Rene Pieper

  • Team III: Überzeugender Sieg zum Saisonauftakt in Peiting

    In der Saison 2026/27 stellt der SK Gräfelfing erstmals seit Längerem wieder drei Mannschaften. Team III startete die Saison in in der B-Klasse des Schachkreises Zugspitze auswärts in Peiting.

    Zu Beginn zeigte Razvan Buraga an Brett 6, dass er nicht zu unterschätzen ist. Razvan begann mit der Pirc-Verteidigung. Seine Gegnerin schien aus meiner Sicht ein wenig überfordert, weshalb sie zwei Opfher sah, die eigentlich nur Scheinopfer waren. Schlussendlich spielte Razvan die Partie gut herunter und gewann die Partie überzeugend: 1:0 für Gräfelfing.

    An Brett 3 verspätete sich der Gegner von Volker ein wenig, was eventuell auch den Spielverlauf erklärt. Aufs Brett kam die Berliner Verteidigung. Nachdem beide ohne Vorteil aus der Eröffnung kamen, schätzte der Peitinger die Stellung falsch ein und lies sich auf einen Abtausch ein, aus welchem Volker dementsprechend mit einem Bauern mehr und einer besseren Stellung hervorging. Danach bot Volker den Damentausch an, den der Peitinger zwar erst ablehnte, doch dies führte nur zu mehr Problemen und am Ende half alles nichts und Schwarz gab die Partie auf. 2:0 für Gräfelfing.

    Sowohl Martin an Spitzenbrett 1 mit Weiß, als auch Vitus an Brett 2 mit Schwarz hatten beide eine durchaus interessante Partie. Beide Gegner boten unseren Gräfelfingern einiges an. Leider kann im
    Nachhinein leider nicht auf einzelne Höhepunkte eingegangen werden. Nur so viel. Martins Gegner hielt dem Druck stand bis quasi kurz vor Schluss. Das Remisangebot, welches abgegeben wurde, wurde angenommen.

    Bei Vitus wäre es in ein ausgeglichenes Endspiel gekommen, weshalb der Peitinger Remis anbot, welches auch Vitus annahm. Dadurch stand es nach vier Partien 3:1 für Gräfelfing!

    Ein Abgelehntes Damengambit stand mir an Brett 4 gegenüber. Bei Zug 10 habe ich eine Kombination meines Gegners unterschätzt weshalb ich erst einmal einen Bauern eingestellt habe. Doch ohne klare Idee von weder von mir, noch meines Gegners konnte ich die Partie wieder (mit Mithilfe des Gegners) in eine Remisposition überführen. In einer leicht besseren Position bot ich Remis an, was mein Gegner akzeptierte. Somit stand der Sieg zu dem Zeitpunkt bereits fest, nur die finale Höhe noch nicht 3,5:1,5 für Gräfelfing.

    Lasst mich abschließend noch auf die letzte Partie schauen. Mit dieser Partie hatte sowohl Falk, als auch sein Gegner seine Probleme. Können frühe Bauernzüge in den meisten Fällen durchaus sinnvoll erscheinen, so kann es, wie hier passiert ist, sein, dass man seinen Figuren den nötigen Raum nimmt.

    So stand Falk nach der Eröffnung zwar besser, doch sein Gegner wusste sich zu helfen, durch das Abtauschen von Figuren. Der Folgende Königsangriff von Falk schien für Schwarz zu jedoch ein wenig schwierig, weshalb sich sein Gegner sich in eine Situation manövrierte, so dass Falk den entscheidenden Bauern gewann. Es erfolge kein Gegenspiel, weshalb nach dem Abtauschen der Damen Falk sich in einem gewonnenen Läufer- / Bauernendspiel befand und sich den Sieg nicht mehr nehmen ließ. (RP)

  • Bericht KEM 2025 in Hohenpeißenberg und Bad Tölz

    Ein neues Jahr 2025, eine neue KEM! Ein Novum war diesmal, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Schachkreises Zugspitze die Kreiseinzelmeisterschaft an zwei unterschiedlichen Standorten stattfand. Die Jugend spielte im „Jugendcafé“ Bad Tölz und die Meisterklassen im „Haus der Vereine“ in Hohenpeißenberg.

    Gleich sechzehn Gräfelfinger Schachspieler nahmen an der diesjährigen KEM teil, 5 Erwachsene in Hohenpeißenberg und 11 Jugendspieler in Bad Tölz. In der gemeinsamen U8 / U10-Klasse nahmen aus Gräfelfing Peter Buchner und Sebastian Stepanov teil. Während Sebastian alle 9 Runden durchspielen konnte, stieß Peter erst bei Runde 4 dazu. Trotz seines verspäteten Einsteigens holte Peter Platz 10 mit 5 / 6 Punkten. Auf Tabellenplatz 6 mit 5,5 / 9 Punkten fand sich am Ende Sebastian. Doch beide hatten im Allgemeinen kaum Chancen den Titel Simon Roscher (SK Germering) streitig zu machen, der die Klasse mit 8 aus 9 abschloss.

    Auch unsere beiden Teilnehmer in der U12 sollten nicht unerwähnt bleiben, da vor allem Luka Dejako den dritten(!) Tabellenplatz und somit die erste Treppchen-Position eines Gräfelfingers einnahm. Auch das Duell gegen seinen Mannschaftskollegen Kerim in Runde 8 sollte nicht unerwähnt bleiben. In diesem hatte der am Ende siebtplatzierte zwar Chancen, konnte diese jedoch nicht umsetzen, weshalb das Direkte Duell verdient an Luka ging. Einen halben Punkt vor Luka lag der diesjährige Sieger von den SF Bad Tölz, Hassan Mansour.

    In der U14 nahmen drei Gräfelfinger teil: Vladimir Yaroshenko, Maximilian Weinstein und Vladislav Barsov waren die Gräfelfinger Gesandten. Bereits am ersten Tag wurde eine Vorentscheidung gefällt, da Vladislav Barsov leider die zweite Runde verpassen musste. Er kämpfte sich jedoch zurück in die Spitzengruppe, musste sich jedoch Vladimir geschlagen geben. Damit schien der Titelkampf entschieden. Die Chance auf die Meisterschaft ließ sich Vladimir nicht nehmen, dementsprechend ging der erste Sieg in der U14 nach 11 Jahren wieder einmal nach Gräfelfing. Ergebnisse: Vladimir (6,5/7), Vladislav (4,5/6) und Maximilian (3,5/7). Herzlichen Glückwunsch!

    Ebenfalls vier Gräfelfinger Teilnehmer fanden sich in der kombinierten U16 / U18 Klasse ein: Max Wengenroth, Philipp Hilpert, Pavel Gubanov und Martin Min Duc Thrin. Bester Gräfelfinger wurde Martin, der sich mit 4,5/7 Punkten nicht nur Platz 5 in der Gesamttabelle sichern konnte, er wurde auch Vizemeister in der U18 Wertung! Pavel hingegen kam nicht so richtig in die Spur, konnte sich jedoch mit Platz 8, und 4/7 Punkten, eine gute Platzierung erspielen. Philipp erreichte mit 2/7 Punkten einen 18. Platz. Max (0,5/3) musste schon nach dem ersten Tag aufgeben.

    Nun fahren wir gedanklich weiter mit der B472 nach Hohenpeißenberg, wo in der M2 gleich 2 Gräfelfinger mitgespielten. Während Rene Pieper sich mit 3 / 7 Punkten begnügen musste, gelang Falk Hilpert ein Überraschungserfolg. Denn diesem gelang mit 4,5 / 7 Punkten nicht nur die erneute Qualifikation für die M2, er ließ auch kaum Federn und erspielte sich damit einen guten Rang 6!

    Thomas‘ erklärtes Ziel in der M1 war es, weiterhin die Berechtigung für die M1 nächstes Jahr zu erhalten, was er am Ende mehr als übererfüllte! Unter anderem gelang ihm das Kunststück via eines Turmendspiels, in dem Thomas seine Endspielqualitäten erneut aufzeigte..

    Für Frank Lippert war diese KEM eine ganz besondere. Denn nach einem Sieg im letzten Jahr wäre ein erneuter Sieg und der dementsprechende Doppelerfolg eine große Hürde, aber auch Erfolg gewesen. Doch es lief nicht richtig für Frank: mehrfach zeigte er Verwertungsschwächen in guter Stellung und musste sich in anderen Partien mit seinem Endspiel aus schlechten Mittelspielen retten. Dadurch verabschiedete er sich früh aus dem Titelrennen, da er die ersten 5(!) Runden remisierte und erst gegen Christian Bayer der erlösende Sieg kam. Frank verlor auch Partie sieben nicht und blieb als einer von drei Gräfelfingern die gesamte KEM über ungeschlagen. Die anderen waren Vladimir Yaroshenko und Martin Minh Duc Thrin. Am Ende reichte es noch zu Platz 1 in der Seniorenwertung.

    Jasper Timm war der dritte Teilnehmer der M1, der aus Gräfelfing kam und zugleich der erfolgreichste. Ihm gelang mit 4,5 aus 7 Punkten das beste Ergebnis eines Gräfelfingers, wobei er im direkten Duell Frank einen halben Punkt abrang. Sein kämpferisches Auftreten führte zu einem dritten Platz in der M1, herzlichen Glückwunsch!   Einen überlegenen und ungefährdeten Sieg in der M1 fuhr Tim Hashagen vom TuS Fürstenfeldbruck ein, der mit 5,5 / 7 Punkten wohlverdient Kreismeister 2025 wurde. (RP).