Dass es nach drei Aufstiegen hintereinander für die 1. Mannschaft nicht mehr so einfach sein würde, war uns klar. Trotzdem hatten wir uns den (Wieder)einstieg in die Landesliga Süd in der 1. Runde auswärts gegen den TSV Haunstetten nicht so schwierig vorgestellt.
Etwas ersatzgeschwächt (Daniel und Nikolai spielten beide nicht) fuhren wir nach am Sonntag, den 11.10.2026 zur ersten Runde der Landesliga Süd 2026/27 nach Haunstetten.
Nach etwas über zwei Stunden sah es eigentlich ganz gut aus. Jürgen hatte ein frühes Remis erzielt. Neuzugang Ulrich an Brett 3 hatte eine überlegene Stellung in einem Najdorf-Sizilianer, ich stand an Brett 7 auch bequem, mein Gegner kam mit meiner eher unüblichen Fortsetzung gegen die Winawer-Variante in der Franz. Verteidigung nicht so zu recht.
Allerdings drehte sich das Blatt schrittweise. Massimo verlor in einer Damenindischen Verteidigung den Faden uns musste aufgeben. Auch Ulrich verlor durch einen einzügigen Fehler in überlegener Stellung. Yaro musste an Brett mit seiner üblichen Modernen Verteidigung die Segel streichen – zuviele Bauernschwächen.
An Brett 1 spielte Arshak gegen einen IM, übersah erst einen Bauernvorstoß seines Gegners und stand auf Verlust. Wie durch ein Wunder konnte er sich mit Hilfe einer Mattdrohung in ein Remis retten.
Vladi statt auch schlecht, konnte aber Remis halten. Damit hatten wir aber schon verloren. Oliver konnte seine Freibauern am Damenflügel nicht verwerten – auch nur Remis.
Mein Gegner hatte einen Figurenfang übersehen, ich wählte aber nicht die beste Fortsetzung in beidseitiger Zeitnot. Ich wickelte in ein Endspiel Springer und 1 Bauer gegen 2 Bauern (darunter einer einen Randbauern ab). Ein Zug war äußerst kritisch: hätte ich die studienartige Fortsetzung gesehen, wäre es ein Gewinn gewesen. Zwei andere naheliegende Fortsetzungen aber waren beide Remis.
Danach stand es 5,5 – 2,5 für unsere Gegner. Trotz der Niederlage bin ich zuversichtlich dass wir in den nächsten Runden noch was reißen können.
Interessant dürfte auch die Elo-Auswertung des Turnieres sein (FL).
In der Saison 2026/27 stellt der SK Gräfelfing erstmals seit Längerem wieder drei Mannschaften. Team III startete die Saison in in der B-Klasse des Schachkreises Zugspitze auswärts in Peiting.
Zu Beginn zeigte Razvan Buraga an Brett 6, dass er nicht zu unterschätzen ist. Razvan begann mit der Pirc-Verteidigung. Seine Gegnerin schien aus meiner Sicht ein wenig überfordert, weshalb sie zwei Opfer gesehen hat, die eigentlich nur Scheinopfer waren. Schlussendlich hat Razvan die Partie gut heruntergespielt und hat die Partie gewonnen. 1:0 für Gräfelfing.
An Brett 3 kam der Gegner von Volker ein wenig verspätet.
An Brett 2 hatte Vitus es mit
Martin hatte es an Brett 1 mit einem Brocken zu tun.
Ein Abgelehntes Damengambit stand mir an Brett 4 gegenüber. Bei Zug 10 habe ich eine Kombination meines Gegners unterschätzt weshalb ich erst einmal einen Bauern eingestellte. Doch ohne klare Idee von weder von mir noch von meinem Gegner konnte ich die Partie wieder (mit Mithilfe) in eine Remisposition überführen.
In einer leicht besseren Position bot ich Remis und mein Gegner nahm dies an. Somit stand der Sieg zu dem Zeitpunkt fest, nur die Höhe noch nicht Lasst mich abschließend noch auf die letzte Partie schauen. Mit dieser Partie hatte sowohl Falk, als auch sein Gegner seine Probleme. Können frühe Bauernzüge in den meisten Fällen durchaus sinnvoll erscheinen, so kann es, wie hier passiert ist, sein, dass man seinen Figuren den nötigen Raum nimmt.
So stand Falk nach der Eröffnung zwar besser, doch sein Gegner wusste sich zu helfen, durch das Abtauschen von Figuren. Der Folgende Königsangriff von Falk schien für Schwarz zu jedoch ein wenig schwierig, weshalb sich sein Gegner sich in eine Situation manövrierte, so dass Falk den entscheidenden Bauern gewann. Es erfolge kein Gegenspiel, weshalb nach dem Abtauschen der Damen Falk sich in einem gewonnenen Läufer- / Bauernendspiel befand und sich den Sieg nicht mehr nehmen ließ. (RP)
Die Oktober-Ausgabe 2026 unseren monatlichen SKG-Blitz gewann Schachfreund Frank Lippert. Zweiter wurde Thomas Sörgel. Sebastian und Vladislav teilten sich den dritten Platz, nachdem auch ein Stichkampf keine Entscheidung brachte (FL).
Die U10 sichert sich in der letzten Runde mit einem knappen Sieg gegen den FC Bayern München Platz 3 und damit die Teilnahme an der DVM. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch!
Team III mit erfolgereichem Saisonauftakt gegen Peiting III
Mit Siegen von Volker und Falk (und dem Rest Remis) konnte unsere „neue“ 3. Mannschaft einen schönen Sieg zum Saisonauftakt auswärts gegen Peiting III in der B-Klasse des Schachkreises Zugspitze verbuchen.
Sparkassen-Open Forchheim 2026
In der A-Sektion des Sparkassenopens Forchheim 2026 sicherte sich unser Spitzenbrett in Team I, Arshak Ovespyan überlegen mit 4.5 Punkten von 5 den Turniersieg. Gratuliere!
Unsere erste Vereinsmeisterschaft im klassischen Schach seit langem findet vom 19.12 bis 23.12.2026 im neuen Vereinsheim in der Grundschule Gräfelfing statt. Unser Schachfreund Jasper Timm organisiert das Turnier und Teilnahmewünsche gehen an ihn. Details der Ausschreibung findet ihr hier.
Es wird in Vor- und Hauptrunden gespielt und es winken attraktive Preise.
Unsere U20 blickt auf eine erfolgreiche Saison 2025/26 in der Landesliga Süd zurück. Mit einem starken 4. Platz unter acht Mannschaften konnte das Team ein sehr gutes Ergebnis erzielen.
Besonders bemerkenswert ist, dass unsere Mannschaft überwiegend aus Spielern der U16 bestand. Trotz des Altersunterschieds zur Konkurrenz zeigte das Team über die gesamte Saison hinweg überzeugende Leistungen und sammelte wertvolle Erfahrungen auf hohem Niveau.
Die erfolgreiche Saison unterstreicht einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit des SK Gräfelfing und lässt optimistisch auf die kommenden Jahre blicken.
In der kommenden Saison möchten wir an diese Leistungen anknüpfen. Mit einem weiteren Jahr Erfahrung und einem eingespielten Team wollen wir erneut oben mitspielen und den Aufstieg in die Bayernliga ins Visier nehmen. (YY)
Endrunde der Bayerischen U12-Mannschaftsmeisterschaft
Nach einer starken Saison durfte unsere U12-Mannschaft die Endrunde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem SK Germering und dem SC Dillingen kämpften Mikhail Basov, Vitus Kinateder, Luka Dejako und Mohammad Taheri um den Titel und die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft.
Runde 1
Der Start in die Endrunde gelang uns mit einem 3:1-Erfolg gegen den SC Dillingen. Der Mannschaftskampf verlief dabei allerdings weniger eindeutig, als es das Endergebnis vermuten lässt.
Als Erster konnte Luka seine Partie erfolgreich beenden. Gegen einen nominell deutlich schwächeren Gegner ließ er nichts anbrennen und brachte uns mit einer souveränen Leistung früh in Führung.
Etwas mehr Geduld war an Brett vier gefragt. Mohammad traf ebenfalls auf einen nominell schwächeren Gegner, tat sich aber nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung jedoch lange. Nachdem er zwischenzeitlich einige knifflige Momente überstanden hatte, setzte sich schließlich seine größere Spielstärke durch und er erhöhte auf 2:0.
An Brett zwei erspielte sich Vitus aus der Eröffnung heraus eine angenehme Stellung. Nach einem ungenauen Läufertausch kippte die Partie jedoch zugunsten seiner Gegnerin. Glücklicherweise nutzte diese ihren Vorteil nicht konsequent aus, sodass sich die Stellung nach und nach wieder ausglich und die Partie schließlich mit einem Remis endete.
Mischa hatte am Spitzenbrett mit den weißen Steinen über weite Strecken die angenehmere Stellung und drückte auf Vorteil. Im Endspiel geriet er jedoch in Zeitnot und entschied sich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Mit dem Remis sicherte er den 3:1-Mannschaftserfolg ab. Parallel setzte sich der FC Bayern München mit 3:1 gegen den SK Germering durch. Damit standen sich in der zweiten Runde zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber: Während wir mit einem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Begegnung gehen konnten, stand Germering nach der Niederlage bereits unter Druck und musste punkten, um die Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft zu wahren.
Runde 2
In der zweiten Runde trafen wir auf den SK Germering, für den nach der Auftaktniederlage bereits viel auf dem Spiel stand. Der Mannschaftskampf begann allerdings alles andere als nach Plan. Mohammad patzte früh in der Eröffnung und geriet in eine aussichtslose Stellung, sodass Germering schnell mit 1:0 in Führung ging.
Zu diesem Zeitpunkt sprach jedoch vieles für uns. Luka hatte sich eine Traumstellung erarbeitet: mehrere Mehrbauern, einen gedeckten Freibauern sowie die deutlich aktivere Figurenstellung mit Angriffschancen gegen den gegnerischen König. Auch Mischa stand nach einer starken Partie klar im Vorteil. Mit einem Mehrbauern, aktiveren Figuren und einer Gegnerin in akuter Zeitnot schien auch hier alles auf einen Sieg hinauszulaufen.
Lediglich Vitus musste sich über weite Strecken der Partie verteidigen. Mit großem Kampfgeist und präzisem Spiel hielt er jedoch allen Drohungen stand und sicherte ein wichtiges Remis.
Doch gerade als der Mannschaftskampf zugunsten des SK Gräfelfing zu kippen schien, verließen uns die Nerven. Luka ließ Gegenspiel zu, verlor zunächst seinen gedeckten Freibauern und anschließend weitere Bauern sowie die Qualität. Die zunächst klar gewonnene Stellung war nicht mehr zu halten. Auch Mischa musste seine Gegnerin nach hartnäckiger Verteidigung in ein Bauernendspiel entkommen lassen, das objektiv remis war. In beiderseitiger Zeitnot unterlief seiner Gegnerin auf der Zielgeraden jedoch noch ein entscheidender Fehler, sodass Mischa die Partie letztlich doch noch gewann.
Mit der unglücklichen 1,5:2,5-Niederlage war unsere Ausgangslage vor der Schlussrunde deutlich schwieriger geworden. Parallel hatte der FC Bayern München den SC Dillingen souverän mit 3:1 besiegt und stand mit zwei Mannschaftssiegen praktisch bereits als Teilnehmer an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Für uns war die Situation klar: Da wir davon ausgehen mussten, dass Germering seine letzte Begegnung gegen Dillingen gewinnen würde, mussten wir den Spitzenreiter FC Bayern München in der Schlussrunde schlagen, um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.
Runde 3
Auch die Schlussrunde gegen den FC Bayern München begann alles andere als nach Wunsch. Luka geriet an Brett 3 gegen den amtierenden Bayerischen U10-Meister früh unter starken Druck. Ein Königsangriff seines Gegners brachte ihn schnell in eine schwierige Stellung.
Deutlich erfreulicher verlief zunächst Mohammads Partie. Sein Gegner spielte die seltene Schliermann-Verteidigung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5) aufdie wir uns jedoch vorbereitet hatten. Dadurch kam Mohammad in eine vielversprechende Stellung. Er
gewann einen Bauern und profitierte von der angeschlagenen Bauernstruktur seines Gegners. Als Kompensation erhielt dieser jedoch die halboffene b-Linie und leitete einen gefährlichen Angriff gegen Mohammads lang rochierten König ein.
Auch Vitus kam zunächst gut aus der Eröffnung und stand mindestens ausgeglichen, wenn nicht sogar leicht besser. Allerdings erwiesen sich die geschwächten weißen Felder an seinem Königsflügel als entscheidender Angriffspunkt. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers gelang es seinem Gegner schließlich, diese Schwäche auszunutzen und Vitus mattzusetzen. Kurz darauf musste sich auch Luka geschlagen geben, sodass wir früh mit 0:2 in Rückstand gerieten.
Mohammad gelang es derweil, den gegnerischen Angriff vollständig zu neutralisieren. Nach dem Abtausch der Figuren verwertete er seinen Materialvorteil souverän in einem gewonnenen Turmendspiel und verkürzte auf 1:2.
Alle Hoffnungen ruhten nun auf Mischa. Mit den schwarzen Steinen hatte er eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht. Der einzige kleine Vorteil lag auf unserer Seite der Uhr: Seine Gegnerin verbrauchte bereits seit der Eröffnung sehr viel Zeit und befand sich früh in akuter Zeitnot.
Während wir gespannt auf die letzten beiden Bretter blickten, überschlugen sich die Ereignisse im Parallelkampf zwischen Germering und Dillingen. Zunächst gelang der Dillinger Spielerin am vierten Brett die große Überraschung gegen ihren rund 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Kurz darauf legte Dillingen am zweiten Brett nach. Damit hätte uns aufgrund der besseren Brettpunkte bereits ein 2:2 gegen den FC Bayern zur Vizemeisterschaft und damit zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft gereicht.
Als Dillingen schließlich auch das erste Brett gewann, war die Entscheidung gefallen: Unabhängig vom Ausgang unseres Mannschaftskampfes stand fest, dass der SK Gräfelfing Bayerischer Vizemeister werden würde. Mischa ließ sich davon jedoch nicht beirren und krönte seine starke Leistung mit einem Sieg nach einer fehlerfreien Partie.
Mit dem Gewinn der Bayerischen Vizemeisterschaft krönt unsere U12 eine starke Saison und darf sich auf das nächste große Highlight freuen: Im Dezember vertritt der SK Gräfelfing bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg die bayerischen Farben. Nach der bereits qualifizierten U16 ist unsere U12 damit bereits das zweite Gräfelfinger Team, das sich für die nationale Endrunde qualifiziert hat. Doch damit könnte die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr noch nicht zu Ende sein. Bereits im September kämpft unsere U10 um die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft und geht als einer der Favoriten ins Rennen. Wir drücken unserer jüngsten Mannschaft die Daumen und hoffen, dass sie den Gräfelfinger Dreifacherfolg perfekt macht. (YY)
Die U16-Mannschaft des SK Gräfelfing mit Vladislav Barsov, Sebastian Blumenthal-Tuset, Vladimir Yaroschenko, Diwen Cheng und Pavel Gubanov wurde bayerischer Vizemeister in der Altersklasse U16 und hat sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft qualifiziert.
Bereits in der Vorrunde setzte sich das Team souverän mit 3:1 gegen Augsburg durch. Besonders hervorzuheben war dabei der Sieg von Vladislav Barsov am ersten Brett gegen den rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Vincent Blodig. Trotz eines Minusbauern im Turmendspiel gelang es ihm, die Partie noch zu gewinnen. Sebastian Blumenthal-Tuset entschied seine Partie am zweiten Brett mit einem brillanten Springeropfer für sich. Vladimir Yaroschenko gewann gegen einen Gegner mit ungewöhnlicher Eröffnungswahl überzeugend, während Diwen Cheng lange eine gute Partie spielte, am Ende jedoch leider einen entscheidenden Fehler machte.
Am ersten Juliwochenende ging es dann zur Endrunde nach Kelheim. Im ersten Mannschaftskampf bezwang Gräfelfing SW Nürnberg Süd mit 3:1. Vladislav musste sich nach einem ereignislosen Mittelspiel in der Englischen Eröffnung geschlagen geben, nachdem er einen Springer einstellte. Sebastian nutzte einen Fehler seiner Gegnerin Olha Ratushna in der Spanischen Eröffnung konsequent aus und gewann seine Partie. Vladimir setzte sich gegen seinen nominell schwächeren Gegner souverän durch, und auch Pavel steuerte einen wichtigen Sieg zum Mannschaftserfolg bei.
Da SC Noris-Tarrasch Nürnberg bereits den ersten Mannschaftskampf verloren hatte, bot sich Gräfelfing in der zweiten Runde die Chance, mit einem Sieg im direkten Duell die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft perfekt zu machen. Dies gelang eindrucksvoll mit einem 3,5:0,5-Erfolg. Die mittleren Bretter sorgten früh für drei volle Punkte, allesamt gegen nominell stärkere Gegner. Besonders beeindruckend war der schnelle Sieg von Diwen Cheng, der seine Partie bereits nach weniger als einer Stunde für sich entschied. Am Ende spielten nur noch Pavel mit einer Mehrfigur sowie Vladislav gegen einen 2280-DWZ-starken Gegner. Nachdem Vladislav zunächst in ein scheinbar gewinnbringendes Qualitätsopfer seines Gegners geraten war, fand er mit einem mutigen Bauernopfer den Weg zurück in die Partie und erspielte sich sogar Vorteil. Dieser reichte letztlich jedoch nicht zum Sieg, sodass die Partie remis endete. Da die Qualifikation bereits gesichert war, ging es in der letzten Runde gegen den Favoriten SF München nur noch um den Turniersieg. Diwen geriet nach einem Fehler in der Eröffnung früh in Nachteil und musste sich schließlich geschlagen geben. Vladislav erspielte sich im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung gegen einen stärkeren Gegner, tauschte jedoch unglücklich die Damen und konnte das entstandene Endspiel nicht mehr halten. Sebastian entwickelte mit den schwarzen Steinen einen vielversprechenden Angriff, musste sich nach einer taktischen Wendung seines Gegners jedoch ebenfalls geschlagen geben. Auch Vladimir hielt seine Partie lange ausgeglichen, ehe eine Ungenauigkeit seinem Gegner entscheidenden Vorteil verschaffte.
Am Ende durfte sich die Mannschaft dennoch über einen hervorragenden zweiten Platz und den Titel des Bayerischen Vizemeisters freuen. Noch wichtiger ist jedoch die erfolgreiche Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft, auf die sich das Team bereits jetzt freut. Im Dezember geht es gemeinsam nach Heidelberg. (YY, VB)
Nichts mehr anbrennen ließ das Team I des SK Gräfelfing am Sonntag zuhause gegen die erste Mannschaft des SK Freising. Damit können wir den Aufstieg n die Landesliga Süd feiern.
Nach acht Runden lagen der SK Gräfelfing mit 16-0 Mannschaftspunkten und 47 Brettpunken auf Platz 1 vor dem ärgsten Verfolger SK Röhrnbach (14-2 MP und 43 BP). Ein hoher eigener Verlust und ein hoher Sieg der Röhrnbacher hätten uns also noch den Aufstieg kosten können.
Nach 1,5 Stunden nahm das Match auf Brett 8 an Fahrt auf, wo Vladislav Barsov in einer symmetrischen englischen Partie seinen f-Bauern weit vorschieben und den schwarzfeldrigen Fianchetto-Läufer auf h8 zurückdrängen konnte. Um nicht völlig eingemauert zu werden, musste Schwarz seine Königsstellung schwächen, was dann Vladi routiniert ausnutzte und seinen Gegner entweder matt zu setzen drohte oder aber mit entscheidenden Materialgewinn verblieben wäre.
Ein relatives frühes und ungefährdetes Remis erzielte Arshak Ovsepyan auf Brett 1 mit Schwarz gegen das zurückhaltende Spiel des Weißen (London mit Tausch der schwarzfeldrigen Läufer plus Fianchetto auf g2). Die Partie endete mit beidseitigen Freibauern am Damenflügel, wo keine Seite mehr echte Fortschritte machen konnte.
Keinen guten Tag erwischte Frank Lippert an Brett 7 mit den schwarzen Steinen. Er war sich in seiner Vorbereitung gegen mehrere potentielle Gegner sicher, das vermutlich die italienische Partie auf’s Brett kommen würde, aber kein Evans-Gambit, was sein junger Gegner aber prompt spielte. Nur eine begrenzte Anzahl von Theoriezügen war ihm noch in Erinnerung und er geriet bald in entscheidenden Entwicklungsrückstand. Der positionelle Druck war nur durch ein Qualitätsopfer (plus Gambitbauern) etwas aus der Stellung zu nehmen. Ein weiterer Fehler in gedrückter Position ließ die Partie nach druckvollem Spiel des Weißen dann schnell unhaltbar werden und der Gräfelfinger musste noch vor der Zeitkontrolle aufgeben.
An Brett 6 hatte sich Yaroslav Yaroshenko mit sicherem Raumvorteil gegen die Königsindische Verteidigung des Freisinger Gegners aufgebaut. Nachdem Schwarz auf f5 und damit auf eigenes Gegenspiel verzichtete, richtete sich die Aufmerksamkeit zunächst auf gegenseitige Bauernschwächen am Damenflügel, die aber beide Seiten sicher unter Kontrolle hatten. Yaroslav konnte aber das Spiel am Königsflügel öffnen, worauf Schwarz nach einer übersehenen Mattkombination bald unter die Räder kam.
Ein vergleichsweise sicheres Remis erreichte Jürgen Hofmann an Brett 5 mit Schwarz in einer Hybrid-Eröffnung aus Katalanisch (Lg2) und Semi-Tarrach (d5/c6), wobei Schwarz zu einem Freibauern auf d4 kam, der aber unter Druck geriet. Jürgen konnte aber genug Gegenspiel mit seinen Türmen auf die weißen Bauern am Damenflügel entwickeln um die Partie im Gleichgewicht zu halten.
An Brett 2 schien Massimo Longo mit Weiß in einer Art Colle-Aufbau, der sich nach frühem Tausch der weißfeldrigen Läufer ergab, zunächst die Lage sicher im Griff zu haben. Allerdings drehte sich der Wind nach einiger Zeit durch einen Zentrumsvorstoß des Freisinger Gegners. In der Folge verlor Weiß einen Bauern, Massimo schaffte es aber nach wechselvollem Spiel einen entscheidenden Mattangriff zu inszenieren.
Daniel Schmidbauer erreichte an Brett 3 mit Schwarz in der Abtauschvariante der Königsindischen Verteidigung nach frühem Damentausch eine stark geschlossene, aber sehr sichere Stellung. Im weiteren Verlauf konnte er einen Bauern erobern, aber auch danach blieb die Stellung so geschlossen, dass an einen Gewinn nicht zu denken war. Remis war die logische Folge.
An Brett 4 hatte Oliver wie üblich einen geschlossenen Sizilianer auf dem Brett. Früh verlor er die Qualität gegen unklaren und vermutlich nicht ausreichenden Druck auf den Schwarzen König. Schwarz aber verzettelte sich und fast hätte Weiß mit einer schönen Mattkombination gewinnen können. Oliver aber ließ die Gelegenheit aus und so versandete auch diese Partie ins Remis.
Am Ende stand es also 5:3 für uns. Wieder hatten wir gewonnen und damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga Süd wahr gemacht! Wir schafften das mit einer makellosen Bilanz, ohne ein einziges Remis oder gar einen Verlust in der gesamten Saison!
Dies war nur durch hohe Spielmoral und geschlossene Leistung aller beteiligten Spieler (Stammmannschaft sowie Ersatzspieler) möglich. Ich möchte allen Beteiligten für ihren Einsatz auch im Namen der Vereinsführung danken! Besonders möchte ich die Leistung unserer Schachjugend wie z.B. Vladislav Barsov hervorheben. Es zeigt sich dass die erfolgreiche Jugendarbeit des SK Gräfelfing unter dem Jugendleiter Yaroslav Yaroshenko und Trainer Arshak Ovsepyan reiche Früchte trägt, was uns auch für die nächsthöhere Liga hoffen lässt. (FL)
Mit einem 4:4 in der 8. Runde der Zugspitzliga am 22.03.2026 gegen den Tabellenzweiten vom Ammersee konnte Gräfelfing II zufrieden sein, obwohl die Gäste mit einem Mann weniger an den Start gegangen sind und damit Martin Hock (Brett 4) kampflos gewann.
Nach knapp einer Stunde folgte eine bittere Niederlage des U10 Nachwuchsspielers Elias Zhu, der trotz besserer Stellung eine Mattkombination seines Gegners übersah. Es folgten dann mehr oder weniger lustlose Remispartien an Brett 2 und 3, so dass es Punkt 12.00 Uhr 2:2 stand.
Eine Stunde später konnte Thomas Sörgel am Spitzenbrett in einer turbulenten Partie mit wechselseitigen Königsangriffen soweit die Figuren abtauschen, dass keine Mattgefahr mehr Bestand und dann aufgrund des geringen Restmaterials sein wertungsstärkerer Gegner das Remis anzunehmen bereit war. Jürgen Klapper (7) stand zwar im Mittelspiel passiv aber stabil. Da sein Gegner im weiteren Verlauf keine Angriffsflächen mehr anbot, war der Remishafen folgerichtig. So stand es gegen 13.00 Uhr 3:3 und die Partien an Brett 5 und 6 mussten die Endscheidung bringen.
Vladmir Yaroshenko hatte zu diesem Zeitpunkt im Leichtfiguren Endspiel zwar einen Bauern mehr, spielte aber dann viel zu optimistisch, so dass er leichtfertig 2 Bauern wieder verlor und jetzt um ein Remis kämpfen musste. Das gelang leider nicht, da der Mehrbauer seines Gegners auch ein Freibauer war und somit das Rennen machte.
Just zu diesem Zeitpunkt begann das Drama am Nebentisch bei Dennis Vitkovski. Der Gräfelfinger hatte im Mittelspiel zweimal Glück, in dem sein Gegner ein gewinnbringendes Qualitätsopfer nicht sah und einen Königsangriff nicht konsequent zu Ende spielte. Stattdessen eroberte sich Dennis einen Freibauern, den er konsequent nach vorne schob, aber kurz vor der Umwandlung in eine Dame einen Konter seines Gegners nicht sah, der – richtig weitergespielt – ihn Matt hätte setzen können. Stattdessen übersah sein Gegner ein Abzugsschach, wonach sich das Blatt wieder zu Gunsten von Gräfelfing wendete und nun tatsächlich Gräfelfing zum 4:4 Endstand ausgleichen konnte. (JK)