Mannschaftsturnier

  • U12 ist Bayerischer Mannschafts-Vizemeister

    Endrunde der Bayerischen U12-Mannschaftsmeisterschaft

    Nach einer starken Saison durfte unsere U12-Mannschaft die Endrunde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem SK Germering und dem SC Dillingen kämpften Mikhail Basov, Vitus Kinateder, Luka Dejako und Mohammad Taheri um den Titel und die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft.

    Runde 1

    Der Start in die Endrunde gelang uns mit einem 3:1-Erfolg gegen den SC Dillingen. Der Mannschaftskampf verlief dabei allerdings weniger eindeutig, als es das Endergebnis vermuten lässt.

    Als Erster konnte Luka seine Partie erfolgreich beenden. Gegen einen nominell deutlich schwächeren Gegner ließ er nichts anbrennen und brachte uns mit einer souveränen Leistung früh in Führung.

    Etwas mehr Geduld war an Brett vier gefragt. Mohammad traf ebenfalls auf einen nominell schwächeren Gegner, tat sich aber nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung jedoch lange. Nachdem er zwischenzeitlich einige knifflige Momente überstanden hatte, setzte sich schließlich seine größere Spielstärke durch und er erhöhte auf 2:0.

    An Brett zwei erspielte sich Vitus aus der Eröffnung heraus eine angenehme Stellung. Nach einem ungenauen Läufertausch kippte die Partie jedoch zugunsten seiner Gegnerin. Glücklicherweise nutzte diese ihren Vorteil nicht konsequent aus, sodass sich die Stellung nach und nach wieder ausglich und die Partie schließlich mit einem Remis endete.

    Mischa hatte am Spitzenbrett mit den weißen Steinen über weite Strecken die angenehmere Stellung und drückte auf Vorteil. Im Endspiel geriet er jedoch in Zeitnot und entschied sich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Mit dem Remis sicherte er den 3:1-Mannschaftserfolg ab. Parallel setzte sich der FC Bayern München mit 3:1 gegen den SK Germering durch. Damit standen sich in der zweiten Runde zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber: Während wir mit einem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Begegnung gehen konnten, stand Germering nach der Niederlage bereits unter Druck und musste punkten, um die Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft zu wahren.

    Runde 2

    In der zweiten Runde trafen wir auf den SK Germering, für den nach der Auftaktniederlage bereits viel auf dem Spiel stand. Der Mannschaftskampf begann allerdings alles andere als nach Plan. Mohammad patzte früh in der Eröffnung und geriet in eine aussichtslose Stellung, sodass Germering schnell mit 1:0 in Führung ging.

    Zu diesem Zeitpunkt sprach jedoch vieles für uns. Luka hatte sich eine Traumstellung erarbeitet: mehrere Mehrbauern, einen gedeckten Freibauern sowie die deutlich aktivere Figurenstellung mit Angriffschancen gegen den gegnerischen König. Auch Mischa stand nach einer starken Partie klar im Vorteil. Mit einem Mehrbauern, aktiveren Figuren und einer Gegnerin in akuter Zeitnot schien auch hier alles auf einen Sieg hinauszulaufen.

    Lediglich Vitus musste sich über weite Strecken der Partie verteidigen. Mit großem Kampfgeist und präzisem Spiel hielt er jedoch allen Drohungen stand und sicherte ein wichtiges Remis.

    Doch gerade als der Mannschaftskampf zugunsten des SK Gräfelfing zu kippen schien, verließen uns die Nerven. Luka ließ Gegenspiel zu, verlor zunächst seinen gedeckten Freibauern und anschließend weitere Bauern sowie die Qualität. Die zunächst klar gewonnene Stellung war nicht mehr zu halten. Auch Mischa musste seine Gegnerin nach hartnäckiger Verteidigung in ein Bauernendspiel entkommen lassen, das objektiv remis war. In beiderseitiger Zeitnot unterlief seiner Gegnerin auf der Zielgeraden jedoch noch ein entscheidender Fehler, sodass Mischa die Partie letztlich doch noch gewann.

    Mit der unglücklichen 1,5:2,5-Niederlage war unsere Ausgangslage vor der Schlussrunde deutlich schwieriger geworden. Parallel hatte der FC Bayern München den SC Dillingen souverän mit 3:1 besiegt und stand mit zwei Mannschaftssiegen praktisch bereits als Teilnehmer an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Für uns war die Situation klar: Da wir davon ausgehen mussten, dass Germering seine letzte Begegnung gegen Dillingen gewinnen würde, mussten wir den Spitzenreiter FC Bayern München in der Schlussrunde schlagen, um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.

    Runde 3

    Auch die Schlussrunde gegen den FC Bayern München begann alles andere als nach Wunsch. Luka geriet an Brett 3 gegen den amtierenden Bayerischen U10-Meister früh unter starken Druck. Ein Königsangriff seines Gegners brachte ihn schnell in eine schwierige Stellung.

    Deutlich erfreulicher verlief zunächst Mohammads Partie. Sein Gegner spielte die seltene Schliermann-Verteidigung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5) aufdie wir uns jedoch vorbereitet hatten. Dadurch kam Mohammad in eine vielversprechende Stellung. Er

    gewann einen Bauern und profitierte von der angeschlagenen Bauernstruktur seines Gegners. Als Kompensation erhielt dieser jedoch die halboffene b-Linie und leitete einen gefährlichen Angriff gegen Mohammads lang rochierten König ein.

    Auch Vitus kam zunächst gut aus der Eröffnung und stand mindestens ausgeglichen, wenn nicht sogar leicht besser. Allerdings erwiesen sich die geschwächten weißen Felder an seinem Königsflügel als entscheidender Angriffspunkt. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers gelang es seinem Gegner schließlich, diese Schwäche auszunutzen und Vitus mattzusetzen. Kurz darauf musste sich auch Luka geschlagen geben, sodass wir früh mit 0:2 in Rückstand gerieten.

    Mohammad gelang es derweil, den gegnerischen Angriff vollständig zu neutralisieren. Nach dem Abtausch der Figuren verwertete er seinen Materialvorteil souverän in einem gewonnenen Turmendspiel und verkürzte auf 1:2.

    Alle Hoffnungen ruhten nun auf Mischa. Mit den schwarzen Steinen hatte er eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht. Der einzige kleine Vorteil lag auf unserer Seite der Uhr: Seine Gegnerin verbrauchte bereits seit der Eröffnung sehr viel Zeit und befand sich früh in akuter Zeitnot.

    Während wir gespannt auf die letzten beiden Bretter blickten, überschlugen sich die Ereignisse im Parallelkampf zwischen Germering und Dillingen. Zunächst gelang der Dillinger Spielerin am vierten Brett die große Überraschung gegen ihren rund 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Kurz darauf legte Dillingen am zweiten Brett nach. Damit hätte uns aufgrund der besseren Brettpunkte bereits ein 2:2 gegen den FC Bayern zur Vizemeisterschaft und damit zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft gereicht.

    Als Dillingen schließlich auch das erste Brett gewann, war die Entscheidung gefallen: Unabhängig vom Ausgang unseres Mannschaftskampfes stand fest, dass der SK Gräfelfing Bayerischer Vizemeister werden würde. Mischa ließ sich davon jedoch nicht beirren und krönte seine starke Leistung mit einem Sieg nach einer fehlerfreien Partie.

    Mit dem Gewinn der Bayerischen Vizemeisterschaft krönt unsere U12 eine starke Saison und darf sich auf das nächste große Highlight freuen: Im Dezember vertritt der SK Gräfelfing bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg die bayerischen Farben. Nach der bereits qualifizierten U16 ist unsere U12 damit bereits das zweite Gräfelfinger Team, das sich für die nationale Endrunde qualifiziert hat. Doch damit könnte die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr noch nicht zu Ende sein. Bereits im September kämpft unsere U10 um die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft und geht als einer der Favoriten ins Rennen. Wir drücken unserer jüngsten Mannschaft die Daumen und hoffen, dass sie den Gräfelfinger Dreifacherfolg perfekt macht. (YY)

  • 37. Garchinger Faschingsblitz

    Zum 37. jährte sich heuer das traditionelle Garchinger Faschingsblitz, das gleichzeitig als (offene) Münchner Mannschaftsblitzmeisterschaft zählt. Wir waren diesmal mit 5 Spielern dort: Arshak, Daniel, Frank, Thomas und Yaro. 25 Mannschaften hatten sich angemeldet, was gemessen an der „Nach-Corona“ Zeit ein recht beachtlichtes Feld darstellt. Mit 30:18 Brettpunkten und 58 Brettpunkten blieben wir im Rahmen der (DWZ)-Erwartung und belegten den 8.-10. Platz. Beste Spieler waren Arshak (13 Pt. ) gefolgt von Frank mit 11,5 Daniel und Thomas mit 11 Pt. und Yaro mit 10 Punkten. Eine recht ausgeglichene Mannschaftsleistung also, wobei jeder von uns auch mal Punkte gegen weitaus stärkere Gegner erzielen konnte.

  • Leutasch 2022 – das Schnellschachopen am Pfingstwochenende

    Nach längerer Corona-Pause fand nach 3 Jahren wieder das Schnellschachopen für 4er-Mannschaften über Pfingsten in Leutasch statt, an dem Gräfelfing mit 6 Spielern teilnahm. Überschattet war das Turnier am Anreisetag durch das tragische Zugunglück in Garmisch- Partenkirchen, was auch dazu führte, dass die Anreise für die beiden Gräfelfinger Autos zu einem Geduldsspiel wurde. Da unsere Stammunterkunft in Leutasch nur noch 3 Zimmer frei hatte, waren die Spieler Klapper, Lippert und Zametzer in Seefeld untergebracht, während Thomas Sörgel, Martin Hock und Anton Reinl den Weg direkt nach Leutasch nahmen.  

    Samstag gegen 8.30 Uhr begann das Turnier mit der Vorrunde mit etwa 10 Partien gegen andere Mannschaften. Der Zeitmodus war 8 Minuten pro Partie + 3 Sekunden Bonus pro Zug. Eine Mannschaft bestand aus 4 Spielern und Gräfelfing I setzte sich aus Frank Lippert, Thomas Sörgel, Anton Reinl und Martin Hock zusammen. Jürgen Klapper und Philipp Zametzer bildeten mit zwei Spielern aus Langenau bei Ulm die Spielgemeinschaft „Langfing“ (die ursprünglich angedachte Bezeichnung „Langfinger“ wurde vom Turnierleiter Bernhard Jehle aus Sorge um sein Spielmaterial abgelehnt ?).

    Nach hartem Kampf erreichte Team Gräfelfing I souverän das B-Finale am Sonntag Nachmittag, während die Spielgemeinschaft Langfing knapp das B Finale verpasste und am Sonntag Vormittag im C-Finale einen Mittelplatz erreichte. Für Gräfelfing I lief es am Sonntag Nachmittag erst einmal gut, ein Platz auf dem Stockerl schien möglich – dann kamen leider 2 unnötige Mannschaftsniederlagen, aber immerhin kam man noch unter die TOP 10.

    Jürgen Klapper konnte in der Vorrunde an Brett 1 mit 4 Punkten zufrieden sein, während Philipp Zametzer in der Finalrunde mit 5,5 Punkten am zweiten Brett auf sich aufmerksam machte.

    Frank Lippert, Anton Reinl und Martin Hock blieben sowohl in Vor- als auch in Finalrunde im Rahmen der Erwartungen, während Thomas Sörgel an beiden Tagen sehr gut aufspielte und mehr als 50 % gegen teils starke Gegnerschaft erzielte.

    Leutasch ist aber stets immer mehr als nur Schachspielen, denn in ausgelassener Atomsphäre trafen sich alle Spieler aus Gräfelfing am Freitag Abend zum „tradtionellen Kühtaier Allerlei“ und am Samstag Abend zum großen Buffet in der Weidacher Stuben mit Alpenpanoramablick. Selbst die Outdoor Aktivitäten kamen nicht zu kurz, denn der traditionelle Long-Jog am Samstag Nachmittag durch die Wälder zwischen Leutasch und Seefeld fand wieder statt, an dem diesmal neben Jürgen auch Philipp teilnahm. Auch die heißen Temperaturen konnten so machen nicht davon abhalten die schöne Saunalandschaft im Alpenbad zu Leutasch zu besuchen….!

    Unser Dank gilt wieder einmal Bernhard Jehle aus Jedesheim, der dieses Turnier überhaupt wieder ermöglicht und wie gewohnt optimal organisiert hat und damit keine Wünsche offen ließ. (JK / FL)

    Anton und Thomas …
    …,Philipp und Martin
    Jürgen und Phlipp in der Spielhalle
    Zwei gutgelaunte Schächer in der Leutascher Festhalle