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Vitalia Khamenya erkämpf sich den Vizetitel

In einem starken Teilnehmerfeld der U16-Mädchenmeisterschaft begann das Turnier alles andere als erfreulich. Nach einem Remis zum Auftakt und einer Niederlage gegen Jana Bardorz sah es alles andere als gut aus. Doch Vitalia startete eine Aufholjagd, wobei auch Fehler der Gegnerinnen ihren Teil beitrugen, etwa in Runde 5 und 7, wo die Gegnerinnen gute Gelegenheiten zum Gewinn ausließen, während Vitalia ihre Chancen nutzte. Doch auch Vitalia arbeitete hart an der Qualifikation, etwa durch ein meisterhaft geführtes Endspiel in Runde 6, das nicht so einfach zu gewinnen war. Der Lohn war der zweite Platz und damit die erhoffte Qualifikation zur deutschen Meisterschaft.

Bei der Jugend musste Maximilian Stepanov in Runde zwei eine unverdiente Niederlage hinnehmen, als er in Gewinnstellung nicht auf die Bedenkzeit achtete. Nach einer weiteren Niederlage war das Turnier leider gelaufen, Stepanov erkämpfte sich am Ende noch Rang 8 in der U14. Den gleichen Platz erreichte Yaroslav Yaroshenko, der mit seinem Ergebnis aber zufrieden sein konnte.

In der offenen Klasse U25 musste Marvin Kühn mit 2,5/7 sehr viel Lehrgeld zahlen, weil er viel zu schnell spielte. Sehr gut in Form war dagegen Oliver Edelmann, der gleich zu Beginn dem Fidemeister Lukas Schulz ein Remis abnahm und mit 4,0/7 seine Wertungszahl um 100 Punkte sehr deutlich steigern konnte. (TS)

Drei Siege und ein Fragezeichen

Es ging in der 9. Runde der Zugspitzliga 2022/23 um nichts mehr, als wir heute nach Starnberg fuhren, um gegen deren 2. Mannschaft zu spielen. Oder etwa doch? Dazu gleich mehr.

Marvin hatte es an Brett 6 gegen einen relativ schwachen Gegner zu tun, der seinem positionell gesunden Caro-Kann-Aufbau wenig entgegenzusetzen hatte. Ein Figureneinsteller besiegelte hier frühzeitig das 0-1 für Gräfelfing.

Oliver hatte an Brett 1 in einem Vierspringer-Spiel (glaube ich) einen Bauern gewinnen können, allerdings hatte Schwarz dafür Kompensation. Nach Rückgabe des Bauern willigten die Kontrahenten recht frühzeitig in die Punkteteilung ein.

Ich hatte es an Brett zwei mit Schwarz gegen einen geschlossenen Sizilianer zu tun. Gegen den Druck am Königsflügel hielt ich mit einer eigenen Expansion mit ..f5 dagegen. Ich glaube, dass ich überwiegend korrekt gespielt habe, allerdings hätte an einer Stelle Weiß in Vorteil kommen können. Da aber auch die Königsstellung des Weißen kompromittiert war, vereinbarten wir dann ein Remis.

Lange Zeit musste sich Anton an Brett 5 mit Weiß in einem abgelehnten Wolgagambit gegen den Druck des Schwarzen am Damenflügel verteidigen. Beide Seiten konnten uneinholbare Freibauern bilden und die Punkteteilung nach Tausch der neuentstandenen Damen wäre die logische Folge gewesen. Allerdings leistete sich Schwarz dann einen katastrophalen Fehlzug, nachdem es sofort Matt wurde: 1-3 für Gräfelfing.

An Brett drei hatte Thomas‘ Gegner einen „Traum-Holländer“ gegen seine übliche Englische Partie erreicht: Schwarz konnte seinen weißfeldrigen Läufer gegen das Pendant des Weißen tauschen und bekam viel Druck am Damenflügel. Thomas aber verteidigte sich gewohnt hartnäckig und konnte zum Remis vereinfachen. An dieser Stelle hatten wir bereits gewonnen, fragte sich nur wie hoch.

An Brett 4 hatte Yaroslav eine Pirc-artige Stellung mit Schwarz und war in keiner Phase der Partie in irgendeiner  Gefahr. Gegen Ende des Mittelspiels konnte er erfolgreich Druck gegen die weiße Königsstellung aufbauen und gewann schließlich die Partie. Somit stand es zum Schluß 4.5-1.5 für Gräfelfing.

Dieser schöne Mannschaftserfolg könnte sich noch als bedeutsam herausstellen (wobei wir wieder beim „Fragezeichen“ angelangt wären). Gerüchteweise möchte Liga-Sieger Fürstenfeldbruck gar nicht aufsteigen. Da wir durch den heutigen Sieg wieder Tabellenzweiter wurden, würde in diesem Fall Team I der SKG und nicht FFB nächste Saison in der Bezirksliga spielen. Schaun‘ mer mal!

Meinen Dank an allen Mitkämpfern von Team I in der Saison 2022/23; Ihr wart Klasse! Besonders erfreulich sind die Erfolge an den hinteren Brettern, die ja allesamt von Jugendspielern erzielt wurden. (FL)

Enttäuschende Niederlage gegen SC Peiting

Ohne Thomas, der als Schiedsrichter in der 2. Bundesliga agierte, aber mit Oliver und Marvin, spielten wir heute in die 8. Runde der ZSL 22/23 gegen den SC Peiting. Leider ging es nicht gut aus, aber der Reihe nach.

An Brett 2 leistete sich Oliver Gesing frühzeitig einen Damen-Einsteller, nach eigener Aussage ein Novum bei ihm: 0-1 für Peiting.

Richtig gut sah es dagegen beim anderen Oliver (Edelmann) an Brett 5 aus, der mit Caro-Kann gegen seinen weitaus DWZ-schwächeren Gegner keine Probleme hatte: 1-1 und Ausgleich.

Es ging dann gleich weiter mit Marvin, der das Benkö-Gambit seines Gegners ablehnte. Schwarz wollte aber unbedingt angreifen und opferte – eher unmotiviert – frühzeitig eine Figur gegen 3 Bauern, aber mit ungenügender Kompensation. Marvin gab die Figur gegen die Bauern zurück, bekam aber unwiderstehlichen Königsangriff: 2-1 für uns.

An Brett 1 sah es für Daniel eigentlich in keiner Phase des Kampfes gut aus. Sein Gegner, der bisher selten (oder gar nicht?) gespielt hatte, ist die Nummer 1 bei Peiting und er agierte sehr positionell und geschickt gegen Daniel‘s Tarrasch-Verteidigung mit anhaltendem Druck im Zentrum und später auch am Königsflügel, den Schwarz nicht mehr abschütteln konnte: 2-2 und Ausgleich.

An Brett 4 hatte es Yaro ebenfalls mit einer Caro-Kann-Eröffnung zu tun, allerdings als Weißer. Die Partie mündete erst in ein Turm- dann in ein Bauernendspiel. Am Ende fehlt ein Tempo zum Sieg und die Punkteteilung war die Folge.

An Brett 3 nun war ich heute der Match-Loser: nachdem ich mit Schwarz in der Abtauschvariante der spanischen Verteidigung nach einigen Ungenauigkeiten meines Gegners sehr gut rauskam und dann auch einen Bauern gewann, lehnte ich das Remisangebot im 22. Zug dankend ab, schließlich hatte ich einen Mehrbauern und das Läuferpaar. Ich geriet dann aber in Zeitnot und wollte kurz vor der Zeitkontrolle das Geschehen mit einem Bauernopfer forcieren. Hätte ich danach richtig fortgesetzt, hätte ich immer noch überlegen gestanden. Die Partiefortsetzung war dann aber objektiv Remis.

Da ich die Stellung von Yaro nicht richtig einschätzen konnte, lehnte ich ein weiteres Remisangebot ab, überzog aber dann die Stellung und verlor noch, sehr ärgerlich!  

Am Ende stand es also 3,5-2,5 für die Gäste, leider verdient. Kommt sehr selten bei uns vor, dass die ersten drei Bretter verlieren. Erfreulich ist natürlich dagegen der Erfolg unserer Jugendspieler!

Meisterschaftsambitionen müssen wir jetzt leider endgültig fallenlassen. Es geht weiter mit der 9. und letzten Runde in der ZSL 22/23 am 23.04. auswärts gegen Starnberg II. (FL)

Team I: knapper Sieg in Holzkirchen

Der 7. Spieltag in der Zugspitzliga 22/23 war von den Holzkirchenern wg. eines anderen Termins vorverlegt worden. Am überraschend winterlichen Sonntag, den 26.02, machten wir uns also auf den Weg in den Süden mit dem Ziel, als die doch deutlich DWZ-favorisierten Gäste die Heimmannschaft
möglichst hoch zu schlagen. Am Ende kam es dann etwas anders, aber der Reihe nach.

Unser Vorhaben sofort in die Tat umsetzen wollte wohl Oliver Edelmann an Brett 6. Mit Schwarz gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante kam er nach einem Fehler des Weißen sehr bald in entscheidenden Vorteil und Weiß musste nach wenigen Zügen (und sehr kurzer Zeit) die Waffen strecken.

Daniel mit Weiß an Brett 1 hatte eine der wohl schärfsten offenen Eröffnungen am Brett: Königsgamit! Schwarz aber lehnte das Gambit dankend ab, geriet aber bald in eine recht passive
Stellung. Nach einem nur scheinbar gewinnbringenden Manöver von Schwarz war der Materialstand Turm und zwei Bauern für Schwarz gegen zwei Leichtfiguren für Weiß, wonach aber Daniel in Wirklichkeit schon fast auf Gewinn stand.

Nach etlichen wechselseitigen Ungenauigkeiten hatte Weiß aber ein verlorenes Endspiel Läufer und Turm gegen Turm auf dem Brett, mit dem Läufer passiv in der Ecke. In dieser Situation bot Schwarz Remis an, was Daniel dankend annahm.

An Brett vier verflachte Desi’s Aljechin-Verteidigung recht bald ein ausgeglichenes Bauernendspiel: Remis.

Oliver an Brett 2 hatte mit Schwarz in einer eigentlich recht häufig zu sehenden Variante der Franz. Verteidigung plötzlich eine sehr ungünstige Materialverteilung Turm + 2 Bauern gegen Figur. Zudem war Damentausch mehr oder weniger erzwungen. Aus dem Nachteil kam Schwarz nicht mehr heraus, die weißen Freibauern am Königsflügel waren zu stark und so stand es dann zunächst 2:2.

Ich hatte an Brett mit Weiß eine Nebenvariante der Franz. Verteidigung gespielt, die eigentlich wenig Aussicht auf Vorteil verspricht. Nach einigen Ungenauigkeiten des Gegners hatte ich großen Entwicklungsvorsprung. Diesen konnte ich aber nicht richtig nutzen und das Spiel war dann nach
Damentausch plötzlich fast ausgeglichen.

In beiderseitiger Zeitnot ließ aber Schwarz einen Bauerngewinn zu. An dieser Stelle reagierte mein Gegner dann ungeduldig und verdarb mit einem voreiligen Schachgeboten seines Turms statt passiver, aber zäherer Verteidigung die Stellung endgültig und bald nach Zeitkontrolle stand es 1-0 für mich.

An Brett 5 hatte Yaro ein Viespringer-Spiel auf dem Brett, das er in ein für ihn günstiges Endspielt Springer gegen Läufer verwandeln konnte. Es sah so aus, als könne er mit seinem weit vorgeschobenen f-Bauern gewinnen, aber am Ende fehlt dann ein Tempo, damit also Remis.

Damit war der Endstand von 2,5-3,5 für uns dann doch knapper ausgefallen, also von uns erhofft. Am 19.03 geht es dann weiter mit Runde 8 gegen Peiting. (FL)