Allgemein

  • U12 ist Bayerischer Mannschafts-Vizemeister

    Endrunde der Bayerischen U12-Mannschaftsmeisterschaft

    Nach einer starken Saison durfte unsere U12-Mannschaft die Endrunde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem SK Germering und dem SC Dillingen kämpften Mikhail Basov, Vitus Kinateder, Luka Dejako und Mohammad Taheri um den Titel und die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft.

    Runde 1

    Der Start in die Endrunde gelang uns mit einem 3:1-Erfolg gegen den SC Dillingen. Der Mannschaftskampf verlief dabei allerdings weniger eindeutig, als es das Endergebnis vermuten lässt.

    Als Erster konnte Luka seine Partie erfolgreich beenden. Gegen einen nominell deutlich schwächeren Gegner ließ er nichts anbrennen und brachte uns mit einer souveränen Leistung früh in Führung.

    Etwas mehr Geduld war an Brett vier gefragt. Mohammad traf ebenfalls auf einen nominell schwächeren Gegner, tat sich aber nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung jedoch lange. Nachdem er zwischenzeitlich einige knifflige Momente überstanden hatte, setzte sich schließlich seine größere Spielstärke durch und er erhöhte auf 2:0.

    An Brett zwei erspielte sich Vitus aus der Eröffnung heraus eine angenehme Stellung. Nach einem ungenauen Läufertausch kippte die Partie jedoch zugunsten seiner Gegnerin. Glücklicherweise nutzte diese ihren Vorteil nicht konsequent aus, sodass sich die Stellung nach und nach wieder ausglich und die Partie schließlich mit einem Remis endete.

    Mischa hatte am Spitzenbrett mit den weißen Steinen über weite Strecken die angenehmere Stellung und drückte auf Vorteil. Im Endspiel geriet er jedoch in Zeitnot und entschied sich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Mit dem Remis sicherte er den 3:1-Mannschaftserfolg ab. Parallel setzte sich der FC Bayern München mit 3:1 gegen den SK Germering durch. Damit standen sich in der zweiten Runde zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber: Während wir mit einem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Begegnung gehen konnten, stand Germering nach der Niederlage bereits unter Druck und musste punkten, um die Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft zu wahren.

    Runde 2

    In der zweiten Runde trafen wir auf den SK Germering, für den nach der Auftaktniederlage bereits viel auf dem Spiel stand. Der Mannschaftskampf begann allerdings alles andere als nach Plan. Mohammad patzte früh in der Eröffnung und geriet in eine aussichtslose Stellung, sodass Germering schnell mit 1:0 in Führung ging.

    Zu diesem Zeitpunkt sprach jedoch vieles für uns. Luka hatte sich eine Traumstellung erarbeitet: mehrere Mehrbauern, einen gedeckten Freibauern sowie die deutlich aktivere Figurenstellung mit Angriffschancen gegen den gegnerischen König. Auch Mischa stand nach einer starken Partie klar im Vorteil. Mit einem Mehrbauern, aktiveren Figuren und einer Gegnerin in akuter Zeitnot schien auch hier alles auf einen Sieg hinauszulaufen.

    Lediglich Vitus musste sich über weite Strecken der Partie verteidigen. Mit großem Kampfgeist und präzisem Spiel hielt er jedoch allen Drohungen stand und sicherte ein wichtiges Remis.

    Doch gerade als der Mannschaftskampf zugunsten des SK Gräfelfing zu kippen schien, verließen uns die Nerven. Luka ließ Gegenspiel zu, verlor zunächst seinen gedeckten Freibauern und anschließend weitere Bauern sowie die Qualität. Die zunächst klar gewonnene Stellung war nicht mehr zu halten. Auch Mischa musste seine Gegnerin nach hartnäckiger Verteidigung in ein Bauernendspiel entkommen lassen, das objektiv remis war. In beiderseitiger Zeitnot unterlief seiner Gegnerin auf der Zielgeraden jedoch noch ein entscheidender Fehler, sodass Mischa die Partie letztlich doch noch gewann.

    Mit der unglücklichen 1,5:2,5-Niederlage war unsere Ausgangslage vor der Schlussrunde deutlich schwieriger geworden. Parallel hatte der FC Bayern München den SC Dillingen souverän mit 3:1 besiegt und stand mit zwei Mannschaftssiegen praktisch bereits als Teilnehmer an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Für uns war die Situation klar: Da wir davon ausgehen mussten, dass Germering seine letzte Begegnung gegen Dillingen gewinnen würde, mussten wir den Spitzenreiter FC Bayern München in der Schlussrunde schlagen, um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.

    Runde 3

    Auch die Schlussrunde gegen den FC Bayern München begann alles andere als nach Wunsch. Luka geriet an Brett 3 gegen den amtierenden Bayerischen U10-Meister früh unter starken Druck. Ein Königsangriff seines Gegners brachte ihn schnell in eine schwierige Stellung.

    Deutlich erfreulicher verlief zunächst Mohammads Partie. Sein Gegner spielte die seltene Schliermann-Verteidigung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5) aufdie wir uns jedoch vorbereitet hatten. Dadurch kam Mohammad in eine vielversprechende Stellung. Er

    gewann einen Bauern und profitierte von der angeschlagenen Bauernstruktur seines Gegners. Als Kompensation erhielt dieser jedoch die halboffene b-Linie und leitete einen gefährlichen Angriff gegen Mohammads lang rochierten König ein.

    Auch Vitus kam zunächst gut aus der Eröffnung und stand mindestens ausgeglichen, wenn nicht sogar leicht besser. Allerdings erwiesen sich die geschwächten weißen Felder an seinem Königsflügel als entscheidender Angriffspunkt. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers gelang es seinem Gegner schließlich, diese Schwäche auszunutzen und Vitus mattzusetzen. Kurz darauf musste sich auch Luka geschlagen geben, sodass wir früh mit 0:2 in Rückstand gerieten.

    Mohammad gelang es derweil, den gegnerischen Angriff vollständig zu neutralisieren. Nach dem Abtausch der Figuren verwertete er seinen Materialvorteil souverän in einem gewonnenen Turmendspiel und verkürzte auf 1:2.

    Alle Hoffnungen ruhten nun auf Mischa. Mit den schwarzen Steinen hatte er eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht. Der einzige kleine Vorteil lag auf unserer Seite der Uhr: Seine Gegnerin verbrauchte bereits seit der Eröffnung sehr viel Zeit und befand sich früh in akuter Zeitnot.

    Während wir gespannt auf die letzten beiden Bretter blickten, überschlugen sich die Ereignisse im Parallelkampf zwischen Germering und Dillingen. Zunächst gelang der Dillinger Spielerin am vierten Brett die große Überraschung gegen ihren rund 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Kurz darauf legte Dillingen am zweiten Brett nach. Damit hätte uns aufgrund der besseren Brettpunkte bereits ein 2:2 gegen den FC Bayern zur Vizemeisterschaft und damit zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft gereicht.

    Als Dillingen schließlich auch das erste Brett gewann, war die Entscheidung gefallen: Unabhängig vom Ausgang unseres Mannschaftskampfes stand fest, dass der SK Gräfelfing Bayerischer Vizemeister werden würde. Mischa ließ sich davon jedoch nicht beirren und krönte seine starke Leistung mit einem Sieg nach einer fehlerfreien Partie.

    Mit dem Gewinn der Bayerischen Vizemeisterschaft krönt unsere U12 eine starke Saison und darf sich auf das nächste große Highlight freuen: Im Dezember vertritt der SK Gräfelfing bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg die bayerischen Farben. Nach der bereits qualifizierten U16 ist unsere U12 damit bereits das zweite Gräfelfinger Team, das sich für die nationale Endrunde qualifiziert hat. Doch damit könnte die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr noch nicht zu Ende sein. Bereits im September kämpft unsere U10 um die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft und geht als einer der Favoriten ins Rennen. Wir drücken unserer jüngsten Mannschaft die Daumen und hoffen, dass sie den Gräfelfinger Dreifacherfolg perfekt macht. (YY)

  • Unsere U10 und U14 auf der DVM

    Die DVM, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Deutschen Schachjugend findet jedes Jahr zwischen den Jahren statt. Dabei werden die Turnier der einzelnen Altersklassen von unterschiedlichen Ausrichtern organisiert. Diese Jahr dabei sind unsere U14 in Plauen und unsere U10 in Stuttgart.

    Die Turnierseite des DSJ:
    U14: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u14/
    U10: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u10/

    Auf Lichess:
    U14
    U10

  • SK Gräfelfing ist Bayerischer U14-Meister!

    Am vergangenen Wochenende fand das Finale der Bayerischen U14-Mannschaftsmeisterschaften in Kelheim statt. Unsere Mannschaft, bestehend aus Vladislav Barsov, Vladimir Yaroschenko, Mikhail Barsov und Diwen Cheng, hatte sich nach einer erfolgreichen Vorrunde (4:0 gegen SC Seubelsdorf) für die Endrunde qualifiziert. Am 5. Juli traten wir in Kelheim startbereit an. Nach den Pfingstferien mit erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen offenen Turnieren (z.B. das Horber Pfingstgambit, das Seebach Open und das Biber Open in Kirchseeon) waren die Jungs in guter Form und bereit zu kämpfen. 

    Die BMM U14 wurde gemeinsam mit der BMM U16 im Hotel Dormero ausgerichtet. Wir möchten uns beim ausrichtenden Verein SK Kelheim nochmals herzlich für die Organisation bedanken. Der Turniersaal war großzügig und gut belüftet, außerdem gut gegen Geräusche aus dem Hotel isoliert. Es gab auch reichlich Platz für wartende Begleitpersonen im Hotelflur oder auf der Terrasse draußen. 

    Nach der Auslosung bekamen wir in der ersten Runde gleich den (vermeintlich) schwersten Gegner: den SK Kelheim. Vladislav spielte mit Weiß gegen Moritz Ramming, Vladimir mit Schwarz gegen Arthur Sitnik, Mikhail gegen Johannes Dombert und Diwen gegen Darun Sakthivel. 

    Vladimir war als Erster fertig. Es war eine Art Sizilianisch-Sweschnikow. Vladimir griff die Dame von Arthur an, der darauf einen fehlerhaften Gegenangriff versuchte. Arthur verlor Material, und die Partie war für Vladimir entschieden.

    Auch bei Diwen ging es schnell. Er spielte eine Verteidigung, die Mikhail nicht kannte: g6, Lg7, d6, a6, b5, c5. Diwen konnte danach relativ zügig gewinnen.

    Bei Mikhail dauerte es länger. Er spielte die Petrov-Verteidigung und kam gut aus der Eröffnung, verlor jedoch durch eine Ungenauigkeit mehrere Tempi. Johannes verlor allerdings zwei Bauern und trotz Zeitnot konnte Mikhail die Partie für sich entscheiden.

    Zwischen Vladislav und Moritz entstand eine geschlossene Sizilianische Partie. Vladislav gelang es bis zum 20. Zug, einen starken Angriff auf den schwarzen König mit den Bauern f5 und g5 aufzubauen. Unter Druck unterliefen dem Gegner einige Ungenauigkeiten. Allerdings konnte Vladislav den daraus resultierenden Vorteil nicht nutzen. Ein paar eigene Ungenauigkeiten in der scharfen Stellung führten zum Verlust des Vorteils und schließlich zu einer schlechteren Stellung, in der er gezwungen war, die Dame gegen Turm und Läufer zu geben. Dies konnte der Gegner im offenen Endspiel mit verbundenen Freibauern schnell verwerten. Am Ende stand es 3:1 für Gräfelfing. 

    Nach dem Mittagessen in der Grillbar im Hotel und ein paar Runden des Spiels “Impostor” ging es weiter gegen den FC Bayern. Vladi bekam seinen altbekannten Gegner Daniel Hepp, Vladimir spielte gegen Luca Mittelmeier, Mischa gegen Benjamin Kayl und Diwen gegen Vincent Paffrath. 

    Vladimir eröffnete mit d4, dann b3, Lb2 usw., und startete einen Königsangriff, dem Luca nicht standhalten konnte – Sieg für Vladimir. 

    Mikhail verpasste seinem Gegner früh eine schlechte Bauernstruktur, doch Benjamin hatte das Läuferpaar. Mikhail gewann einen Bauern, tauschte die Läufer ab und ging in ein gewonnenes Turmendspiel über. 

    Vladislav spielte die Moderne Verteidigung. Der Gegner machte zu Beginn des Mittelspiels ein paar Ungenauigkeiten, wodurch Vladi genügend Kräfte am Königsflügel sammeln konnte, um eine großangelegte Angriffskombination einzuleiten. Den Auftakt machte der Zug 8. … f5, der zur Öffnung des Königsflügels und anschließend zur Dominanz der schwarzen Figuren im Zentrum und am Königsflügel führte. Die weißen Figuren gerieten unter konstanten Druck, machten weitere Ungenauigkeiten und verschlechterten ihre Stellung zunehmend. Vladislav ließ in seiner Angriffspartie keine Schwächen zu und leitete schließlich im 32. Zug eine Mattkombination ein. Eine starke Partie und ein schöner Sieg.

    Bei Diwen dauerte es am längsten: Er verlor einen Bauern, öffnete aber die Königsstellung von Vincent und erreichte eine starke Stellung. In dieser hätte er gewinnen können, tauschte jedoch die Dame gegen zwei Türme. Auch danach stand er besser, aber die Partie endete schließlich remis. Damit war Gräfelfing bereits sicher unter den Top 2. 

    Die Jungs konnten am Abend beim Schauen von Bayern – PSG ein wenig entspannen. In Kelheim war das Stadtfest, und die Altstadt brummte bis 2 Uhr morgens. Zum Glück übernachteten wir etwas außerhalb und bekamen davon nichts mit. 

    Am Sonntagmorgen stand die letzte Runde gegen den SW Nürnberg an. Mikhail spielte gegen Alex Averin und gewann als Erster. Er spielte mit Weiß 1. c4, worauf Alex eine Variante wählte, die Mikhail eine angenehmere Stellung verschaffte. Mit Entwicklungsvorsprung erzeugte er Druck, gewann zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und schob seine Bauernmehrheit voran. Der entscheidende Freibauer sicherte ihm schließlich den Sieg. 

    Danach war leider ein wenig die Luft raus. Diwen spielte erneut die Eröffnung aus der ersten Runde (siehe oben), erreichte eine angenehme Stellung und gewann eine Qualität, stellte dann aber ein Matt (bzw. den Verlust der Dame) ein. 

    Vladimir verlor gegen das einzige Mädchen im Turnier, Olha Ratushna. Sie setzte ihn mit einem Freibauern unter Druck. Es entstand ein Springerendspiel, in dem Olha einen Bauern mehr hatte, während Vladimirs König zu weit entfernt stand. 

    Vladislav spielte gegen den bayerischen #2, Viktor Ratushnyi, Englisch, kam gut aus der Eröffnung, stellte jedoch eine Qualität ein.  Hätte Kelheim in der letzten Runde gewonnen, wären wir nicht mehr Meister geworden. Doch der FC Bayern zauberte schnell an den hinteren Brettern ein 2:0, und es ging an den vorderen Brettern nur noch um Platz 2 (ein Remis hätte Kelheim gereicht). Die Partie an Brett 2 endete jedoch ebenfalls mit einer Niederlage für Kelheim, und an Brett 1 spielten Arthur Sitnik und Daniel Hepp remis. Damit sind wir mit 7,5 Mannschaftspunkten Bayerischer Meister, und die Jungs spielen zwischen Weihnachten und Silvester die Deutsche Vereinsmeisterschaft in München. Trotz der misslungenen letzten Runde war es eine tolle Leistung – weiter so und noch besser! Jungs, feiert nicht zu früh, bereitet euch gut vor, und viel Erfolg! (MB, FL)

  • Team I: Kantersieg gegen Germering

    Nach dem verhaltenen 4:4 gegen Ebersberg in Runde 2 spielten wir zur Runde 3 am 01.12 zum ersten Mal in Bestbesetzung in dieser Saison zuhause gegen Germering.

    Ein blendenden Start hatte Jürgen an Brett 4 mit Weiß. In einem Spanier mit frühem De2 konnte er den schwarzen König sehr bald in Bedrängnis bringen. Ein Ausweichmanöver brachte nichts ein, es erfolgte ein Mattangriff.

    Genau umgekehrt lief es für Oliver mit Schwarz an Brett drei. In einem Colle-Standardangriff von Weiß mit massivem Figurendruck von Dame, Turm, Läufer und Springer am Königsflügel sah es sehr bald mau aus für die schwarze Majestät. Trotz Oliver’s zäher Verteidigung und Damentausch war die Königsstellung am Ende zu sehr kompromittiert und es hingen zu viele Figuren, so dass Schwarz aufgeben musste.

    Ich hatte es an Brett 6 mit Weiß in einem Standarddamengambit (abgelehnt) mit einem frühen 4.. a6 zu tun, dass ich mit dem Vorstoß c5 beantwortete (anstelle von Tausch auf d5). Im weiteren Verlauf war ich immer leicht im Vorteil, insbesondere, nachdem Schwarz den Abtausch des schwarzfeldrigen Läufers gegen einen Springer mit anhaltendem Druck meines Läufers auf g5 zuließ. Schwarz musste seine Stellung mit h6/g5 schwächen. Zudem bekam ich die offene c-Linie. Allerdings war der bald erfolgende finale Fehler von Schwarz nicht erzwungen: er ließ einen Doppelangriff auf Damen und Springer zu, praktisch ein einzügiger Einsteller. Der volle Punkt ging dann bald an mich.

    An Brett 1 hatte Arshak mit Schwarz in einem Franzosen nach frühem Damentausch eine flexible Abwehrstellung aufgebaut. Den Raumvorteil von Weiß am Königsflügel konnte er mit Druck auf die Mitte kontern. Im weiteren Verlauf konnte Weiß zwar einen entfernten Freibauern auf der a-Linie etablieren, Schwarz brach aber durch Druck auf den weißen c-Bauern seinerseits mit seinem d-Bauern durch. Das war dann auch der Matchwinner. Nach einem Ablenkungsmanöver unter Turmopfer konnte sich der mittlerweile auf der e-Linie gelandete Bauer in eine Dame verwandeln und damit den Sieg sichern.

    Schon bald zwei Bauern mehr hatte Daniel als Weißer an Brett 2 in einem Winawer-Franzosen mit Ld2. Schwarz fand überhaupt kein Rezept gegen diesen Aufbau und verteidigte sich zwar zäh,
    aber letztlich rein passiv. Gegen den weißen Bauernsturm am Königsflügel mit Schwerfigurenunterstützung gab es keine Verteidigung. Mit diesem Sieg hatten wir das Remis bereits sicher.

    Gar nicht zu laufen schien es zunächst an Brett 5 für Yaro in der modernen Verteidigung. Nach einem weißen Bauernopfer auf e6, das Yaro ablehnte, war der schwarze Königsflügel wie eingemauert und die Entlastungsversuche mit Springer und Damen schienen nichts zu bringen. Allerdings übersah Weiß in Zeitnot eine taktische Wendung mit der Schwarz eine Qualität mehr im Endspiel erringen konnte und dann bald gewann.

    Das sollte allerdings nicht der einzige überraschende Sieg bleiben. An Brett 8 hatte Thomas wie üblich die englische Eröffnung als Weißer angestrebt. Die Kontrahenten landeten einem Doppelturmendspiel, wo Weiß zwar einfach einen Bauern weniger, dafür allerdings aktives Figurenspiel hatte. Nach Abtausch eines Turmpaares ließ Schwarz erst den verbliebenen weißen Turm, danach den weißen König zu aktiv werden. Eine Taktik am Schluss mit Turmopfer und scheinbar unaufholbarem Bauern auf d2 wehrte Thomas mühelos ab.

    In der letzten verblieben Partie an Brett 7 hatte es Massimo mit einer Art Reti-Eröffnung von Weiß mit Läufer auf g2 und Bauern d3 und c4 zu tun. Die meiste Zeit war die Partie in sehr ruhigen Bahnen. Am Ende aber ließ Weiß seine Bauernstruktur am Königsflügel zu sehr aufweichen, was Schwarz dann taktisch ausnutzen konnte. Nach Damentausch war das Bauernendspiel dann gewonnen.

    Durch diesen Kantersieg und durch das Remis unserer Verfolger Isental und Gauting sind wir zunächst auf Platz 1 gelandet. Weiter geht es dann schon in 14 Tagen in Runde 4 auswärts gegen Gauting. (FL)

  • Souveräner Sieg gegen den SC Ammersee

    Zu einem ungefährdeten 4,5-1,5 kam der SK Gräfelfing am 3. Spieltag der Zugspitzliga 2022/23 gegen den SC Ammersee auch ohne Stammspieler Thomas, der seinen Pflichten als FIDE-Schiedsrichter nachkommen musste.

    Am leichtesten hatte es dabei Frank an Brett drei, dessen Gegner schlicht nicht auftauchte. Ein kampfloses 1-0 nach einer Stunde war dann die Folge.

    Oliver Edelmann hatte es an Brett fünf mit Schwarz gegen eine Reti-Eröffnung zu tun, gegen die er klassisch mit Läuferausfall nach f5 reagierte. Das Übersehen einer Bauerngabel kostete Weiß zunächst eine Figur gegen zwei Bauern. Nachdem sich das Gegenspiel des Weißen als unzureichend erwiesen hatte, machte ein weiterer Qualitäts- bzw. Figurengewinn dann den Punkt zum 2-0 komplett.

    Marvin hatte mit Weiß an Brett sechs im Cochrane-Gambit in der Russischen Verteidigung (Springeropfer auf f7!) zunächst 4 Bauern gegen die Figur erhalten, verlor dann aber im weiteren Verlauf wieder drei davon. Das Endspiel mit 3 zu 2 Bauern und einem Läufer gegen zwei Springer war dann für Weiß nicht zu halten: 2-1.

    Durchaus wechselhaft verlief Oliver Gesings Partie an Brett zwei. Im Aljechin-Chatard-Angriff der französischen Verteidigung (die Oliver ja selbst oft als Schwarzer spielt), saß er diesmal auf der „falschen“ Seite mit Weiß. Schwarz nahm das Bauernopfer auf g5 nicht an, sondern versuchte, mit a6 und dem Standardausfall c5 das weiße Bauernzentrum zu unterminieren, ohne seine eigene Bauernstellung zu kompromittieren. Lange Zeit schien dabei die Stellungsbewertung zwischen „Weiß steht überlegen“ und „ausgeglichen mit Gegenchancen für Schwarz“ zu pendeln. Nach einem Bauernopfer konnte Oliver aber einen weit vorgeschobenen Freibauern bilden, dessen Vormarsch von einem (weniger weit vorgerückten) Freibauern des Gegners auf der gleichen Linie gegen Angriffe der schwarzen Dame abgeschirmt war. Die Partie ging dann relativ bald zu Ende und es stand 3-1.

    An Brett eins hatte es Daniel als Schwarzer mit einem geschlossenen Sizilianer zu tun. Die Partie stand lange Zeit ungefähr ausgeglichen, zumal Weiß auf den sonst üblichen Königsangriff verzichtete und stattdessen lieber auf Zentrumskontrolle und Bauernangriff am Damenflügel baute. In beiderseitiger Zeitnot kippte die Partie aber zugunsten von Schwarz. Nach einem Bauerngewinn auf der b-Linie brach die Verteidigung des Weißen schnell auseinander und es stand 4-1.

    An Brett fünf bekam Yaro mit Weiß gegen einen Pirc-Aufbau eine aussichtsreiche Stellung. Allerdings verteidigte sich Schwarz geschickt und stand trotz bzw. wegen eines Qualitätsopfers von Weiß überlegen. Das Endspiel allerdings war dann trotz Qualität mehr nur sehr schwierig zu gewinnen für Schwarz (falls überhaupt) und so einigten sich die Kontrahenten auf Remis, was angesichts des bereits erfolgten Siegs für Gräfelfing eine verständliche Reaktion darstellte.

    Das ungefährdete 4,5-1,5 schließt die Saison für dieses Jahr ab.. Weiter geht es in der Zugspitzliga 2022/23 erst wieder im neuen Jahr. Runde 5 findet am 15.01.2023 gegen Bad Tölz statt. Im Dezember 2022 in der 4. Runde dagegen haben wir spielfrei (FL).

  • Niederlage gegen Wolfratshausen verhindert Aufstieg

    Da der SC Wolfratshausen und wir vor der letzten Runde genau gleiche Mannschafts- und Brettpunkte erreicht hatten, war der heutige Mannschaftskampf das alles entscheidende Spiel. Ein 3:3 hätte eine Wiederholung bedeutet.

    Das Match begann mit einem schnellen Remis von Jürgen Hofmann an Brett 2 in einer französischen Partie (McCutcheon-Variante). Jürgen stand zunächst optisch gut, willigte nach Damentausch dann recht schnell in ein Remis ein.

    An Brett 3 hatte ich mit Schwarz einen Italiener auf dem Brett. Ich hätte in einer praktisch ausgeglichenen Stellung durchaus weiterspielen können, fühlte mich heute aber körperlich nicht gut und willigte ebenfalls recht schnell in ein Remis ein.

    Thomas an Brett vier begann wie üblich mit Weiß mit Englisch, die Stellung transformierte sich dann recht schnell in ein Damengambit. Irgendwie kam Thomas gar nicht gut aus der Eröffnung heraus und erreichte mit Müh‘ und Not ebenfalls nur ein Remis.

    An Brett 6 konnte Yaro aus einer zunächst aussichtsreichen Stellung ebenfalls nicht mehr als ein Remis herausholen.

    Blieben also die zwei Olivers. Oliver Edelmann an Brett 5 hatte eine Reti-Partie auf dem Brett, allerdings mit einem Minusbauern. Die Hoffnung, ein Figurenopfer würde zu einem heftigen Königsangriff führen, erfüllte sich zunächst nicht. Kurz vor Schluss (Zeitkontrolle) hätte Schwarz aber die Figur mit Zinsen zurückgewinnen können, vermutlich wegen der Zeitnot fand aber Oliver Edelmann die rettendende (und gewinnende) Kombination nicht. Danach war die Partie verloren, die Hoffnung auf ein Dauerschach erfüllte sich nicht. Damit stand es bereits 2:3 für die Gäste.

    An Brett 1 hatte Oliver Gesing eine sehr geschlossene Winawer-Variante der französischen Verteidigung auf dem Brett. Gegen das sehr methodische Vorgehen des Weißen auf dem Königsflügel fand er aber heute kein Gegenrezept und musst bald eine Qualität geben. Der Gegner opferte gegen Ende des Mittelspiels die Qualität mit Bauergewinn zurück und Oliver musst dann bald die Segel streichen. Damit stand das Endergebnis fest: 2:4 für die Gäste. Damit sind wir zweiter in der Zugspitzliga, steigen somit also nicht auf. Trotz der Enttäuschung hat dies vielleicht auch sein Gutes: wir hätten nächste Saison in der Bezirksliga arge Probleme gehabt, acht Spieler auf zu stellen. So bleibt uns noch nächste Saison Zeit für die Konsolidierung der Mannschaft mit vielleicht neuen Talenten in der ersten Mannschaft.

  • Leutasch 2022 – das Schnellschachopen am Pfingstwochenende

    Nach längerer Corona-Pause fand nach 3 Jahren wieder das Schnellschachopen für 4er-Mannschaften über Pfingsten in Leutasch statt, an dem Gräfelfing mit 6 Spielern teilnahm. Überschattet war das Turnier am Anreisetag durch das tragische Zugunglück in Garmisch- Partenkirchen, was auch dazu führte, dass die Anreise für die beiden Gräfelfinger Autos zu einem Geduldsspiel wurde. Da unsere Stammunterkunft in Leutasch nur noch 3 Zimmer frei hatte, waren die Spieler Klapper, Lippert und Zametzer in Seefeld untergebracht, während Thomas Sörgel, Martin Hock und Anton Reinl den Weg direkt nach Leutasch nahmen.  

    Samstag gegen 8.30 Uhr begann das Turnier mit der Vorrunde mit etwa 10 Partien gegen andere Mannschaften. Der Zeitmodus war 8 Minuten pro Partie + 3 Sekunden Bonus pro Zug. Eine Mannschaft bestand aus 4 Spielern und Gräfelfing I setzte sich aus Frank Lippert, Thomas Sörgel, Anton Reinl und Martin Hock zusammen. Jürgen Klapper und Philipp Zametzer bildeten mit zwei Spielern aus Langenau bei Ulm die Spielgemeinschaft „Langfing“ (die ursprünglich angedachte Bezeichnung „Langfinger“ wurde vom Turnierleiter Bernhard Jehle aus Sorge um sein Spielmaterial abgelehnt ?).

    Nach hartem Kampf erreichte Team Gräfelfing I souverän das B-Finale am Sonntag Nachmittag, während die Spielgemeinschaft Langfing knapp das B Finale verpasste und am Sonntag Vormittag im C-Finale einen Mittelplatz erreichte. Für Gräfelfing I lief es am Sonntag Nachmittag erst einmal gut, ein Platz auf dem Stockerl schien möglich – dann kamen leider 2 unnötige Mannschaftsniederlagen, aber immerhin kam man noch unter die TOP 10.

    Jürgen Klapper konnte in der Vorrunde an Brett 1 mit 4 Punkten zufrieden sein, während Philipp Zametzer in der Finalrunde mit 5,5 Punkten am zweiten Brett auf sich aufmerksam machte.

    Frank Lippert, Anton Reinl und Martin Hock blieben sowohl in Vor- als auch in Finalrunde im Rahmen der Erwartungen, während Thomas Sörgel an beiden Tagen sehr gut aufspielte und mehr als 50 % gegen teils starke Gegnerschaft erzielte.

    Leutasch ist aber stets immer mehr als nur Schachspielen, denn in ausgelassener Atomsphäre trafen sich alle Spieler aus Gräfelfing am Freitag Abend zum „tradtionellen Kühtaier Allerlei“ und am Samstag Abend zum großen Buffet in der Weidacher Stuben mit Alpenpanoramablick. Selbst die Outdoor Aktivitäten kamen nicht zu kurz, denn der traditionelle Long-Jog am Samstag Nachmittag durch die Wälder zwischen Leutasch und Seefeld fand wieder statt, an dem diesmal neben Jürgen auch Philipp teilnahm. Auch die heißen Temperaturen konnten so machen nicht davon abhalten die schöne Saunalandschaft im Alpenbad zu Leutasch zu besuchen….!

    Unser Dank gilt wieder einmal Bernhard Jehle aus Jedesheim, der dieses Turnier überhaupt wieder ermöglicht und wie gewohnt optimal organisiert hat und damit keine Wünsche offen ließ. (JK / FL)

    Anton und Thomas …
    …,Philipp und Martin
    Jürgen und Phlipp in der Spielhalle
    Zwei gutgelaunte Schächer in der Leutascher Festhalle
  • Jugend-Vereinsmeisterschaft SK Gräfelfing 2021/22

    Wir richten wieder eine Jugendvereinsmeisterschaft aus. Hier die Ergebnisse aus der ersten Runde und Paarungen und Spieltermine für alle weiteren Runden

    Paarungsliste der 1. Runde am 17.10.2021 10:00 Uhr

    1 Glok,David 1306 – Edelmann, Oliver 1815 1-0
    2 Pieper,Rene 791 – Kühn, Marvin 1508 0-1
    3 Reinl,Anton 1703 – Timm, Jasper 1-0

    Paarungsliste der 2. Runde am 28.11.2021 10:00 Uhr

    1 Edelmann,Oliver 1815 – Timm, Jasper 0-1
    2 Kühn,Marvin 1508 – Reinl, Anton 1703 0.5-0.5
    3 Glok,David 1306 – Pieper, Rene 791 0-1

    Paarungsliste der 3. Runde am 19.12.2021 10:00 Uhr

    1 Pieper, Rene 791 – Edelmann, Oliver 1815 0-1
    2 Reinl, Anton 1703 – Glok, David 1306 –
    3 Timm, Jasper – Kühn, Marvin 1508 1-0

    Paarungsliste der 4. Runde am 09.01.2022 10:00 Uhr

    1 Edelmann, Oliver 1815 – Kühn, Marvin 1508 1-0
    2 Glok, David 1306 – Timm, Jasper 0-1
    3 Pieper, Rene 791 – Reinl, Anton 1703 –

    Paarungsliste der 5. Runde am 30.01.2022 10:00 Uhr

    1 Reinl, Anton 1703 – Edelmann, Oliver 1815 0-1
    2 Timm, Jasper – Pieper, Rene 791 –
    3 Kühn, Marvin 1508 – Glok, David 1306 1-0