Unsere U20 blickt auf eine erfolgreiche Saison 2025/26 in der Landesliga Süd zurück. Mit einem starken 4. Platz unter acht Mannschaften konnte das Team ein sehr gutes Ergebnis erzielen.
Besonders bemerkenswert ist, dass unsere Mannschaft überwiegend aus Spielern der U16 bestand. Trotz des Altersunterschieds zur Konkurrenz zeigte das Team über die gesamte Saison hinweg überzeugende Leistungen und sammelte wertvolle Erfahrungen auf hohem Niveau.
Die erfolgreiche Saison unterstreicht einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit des SK Gräfelfing und lässt optimistisch auf die kommenden Jahre blicken.
In der kommenden Saison möchten wir an diese Leistungen anknüpfen. Mit einem weiteren Jahr Erfahrung und einem eingespielten Team wollen wir erneut oben mitspielen und den Aufstieg in die Bayernliga ins Visier nehmen. (YY)
Endrunde der Bayerischen U12-Mannschaftsmeisterschaft
Nach einer starken Saison durfte unsere U12-Mannschaft die Endrunde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem SK Germering und dem SC Dillingen kämpften Mikhail Basov, Vitus Kinateder, Luka Dejako und Mohammad Taheri um den Titel und die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft.
Runde 1
Der Start in die Endrunde gelang uns mit einem 3:1-Erfolg gegen den SC Dillingen. Der Mannschaftskampf verlief dabei allerdings weniger eindeutig, als es das Endergebnis vermuten lässt.
Als Erster konnte Luka seine Partie erfolgreich beenden. Gegen einen nominell deutlich schwächeren Gegner ließ er nichts anbrennen und brachte uns mit einer souveränen Leistung früh in Führung.
Etwas mehr Geduld war an Brett vier gefragt. Mohammad traf ebenfalls auf einen nominell schwächeren Gegner, tat sich aber nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung jedoch lange. Nachdem er zwischenzeitlich einige knifflige Momente überstanden hatte, setzte sich schließlich seine größere Spielstärke durch und er erhöhte auf 2:0.
An Brett zwei erspielte sich Vitus aus der Eröffnung heraus eine angenehme Stellung. Nach einem ungenauen Läufertausch kippte die Partie jedoch zugunsten seiner Gegnerin. Glücklicherweise nutzte diese ihren Vorteil nicht konsequent aus, sodass sich die Stellung nach und nach wieder ausglich und die Partie schließlich mit einem Remis endete.
Mischa hatte am Spitzenbrett mit den weißen Steinen über weite Strecken die angenehmere Stellung und drückte auf Vorteil. Im Endspiel geriet er jedoch in Zeitnot und entschied sich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Mit dem Remis sicherte er den 3:1-Mannschaftserfolg ab. Parallel setzte sich der FC Bayern München mit 3:1 gegen den SK Germering durch. Damit standen sich in der zweiten Runde zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber: Während wir mit einem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Begegnung gehen konnten, stand Germering nach der Niederlage bereits unter Druck und musste punkten, um die Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft zu wahren.
Runde 2
In der zweiten Runde trafen wir auf den SK Germering, für den nach der Auftaktniederlage bereits viel auf dem Spiel stand. Der Mannschaftskampf begann allerdings alles andere als nach Plan. Mohammad patzte früh in der Eröffnung und geriet in eine aussichtslose Stellung, sodass Germering schnell mit 1:0 in Führung ging.
Zu diesem Zeitpunkt sprach jedoch vieles für uns. Luka hatte sich eine Traumstellung erarbeitet: mehrere Mehrbauern, einen gedeckten Freibauern sowie die deutlich aktivere Figurenstellung mit Angriffschancen gegen den gegnerischen König. Auch Mischa stand nach einer starken Partie klar im Vorteil. Mit einem Mehrbauern, aktiveren Figuren und einer Gegnerin in akuter Zeitnot schien auch hier alles auf einen Sieg hinauszulaufen.
Lediglich Vitus musste sich über weite Strecken der Partie verteidigen. Mit großem Kampfgeist und präzisem Spiel hielt er jedoch allen Drohungen stand und sicherte ein wichtiges Remis.
Doch gerade als der Mannschaftskampf zugunsten des SK Gräfelfing zu kippen schien, verließen uns die Nerven. Luka ließ Gegenspiel zu, verlor zunächst seinen gedeckten Freibauern und anschließend weitere Bauern sowie die Qualität. Die zunächst klar gewonnene Stellung war nicht mehr zu halten. Auch Mischa musste seine Gegnerin nach hartnäckiger Verteidigung in ein Bauernendspiel entkommen lassen, das objektiv remis war. In beiderseitiger Zeitnot unterlief seiner Gegnerin auf der Zielgeraden jedoch noch ein entscheidender Fehler, sodass Mischa die Partie letztlich doch noch gewann.
Mit der unglücklichen 1,5:2,5-Niederlage war unsere Ausgangslage vor der Schlussrunde deutlich schwieriger geworden. Parallel hatte der FC Bayern München den SC Dillingen souverän mit 3:1 besiegt und stand mit zwei Mannschaftssiegen praktisch bereits als Teilnehmer an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Für uns war die Situation klar: Da wir davon ausgehen mussten, dass Germering seine letzte Begegnung gegen Dillingen gewinnen würde, mussten wir den Spitzenreiter FC Bayern München in der Schlussrunde schlagen, um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.
Runde 3
Auch die Schlussrunde gegen den FC Bayern München begann alles andere als nach Wunsch. Luka geriet an Brett 3 gegen den amtierenden Bayerischen U10-Meister früh unter starken Druck. Ein Königsangriff seines Gegners brachte ihn schnell in eine schwierige Stellung.
Deutlich erfreulicher verlief zunächst Mohammads Partie. Sein Gegner spielte die seltene Schliermann-Verteidigung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5) aufdie wir uns jedoch vorbereitet hatten. Dadurch kam Mohammad in eine vielversprechende Stellung. Er
gewann einen Bauern und profitierte von der angeschlagenen Bauernstruktur seines Gegners. Als Kompensation erhielt dieser jedoch die halboffene b-Linie und leitete einen gefährlichen Angriff gegen Mohammads lang rochierten König ein.
Auch Vitus kam zunächst gut aus der Eröffnung und stand mindestens ausgeglichen, wenn nicht sogar leicht besser. Allerdings erwiesen sich die geschwächten weißen Felder an seinem Königsflügel als entscheidender Angriffspunkt. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers gelang es seinem Gegner schließlich, diese Schwäche auszunutzen und Vitus mattzusetzen. Kurz darauf musste sich auch Luka geschlagen geben, sodass wir früh mit 0:2 in Rückstand gerieten.
Mohammad gelang es derweil, den gegnerischen Angriff vollständig zu neutralisieren. Nach dem Abtausch der Figuren verwertete er seinen Materialvorteil souverän in einem gewonnenen Turmendspiel und verkürzte auf 1:2.
Alle Hoffnungen ruhten nun auf Mischa. Mit den schwarzen Steinen hatte er eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht. Der einzige kleine Vorteil lag auf unserer Seite der Uhr: Seine Gegnerin verbrauchte bereits seit der Eröffnung sehr viel Zeit und befand sich früh in akuter Zeitnot.
Während wir gespannt auf die letzten beiden Bretter blickten, überschlugen sich die Ereignisse im Parallelkampf zwischen Germering und Dillingen. Zunächst gelang der Dillinger Spielerin am vierten Brett die große Überraschung gegen ihren rund 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Kurz darauf legte Dillingen am zweiten Brett nach. Damit hätte uns aufgrund der besseren Brettpunkte bereits ein 2:2 gegen den FC Bayern zur Vizemeisterschaft und damit zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft gereicht.
Als Dillingen schließlich auch das erste Brett gewann, war die Entscheidung gefallen: Unabhängig vom Ausgang unseres Mannschaftskampfes stand fest, dass der SK Gräfelfing Bayerischer Vizemeister werden würde. Mischa ließ sich davon jedoch nicht beirren und krönte seine starke Leistung mit einem Sieg nach einer fehlerfreien Partie.
Mit dem Gewinn der Bayerischen Vizemeisterschaft krönt unsere U12 eine starke Saison und darf sich auf das nächste große Highlight freuen: Im Dezember vertritt der SK Gräfelfing bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg die bayerischen Farben. Nach der bereits qualifizierten U16 ist unsere U12 damit bereits das zweite Gräfelfinger Team, das sich für die nationale Endrunde qualifiziert hat. Doch damit könnte die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr noch nicht zu Ende sein. Bereits im September kämpft unsere U10 um die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft und geht als einer der Favoriten ins Rennen. Wir drücken unserer jüngsten Mannschaft die Daumen und hoffen, dass sie den Gräfelfinger Dreifacherfolg perfekt macht. (YY)
Die U16-Mannschaft des SK Gräfelfing mit Vladislav Barsov, Sebastian Blumenthal-Tuset, Vladimir Yaroschenko, Diwen Cheng und Pavel Gubanov wurde bayerischer Vizemeister in der Altersklasse U16 und hat sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft qualifiziert.
Bereits in der Vorrunde setzte sich das Team souverän mit 3:1 gegen Augsburg durch. Besonders hervorzuheben war dabei der Sieg von Vladislav Barsov am ersten Brett gegen den rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Vincent Blodig. Trotz eines Minusbauern im Turmendspiel gelang es ihm, die Partie noch zu gewinnen. Sebastian Blumenthal-Tuset entschied seine Partie am zweiten Brett mit einem brillanten Springeropfer für sich. Vladimir Yaroschenko gewann gegen einen Gegner mit ungewöhnlicher Eröffnungswahl überzeugend, während Diwen Cheng lange eine gute Partie spielte, am Ende jedoch leider einen entscheidenden Fehler machte.
Am ersten Juliwochenende ging es dann zur Endrunde nach Kelheim. Im ersten Mannschaftskampf bezwang Gräfelfing SW Nürnberg Süd mit 3:1. Vladislav musste sich nach einem ereignislosen Mittelspiel in der Englischen Eröffnung geschlagen geben, nachdem er einen Springer einstellte. Sebastian nutzte einen Fehler seiner Gegnerin Olha Ratushna in der Spanischen Eröffnung konsequent aus und gewann seine Partie. Vladimir setzte sich gegen seinen nominell schwächeren Gegner souverän durch, und auch Pavel steuerte einen wichtigen Sieg zum Mannschaftserfolg bei.
Da SC Noris-Tarrasch Nürnberg bereits den ersten Mannschaftskampf verloren hatte, bot sich Gräfelfing in der zweiten Runde die Chance, mit einem Sieg im direkten Duell die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft perfekt zu machen. Dies gelang eindrucksvoll mit einem 3,5:0,5-Erfolg. Die mittleren Bretter sorgten früh für drei volle Punkte, allesamt gegen nominell stärkere Gegner. Besonders beeindruckend war der schnelle Sieg von Diwen Cheng, der seine Partie bereits nach weniger als einer Stunde für sich entschied. Am Ende spielten nur noch Pavel mit einer Mehrfigur sowie Vladislav gegen einen 2280-DWZ-starken Gegner. Nachdem Vladislav zunächst in ein scheinbar gewinnbringendes Qualitätsopfer seines Gegners geraten war, fand er mit einem mutigen Bauernopfer den Weg zurück in die Partie und erspielte sich sogar Vorteil. Dieser reichte letztlich jedoch nicht zum Sieg, sodass die Partie remis endete. Da die Qualifikation bereits gesichert war, ging es in der letzten Runde gegen den Favoriten SF München nur noch um den Turniersieg. Diwen geriet nach einem Fehler in der Eröffnung früh in Nachteil und musste sich schließlich geschlagen geben. Vladislav erspielte sich im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung gegen einen stärkeren Gegner, tauschte jedoch unglücklich die Damen und konnte das entstandene Endspiel nicht mehr halten. Sebastian entwickelte mit den schwarzen Steinen einen vielversprechenden Angriff, musste sich nach einer taktischen Wendung seines Gegners jedoch ebenfalls geschlagen geben. Auch Vladimir hielt seine Partie lange ausgeglichen, ehe eine Ungenauigkeit seinem Gegner entscheidenden Vorteil verschaffte.
Am Ende durfte sich die Mannschaft dennoch über einen hervorragenden zweiten Platz und den Titel des Bayerischen Vizemeisters freuen. Noch wichtiger ist jedoch die erfolgreiche Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft, auf die sich das Team bereits jetzt freut. Im Dezember geht es gemeinsam nach Heidelberg. (YY, VB)
Nichts mehr anbrennen ließ das Team I des SK Gräfelfing am Sonntag zuhause gegen die erste Mannschaft des SK Freising. Damit können wir den Aufstieg n die Landesliga Süd feiern.
Nach acht Runden lagen der SK Gräfelfing mit 16-0 Mannschaftspunkten und 47 Brettpunken auf Platz 1 vor dem ärgsten Verfolger SK Röhrnbach (14-2 MP und 43 BP). Ein hoher eigener Verlust und ein hoher Sieg der Röhrnbacher hätten uns also noch den Aufstieg kosten können.
Nach 1,5 Stunden nahm das Match auf Brett 8 an Fahrt auf, wo Vladislav Barsov in einer symmetrischen englischen Partie seinen f-Bauern weit vorschieben und den schwarzfeldrigen Fianchetto-Läufer auf h8 zurückdrängen konnte. Um nicht völlig eingemauert zu werden, musste Schwarz seine Königsstellung schwächen, was dann Vladi routiniert ausnutzte und seinen Gegner entweder matt zu setzen drohte oder aber mit entscheidenden Materialgewinn verblieben wäre.
Ein relatives frühes und ungefährdetes Remis erzielte Arshak Ovsepyan auf Brett 1 mit Schwarz gegen das zurückhaltende Spiel des Weißen (London mit Tausch der schwarzfeldrigen Läufer plus Fianchetto auf g2). Die Partie endete mit beidseitigen Freibauern am Damenflügel, wo keine Seite mehr echte Fortschritte machen konnte.
Keinen guten Tag erwischte Frank Lippert an Brett 7 mit den schwarzen Steinen. Er war sich in seiner Vorbereitung gegen mehrere potentielle Gegner sicher, das vermutlich die italienische Partie auf’s Brett kommen würde, aber kein Evans-Gambit, was sein junger Gegner aber prompt spielte. Nur eine begrenzte Anzahl von Theoriezügen war ihm noch in Erinnerung und er geriet bald in entscheidenden Entwicklungsrückstand. Der positionelle Druck war nur durch ein Qualitätsopfer (plus Gambitbauern) etwas aus der Stellung zu nehmen. Ein weiterer Fehler in gedrückter Position ließ die Partie nach druckvollem Spiel des Weißen dann schnell unhaltbar werden und der Gräfelfinger musste noch vor der Zeitkontrolle aufgeben.
An Brett 6 hatte sich Yaroslav Yaroshenko mit sicherem Raumvorteil gegen die Königsindische Verteidigung des Freisinger Gegners aufgebaut. Nachdem Schwarz auf f5 und damit auf eigenes Gegenspiel verzichtete, richtete sich die Aufmerksamkeit zunächst auf gegenseitige Bauernschwächen am Damenflügel, die aber beide Seiten sicher unter Kontrolle hatten. Yaroslav konnte aber das Spiel am Königsflügel öffnen, worauf Schwarz nach einer übersehenen Mattkombination bald unter die Räder kam.
Ein vergleichsweise sicheres Remis erreichte Jürgen Hofmann an Brett 5 mit Schwarz in einer Hybrid-Eröffnung aus Katalanisch (Lg2) und Semi-Tarrach (d5/c6), wobei Schwarz zu einem Freibauern auf d4 kam, der aber unter Druck geriet. Jürgen konnte aber genug Gegenspiel mit seinen Türmen auf die weißen Bauern am Damenflügel entwickeln um die Partie im Gleichgewicht zu halten.
An Brett 2 schien Massimo Longo mit Weiß in einer Art Colle-Aufbau, der sich nach frühem Tausch der weißfeldrigen Läufer ergab, zunächst die Lage sicher im Griff zu haben. Allerdings drehte sich der Wind nach einiger Zeit durch einen Zentrumsvorstoß des Freisinger Gegners. In der Folge verlor Weiß einen Bauern, Massimo schaffte es aber nach wechselvollem Spiel einen entscheidenden Mattangriff zu inszenieren.
Daniel Schmidbauer erreichte an Brett 3 mit Schwarz in der Abtauschvariante der Königsindischen Verteidigung nach frühem Damentausch eine stark geschlossene, aber sehr sichere Stellung. Im weiteren Verlauf konnte er einen Bauern erobern, aber auch danach blieb die Stellung so geschlossen, dass an einen Gewinn nicht zu denken war. Remis war die logische Folge.
An Brett 4 hatte Oliver wie üblich einen geschlossenen Sizilianer auf dem Brett. Früh verlor er die Qualität gegen unklaren und vermutlich nicht ausreichenden Druck auf den Schwarzen König. Schwarz aber verzettelte sich und fast hätte Weiß mit einer schönen Mattkombination gewinnen können. Oliver aber ließ die Gelegenheit aus und so versandete auch diese Partie ins Remis.
Am Ende stand es also 5:3 für uns. Wieder hatten wir gewonnen und damit die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga Süd wahr gemacht! Wir schafften das mit einer makellosen Bilanz, ohne ein einziges Remis oder gar einen Verlust in der gesamten Saison!
Dies war nur durch hohe Spielmoral und geschlossene Leistung aller beteiligten Spieler (Stammmannschaft sowie Ersatzspieler) möglich. Ich möchte allen Beteiligten für ihren Einsatz auch im Namen der Vereinsführung danken! Besonders möchte ich die Leistung unserer Schachjugend wie z.B. Vladislav Barsov hervorheben. Es zeigt sich dass die erfolgreiche Jugendarbeit des SK Gräfelfing unter dem Jugendleiter Yaroslav Yaroshenko und Trainer Arshak Ovsepyan reiche Früchte trägt, was uns auch für die nächsthöhere Liga hoffen lässt. (FL)
Mit einem 4:4 in der 8. Runde der Zugspitzliga am 22.03.2026 gegen den Tabellenzweiten vom Ammersee konnte Gräfelfing II zufrieden sein, obwohl die Gäste mit einem Mann weniger an den Start gegangen sind und damit Martin Hock (Brett 4) kampflos gewann.
Nach knapp einer Stunde folgte eine bittere Niederlage des U10 Nachwuchsspielers Elias Zhu, der trotz besserer Stellung eine Mattkombination seines Gegners übersah. Es folgten dann mehr oder weniger lustlose Remispartien an Brett 2 und 3, so dass es Punkt 12.00 Uhr 2:2 stand.
Eine Stunde später konnte Thomas Sörgel am Spitzenbrett in einer turbulenten Partie mit wechselseitigen Königsangriffen soweit die Figuren abtauschen, dass keine Mattgefahr mehr Bestand und dann aufgrund des geringen Restmaterials sein wertungsstärkerer Gegner das Remis anzunehmen bereit war. Jürgen Klapper (7) stand zwar im Mittelspiel passiv aber stabil. Da sein Gegner im weiteren Verlauf keine Angriffsflächen mehr anbot, war der Remishafen folgerichtig. So stand es gegen 13.00 Uhr 3:3 und die Partien an Brett 5 und 6 mussten die Endscheidung bringen.
Vladmir Yaroshenko hatte zu diesem Zeitpunkt im Leichtfiguren Endspiel zwar einen Bauern mehr, spielte aber dann viel zu optimistisch, so dass er leichtfertig 2 Bauern wieder verlor und jetzt um ein Remis kämpfen musste. Das gelang leider nicht, da der Mehrbauer seines Gegners auch ein Freibauer war und somit das Rennen machte.
Just zu diesem Zeitpunkt begann das Drama am Nebentisch bei Dennis Vitkovski. Der Gräfelfinger hatte im Mittelspiel zweimal Glück, in dem sein Gegner ein gewinnbringendes Qualitätsopfer nicht sah und einen Königsangriff nicht konsequent zu Ende spielte. Stattdessen eroberte sich Dennis einen Freibauern, den er konsequent nach vorne schob, aber kurz vor der Umwandlung in eine Dame einen Konter seines Gegners nicht sah, der – richtig weitergespielt – ihn Matt hätte setzen können. Stattdessen übersah sein Gegner ein Abzugsschach, wonach sich das Blatt wieder zu Gunsten von Gräfelfing wendete und nun tatsächlich Gräfelfing zum 4:4 Endstand ausgleichen konnte. (JK)
Nach dem umkämpften 4,5 : 3,5 gegen Bruckmühl in Runde 7 traten wir am 22.03.2026 in der vorletzten Runde der RLSO 26/25 auswärts gegen Starnberg an. Die Starnberger sind eine recht ausgeglichen Mannschaft, die auch immer zu kämpfen weiß, insofern waren wir gewarnt. Für den ausgefallenen Daniel rückte an Brett 8 Oliver Edelmann nach, ansonsten spielten wir in der Stammbesetzung.
Längere Zeit sah es mehr als gut aus für die Gastgeber, einige Bretter bei uns wie z.B. Vladi und Jürgen schienen arg zu wackeln. Plötzlich aber ging es Schlag auf Schlag:
Oliver Edelmann konnte auf Brett 8 mit der Caro-Kann-Verteidigung punkten (Königsangriff + Materialgewinn). Vladi auf Brett 7 hatte wie gesagt, lange unter Druck gestanden, da ein gegnerischer Turm bereits in die weiße Stellung eingedrungen war. Er verteidigte sich aber zäh und konnte seinerseits mit Turm und Springer den schwarzen König zurückwerfen. Nach einer sehr unvorsichtigen Aktionen kam dann das plötzliche aus für den Starnberger: er hatte seine zwei Läufer (eigentlich ein Garant für positionelles Übergewicht so unglücklich hingestellt, dass plötzlich Weiß mit Turm auf 7. Reihe, Springerschach auf f6 und nachfolgendem Läuferschach auf a5 mattsetzen konnte.
An Brett 4 hatte Jürgen in einer ssymmetrischen Englischen Partie (1.c4 e5) unvorsichtigerweise einen Doppelbauern auf f6 zugelassen und Weiß spielte in der Folge durchaus geschickt mit den Schwachpunkten f6 und f5. Ein Qualitätsgewinn für Weiß war die Folge. In der Folge (und in zunehmender Zeitnot) verlor der Starnberger aber den Faden und ließ einen Königsangriff mit Rückgewinn des Materials und anhaltendem Druck zu), was bald zum Sieg von Schwarz führte.
An Brett 3 hatte es Oliver Gesing mit Weiß gegen die moderne Verteidigung (wohl eine Art Gurgendize-Aufbau mit c6, d5, Lg7) zu tun. Schwarz war im Entwicklungsrückstand und Weiß öffnete die Stellung mit c4, worauf die schwarze Bauernstruktur bald zusammenbrach. Am Ende hatte Oliver zwei Bauern mehr bei anhaltendem Figurendruck, was Schwarz zur Aufgabe bewog. Damit stand es bereits 4:0 für uns.
Zum „Matchwinner“ wurde ich: mein Gegner spielte erwartungsgemäß einen London-Aufbau, wobei ich mit frühem Ld6 und Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer dem weißen Angriff frühzeitig die Zähne ziehen wollte. In der Tat sah es nach zwischenzeitlich gut für mich aus, ich übersah dann eine Taktik, womit Weiß in ein eher vorteilhaftes Endspiel abwickeln konnte. Letztlich aber sah Weiß kein Weiterkommen und gab die Partie Remis, wodurch wir bereits als Sieger feststanden.
Solide, aber ungewohnt passiv stellte sich Yaro auf Brett 5 mit Weiß in einer Art Damenbauern- Eröffnung auf, wobei Schwarz das Läuferpaar behielt. Leider konnte ich die Partie nicht ganz zu Ende verfolgen, es muss wohl darauf hinausgelaufen sein, dass Yaro die schwarzen Chancen auf Königsangriff unterschätze und dann aufgeben musste.
An Brett 1 eröffnete Arshak mit den weißen Steinen wie gewohnt mit 1.c4 aber sein Gegner hatte keine Lust auf die englische Verteidigung und wechselte lieber in die Leningrader Variante der Holländischen Verteidigung. Es sah zunächst durchaus ausgeglichen aus, aber Arshak legte die Schwächen des Schwarzen am Königsflügel gekonnt mit einem Königsangriff bloß. Am Ende hatte er zwei Figuren mehr bei anhaltendem Angriff.
Nicht zufrieden sein konnte Massimo an Brett zwei, der sich mit den schwarzen Steinen einem Königsindischen Angriff in der franz. Verteidigung gegenübersah. Es fing schon damit an, dass der an Brett 2 gemeldete Starnberger auch tatsächlich spielte, was in der ganzen Saison noch nicht der Fall gewesen war.
Längere Zeit verlief die Partie in bekannten Bahnen mit einem Bauern- und Figurensturm von Weiß am Königsflügel und schwarzem Konter am Damenflügel. Schwarz opferte zwischendurch einen Bauern, womit Weiß einen gedeckten Freibauern auf d6 bekam. Später aber verlor Massimo einen Figur (wie genau, konnte ich nicht verfolgen) und geriet dann in ein verlorenes Endspiel. Der Schluss aber war ein kurioser Fall doppelter Schachblindheit: anstatt ganz klar mit f7 und Bauernverwandlung zu gewinnen, übersah Weiß, dass Massimo den gefährlichen Freibauern straflos hätte schlagen können. Massimo aber gab gerade an der Stelle auf, wo er sich eigentlich wieder gerettet hätte.
Damit war der Endstand dann 5,5 : 2,5. Wir liegen weiterhin mit zwei Mannschafts- und vier Brettpunkten vor Röhrnbach, haben also für die letzte Runde am 26.04.2026 alle Trümpfe in der Hand. (FL)
Qualität oder Quantität? Warum nicht einfach beides!
Vom 18. bis zum 21. Februar fand die diesjährige oberbayerische Jugend-Einzelmeisterschaft, wie schon im Vorjahr, in Wartaweil statt. Vier Tage lang kämpften die besten jungen Schachspieler/innen aus Oberbayern um die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft. Mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Schachklub Gräfelfing, der am meisten vertretene Verein auf dem Turnier. Damit konnten wir unseren eigenen Teilnahmerekord von elf Spielern vom letzten Jahr deutlich überbieten. Doch Quantität heißt nicht gleich Qualität, oder? Hier ein ausführlicher Turnierbericht.
U8
Julian Zesch und Leon Burjew haben den SK Gräfelfing in der U8 vertreten. Beide spielen noch nicht mal seit einem Jahr Schach und für beide war es nach der Kreiseinzelmeisterschaft das zweite klassische Schachturnier. Umso erfreulicher war das Endergebnis. Beide gewannen herausragende 5,0 Punkte aus acht Partien und belegten am Ende mit Julian den dritten und mit Leon den vierten Platz. Beide konnten zwar noch nicht den beiden Spitzenreitern, die schon deutlich länger das Spiel der zwei Könige für sich entdeckt haben, das Wasser reichen, haben aber gegen alle schlagbaren Gegner herausragend performt. Trainer Vladimir war nach dem Turnier das Grinsen über den Erfolg nicht aus dem Gesicht zu nehmen. Gratulation!!!
U10
Mit Jan Freund, Elias Zhu und Darsh Agarwal nahmen gleich drei Spieler DVM-Mannschaft in der U10 Teil. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen.
Jan Freund:
Nach 4,5 von möglichen 8 erzielten Punkten und einem souveränen achten Platz lässt sich bei Jan ein sehr positives Fazit ziehen. Er ließ nur Punkte gegen deutlich stärkere Gegner liegen und besiegte alle nominell Schwächeren. Eine sehr starke und vor allem konstante Leistung. Die neue DWZ von über 1200 wird ihn bestimmt sehr freuen😉. Herzlichen Glückwunsch!
Darsh Agarwal:
Nach der herausragenden DVM war es spannend zu sehen, ob es sich nur um einen einmaligen Ausreißer handelte oder ob das tatsächlich Darshs Leistungsniveau widerspiegelt. Nach diesem Turnier lässt sich festhalten, das ist tatsächlich Darshs neue Leistungsniveau. Er verpasste mit starken 5.5 aus 8 Punkten und einem soliden vierten Platz nur haarscharf das Treppchen. Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den ehemaligen Bayerischen Meister Simon Roscher aus Germering, der selbst 7 Siege aus 7 Partien auf der DVM holte. Eine starke Vorstellung!
Elias Zhu:
Überragend! 7,5 aus 8 möglichen Punkten! Alle direkten Konkurrenten geschlagen! Laut der DWZ-Auswertung eine Leistung von 1863 und das mit acht Jahren! Elias wurde hochverdient mit 1,5 Punkten Abstand Bezirksmeister in der U10. Dieses Ergebnis hätte er sich, bei der Konkurrenz, wahrscheinlich selbst nicht mal erträumen können. Du kannst mächtig stolz auf dich sein!
U12
Mit Barsov Mikhail, Kinateder Vitus, Dejako Luka, Taheri Mohammad und Cheng Louis traten gleich fünf Gräfelfinger in der Altersklasse U12 an. Das finale Resultat lässt sich echt sehen lassen.
Louis, Mohammad und Luka:
Die Leistung der dreien war sehr analog zueinander. Alle drei verloren nur gegen deutlich stärkere Spieler und siegten gegen alle nominell schwächeren Gegner. Alle drei holten 4,5 aus 7 möglichen Punkten und landeten am Ende, nur durch die Feinwertungen getrennt auf den Plätzen 9 (Louis), 8 (Luka) und 7 (Mohammad). Wenn Konstanz wahre Klasse zeigt, dann war es die Leistung der dreien auch!
Vitus:
Vitus holte am Ende auch 4,5 aus 7 Punkten, aber gegen deutlich stärkere Gegner als seine drei Mannschaftskollegen. Dementsprechend besser war auch seine Buchholz und er landete am Ende auf Platz vier und verpasste ganz knapp die TOP 3. Obwohl er sich selbst wahrscheinlich mehr erhofft hatte, war das doch eine sehr gute Leistung! Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den späteren Vizemeister Alexsander Dahnovici, der mit einer DWZ von über 1700, nominell der deutlich stärkere Spieler sein sollte.
Mikhail:
Mischa wurde souverän mit 6 aus 7 unser zweiter Bezirksmeister. Er zeigte wieder einmal, dass er definitiv zu den besten Spielern seines Jahrgangs gehört. Er verlor nur eine Runde, in der die Gegnerin die vielleicht beste Partie ihres Lebens spielte, ließ sich davon jedoch überhaupt nicht entmutigen. Eine vor allem sehr reife Leistung und der hochverdiente Turniersieg!
U14
Mia Zhu und Diwen Cheng traten dieses Jahr wieder in der U14 an.
Mia:
Nach kleinen Startschwierigkeiten startete Mia ab der vierten Runde einen Lauf, gewann die letzten Runden und wurde am Ende mit 4 aus 7 und einem großem Abstand Vizemeisterin in der U14w. Herzlichen Glückwunsch! Eine sehr große Steigerung im Vergleich zu letztem Jahr!
Diwen:
Diwen spielte ein starkes Turnier. Stolze 5 aus 7 Punkten zeigten ausdrücklich wie viel er sich in den letzten eineinhalb Jahren verbessert hat. Die Kirsche auf der Torte war zudem, dass dieses Ergebnis am Ende gleichbedeutend mit der Vizemeisterschaft und der direkten Qualifikation zur Bayerischen EM war. Gratulation!
U16
Pavel Gubanov und Vladimir Yaroshenko spielten in der U16 mit. In der letzten Runde traten die beiden auch noch gegeneinander an. Pavel holte zwar mit 3,5 Punkten aus sieben Runden nur den 11. Platz, schaffte es aber mit einem Remis in der letzten Runde dem Vladimir, die Meisterschaft zu versauen. Vladimir hat am Ende ein halber Punkt zum Titel gefehlt. Er wurde schließlich Dritter mit 4,5 von 7 möglichen Punkten. Eine doch ordentliche Leistung von beiden!
U18
In der U18 spielten Sebastian Blumenthal und Martin Trinh. Beide Spielten ein Sehr gutes Turnier, schafften es dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen und beendeten am Ende mit 4,5 Punkten auf Rang 4 (Martin) und Rang 3 (Sebastian). Eine sehr starke Performance!
Fazit
Letztlich bleibt festzuhalten: Warum sich zwischen Quantität und Qualität entscheiden, wenn beides möglich ist? Der SK Gräfelfing war in sämtlichen Altersklassen vertreten – und am Ende stand in jeder davon ein Gräfelfinger auf dem Podium. Zwei Meistertitel, zwei Vizemeisterschaften und drei dritte Plätze sprechen für sich. Dieses Ergebnis ist nicht nur herausragend, sondern belegt eindrucksvoll, dass der Gräfelfinger Nachwuchs zweifellos zur bayerischen Spitze gehört. Möge auch die Bayerische Einzelmeisterschaft von ähnlichem Erfolg geprägt sein. (YY).
Das es in den letzten drei Runden nicht leicht werden würde war uns klar, wieviel Gegenwehr aber unser Gegner in Runde 7 – der SK Bruckmühl – entwickeln würde kam dann aber doch überraschend. Aber der Reihe nach.
Ich hatte diese Runde ausgesetzt und dafür Jasper auf Brett 8 spielen lassen. Dieser gewann mit Weiß auch sehr sicher in einer katalanischen Partie. Ebenso problem los gewann Vladi auf Brett 7 mit Schwarz gegen die eher selten gesehene Bird-Eröffnung (1.f4) seines Gegners.
Auch an Brett 5 hatte Jürgen keine Probleme mit Schwarz. Sein Drachen-Sizilianer brachte den Sieg noch vor der Zeitkontrolle.
Kein Glück hatte heute Massimo mit seinem Jobava-London-System. Sein starker Gegner (FM mit besserer Wertung als Brückmühls 1. Brett) hielt das Geschehen lange in der Schwebe, dann verlor Massimo einen Bauern und leistete auch im Endspiel zu wenig Widerstand, was dem Bruckmühler den Sieg brachte.
Auch bei Oliver auf Brett 4 stand es schlecht, sein Sizilianer mit b3 / Lb2 konnte nicht so recht überzeugen und im Turmendspiel hatte er dann einen Bauern weniger, was sein Gegner sicher verwertete.
Zu kämpfen hatte Daniel mit Schwarz auf Brett 3. Sein Benoni-Aufbau brachte ihm einige Probleme mit einem Endspiel weißer Läufer / schwarzer Springer und Freibauern für Weiß am Damenflügel. Letztlich konnte er aber alle Angriffe abwehren und ins Remis abwickeln.
Einiges Glück hatte Yaro auf Brett 6, nachdem er gegen das Wolga-Gambit seines Gegners zunächst nicht genug Gegenspiel entwickelt hatte. Sein Gegner fand aber im Endspiel oft nicht die besten Züge und auch hier verflachte die Partie ins Remis.
An Brett 1 sah es so aus, als ob vlt. Arshak mit Schwarz gewinnen könnte (die Partie entwickelte sich aus einem Skandinavisch / Fianchetto Hybrid), letztlich reichte es aber auch hier nur zum Remis.
Damit gewannen wir mit dem knappsten Ergebnis bisher in der Saison, also 4,5:3,5. Trotzdem haben wir damit wieder einmal keinen Mannschaftspunkt abgegeben und sind damit weiterhin auf Aufstiegskurs. Da auch Fresing und Starnberg in dieser Runde strauchelten und damit wohl nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben werden, zählt jetzt v.a. das „Fernduell“ gegen Röhrnbach (und eventuell auch Ilmmünster).
Zurücklehnen können wir uns gegen Starnberg (Runde 8) und Freising (letzte Runde) natürlich trotzdem nicht, auch wenn eine Niederlage uns eventuell trotzdem noch den Turniersieg erhalten würde. (FL)
Nach dem gewonnen Auswärtsspiel gegen den MTV Ingolstadt in Runde 5 mussten wir am 08.02.2026 wiederum auswärts gegen den SC Straubing antreten. Wir hatten das Spiel auf Wunsch einiger Spieler auf 11:00 Uhr verlegen lassen.
Wir mussten diesmal ohne Massimo und Daniel an den Kampf bestreiten, konnten dafür aber Desi(!) und Thomas als Ersatz einspannen. Aber auch die Gegner waren an Brett 2, 7 und 8 etwas ersatzgeschwächt.
Zu einem frühzeitigen Sieg kam Jürgen auf Brett 3. Unser Veteran bekam es mit Weiß mit der Rubinstein-Variante der französischen Verteidigung zu tun, die als sehr solide für Schwarz gilt, wenn auch ein wenig passiv. Schwarz ließ unvorsichtigerweise die Öffnung des Königsflügels mit Lg5xf6 zu, worauf Weiß innerhalb weniger Zug die gegnerische Dame zu gewinnen drohte: 1-0
Ebenfalls recht schnell war meine Partie an Brett 5 vorüber. Wie es oft der Fall ist in Schachklubs, kopieren Spieler Eröffnungen voneinander und so hatte auch ich mit Weiß einen Rubinstein-Franzosen auf dem Brett. Ich konnte mich zwar gut aufstellen, hätte bei korrektem Spiel von Schwarz kaum Vorteil gehabt. Das etwas passive Spiel von Schwarz verleitete mich zu einem sehr unvorsichtigen Springeropfer. Hätte Schwarz hier die korrekte und „offensichtliche“ Verteidigung gewählt (den Springer schlagen), wäre ich in großen Nachteil gekommen. Das „sorgfältige“ und schnell gespielte Wegziehen des bedrohten schwarzfeldrigen Läufers, erlaubte mir aber ein Zertrümmerungsopfer auf g7, nach dem es für Schwarz schnell den Bach runterging. Ein weiteres Turmopfer mit Mattangriff besiegelte das Schicksal von Schwarz.
Die einzige Niederlage heute musste Thomas auf Brett 8 mit Schwarz hinnehmen. Er kam in einem geschlossenen Katalanen unter einigen Druck, den er mit einem inkorrekten Opfer abschütteln wollte. Stattdessen wäre er mit einer Figur weniger im Endspiel gelandet, was ihn zur Aufgabe zwang.
Yaro’s Gegner an Brett 4 spielte die recht seltene Bird-Eröffnung (1.f4), kam aber nicht gut raus. Zu keiner Zeit war das schwarze Spiel gefährdet oder gar schlechter. Im Gegenteil konnte Schwarz schnell Druck auf der d-Linie und auf der langen Diagonalen a8-h1 aufbauen. Genau diese Diagonalschwäche erlaubte es Schwarz eine ganze Figur zu gewinnen, was Weiß zur Aufgabe zwang.
Oliver an Brett hatte es mit Schwarz mit der Vorstoßvariante der franz. Verteidigung zu tun, wobei Weiß die eher seltene Variante mit Ld3 ohne c3 spielte. Schwarz konnte aber jeglichen Druck mit eigener Expansion am Königsflügel und im Zentrum abschütteln. Ein unvorsichtiger „Bauerngewinn“ auf d4 erlaubte Schwarz eine Springergabel mit Figurengewinn.
Sehr sicher gewann Desi mit Weiß an Brett 7 gegen die pseudo-aktive Pirc-Verteidigung des Straubinger Gegners. Durch Mattdrohungen mit Dame und Turm auf d8 gewann Weiß erst einen Bauern, später zwei Leichtfiguren gegen Turm und noch einen Bauern. Schwarz war nicht in der Lage auch nur irgendeine Form von Gegenspiel zu orchestrieren und gab dann einfach auf.
An Brett hatte Vladi zwar aus der Modern-Verteidigung einen Freibauern auf d4 erspielt, trotzdem sah die Partie im erweiterten Mittel- und Endspiel sehr remislich aus. Unvorsichtige Bauernvorstöße am Königsflügel erlaubten Schwarz aber die Ablenkung des gegnerischen Königs von der Verteidung des verbliebenen weißen Turms. Mit Qualität mehr und Freibauern gab Weiß dann entnervt auf.
Wiederum eine sehr starke Leistung und die Partie des Tages erspielte Arshak an Brett 1. Gegen den passiven Aufbau von Schwarz (eine Art Owen-Eröffnung / Damenindisch- Hybrid), kam Weiß an beiden Flügeln zu Angriff. Zwar versuchte Schwarz alle Löcher abzudecken und mit dem König auf den Damenflügel zu flüchten, aber auch dort konnte Weiß die Stellung öffnen. Nach einm Bauernopfer, das die dritte Reihe für einen Turmschwenk öffnete, konnte Weiß die Schwerfiguren auf der b-Linie vertrippeln und ein undeckbares Matt auf b7 aufbauen.
Damit gewannen die diesen Kampf deutliche mit 7-1 und sind weiter auf Aufstiegskurs. Die nächsten drei Spiele gegen Bruckmühl, Starnberg und Freising werden aber nicht leicht. Insbesonder Freising, auf Platz 2 nach dieser Runde, kann es noch aus eigener Kraft schaffen aufzusteigen und wird alles daran setzen dies auch zu tun.
Die nächste Runde findet am 01.03.2026 statt, zuhause gegen den SK Bruckmühl. (FL)
Team II im Heimspiel Mit einem 4:4 gegen einen Abstiegskonkurrenten konnte Gräfelfing II nicht zufrieden sein, denn das wärtungsschwächere Holzkirchen war zudem ohne ihr Spitzenbrett angetreten.
Als an Brett 6 Dennis Vitkovski zunächst einen Bauern und wenig später die komplette Partie gewann und die Mannschaftskammeraden an Brett 5 und 8 deutlich besser standen, schien der Mannschaftskampf schon so gut wie gewonnen. Doch eben diese Bretter konnten den Vorteil nicht nutzen, überdehnten stattdessen Ihre Stellungen bzw. liefen in den Gegenangriff und verloren am Ende noch Ihre Partien.
Es folgte an Brett 3 eine Punkteteilung bei Thomas Sörgel. Hier konnte Gräfelfing II zufrieden sein, denn die Partie hätte an einigen Eckpunkten auch in die andere Richtung kippen können.
Jürgen Klapper (7) probierte alles, um eine remislastige Partie doch noch zu gewinnen – sogar mit der Gefahr diese zu verlieren. Am Ende hatte er zwar einen Mehrbauern, aber die ungleichfarbigen Läufer ließen nach fast 60 Zügen nichts mehr zu.
Als an Brett 2 Jasper Timm die Remisvariante nicht erkannte, beendete ein gegnerischer Königsangriff seine Partie und so lag alles in den Händen unseres Altmeisters Matin Hock, noch mit einer Gewinnpartie einen Mannschaftspunkt zu retten und er schaffte es. Denn in einer turbulenten Partie behielt er den besseren Überblick und rechnete die Züge seines Freibauern korrekt zum Sieg (JK)