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Team II – Niederlage in Peiting und damit Abstieg in die Kreisklasse

Team II hätte am letzten Spieltag tatsächlich noch den Abstieg verhindern können,  wenn das Auswärtsspiel in Peiting gewonnen worden wäre, denn der Abstiegsmitkonkurrent aus Weilheim hatte heute auch seinen Mannschaftskampf verloren und mit einem Sieg in Peiting wäre man kurz vor Schluss noch vor Weilheim und Wolfratshausen gelandet (mit Platz 8 hätte man den Verbleib in der Zugspitzliga gesichert.!). Dazu wäre eine geschlossene Mannschaftsleistung notwendig gewesen, was an diesem  Sonntag leider nicht der Fall war.  Zumindest die vorderen Bretter 1 bis 4 blieben im Soll. Thomas Sörgel am Spitzenbrett opferte am Beginn der Partie seinen guten Läufer für 3 Bauern + Königsangriff. Die Stellung war vielversprechend, jedoch eine gute Verteidigungsleistung seines Gegners ließ dann nur eine Punkteteilung zu. Claudio Longo (2)  kam mit einem Stellungsplus aus dem Mittelspiel, dass er dann so forcierte, dass sein Gegner die Qualität (Türm für Läufer) geben musste. Der Gräfelfinger Jugendspieler konnte damit jedoch die Partie routiniert und sicher gewinnen . Martin Hock (3) dagegen hatte es am Ende des Mittelspiels mit einer sehr komplexen Kombination zu tun, die leider unglücklich für ihn lief. Jürgen Klapper kam zwar mit einem Minusbauern aus dem Mittelspiel, jedoch wickelte er in ein Endspiel ab, das für ihn stellungstechnisch gut spielbar war. Letztlich gewann er den Bauern zurück und hatte dann noch eine gute Gewinnoption, die er jedoch in der Zeitnot nicht korrekt beurteilte und damit beendete er mit der längsten Partie des Tages  wieder einmal mit einer Punkteteilung.

Weniger gut lief es bei den Gräfelfinger Brettern 5- 8. Während Stefano MInguzzi (5) und Philipp Zametzer (8) sich zwar im Mittelspiel leichte Vorteile erarbeiten konnten, die sich jedoch zum Endspiel wieder  verflüchtigten und damit keine Möglichkeit über ein Remis hinaus bestand. Unser Jugend – Top Scorer Massimo Longo (6) hatte heute leider kein Glück bei der Variantenwahl. Er entschied sich im Mittelspiel für ein Figurenopfer, das jedoch am Ende nicht funktionierte. Einen rabenschwarzen Tag erlebte Dominik Becker (7). Zuerst gelang ihm kein Durchkommen bei seinem Königsangriff, danach musste er ein Remisangebot aus spieltaktischen Gründen ablehnen.  Wenig später stelle er eine Figur ein und musste aufgeben.

Fazit: Eine zu dünne Spielerdecke führte in dieser Saison dazu, dass Gräfelfing II zu oft entweder mit Unterbesetzung oder mit zu vielen Ersatzspielern antreten musste. Wenn dann die „BIG POINTS“ nicht gemacht werden, ist der Abstieg die logische Konsequenz. Ein Jahr Kreisklasse ist kein Drama, denn wir kommen gestärkt in die Zugspitzliga zurück…! (JK)

 

Zwei bayerische Titel gehen nach Gräfelfing

Einen riesigen Erfolg kann die bayerische Schachjugend nach den bayerischen Titelkämpfen in Bad Kissingen verbuchen, gleich zwei Meister kommen vom SK Gräfelfing.

 

Gräfelfing fuhr mit vier Spieler zu den Titelkämpfen an die Saale, zudem nahm Yaroslav Yaroshenko noch am offenen U25-Turnier teil, dass er am Ende im Mittelfeld beendete.

In der U18 wäre für Claudio Longo mehr drin gewesen als nur der siebte Platz, insbesondere in der Schlussrunde, als der den Gegner ins Remis entkommen ließ. Dennoch sind 4,5/7 kein schlechtes Ergebnis, zumal Claudio ohne Niederlage bliebt.

 

In der U14 ging Massimo Longo als Mitfavorit an den Start und wurde seiner Favoritenstellung auch gerecht. Etwas zittern musste man, als er gleich am zweiten Tag nach abgewehrtem Angriff doch noch auf eine Finte hereinfiel und eine gewonnene Partie doch noch verlor. Anschließend gewann Massimo aber alle Partien, selbst in der Schlussrunde spielte er konsequent auf Sieg, obgleich ein Remis zur Qualifikation zur deutschen EM gereicht hätte.

Mit 6,0/7 wurde Massimo unangefochten bayerischer Meister.

Die zweite Teilnehmerin, Vitalia Khamenya holte mit 4,5/7 einen starken fünften Platz, zumal man von ihren fünf Remispartien durchaus noch einige auf Sieg hätte spielen können. Mit dem fünften Platz ist Vitalia im Übrigen schon für die nächste bayerische EM vorqualifiziert, zur deutschen Meisterschaft fährt sich heuer auch noch, wo sie ihren Mädchentitel vom Vorjahr verteidigen will.

 

Eine dicke Überraschung lieferte Maximilian Stepanov ab. Als neunter der Setzliste lehrte er den Favoriten reihenweise das Fürchten, sogar beim Remis gegen den Garchinger Denis Werner war mehr drin. Etwas Zittern dann vor der letzten Runde, als er leider gegen Petro Lohvinov verlor, doch in der Schlussrunde schlug „Stepi“ wieder zu und rang den Vorjahressieger der U10, Dominik Kodalle in einem harte Kampf nieder. Da die direkte Konkurrenz remisierte, war Maxi mit 5,5/7 plötzlich alleiniger Punktsieger.

 

Alle drei freuen sich damit schon auf die deutsche Meisterschaft, die in den Pfingstferien in Willingen/Sauerland stattfindet. (TS)

 

Team I verpasst den Aufstieg, bei Team II ist der Klassenerhalt noch möglich

An diesem Sonntag verpasst Team I aufgrund einer 1:7 Heimspielniederlage gegen Tabellenführer Ingolstadt die letzte Chance auf Aufstieg in die Landesliga. Lediglich Jürgen Hofmann (4) und Claudio Longo (8) erreichten an diesem Spieltag Normalform und holten zumindest einen halben Punkt. Gräfelfing I bleibt dennoch in der Regionalliga auf Platz 2 und kann auf eine bis dato sehr gute Saison zurückblicken.

Team II spielte zeitgleich das Heimspiel gegen Wolfratshausen II und kam über ein 4:4 nicht hinaus. Wieder einmal musste das erste Brett aufgrund von Personalnot freigelassen werden, jedoch galt gleiches für die Gäste bezüglich Brett 8. Der Mannschaftskampf begann für Gräfelfing II sehr vielversprechend. Jürgen Klapper (3) erkämpfte sich nach 4 Stunden und 50 Zügen aus einer prekären Stellung im Mittelspiel im Endspiel gekonnt ein Remis und am Nachbarbrett (4) konnte Massimo Longo seine Siegesserie fortsetzen, denn im Mittelspiel erkämpfe er sich 2 Mehrbauern für das Turmendspiel und ließ sich diesen Vorteil nicht mehr nehmen und setzte sicher in einen Sieg um. Wenig später remisierte Martin Hock (2) in einer ausgeglichen Stellung, während Philipp Zametzer (6)  den nächsten vollen Punkt für Gräfelfing einfuhr. In einer konsequent gespielten Partie entwickelte er mehr und mehr Positionsvorteile, die am Ende in einem Mattthema endeten. Seinem Gegner blieb so nur die Aufgabe. Demnach hätte aus den verbleibenden 2 Partien eine Punkteteilung gereicht und 3 Punkte blieben in Gräfelfing. Leider spielte Anselm Hoffmann (7)  ein ausgeglichenes Endspiel zu passiv und ließ zudem  Felderschwächen zu und Dominik Becker (5) verpasste im Mittelspiel die korrekte Zugreihenfolge und musste  in ein Endspiel mit Minusmaterial einlenken. In beiden Fällen waren letztlich die Partien verloren und das Match endete 4:4.

Gräfelfing II hat nun mehr eine Minimalchance auf den Klassenerhalt, wenn das nächste Auswärtsspiel in Peiting gewonnen wird und zugleich Weilheim oder Windach ihr Spiel verliert. (JK)