Die U16-Mannschaft des SK Gräfelfing mit Vladislav Barsov, Sebastian Blumenthal-Tuset, Vladimir Yaroschenko, Diwen Cheng und Pavel Gubanov wurde bayerischer Vizemeister in der Altersklasse U16 und hat sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft qualifiziert.
Bereits in der Vorrunde setzte sich das Team souverän mit 3:1 gegen Augsburg durch. Besonders hervorzuheben war dabei der Sieg von Vladislav Barsov am ersten Brett gegen den rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Vincent Blodig. Trotz eines Minusbauern im Turmendspiel gelang es ihm, die Partie noch zu gewinnen. Sebastian Blumenthal-Tuset entschied seine Partie am zweiten Brett mit einem brillanten Springeropfer für sich. Vladimir Yaroschenko gewann gegen einen Gegner mit ungewöhnlicher Eröffnungswahl überzeugend, während Diwen Cheng lange eine gute Partie spielte, am Ende jedoch leider einen entscheidenden Fehler machte.
Am ersten Juliwochenende ging es dann zur Endrunde nach Kelheim. Im ersten Mannschaftskampf bezwang Gräfelfing SW Nürnberg Süd mit 3:1. Vladislav musste sich nach einem ereignislosen Mittelspiel in der Englischen Eröffnung geschlagen geben, nachdem er einen Springer einstellte. Sebastian nutzte einen Fehler seiner Gegnerin Olha Ratushna in der Spanischen Eröffnung konsequent aus und gewann seine Partie. Vladimir setzte sich gegen seinen nominell schwächeren Gegner souverän durch, und auch Pavel steuerte einen wichtigen Sieg zum Mannschaftserfolg bei.
Da SC Noris-Tarrasch Nürnberg bereits den ersten Mannschaftskampf verloren hatte, bot sich Gräfelfing in der zweiten Runde die Chance, mit einem Sieg im direkten Duell die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft perfekt zu machen. Dies gelang eindrucksvoll mit einem 3,5:0,5-Erfolg. Die mittleren Bretter sorgten früh für drei volle Punkte, allesamt gegen nominell stärkere Gegner. Besonders beeindruckend war der schnelle Sieg von Diwen Cheng, der seine Partie bereits nach weniger als einer Stunde für sich entschied. Am Ende spielten nur noch Pavel mit einer Mehrfigur sowie Vladislav gegen einen 2280-DWZ-starken Gegner. Nachdem Vladislav zunächst in ein scheinbar gewinnbringendes Qualitätsopfer seines Gegners geraten war, fand er mit einem mutigen Bauernopfer den Weg zurück in die Partie und erspielte sich sogar Vorteil. Dieser reichte letztlich jedoch nicht zum Sieg, sodass die Partie remis endete. Da die Qualifikation bereits gesichert war, ging es in der letzten Runde gegen den Favoriten SF München nur noch um den Turniersieg. Diwen geriet nach einem Fehler in der Eröffnung früh in Nachteil und musste sich schließlich geschlagen geben. Vladislav erspielte sich im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung gegen einen stärkeren Gegner, tauschte jedoch unglücklich die Damen und konnte das entstandene Endspiel nicht mehr halten. Sebastian entwickelte mit den schwarzen Steinen einen vielversprechenden Angriff, musste sich nach einer taktischen Wendung seines Gegners jedoch ebenfalls geschlagen geben. Auch Vladimir hielt seine Partie lange ausgeglichen, ehe eine Ungenauigkeit seinem Gegner entscheidenden Vorteil verschaffte.
Am Ende durfte sich die Mannschaft dennoch über einen hervorragenden zweiten Platz und den Titel des Bayerischen Vizemeisters freuen. Noch wichtiger ist jedoch die erfolgreiche Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft, auf die sich das Team bereits jetzt freut. Im Dezember geht es gemeinsam nach Heidelberg. (YY, VB)
Die DVM, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Deutschen Schachjugend findet jedes Jahr zwischen den Jahren statt. Dabei werden die Turnier der einzelnen Altersklassen von unterschiedlichen Ausrichtern organisiert. Diese Jahr dabei sind unsere U14 in Plauen und unsere U10 in Stuttgart.
Am Samstag den 27.09.2025 fanden in Germering die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften in der U10 statt. Insgesamt 28 Mannschaften spielten um die ersten vier Plätze für die direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Stuttgart, darunter zwei Teams aus Gräfelfing.
Vitus Kinateder, Elias Zhu, Darsh Agarwal, Mohammad Taheri mit Jan Freund als Ersatzspieler bildeten die erste Mannschaft, während letzterer zusammen mit Tigran Arakelyan, Adrian Zesch, Julian Zesch und Mark Conew für Team II spieleten.
Runde 1:
Team 2:
Unsere zweite Mannschaft erwischte das „Hammerlos“ gleich in der ersten Runde. Sie durften direkt gegen den erstgesetzten und gleichzeitig auch den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, den Lokalmatadoren SK Germering ran. Auf dem Papier verlor unsere Mannschaft klar mit 3,5 zu 0,5 wobei der SK Germering für die zwei Punkte ordentlich schwitzen musste.
Julian verlor an Brett vier. Der deutlich ältere und erfahrenere Gegner war noch eine Nummer zu Groß. Tigran hatte eine komplett wilde Partie an Brett zwei gegen einen ehemaligen Bayerischen Meister. Er erspielte sich in der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung mit zwei Mehrbauern, jedoch mit deutlicher Initiative für den Gegner. Durch zu unvorsichtiges Spiel schaffte es der Germeringer das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel zu drehen, nur um Tigran schließlich mit einer ganzen Dame mehr Patt zu setzen.
Ich dachte ich sehe nicht recht, als ich die Stellung von Adrian an Brett drei das erste mal betrachtete. Einen Turm mehr und eine Gewinnstellung hatte er gegen einen der besten Spieler des zwei Jahre älteren Jahrgangs. Leider fehlte Adrian am Ende einfach die nötige Erfahrung um diese aussichtsreiche Stellung zu verwerten und der Gegner schaffte es noch irgendwie in eine Dame umzuwandeln und die Partie doch noch zu gewinnen.
Jan hielt sich Tapfer gegen den diesjährigen fünften der Bayerischen Einzelmeisterschaft. Die Stallung war lange ausgeglichen doch sein Kontrahent bewies gegen Ende in Zeitnot dann doch seine Klasse und schaffte es doch noch auf dem Damenflügel in Jans Stellung einzudringen und ihn Matt zu setzen.
Team 1:
Als Drittgesetzter ging unsere erste Mannschaft als einer der Favoriten in das Turnier. Die Erwartungen waren groß. Das Ziel war für alle klar: Top vier und damit die direkte Qualifikation zur DVM in Stuttgart.
In der ersten Runde ging es gegen Außenseiter SK Weilheim. Unser Team setzte sich überraschend nur knapp mit 2,5 zu 1,5 durch. Die Anspannung und Nervosität war deutlich zu erkennen.
Insbesondere als Darsh an Brett drei überraschend durch einen Einsteller verlor. Mohammad an vier und Vitus auf Brett eins ließen jedoch den deutlich unterlegenen Gegnern keine Chance, zwei zu eins Gräfelfing. Elias hatte an Brett zwei eigentlich eine bessere Position, wirkte aber, ähnlich wie Darsh, sehr nervös und verbrauchte unnötig viel Zeit. Deswegen empfahl ich ihm, beim aktuellen Stand, dem Gegner das Remis anzubieten, was dieser annahm.
Runde 2:
In der Zweiten Runde wechselten wir einmal durch. Darsh bekam eine Pause, wodurch Jan an Brett vier in der ersten Mannschaft ran durfte. Dementsprechend musste das gesamte Team zwei ein Brett auf rutschen und Mark kam zu seinen ersten Einsatz.
Team 2: Ohne Jan an eins, dafür mit ganz viel Hunger auf den ersten Mannschaftsieg, holt sich Team zwei einen knappen, aber hart erkämpften 2,5 zu 1,5 Sieg gegen den SC Prien. Tigran und Mark gewinnen an Brett eins und vier, Adrian verliert an zwei und Julian an drei holt den entscheidenden halben Punkt.
Team 1: Ein schwacher Auftritt gegen Vaterstetten endet in einer überraschenden 3:1 Niederlage. Anfangs sah alles ganz gut aus, bis Jan eine Unachtsamkeit unterlief und er plötzlich ganz früh verlor. Dies sorgte für eine Art Kettenreaktion. Vitus übersah eine einfache Taktik und musste sich ebenfalls geschlagen geben. Bei Elias passierte was komisches. Eigentlich hatte er eine klar bessere Stellung mit zwei verbundenen Freibauern im Zentrum, doch dann fing er an seinem Gegner ein Geschenk nach dem anderem zu machen, was schließlich auch zu einer Niederlage führte. Einzige Konstante war Mohammad, der an Brett drei souverän gewann.
Runde 3:
In Runde drei ging es für unser zweites Team gegen ein Top Team, den SC Unterhaching, während Team eins gegen Schweinfurt erstmal ein bisschen Selbstvertrauen tanken konnte.
Team 2:
Team 2 verliert 3,5 zu 0,5 gegen übermächtige Unterhachinger. Julian holt an Brett drei das einzige Remis. Jan, Tigran und Mark verlieren. Der Gegner war für unsere zweite Mannschaft zu stark.
Team 1:
Die erste Mannschaft gewinnt deutlich 3,5 zu 0,5 gegen den SK Schweinfurt und lässt nichts anbrennen. Das sind wichtige zwei Punkte und vor allem ein wichtiger Aufschwung für das Selbstvertrauen der Kids. Vitus spielt Remis an eins, Elias, Darsh und Mohammad gewinnen.
Runde 4:
Mannschaft zwei teilt sich die Punkte gegen Tegernheim und Mannschaft eins baut gegen die Schachfreunde aus München wichtiges Momentum auf.
Team 2:
2:2 gegen Tegernheim. Nach einem hart umkämpften Kampf schafft es schließlich Jan an Brett eins den spielentscheidenden Sieg zu holen und somit die Punkteteilung zu sichern. Zuvor hat Tigran ebenfalls gewonnen und Adrian und Mark haben verloren.
Team 1: Nach dem ungefährdeten Sieg gegen Schweinfurt ging es gegen den zweiten richtigen Test nach Vaterstetten, die Schachfreunde aus München. Unsere Jungst spielten grandios und holten sich einen 3,5 zu 0,5 Katersieg. Wie in der Runde zuvor remisierte Vitus an eins während Elias, Darsh und Mohammad gewannen beide. Somit schaffte es die erste Mannschaft den zweiten Sieg in folge zu holen und wichtiges Momentum für die Endphase des Turniers aufzubauen.
Runde 5:
Team zwei gewinnt gegen Grassau. Mannschaft eins revanchiert sich für Team zwei gegen Unterhaching und findet Anschluss an die TOP vier!
Team 2:
Mannschaft zwei holt einen knappen aber ungefährdeten Sieg gegen Grassau. Jan und Julian gewinnen überzeugend. Adrian verliert und Tigran schafft es seinen Gegner mit etlichem Materialvorteil im Endspiel noch Patt zusetzen.
Team 1:
Die erste Mannschaft schlägt Unterhaching mit 3 zu 1, revanchiert sich für die Zweite und ist wieder voll im Rennen um die TOP 4 Plätze. Vitus verliert an eins gegen den einzigen 1800 des Turniers. Elias, Darsh und Mohammad sichern sich die zwei Mannschaftspunkte. Nach dem Fehlstart hat sich unsere erste Mannschaft scheinbar gefangen. Vor allem an den hinteren Brettern sind Darsh und Mohammad scheinbar nicht zu stoppen. Jetzt geht es darum die Konzentration und Entschlossenheit im die letzten zwei Runden mitzunehmen.
Runde 6:
Team eins schlägt Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Team zwei teilt sich gegen Ammersee die Punkte.
Team 2:
Punkteteilung gegen Ammersee. Tigran und Mark gewinnen, Jan und Julian verlieren.
Team 1:
SK Gräfelfing eins ist nicht mehr zu stoppen und gewinnt 3 zu eins gegen Spitzenreiter München Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Vitus und Elias holen jeweils ein Remis an den vorderen Brettern währen Darsh und Mohammad hinten mal wieder den Unterschied machen. Bleibt nur noch eine Runde.
Runde 7:
Team zwei fertigt Dillingen zwei ab. Team eins holt sich gegen den DWZ-Stärksten den Bayerischen Meistertitel.
Team 2:
Mannschaft zwei gewinnt überragend mit 4 zu 0 gegen Dillingen zwei. Jan, Tigran, Adrian und Mark holen in der letzten Runde nochmal alles raus.
Team 1:
In der letzten Runde spielt Gräfelfing eins gegen unsere alten Rivalen aus Germering um die Qualifikation auf die Deutsche Meisterschaft. Ein Remis reicht fürs Weiterkommen, aber die Jungs sind sehr hungrig auf den Titel. Unsere Jungs ließen den Germeringern nicht den hauch einer Chance und gewannen mit 3,5 zu 0,5. Vitus war der einzige der einen halben Punkt abgab, die anderen drei Machten einfach weiter wie die Runden zuvor und siegten. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Mohammad, der an Brett vier 7 von 7 möglichen Siegen holte!
Dadurch ist der SK Gräfelfing in dieser Saison erneut Bayerischer Meister, herzlichen Glückwunsch!!! Wir bereiten uns nun intensiv auf die Deutsche Vereinsmeisterschaft vor und wollen im Dezember richtig angreifen. (YY)
Am vergangenen Wochenende fand das Finale der Bayerischen U14-Mannschaftsmeisterschaften in Kelheim statt. Unsere Mannschaft, bestehend aus Vladislav Barsov, Vladimir Yaroschenko, Mikhail Barsov und Diwen Cheng, hatte sich nach einer erfolgreichen Vorrunde (4:0 gegen SC Seubelsdorf) für die Endrunde qualifiziert. Am 5. Juli traten wir in Kelheim startbereit an. Nach den Pfingstferien mit erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen offenen Turnieren (z.B. das Horber Pfingstgambit, das Seebach Open und das Biber Open in Kirchseeon) waren die Jungs in guter Form und bereit zu kämpfen.
Die BMM U14 wurde gemeinsam mit der BMM U16 im Hotel Dormero ausgerichtet. Wir möchten uns beim ausrichtenden Verein SK Kelheim nochmals herzlich für die Organisation bedanken. Der Turniersaal war großzügig und gut belüftet, außerdem gut gegen Geräusche aus dem Hotel isoliert. Es gab auch reichlich Platz für wartende Begleitpersonen im Hotelflur oder auf der Terrasse draußen.
Nach der Auslosung bekamen wir in der ersten Runde gleich den (vermeintlich) schwersten Gegner: den SK Kelheim. Vladislav spielte mit Weiß gegen Moritz Ramming, Vladimir mit Schwarz gegen Arthur Sitnik, Mikhail gegen Johannes Dombert und Diwen gegen Darun Sakthivel.
Vladimir war als Erster fertig. Es war eine Art Sizilianisch-Sweschnikow. Vladimir griff die Dame von Arthur an, der darauf einen fehlerhaften Gegenangriff versuchte. Arthur verlor Material, und die Partie war für Vladimir entschieden.
Auch bei Diwen ging es schnell. Er spielte eine Verteidigung, die Mikhail nicht kannte: g6, Lg7, d6, a6, b5, c5. Diwen konnte danach relativ zügig gewinnen.
Bei Mikhail dauerte es länger. Er spielte die Petrov-Verteidigung und kam gut aus der Eröffnung, verlor jedoch durch eine Ungenauigkeit mehrere Tempi. Johannes verlor allerdings zwei Bauern und trotz Zeitnot konnte Mikhail die Partie für sich entscheiden.
Zwischen Vladislav und Moritz entstand eine geschlossene Sizilianische Partie. Vladislav gelang es bis zum 20. Zug, einen starken Angriff auf den schwarzen König mit den Bauern f5 und g5 aufzubauen. Unter Druck unterliefen dem Gegner einige Ungenauigkeiten. Allerdings konnte Vladislav den daraus resultierenden Vorteil nicht nutzen. Ein paar eigene Ungenauigkeiten in der scharfen Stellung führten zum Verlust des Vorteils und schließlich zu einer schlechteren Stellung, in der er gezwungen war, die Dame gegen Turm und Läufer zu geben. Dies konnte der Gegner im offenen Endspiel mit verbundenen Freibauern schnell verwerten. Am Ende stand es 3:1 für Gräfelfing.
Nach dem Mittagessen in der Grillbar im Hotel und ein paar Runden des Spiels “Impostor” ging es weiter gegen den FC Bayern. Vladi bekam seinen altbekannten Gegner Daniel Hepp, Vladimir spielte gegen Luca Mittelmeier, Mischa gegen Benjamin Kayl und Diwen gegen Vincent Paffrath.
Vladimir eröffnete mit d4, dann b3, Lb2 usw., und startete einen Königsangriff, dem Luca nicht standhalten konnte – Sieg für Vladimir.
Mikhail verpasste seinem Gegner früh eine schlechte Bauernstruktur, doch Benjamin hatte das Läuferpaar. Mikhail gewann einen Bauern, tauschte die Läufer ab und ging in ein gewonnenes Turmendspiel über.
Vladislav spielte die Moderne Verteidigung. Der Gegner machte zu Beginn des Mittelspiels ein paar Ungenauigkeiten, wodurch Vladi genügend Kräfte am Königsflügel sammeln konnte, um eine großangelegte Angriffskombination einzuleiten. Den Auftakt machte der Zug 8. … f5, der zur Öffnung des Königsflügels und anschließend zur Dominanz der schwarzen Figuren im Zentrum und am Königsflügel führte. Die weißen Figuren gerieten unter konstanten Druck, machten weitere Ungenauigkeiten und verschlechterten ihre Stellung zunehmend. Vladislav ließ in seiner Angriffspartie keine Schwächen zu und leitete schließlich im 32. Zug eine Mattkombination ein. Eine starke Partie und ein schöner Sieg.
Bei Diwen dauerte es am längsten: Er verlor einen Bauern, öffnete aber die Königsstellung von Vincent und erreichte eine starke Stellung. In dieser hätte er gewinnen können, tauschte jedoch die Dame gegen zwei Türme. Auch danach stand er besser, aber die Partie endete schließlich remis. Damit war Gräfelfing bereits sicher unter den Top 2.
Die Jungs konnten am Abend beim Schauen von Bayern – PSG ein wenig entspannen. In Kelheim war das Stadtfest, und die Altstadt brummte bis 2 Uhr morgens. Zum Glück übernachteten wir etwas außerhalb und bekamen davon nichts mit.
Am Sonntagmorgen stand die letzte Runde gegen den SW Nürnberg an. Mikhail spielte gegen Alex Averin und gewann als Erster. Er spielte mit Weiß 1. c4, worauf Alex eine Variante wählte, die Mikhail eine angenehmere Stellung verschaffte. Mit Entwicklungsvorsprung erzeugte er Druck, gewann zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und schob seine Bauernmehrheit voran. Der entscheidende Freibauer sicherte ihm schließlich den Sieg.
Danach war leider ein wenig die Luft raus. Diwen spielte erneut die Eröffnung aus der ersten Runde (siehe oben), erreichte eine angenehme Stellung und gewann eine Qualität, stellte dann aber ein Matt (bzw. den Verlust der Dame) ein.
Vladimir verlor gegen das einzige Mädchen im Turnier, Olha Ratushna. Sie setzte ihn mit einem Freibauern unter Druck. Es entstand ein Springerendspiel, in dem Olha einen Bauern mehr hatte, während Vladimirs König zu weit entfernt stand.
Vladislav spielte gegen den bayerischen #2, Viktor Ratushnyi, Englisch, kam gut aus der Eröffnung, stellte jedoch eine Qualität ein. Hätte Kelheim in der letzten Runde gewonnen, wären wir nicht mehr Meister geworden. Doch der FC Bayern zauberte schnell an den hinteren Brettern ein 2:0, und es ging an den vorderen Brettern nur noch um Platz 2 (ein Remis hätte Kelheim gereicht). Die Partie an Brett 2 endete jedoch ebenfalls mit einer Niederlage für Kelheim, und an Brett 1 spielten Arthur Sitnik und Daniel Hepp remis. Damit sind wir mit 7,5 Mannschaftspunkten Bayerischer Meister, und die Jungs spielen zwischen Weihnachten und Silvester die Deutsche Vereinsmeisterschaft in München. Trotz der misslungenen letzten Runde war es eine tolle Leistung – weiter so und noch besser! Jungs, feiert nicht zu früh, bereitet euch gut vor, und viel Erfolg! (MB, FL)
Vom 05.03.2025 bis zum 08.03.2025 fand die diesjährige Oberbayerische Jugendeinzelmeisterschaft statt. Jeweils die ersten Beiden jeder Altersklasse qualifizieren sich direkt für die Bayerische Meisterschaft. Ganze elf Kinder und Jugendliche vom SK Gräfelfing in den unterschiedlichsten Altersklassen, kämpften an diesen vier Tagen, um ihren Platz auf der Bayerischen Meisterschaft buchen zu können.
Hier eine kleine Übersicht unserer Teilnehmer:
U8
U10
U12
U14/U14w
U16
U18
Elias Zhu
Vitus Kinateder
Luka Dejako
Vladislav Barsov
Pavel Gubanov
Martin Minh Duc Trinh
Louis Cheng
Vladimir Yaroshenko
Jan Freund
Diwen Cheng
Mia Zhu
U8
Ursprünglich sah es in der U8 nach einem Zweikampf zwischen Elias aus Gräfelfing und dem Freisinger Vitus aus, die beide als klare Favoriten auf das Weiterkommen galten. Jener Vitus, wurde vor dem Turnier jedoch überraschend krank und konnte nicht antreten, weswegen dem Durchmarsch von Elias eigentlich Keiner mehr im Wege stehen sollte. Nun, im Schach ist alles möglich. Elias remisierte die dritte Runde und verlor vollkommen überraschend in der sechsten Runde gegen den späteren Sechsten, weswegen sogar das Weiterkommen plötzlich in Gefahr geriet. Jedoch bewies Elias, dass gute Spieler vor allem in wichtigen Spielen ihre Bestleistung abrufen. Er besiegte seine beiden direkten Konkurrenten und sicherte sich zwar knapp, aber hochverdient mit 6,5 von 8 Punkten die Vizemeisterschaft und damit das Weiterkommen.
U10
Dass der Schachsport zu Coronazeiten mächtig boomte, machte sich vor allem in der Altersklasse U10 deutlich bemerkbar. Vor zwei Jahren holte sich Viktor Gubanov mit einem Rating von ca. 1000 DWZ die Vizemeisterschaft in dieser Altersklasse. Doch zu Coronazeiten entdeckten zahlreiche neue Talente das Spiel der zwei Könige. Dieses Jahr hätte diese Spielstärke gerade so für die obere Tabellenhälfte gereicht. Drei Gräfelfinger traten dieses Jahr in dieser sehr stark besetzten Altersklasse an. Jan und Louis performten erwartungsgemäß und wurden mit 3,5 und 4 Punkten aus acht Partien Achter und Sechster in dieser Altersklasse. Sie bewiesen, dass sie deutlich besser sind als der Durchschnitt, jedoch reicht es bei ihnen noch nicht, um die Topspieler ihres Jahrganges zu ärgern.
Anders sah es aus bei Vitus. Er biss, kämpfte und tat alles für das Weiterkommen in die nächste Runde. Jedoch von Anfang an klar, dass er dafür einen aus der Top 3 schlagen musste. Er verlor gegen den Sieger und nach hartem Kampf reichte es leider nur für ein Remis gegen den Vizemeister und den späteren Dritten. Durch ein bitteres und unglückliches Remis in der ersten Runde reichte es am Ende mit 5,5 von 8 Punkten und dem vierten Platz leider nicht für die Qualifikation zur bayerischen.
U12
Für eine positive Überraschung sorgte Luka in der U12. Er zeigte eine sehr konstante Leistung und verpasste ganz knapp, nur durch Feinwertung getrennt, den dritten Platz und wurde Vierter mit 5 Punkten aus sieben Partien. Hätte er in einer deutlich besseren Stellung gegen den Vizemeister was Zählbares rausgeholt, wäre wahrscheinlich sogar noch mehr drinnen gewesen.
U14/U14w
Die U14 war dieses Jahr die wahrscheinlich die am stärksten besetzte Altersklasse. Trotzdem zeigte Mia keine Scheu und suchte sich ausgerechnet diese Herausforderung als ihren ersten offiziellen Wettkampf aus. Am Ende reichte es mit 2.5 von 7 möglichen Punkten für den 18. Platz in der Gesamtwertung und ganz knapp, durch einen halben Sonnebornpunkt vom 3. Platz getrennt, für den vierten Platz unter den weiblichen Teilnehmerinnen.
Zutiefst enttäuscht am Ausgang des Turniers war Vladimir. Er trat mit großen Ambitionen und Erwartungen an sich selbst an und schaffte es nicht diese zu erfüllen. Er wirkte oft viel zu verkopft und das spiegelte sich auch in seinem Spiel wieder. Ihm unterliefen oft strategische Fehler. Sinnbildlich dafür war seine Niederlage gegen seinen Vereinskollegen Diwen, den er nach aussichtsreicher Stellung durch einen groben strategischen Patzer in seine Stellung einlud. Er wurde sechster unter den Jungs mit 4 aus 7 Punkten.
Diwen war die Überraschung des Turniers. Anders als Vladimir und Vladislav ist er mit geringeren Erwartungen zur Meisterschaft gefahren und spielte befreit auf. Er punktete gegen etliche stärker bewertete Spieler, u.a. Sieg gegen Vladimir und Remis gegen Vladislav und erreichte den wohlverdienten 4. Platz mit 4,5 Punkten und verbesserte seine DWZ um über 140 Punkte, Chapeau.
Vladislav gab bis zum Schluss alles, um sich für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren. Er war einer der zwei Spieler, die es schafften, dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen. Leider hatte Vladi am letzten Tag mit starken Bauchschmerzen zu kämpfen und holte nur einen halben Punkt aus zwei Partien. Damit wurde er 3. mit 4,5 Punkten und verpasste haarscharf die direkte Qualifikation.
U18
Martin spielte ein starkes Turnier. Nach einem langsamen Start mit vielen Remisen gab Martin gegen Ende nochmal so richtig Gas. Er gewann ansehnlich die letzten beiden Runden und sicherte sich einen starken 3. Platz mit 4,5 Punkten bei sehr starker Konkurrenz.
U16
Was in der U16 los war, konnte wirklich Keiner vorhersehen. Die beiden Favoriten hatten einen desaströsen Start ins Turnier und irrten irgendwo im unteren Bereich der Tabelle herum. Der DWZ-stärkste Spieler holte sogar nur einen halben Punkt aus den ersten drei Partien und brach das Turnier danach krankheitsbedingt ab. Währenddessen spielte Pavel das Turnier seines Lebens. Er machte alle platt, die sich ihm in den Weg stellten und stand am Ende des vorletzten Tages mit einem Punkt Abstand allein an der Tabellenspitze. In den finalen Runden boten die Gegner deutlich mehr Gegenwehr und er erkämpfte sich nur einen halben Punkt aus zwei Partien.
Nach sieben unfassbar spannenden Runden standen drei Spieler mit jeweils fünf Punkten an der Spitze der Tabelle. Pavel, nur durch einen Buchholzpunkt getrennt, wurde unser einziger Bezirksmeister. Damit hat er selbst vor dem Turnier wahrscheinlich nicht gerechnet. Herzlichen Glückwunsch.
Der SK Gräfelfing wünscht allen, die auf der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen wollen ganz viel Erfolg.
Hier der Link zu dem ausführlichen Turnierverlauf: https://www.schachbezirk-oberbayern.de/index.php?id=jugendem
131 Teilnehmer hatten sich heuer für die Kreiseinzelmeisterschaft 2024 in Eichenau gemeldet, eine Zahl fast auf Vor-Corona-Niveau. Der SKG-Gräfelfing war mit 14 Spielern in verschiedenen Altersgruppen dabei, nur übertroffen vom SK Germering mit 21 Teilnehmern. Geleitet wurde das Turnier wie in den vergangenen Jahren auch schon von Dr. Klaus Grießbach.
Die Bilanz nach 7 Runden (bzw. 9 Runden bei U8-12) kann sich für uns sehen lassen, wir konnten einige schöne Erfolge in verschiedenen Alters- und Turnierklassen verbuchen.
In der Jugend spielten U8/U10/U12 in einer Gruppe gegeneinander, aber jeweils mit Sonderwertungen. In der Gruppe U12 erspielte sich Diwen Chen den 1. Platz, Glückwunsch! Vitus Kinateder erreichte in der Gruppe U10 den 3. Platz. Sehr stark sind auch der 2. und 3. Platz in der integrierten Gruppe U14/U16 für Martin Trinh und Max Wangenroth, ebenfalls Gratulation!
Bei den Erwachsenen (U18 war hier jeweils in M1, M2 und Hauptturnier integriert) gab es ein paar bemerkenswerte Erfolge. Sehr erfreulich der 3. Platz von Jasper Timm in der M1, das ist ausgezeichnet!
Auch Thomas Sörgel kam in der M1 mit 4 Punkten über 50% und auf den geteilten 5-10 Rang. Frank Lippert lieferte sich das Turnier über mit Corbinian Böhm vom SK Windach ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Nach dem geteilten 2. Platz bei der KEM 2023 in Hohenpeißenberg reichte es diesmal für den ungeteilen 1. Platz mit 5.5 Punkten aus 7.
Thomas und Frank bekamen zusätzlich noch einen Pokal in der Seniorenwertung (3. und 1. Platz). (FL).
Wir richten wieder eine Jugendvereinsmeisterschaft aus. Hier die Ergebnisse aus der ersten Runde und Paarungen und Spieltermine für alle weiteren Runden
Paarungsliste der 1. Runde am 17.10.2021 10:00 Uhr
Am 08.02.2020 ging es in Regensburg um alles. Da es wieder kein zweites Auto gab, fuhren wir mit dem Zug nach Regensburg, was vor allem unserem Kassier sehr gefiel. Die Bahnfahrt verlief sehr entspannt, auch wenn wir dann in Regensburg den Bus nicht fanden, kamen wir dennoch rechtzeitig an.
Gegen Erlangen war ein Sieg nicht unbedingt eingeplant, auch wenn wir diesmal mit unserem Spitzenbrett Arshak Ovsepyan antreten konnten. Leider verlor Arshak dennoch am Spitzenbrett, während Massimo ein solides Remis bekam. Hoffnungen machte man sich an den hinteren Brettern. Während Anton mit einem schön vorgetragenen Angriff an Brett 6 mattsetzen konnte, kamen Oliver und Sebi über ein Remis nicht hinaus. Bei Yaro sah es auch nicht toll aus, der König musste in der Mitte mithelfen, die Stellung zusammen zu halten. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren wurde daraus plötzlich ein großer Endspielvorteil. Yaro konnte seinen Bauern umwandeln, sein Gegner kämpfte mit zwei verbundenen Bauern weiter, überschritt aber in schwieriger Stellung die Zeit.
Somit war der Klassenerhalt nur theoretisch gefährdet.
Gegen den Tabellenletzten Schwandorf musste dennoch ein Sieg her. Wähend Anton wieder den ersten Punkt durch ein Matt holen konnte, übersah Sebi einen Damenverlust und wir mussten den Ausgleich hinnehmen. Glücklicherweise behielten die übrigen Spieler die Nerven bzw. hatten auch das notwendige Spielglück, da dass am Ende ein 5:1 für Gräfelfing zu Buche stand.
Damit belegten wir mit 8:6 Punkten den erstrebten 5. Platz.
Es wäre sicher mehr möglich gewesen, hätten wird sieben Mal in Bestaufstellung spielen können. Dennoch konnten Oliver Edelmann und Anton Reinl überzeugen und auch der zwölfjährige Patrick Koch darf nicht vergessen werden, der in seinen zwei Einsätzen zwei Punkte holen konnte.
Kelheim ist für Gräfelfing kein gutes Pflaster, wie man seit dem verlorenen Losentscheid um den Aufstieg in die Landesliga Süd bei den Erwachsenen weiß. Man hatte schon Mühe, am 25.01.2020 ein zweites Auto herzubekommen, am Ende durften wird uns bei Mama Yaroshenko bedanken, die Yaro und Vitalia nach Kelheim fuhr.
In Runde 4 hatten wir es mit dem späteren Meister Bavaria Regensburg zu tun. Gegen diese Mannschaft hatten wir leider wenig Chancen und verloren mit 1:5. Lediglich Sebastian Zieringer kam gut aus der Eröffnung und behielt mit dem aktiven König einen kleinen Endspielvorteil, der zum Sieg reichte. Mehr drin wäre bei Oliver Edelmann gewesen, der aber nicht genau genug spielte, um das Opfer seiner Gegnerin als überzogen nachzuweisen.
Siegchancen gab es in Runde 5 gegen den FC Ergolding. Während Yaroslav nach einem katastrophalen Schnitzer bald die Waffen strecken musste, gelang Massimo ein solides Remis. Danach ging Gräfelfing sogar in Führung. Oliver Edelmann gewann eine Figur und konnte den gegnerischen Freibauern den Zahn ziehen, während Sebastian Zieringer den weißen Angriff mit einem hammerartigen Opfer konterte und so den Sieg sicher stellen konnte. Leider lief es danach nicht gut, Vitalia verdattelte ihre Mehrfigur und musste eine weitere für den gegnerischen Freibauern geben, während Anton sich in ausgeglichener Stellung veropferte, so dass der Kampf an Ergolding ging.
So ist doch noch Zittern um den Klassenerhalt angesagt.
In einem starken Teilnehmerfeld der U16-Mädchenmeisterschaft begann das Turnier alles andere als erfreulich. Nach einem Remis zum Auftakt und einer Niederlage gegen Jana Bardorz sah es alles andere als gut aus. Doch Vitalia startete eine Aufholjagd, wobei auch Fehler der Gegnerinnen ihren Teil beitrugen, etwa in Runde 5 und 7, wo die Gegnerinnen gute Gelegenheiten zum Gewinn ausließen, während Vitalia ihre Chancen nutzte. Doch auch Vitalia arbeitete hart an der Qualifikation, etwa durch ein meisterhaft geführtes Endspiel in Runde 6, das nicht so einfach zu gewinnen war. Der Lohn war der zweite Platz und damit die erhoffte Qualifikation zur deutschen Meisterschaft.
Bei der Jugend musste Maximilian Stepanov in Runde zwei eine unverdiente Niederlage hinnehmen, als er in Gewinnstellung nicht auf die Bedenkzeit achtete. Nach einer weiteren Niederlage war das Turnier leider gelaufen, Stepanov erkämpfte sich am Ende noch Rang 8 in der U14. Den gleichen Platz erreichte Yaroslav Yaroshenko, der mit seinem Ergebnis aber zufrieden sein konnte.
In der offenen Klasse U25 musste Marvin Kühn mit 2,5/7 sehr viel Lehrgeld zahlen, weil er viel zu schnell spielte. Sehr gut in Form war dagegen Oliver Edelmann, der gleich zu Beginn dem Fidemeister Lukas Schulz ein Remis abnahm und mit 4,0/7 seine Wertungszahl um 100 Punkte sehr deutlich steigern konnte. (TS)