzt und stand gehörig unter Druck.
Den ersten Punkt machte dann Sebastian Zieringer, der gegen Ainhoa Karlinger konsequent auf Angriff spielte. Letztere übersah dann in der offen geführten Partie ein einzügiges Matt, dennoch war die Stellung für Sebi mit den ungeliebten schwarzen Steinen dennoch gewonnen.
Etwas langwieriger gestaltete sich die Partie am Spitzenbrett, wo Massimo seinen positionellen Vorteil stetig ausbaute und sich am Damenflügel im geeigneten Moment den Mehrbauern sicherte, gleichzeitig aber die Gegenangriffe Stegerts im Keim erstickte. Am Ende wurde der Mehrbauer zur Dame und somit hatte Massimo überzeugend gewonnen.
Vitalia hatte inzwischen zwei Figuren gegen Turm und Bauern gegeben. Es schien, als könne sie mit der Bauernwalze im Zentrum erfolgreich sein, zumal auch die Damen getauscht waren. Jedoch konnte sie Pachmanns Springer nicht in den Griff bekommen und verbrauchte zudem zu viel Zeit.
Am Ende verlor die Qualität, doch schienen die vorgerückten Bauern ein ausreichendes Äquivalent zu sein, um zumindest ein Remis zu halten. Doch ein indirekter Turmtausch führt am Ende in ein verlorenes Endspiel.
An Brett vier konnte Maxi zwar den ersten Druck aus der Eröffnung ohne Materialverlust abwehren, leider nutzte er mehrfach nicht die Chancen zu aktiven Gegenspiel und landete in einer sehr gedrückten Stellung, die nicht mehr zu halten war. (TS)

Gräfelfinger U16 im dritten Anlauf bayerischer Meister

Nachdem man im Vorjahr etwas unglücklich den Titel verpasst hatte, hatte die U16 das notwendige Turnierglück und sicherte sich hauchdünn den Titel in einem Herzschlagfinale am Sonntag.

Zur bayerischen Endrunde trafen sich in Regensburg die Mannschaften der SpVgg Stetten mit der deutschen Damenmeisterin Jana Schneider, die favorisierten SF Augsburg, der SK Schwandorf, der in der Vorrunde den haushohen Favoriten SC Erlangen aus dem Rennen geworfen hatte und der SK Gräfelfing.

Am Samstagvormittag musste man gleich gegen die SpVgg Stetten ran. Massimo Longo ließ sich am Spitzenbrett von seiner starken Gegnerin nicht beeindrucken und setzte diese von Anfang an unter Druck. Diese verteidigte sich zwar optimal, mehr als ein Remis war aber damit für Massimos favorisierte Gegnerin nicht möglich. Leider verlor Yaroslav Yaroshenko an Brett zwei nach verpatzter Eröffnung gegen Jakob Roth ziemlich klar, besser machte es Gräfelfings deutsche Mädchenmeisterin Vitalia Khamenya, die Jule Binner keine Chance ließ. Enttäuscht war an Brett vier Sebastian Zieringer, der seinen eroberten Bauern gegen Noah Steiner leider nicht in einen Sieg ummünzen konnte, so dass der Kampf mit 2:2 unentschieden endete.

Am Nachmittag mussten Gräfelfing gegen den SK Schwandorf ran, der gegen die favorisierten Augsburger nur knapp verloren hatte. Massimo Longo verlor am Spitzenbrett einen Bauern und musste am Ende froh sein, gegen Eric Steger ein Remis zu bekommen. Besser machte es an Brett zwei Yaroslav Yaroshenko, der Maximilian Stöckls Stellung mit einem sehenswerten Opfer öffnete und danach leicht gewann. Ebenfalls sehr sehenswert war der Opferangriff von Sebastian Zieringer an Brett vier gegen Marius Glaser, der den Gräfelfinger Mannschaftserfolg sicher stellte, auch wenn Vitalia Khamenya an Brett drei von Oliver Schmidt böse zusammengeschoben wurde.Damit war das Rennen um den Titel auch am Sonntag völlig offen, da sich Augsburg und Stetten 2:2 getrennt hatten. Es begann überhaupt nicht gut für den SK Gräfelfing, dass auf Yaroslav Yaroshenko verzichten musste. Maxi Stepanov verlor nach missglückter Eröffnung die Dame gegen Läufer und Springer und nach einem weiteren Bock auch die Partie. Sebastian Zieringer und Vitalia Khamenya versuchten zwar alles, um zu gewinnen, kamen aber über ein Remis nicht hinaus. So blieb es Massimo Longo vorbehalten, für die Überraschung des Tages zu sorgen und mit einem Sieg gegen Zarko Vukovic zum 2:2 auszugleichen. Da Stetten gegen Schwandorf über ein 2:2 nicht hinauskam, hatten Gräfelfing und Augsburg am Ende beide jeweils 4:2 Mannschafts- und 6,5 Brettpunkte. Somit musste der direkte Vergleich entscheiden. Da dieser ja 2:2 ausgegangen war, entschied der Ausgang am Spitzenbrett zugunsten Gräfelfings über den Titel. (TS)

Erfolgreiches Wochenende in Ergolding

Am Samstag musste unsere U16 zur KO-Runde der bayerischen MM U16 in Ergolding antreten. Glücklicherweise rechnete sich der Gastgeber größere Chancen in der U14 aus und ließen ihre starken U14-Spieler gegen die SF Augsburg antreten. Dieser Plan ging für Ergolding bitter daneben, Augsburg gewann in der U14 mit 3:1.
Doch auch unsere Spieler gingen sehr konzentriert zu Wege und standen nach der Eröffnung keinesfalls schlechter. Irgendwann schaffte es Vitalia an Brett drei, die Qualität zu gewinnen und auch Sebastian Zieringer gewann einen Springer gegen drei Bauern. Am Spitzenbrett stand Massimo zum Angriff bereit, wollte aber nicht unnötiges Risiko eingehen und gab Remis.
Auch Yaroslav konnte genug Druck aufbauen, um ebenfalls ein Remis zu bekommen.
Die Rechnung sollte aufgehen, Vitalia konnte ihre Qualität ebenso nutzen wie auch Sebastian seine Mehrfigur, die sich den Bauern überlegen erwies.
Mit 3:1 konnten wir uns damit für die Endrunde in 14 Tagen in Regensburg qualifizieren.
Am Sonntag traten die vier dann beim Schnellturnier an, dazu stießen noch Maxi Stepanov und Patrick Koch.
Für Patrick lief es nicht so toll, er landete in der U10 im hinteren Mittelfeld.
Besser machte es Stepi, der sich den zweiten Platz sicherte, sehr stark auch Massimo Longo, der überlegen die U14 gewann, während Vitalia auf Platz neun kam.
In der U16 landete Yaro im vorderen Mittelfeld, während Sebastian auf Platz vier kam und dem tschechischen Turniersieger Petr Hase die einzige Niederlage beibrachte. (TS)