Frank Lippert

  • Team I: knapper Sieg in Holzkirchen

    Der 7. Spieltag in der Zugspitzliga 22/23 war von den Holzkirchenern wg. eines anderen Termins vorverlegt worden. Am überraschend winterlichen Sonntag, den 26.02, machten wir uns also auf den Weg in den Süden mit dem Ziel, als die doch deutlich DWZ-favorisierten Gäste die Heimmannschaft
    möglichst hoch zu schlagen. Am Ende kam es dann etwas anders, aber der Reihe nach.

    Unser Vorhaben sofort in die Tat umsetzen wollte wohl Oliver Edelmann an Brett 6. Mit Schwarz gegen die Caro-Kann-Vorstoßvariante kam er nach einem Fehler des Weißen sehr bald in entscheidenden Vorteil und Weiß musste nach wenigen Zügen (und sehr kurzer Zeit) die Waffen strecken.

    Daniel mit Weiß an Brett 1 hatte eine der wohl schärfsten offenen Eröffnungen am Brett: Königsgamit! Schwarz aber lehnte das Gambit dankend ab, geriet aber bald in eine recht passive
    Stellung. Nach einem nur scheinbar gewinnbringenden Manöver von Schwarz war der Materialstand Turm und zwei Bauern für Schwarz gegen zwei Leichtfiguren für Weiß, wonach aber Daniel in Wirklichkeit schon fast auf Gewinn stand.

    Nach etlichen wechselseitigen Ungenauigkeiten hatte Weiß aber ein verlorenes Endspiel Läufer und Turm gegen Turm auf dem Brett, mit dem Läufer passiv in der Ecke. In dieser Situation bot Schwarz Remis an, was Daniel dankend annahm.

    An Brett vier verflachte Desi’s Aljechin-Verteidigung recht bald ein ausgeglichenes Bauernendspiel: Remis.

    Oliver an Brett 2 hatte mit Schwarz in einer eigentlich recht häufig zu sehenden Variante der Franz. Verteidigung plötzlich eine sehr ungünstige Materialverteilung Turm + 2 Bauern gegen Figur. Zudem war Damentausch mehr oder weniger erzwungen. Aus dem Nachteil kam Schwarz nicht mehr heraus, die weißen Freibauern am Königsflügel waren zu stark und so stand es dann zunächst 2:2.

    Ich hatte an Brett mit Weiß eine Nebenvariante der Franz. Verteidigung gespielt, die eigentlich wenig Aussicht auf Vorteil verspricht. Nach einigen Ungenauigkeiten des Gegners hatte ich großen Entwicklungsvorsprung. Diesen konnte ich aber nicht richtig nutzen und das Spiel war dann nach
    Damentausch plötzlich fast ausgeglichen.

    In beiderseitiger Zeitnot ließ aber Schwarz einen Bauerngewinn zu. An dieser Stelle reagierte mein Gegner dann ungeduldig und verdarb mit einem voreiligen Schachgeboten seines Turms statt passiver, aber zäherer Verteidigung die Stellung endgültig und bald nach Zeitkontrolle stand es 1-0 für mich.

    An Brett 5 hatte Yaro ein Viespringer-Spiel auf dem Brett, das er in ein für ihn günstiges Endspielt Springer gegen Läufer verwandeln konnte. Es sah so aus, als könne er mit seinem weit vorgeschobenen f-Bauern gewinnen, aber am Ende fehlt dann ein Tempo, damit also Remis.

    Damit war der Endstand von 2,5-3,5 für uns dann doch knapper ausgefallen, also von uns erhofft. Am 19.03 geht es dann weiter mit Runde 8 gegen Peiting. (FL)

  • Team I glücklos gegen TuS Fürstenfeldbruck

    Nach dem Remis gegen Bad Tölz in Runde 5 war ein Sieg gegen die starken Fürstenfeldbrucker Pflicht, wenn wir in die Bezirksliga aufsteigen wollen.

    Zur Runde 6 empfingen wir die Gäste aus FFB zu Hause in derselben Aufstellung wie gegen Bad Tölz und starteten dabei vielversprechend.

    Ein früher Sieg an Brett zwei von Oliver Gesing gegen Klaus Kretschel mittels des „Belgrader Gambits“ verhalf uns zu einem schnellen 1-0. Gegen den weit vorne gelandeten Freibauern auf e6 und einem drohenden Königsangriff wusste Schwarz sich nur durch Damentausch unter Verlust eines Bauern zu wehren. Das Doppel-Turmendspielt war dann aber chancenlos.

    An Brett zwei sah sich Jörg Riehl mit Weiß einem rasanten Königsangriff in meinem Nimzo-Inder ausgesetzt, nachdem er eine Öffnung der Stellung für seine Läufer erst zurückgestellt und dann verpasst hatte. Gegen meinen Mattangriff hätte höchstens noch ein Turmopfer geholfen, was sich Weiß nicht mehr zeigen lassen wollte. Damit stand es nun bereits 2-0.

    Leider verdunkelten sich die Wolken für Team I nun zusehends. An Brett 5 war Yaro mit Schwarz gegen Tim Hashagen beständig unter Druck in einer von Weiß sehr positionell und druckvoll
    gestalteten Italienischen Partie gestanden. Schwarz musste einen Springer geben und verlor dann im Endspiel.

    Thomas hatte an Brett 4 in seiner üblichen Englischen Partie einen Bauern für Druck gegen die schwarze Königstellung investiert, den er auch nach Damentausch beibehielt. Ein Remis hätte mindestens drin sein sollen. Leider musste Thomas nach einem einzügigen Einsteller die Partie sang- und klanglos gegen Stefan Waller aufgeben.

    Ein schwieriges Endspiel hatte sich Daniel an Brett 1 mit Schwarz gegen GM Hans-Joachim Hecht in einer Sizilianischen Partie eingehandelt. Die Stellung transformierte dann recht bald in eine Art Igel-Pirc-Variante mit der „Maroczy-Zange“, die nach Damentausch zu einem günstigeren Turmendspiel für Weiß führte.

    Eine kleine Finesse im hätte möglicherweise das Remis halten können. Nachdem Schwarz diese Chance verpasst hatte, ließ sich der Altmeister nicht mehr die Butter vom Brot nehmen, und es stand nun 2-3 für die Gäste.

    Oliver Edelmann hätte an Brett 5 mit Weiß in einem Damengambit nach wechselvollen
    Verlauf der Partie durchaus Chancen auf einen Sieg gehabt, spielte aber das Springer-gegen-Läufer-Endspiel nicht druckvoll genug. Die Punkteteilung war dann die Folge.

    Vermutlich erlaubt der Endstand von 2,5-3,5 uns nicht mehr, in die Bezirksliga aus eigener Kraft aufzusteigen. Wir müssen hier schon auf einen Ausrutscher des Tabellenersten hoffen.

    Das nächste Spielt ist in drei Wochen am 26.02, da wir unseren Kampf gegen Holzkirchen vorgelegt haben. (FL)

  • KEM Zugspitze 2023 – Hohenpeißenberg

    Die diesjährige Kreiseinzelmeisterschaft des Kreises Zugspitze fand zwischen dem 05.01 und dem 08.01.2023 im Haus der Vereine in Hohenpeißenberg statt. Es war die erste Präsenz-KEM nach der pandemiebedingten Zwangspause seit 2020 und entsprechend gespannt waren alle, wie sie am Brett abschneiden würden.

    Sechs Gräfelfinger traten in verschiedenen Klassen an. In der kombinierten U12/U10-Klasse waren wir mit drei Spielern vertreten: Vladislav Barsov, Vladimir Yaroshenko und Felix Hilpert. Vladislav und Vladimir hätten mit ein wenig mehr Umsicht und Glück mit dem siegreichen Jacob Greive (TV Tegernsee, 8/9) mithalten können, landeten nach 9 Runden aber auch sehr erfolgreich mit jeweils 7.5 / 9 auf dem verdienten 2. und 3. Platz. Felix erreichte Platz 13 von 20 Teilnehmern.

    Einen Überraschungserfolg verbuchte Rene Piper in der Meisterklasse II. Mit 4 Punkten aus 7 Partien belegte Rene Platz 10 von 34 Teilnehmern gegen zum Teil erheblich stärkere Gegnerschaft, was auch mit einem DWZ-Zuwachs von 240(!) Punkten belohnt wurde.

    Thomas‘ erklärtes Ziel in der M1 war es, weiterhin die Berechtigung für die M1 nächstes Jahr zu erhalten, was er am Ende aber mehr als übererfüllte! Thomas gab nur einen vollen Punkt ab und mit Siegen gegen Hamann, Boos und Hashagen und weiteren drei Remisen konnte er mit 4.5/7 Punkten einen schönen 5. Platz erkämpfen. Herzlichen Glückwunsch!

    Für mich war die Frage, ob ich meiner nominellen Favoritenrolle gerecht werden konnte. Nach DWZ lag ich an Platz im Startrang hinter Korbinian Böhm, aber vor „Altmeister“ Thomas Lochte. Und es lief überwiegend gut, wobei auch das Losglück eine Rolle spielte.

    Nach einem Auftaktsieg mit Weiß gegen Boos musste ich in der 2. Partie des ersten Tages ein Remis gegen Thomas Bleichner hinnehmen, wobei ich noch Glück hatte: durch eine nachlässige Behandlung einer gefährlichen Gambit-Variante im Zweispringer-Spiel hatte ich zwei Bauern im Endspiel eingebüßt und war klar auf der Verliererstraße. Durch ein taktisches Versehen meines Gegners konnte ich einen davon zurückgewinnen und in ein unverlierbares Läuferendspiel abwickeln.

    Am nächsten Tag hatte ich noch einmal zweimal Weiß. Die erste Partie gegen Gerhard Schmitz verlief relativ geradlinig und ungefährdet für mich. Nachdem Schwarz eine gefährliche Initiative am Königsflügel zugelassen hatte, konnte er den Angriff nur durch Hergabe eines Bauern abwehren und musste in ein verlorenes Turmendspiel einlenken.

    Die zweite Partie dieses Tages aber war weitaus umkämpfter und dramatischer. Ich lehnte das Wolga-Gambit meines Gegners Johannes Ohlhof ab, wodurch Schwarz zunächst keine Probleme mehr hatte. Nach einer etwas unklaren Abwicklung bekam ich aber Initiative im Zentrum, die sich dann auf den schwarzen Königsflügel verlagerte. In Zeitnot stellte ich dann einen Bauern ein. Oder so schien es: denn ich konnte mit Hilfe einer „kleinen Kombination“ Matt in drei Zügen erzwingen!

    Am dritten Tag musste ich dann endlich mit Schwarz gegen den führenden Thomas Lochte, der bis dahin alles gewonnen hatte, antreten. Gegen sein aggressives Jobava-London büßte ich bald eine Qualität gegen einen Bauern ein. Ein verfrühter Vorstoß kostete den Weißen aber einen zweiten Bauern und dank meiner harmonischeren Figurenstellung und der Aussicht auf einen Freibauern am Damenflügel drang der weiße Angriff nicht durch. Wir einigten uns auf eine Punkteteilung.

    In der zweiten Partie des Tages half mir das oben erwähnte Losglück: statt mit einer zweiten Schwarzpartie durfte ich wieder mit Weiß spielen, diesmal gegen den nominellen DWZ-Favoriten, den starken Korbinian Böhm. Dieser hatte Thomas in Runde zwei besiegt. Gegen meinen „Spezialaufbau“ gegen die Holländische Verteidigung mit 2.Sc3 kam Schwarz aber gut raus und die Partie war lange umkämpft. In einem ausgeglichenen Endspiel Dame+Läufer auf beiden Seiten ließ aber Schwarz sich plötzlich seinen Läufer fesseln. Den drohenden Figurenverlust konnte Schwarz nur durch Opfern zweier Bauern abwenden.

    Im verlorenen Endspiel versuchte Schwarz dann Dauerschach mittels Opfern seines Läufers zu erreichen, was ich durch Opfern eines meiner Bauern und anschließender Königswanderung zum Damenflügel abwenden konnte. Schwarz gingen bald die Schachgebote aus und er musste die Waffen strecken.

    In der letzten Runde hatten sowohl ich als auch Thomas Lochte nach einem weiteren Remis beide 5 Punkte. Es war klar, dass ich noch einmal Schwarz bekommen würde. Gegen Stefan Wallers Wiener Partie fand ich leider kein richtiges Rezept und willigte nach Damentausch vermutlich verfrüht ins Remis ein.

    Thomas Lochte spielte mit Weiß gegen den sehr talentierten Jugendspieler Marco Limmer vom SC Tegernsee. Dieser spielte bis dahin mit seinen 12 (!) Jahren ein überragendes Turnier mit furchtlosen Angriffen und kaltblütigen Verteidigungen. Nachdem Thomas mein Remis gesehen hatte, willigte er in unklarer Stellung ebenfalls in ein Remis ein, denn er lag durch seine bessere Feinwertung vor mir.

    Am Ende winkte dann ein zweiter Platz, punktgleich mit dem Sieger Th. Lochte (5. Meistertitel bei einer Zugspitz-KEM!). Sowohl ich als auch Thomas haben uns damit für die oberbayerische EM qualifiziert, die im Mai in Rosenheim stattfindet. (FL)

  • Team I: dramatisches 3:3 in Bad Tölz

    In der 5. Runde der Zugspitzliage 2022/23 waren wir mit viel
    Selbstvertrauen zu den Schachfreunden nach Bad Tölz gefahren,
    waren wir doch nominell die um einiges stärkere Mannschaft.
    Allerdings gestaltet sich der Kampf weitaus dramatischer
    als uns lieb war und am Ende mussten wir in die Punkteteilung
    einwilligen. Aber der Reihe nach.

    Ich hatte an Brett drei bald nach der Eröffnung (Königsindisch) eine angenehme
    Stellung, da sich Schwarz selbst etliche Bauernschwächen zugefügt
    hatte. Allerdings wollte ich keinerlei Gegenspiel zulassen, agierte
    dabei übervorsichtig und vergab jeglichen Vorteil in einem Läuferendspiel,
    in der mein Läufer nur nominell besser aussah, aber es nirgendwo ein
    Durchkommen mit dem König gab. Punkteteilung war die logische Folge.

    Yaro hatte es an Brett fünf mit einem abgelehnten Morra-Gambit zu
    tun. Allerdings konnte Schwarz dabei den Druck überhaupt nicht
    abschütteln und nach einer pfiffigen Kombination, der Schwarz
    die Dame gekostet hätte, konnte Yaro den vollen Punkt einfahren.

    An Brett zwei spielte Oliver Gesing mit Schwarz die vergiftete
    Bauern-Variante der Französischen Verteidigung (Winawer-Variante),
    konnte aber nur mit Mithilfe des Gegners das Remis halten.

    An Brett war Oliver Edelmann mit Schwarz ebenfalls unter andauerndem
    Druck, den er erst im Endspiel mit ungleichen Läufern abschütteln
    konnte: das Remis war unvermeidlich.

    An Brett 1 verpasste Daniel an einer Stelle einen guten Zug und die Bewertung änderte sich von „fast gewonnen für Weiß“ auf „vermutlich gewonnen für Schwarz“. Leider geriet Weiß dann in einen Königsangriff, aus dem Daniel sich nur durch Hergabe zu vieler Bauern befreien konnte und dann letztlich aufgeben musste.

    Damit stand es 2.5 – 2.5!

    An Brett 4 war Thomas auf der „falschen“ Seite „seiner“ Eröffnung, nämlich
    Englisch gelandet (die Stellung transponierte aber zu einem für Weiß
    günstigen Damengambit. Am Damenflügel hatte Weiß zwei Freibauern, die
    allerdings verdoppelt waren. Durch passives Spiel verlor Weiß erst den
    einen, dann den anderen Freibauern und musste in einem Damenendspiel
    um das Remis kämpfen.

    Nach mehr als 80 Zügen schien es also ob Schwarz endlich seinen Bauern
    durchbringen würde können, aber da schnappte die Patt-Falle von Weiß zu:
    er hatte schon vor einiger Zeit seinen König so aufgestellt, dass eine
    schwarze Dame auf der 2. Reihe dem weißen König alle Felder nahm.

    Letztendlich war das 3:3 verdient, denn wir konnten die eigentlich schwächeren Gegner nicht nur nicht besiegen, sondern standen in einigen Partien sogar mit
    dem Rücken zur Wand.

    In der Runde 6, zuhause gegen TuS Fürstenfeldbruck am 05.02.2023, muss dann allerdings ein Sieg her, denn sonst können wir den Gedanken an einen Aufstieg vergessen! (FL)

  • Souveräner Sieg gegen den SC Ammersee

    Zu einem ungefährdeten 4,5-1,5 kam der SK Gräfelfing am 3. Spieltag der Zugspitzliga 2022/23 gegen den SC Ammersee auch ohne Stammspieler Thomas, der seinen Pflichten als FIDE-Schiedsrichter nachkommen musste.

    Am leichtesten hatte es dabei Frank an Brett drei, dessen Gegner schlicht nicht auftauchte. Ein kampfloses 1-0 nach einer Stunde war dann die Folge.

    Oliver Edelmann hatte es an Brett fünf mit Schwarz gegen eine Reti-Eröffnung zu tun, gegen die er klassisch mit Läuferausfall nach f5 reagierte. Das Übersehen einer Bauerngabel kostete Weiß zunächst eine Figur gegen zwei Bauern. Nachdem sich das Gegenspiel des Weißen als unzureichend erwiesen hatte, machte ein weiterer Qualitäts- bzw. Figurengewinn dann den Punkt zum 2-0 komplett.

    Marvin hatte mit Weiß an Brett sechs im Cochrane-Gambit in der Russischen Verteidigung (Springeropfer auf f7!) zunächst 4 Bauern gegen die Figur erhalten, verlor dann aber im weiteren Verlauf wieder drei davon. Das Endspiel mit 3 zu 2 Bauern und einem Läufer gegen zwei Springer war dann für Weiß nicht zu halten: 2-1.

    Durchaus wechselhaft verlief Oliver Gesings Partie an Brett zwei. Im Aljechin-Chatard-Angriff der französischen Verteidigung (die Oliver ja selbst oft als Schwarzer spielt), saß er diesmal auf der „falschen“ Seite mit Weiß. Schwarz nahm das Bauernopfer auf g5 nicht an, sondern versuchte, mit a6 und dem Standardausfall c5 das weiße Bauernzentrum zu unterminieren, ohne seine eigene Bauernstellung zu kompromittieren. Lange Zeit schien dabei die Stellungsbewertung zwischen „Weiß steht überlegen“ und „ausgeglichen mit Gegenchancen für Schwarz“ zu pendeln. Nach einem Bauernopfer konnte Oliver aber einen weit vorgeschobenen Freibauern bilden, dessen Vormarsch von einem (weniger weit vorgerückten) Freibauern des Gegners auf der gleichen Linie gegen Angriffe der schwarzen Dame abgeschirmt war. Die Partie ging dann relativ bald zu Ende und es stand 3-1.

    An Brett eins hatte es Daniel als Schwarzer mit einem geschlossenen Sizilianer zu tun. Die Partie stand lange Zeit ungefähr ausgeglichen, zumal Weiß auf den sonst üblichen Königsangriff verzichtete und stattdessen lieber auf Zentrumskontrolle und Bauernangriff am Damenflügel baute. In beiderseitiger Zeitnot kippte die Partie aber zugunsten von Schwarz. Nach einem Bauerngewinn auf der b-Linie brach die Verteidigung des Weißen schnell auseinander und es stand 4-1.

    An Brett fünf bekam Yaro mit Weiß gegen einen Pirc-Aufbau eine aussichtsreiche Stellung. Allerdings verteidigte sich Schwarz geschickt und stand trotz bzw. wegen eines Qualitätsopfers von Weiß überlegen. Das Endspiel allerdings war dann trotz Qualität mehr nur sehr schwierig zu gewinnen für Schwarz (falls überhaupt) und so einigten sich die Kontrahenten auf Remis, was angesichts des bereits erfolgten Siegs für Gräfelfing eine verständliche Reaktion darstellte.

    Das ungefährdete 4,5-1,5 schließt die Saison für dieses Jahr ab.. Weiter geht es in der Zugspitzliga 2022/23 erst wieder im neuen Jahr. Runde 5 findet am 15.01.2023 gegen Bad Tölz statt. Im Dezember 2022 in der 4. Runde dagegen haben wir spielfrei (FL).

  • Team I: Überzeugender Sieg in Windach

    Mit zwei Ersatzleuten traten wir in der 2. Rund der Zugspitzliga 2022/23 in Windach an, doch am Ende statt ein überlegener Gewinn für uns zu Buche.

    Gleich vom Start weg kam Desi am 3. Brett mit Weiß zu einer sehr vorteilhaften Position in einer Skandinavischen Partie. Der Gegner konnte dem Druck nicht standhalten und verlor recht bald einen Bauer bei andauerndem Königsangriff und dann auch die Partie.

    Neuzugang Daniel baute ebenfalls ständigem Druck vom Start an auf in einer Reti-ähnlichen Partie mit Weiß. Seit Gegner allerdings leistete mehr Widerstand und Daniel konnte erst einem komplexen Endspiel einen Bauern und dann auch die Partie gewinnen.

    Keine Probleme hatten Marvin und Yaro an Brett 4 bzw. Brett 6, beides Partien mit schwarzem Königsfianchetto. Yaro gewann im Laufe der Partie eine Qualität, was er zielstrebig zum vollen Punkt führte.

    Nicht gut heraus kam Oliver mit Weiß an Brett 5 in einem Nimzo-Inder. Nachdem er die Rochade verpasst hatte, versuchte Weiß mittels h4/h5 und Kf1 die Königsstellung von Schwarz von der Seite her anzugreifen. Sein Gegner aber passte auf und erhielt in einem Schwerfigurenendspiel die überlegene Stellung, die Schwarz letztlich zu einem Sieg verwertete.

    Klar auf Verlust stand zwischendurch Frank auf Brett 2 in einer italienischen Partie mit Schwarz. Nach einem missglückten „Befreiungsschlag“ mit übereilter und unnötiger Öffnung des Zentrums verlor Schwarz zunächst einen Bauern mit praktisch nicht vorhandener Kompensation und hätte nach einer weiteren Ungenauigkeit bei richtiger Fortsetzung von Weiß noch einen weitern Bauern und damit vermutlich die Partie verloren.

    Ein passiver Zug mit dem Springer ließ aber Weiß etwas gedrückt stehen bezüglich Turmkoordination und Bauernstellung, so dass er gegen den DWZ-stärkeren Gegner trotz nach wie vor vorhandener Gewinnchancen recht schnell in ein Remis einwilligte.

    Somit stand nach bereits drei Stunden das Endergebnis von 4 1/2 zu 1 1/2 fest! Ich möchte allen Spielern, insbesondere den bereitwillig einspringenden Ersatzspielern, danken. Wir sehen uns dann in Runde 3 am 27.11. gegen den SC Ammersee wieder!

  • Deutlicher Sieg in Peiting sichert 1. Mannschaft exzellente Aussichten auf Aufstieg

    In der Höhe nicht von vorneherein zu erwarten hat die 1. Mannschaft des SK Gräfelfing den SC Peiting mit 4,5 zu 1,5 auswärts in der 6. Runde der Zugspitzliga 2021/22 am 15.05.2022 besiegt.

    Die 6. Runde war zugleich das 1. Spiel in der Aufstiegsrunde. Die Peitinger, Zweiter der Vorrunde Süd hinter dem SC Wolfratshausen, traten nicht vollzählig an und ließen das 1. Brett frei. Dadurch erzielten wir unseren ersten Punkt kampflos und Oliver Gesing hatte einen spielfreien Sonntag.

    An Brett 4 setzte Oliver Edelmann mit Schwarz in einer Caro-Kann-Eröffnung seinen Gegner am Damenflügel, wohin der König des Weißen rochiert hatte, unter Druck. Nach einem Fehler des Gegner gewann Oliver mit einer Springergabel die gegnerische Damen und damit die Partie.

    An Brett 5 konnte Yaro mit Weiß in einem Sizilianer mittels einer Kombination mit temporärem Damenopfer eine zweite Leichtfigur gewinnen (nachdem sein Gegner schon eine geopfert hatte). Die Partie ging dann schnell zu unseren Gunsten aus.

    Sicheren Ausgleich erzielte Jürgen Hofmann mit Schwarz gegen die Colle-Eröffnung seines Gegners, allerdings war für Schwarz auch nicht mehr drin und eine baldige Punkteteilung die logische Folge. Damit stand es 3,5 – 0,5 und wir hatten den Mannschaftskampf bereits an dieser Stelle gewonnen.

    An Brett 6 hatte Anton mit Schwarz in einem Sizilianer eine schwierige, aber haltbare Stellung mit Doppelbauern und „schlechtem“ Läufer gegen Springer gegen seinen jungen Gegner. Er stellte aber irgendwann im Endspiel einen Bauern ein und verlor dann schnell die Partie.

    Eine sehr wechselvolle Partie ergab sich an Brett 3. Ich hatte es mit Weiß mit einem Dameninder zu tun. Zunächst geriet Schwarz angesichts seiner passiven Spielanlage unter Raumnot und Druck, konnte sich aber durch eine übereilte Aktion von mir meinerseits am Damenflügel befreien und letztlich ein leicht besseres Turmendspiel erzielen.

    Nach einem sehr passiven Turmzug von Schwarz stand ich allerdings klar auf Gewinn trotz Minusbauern, vergab aber den Vorteil sogleich wieder. Eine Remis wäre die logische Folge gewesen, allerdings stellte Weiß nochmal ganz zum Schluss seinen König derart unglücklich auf, dass er meinen entfernten Freibauern nicht mehr aufhalten konnte. Einigermaßen verdattert nahm ich die Aufgabe meines Gegners zur Kenntnis, nachdem ich bereits mit einem 100% Remis gerechnet hatte. Damit stand dann das Endergebnis von 4,5-1,5 zu unseren Gunsten fest.

    Der Sieg heute eröffnet uns beste Chancen auf den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Da aber zeitgleich der SC Wolfratshausen ebenfalls gewonnen hat, sind wir noch nicht ganz durch, denn noch sind zwei Runden zu spielen und wir haben die nächste Runde frei.

    Heißt für uns, dass wir uns am 26.06.2022, dem letzten Spieltag, nochmal gehörig ins Zeug legen sollten, um den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt zu machen.

    (FL)

  • Team I Sieger der Vorrunde Nord in der Zugspitzliga 21 / 22

    Vor der 5. Runde der Vorrunde Nord der Zugspitzliga 21/22 am 24.04.2022 stand der SK Gräfelfing bereits als Gruppensieger fest. Trotzdem hätte uns ein Verlust gegen den heutigen Gegner, Gröbenzell III wehgetan, denn die Punkte aus der Vorrunde werden mit in die Aufstiegsrunde übernommen (und Gröbenzell ist mit dabei).

    Unser Gegner trat einigermaßen unerwartet in Bestbesetzung an, denn es gab keine weiteren Kämpfe heute und so musst Gröbenzell keine Spieler in die höheren Teams „ausleihen“. Wir dagegen waren durch den Wegfall von Oliver Gesing etwas ersatzgeschwächt.

    An Brett 1 hatte Jürgen Hofmann mit Weiß einen Franzosen auf dem Brett. Er wählte ein Gambit-Abspiel der Winawer-Variante, konnte aber im weiteren Verlauf nichts entscheidendes aus der Stellung herausholen und willigte deswegen recht früh ins Remis ein.

    An Brett 3 wich der Gegner von Thomas mit einer Holländischen Partie seiner üblichen Englischen Eröffnung aus. Weiß hatte aber zunächst starkes Spiel gegen die Bauernschwächen in der schwarzen Stellung. Im weiteren Verlauf entwickelte Schwarz einiges Gegenspiel, vergab aber die Chance für ein aussichtsreiches Damenopfer. Im Endspiel neigte sich die Waage wieder zugunsten von Weiß und nachdem Thomas bereits die Qualität gewonnen hatte, gewann er noch eine weitere Figur durch einen Röntgenangriff auf die ungedeckten Läufer des Schwarzen und damit auch die Partie.

    Anton hatte an Brett 6 zunächst positionell prächtig gespielt und kam sehr gut mit Schwarz aus einem Najdorf-Sizilianer aus der Eröffnung heraus. Sein Springer auf c5 dominierte den weißfeldrigen Läufer von Weiß und er hatte die e-Linie mit seinem Turm unter Kontrolle. Im weiteren Verlauf verzettelte er sich aber musst sich dann letztlich geschlagen geben.

    An Brett 5 konnte Yaro mit Weiß nichts Entscheidendes aus der französischen Eröffnung herausholen und ein „optisch“ gut aussehendes Turmendspiel versandete letztlich im Remis. Somit stand es 2:2 und zwei Partien waren noch zu spielen.

    Ich hatte an Brett 2 mit Schwarz eine Englische Eröffnung, wich aber von meiner üblichen offenen Behandlung mit 1.c4 e5 ab, sondern strebte eine symmetrische Position mit beiderseitigem Läuferfianchetto an. Die Partie war in der Nachbetrachtung vermutlich die ganze Zeit über ungefähr ausgeglichen, wobei ich mich aber immer etwas unwohl fühlte angesichts schlechterer Zeit. Mein Remisangebot um den 32. Zug herum lehnte mein Gegner ab. In beiderseitiger Zeitnot war es aber dann Weiß, der einen Bauern verlor. Allerdings standen meine Figuren nach der Zeitkontrolle passiv und ich ließ um der Initiative willen einen Ausgleich des Materials zu. Das entstandene Turmendspiel war aber wiederum Remis.

    Die letzte und entscheidende Partie lieferte Oliver Edelmann an Brett 4. Oliver antwortete auf 1. e4 mit Caro-Kann. Gegen die Vorstoß-Variante des Weißen agierte er geschickt und konnte sowohl die c-Linie mit der Dame besetzen als auch Druck auf das Zentrum ausüben. Im Endspiel konnte er sich einen entfernten Freibauern verschaffen, der letztlich die Partie entschied. Somit konnten wir nach langem und hartem Kampf ein verdientes 3,5 – 2,5 für uns einfahren.

    Dieser knappe Sieg über Gröbenzell III sichert Team I beste Aussichten für die Aufstiegsrunde. Diese findet in drei Spielen statt, das erste davon bereits am 15.05.

  • Team I auf gutem Weg zum Vorrundensieg der Zugspitzliga

    Auch im dritten Mannschaftskampf der Vorrunde Nord der Zugspitzliga 21/22 blieb die 1. Mannschaft des SK Gräfelfing ungeschlagen, das Ergebnis von 4.5 – 1.5 war am Ende souveräner als es der tatsächliche Spielverlauf erahnen ließ.

    An Brett 5 reichte es für  Desiderius Meier als Weißspieler, die Uhr nach dem 1. Zug zu drücken. Da sein Gegner nicht erschien, gewann Desi kampflos nach einer Stunde. Noch davor allerdings musste sich Jürgen Hofmann mit Schwarz an Brett 2 in einem verunglückten Sizilianer dem Gegner geschlagen geben. Jürgen kam aus seiner gedrückten Stellung trotz frühem Damentausch einfach nicht heraus.

    An Brett 3 erreichte Frank Lippert mit Weiß eine für ihn vorteilhafte Version der Halbslawischen Variante des Damengambits. Nach einem Tempoverlust mit einem undurchdachten Läuferzug von Schwarz konnte Weiß nicht nur einen Bauern, sondern eine Qualität gewinnen. Ein nachfolgender Befreiungsschlag des Schwarzen misslang und die Stellung brach dann schnell komplett ein. Ein Turmopfer, das Schwarz nicht annehmen durfte besiegelte dann das 2:1 für Gräfelfing.

    Zu diesem Zeitpunkt sah Gräfelfing zwar zunächst als klarer Sieger aus, jedoch vergaben zunächst Yaroslav Yaroshenko an Brett 6 mit Schwarz und Oliver Gesing an Brett 1 mit Weiß ihre überlegenen Stellungen und musste sogar im Falle von Yaro mit Verlust rechnen.

    Yaro konnte sich aber nach mehreren Ungenauigkeiten des Gegners ins Remis retten. Olivers Gegner hatte bei seinen Konterversuchen einfach zu viel Zeit verbraucht und verlor wegen Zeitüberschreitung. Hiernach stand es bereits 3.5-1.5 für uns, der Sieg war uns also nicht mehr zu nehmen.

    An Brett 4 hatte Thomas mit Schwarz lange Zeit einen Isolani, aber dafür potentiell Gegenspiel auf offenen Linien. Nach Tausch der Damen baute Thomas schrittweise seinen strategischen Trumpf („guter“ Springer gegen „schlechten“ schwarzfeldrigen Läufer des Weißen) aus und brachte seinen Gegner, der sich im Endspiel viel zu passiv verhielt, in eine Art Zugzwang. Nach einem Läuferzug hätte Weiß die Qualität opfern müssen, um Matt zu vermeiden und gab stattdessen auf. Damit erreichten wir ein wichtiges Zwischenziel zum Gewinn der Vorrunde Nord. Nächste Spiel ist am 03.04.2022 gegen den die 3. Mannschaft des SC Wolfratshausen (FL).

  • 1. Mannschaft mit klarem 4:2 gegen Germering II

    In der 2. Runde der Vorgruppe Nord der Zugspitzliga am 14.11.2021 konnte die erste Mannschaft ein verdientes 4:2 erzielen, obwohl einige Stammspieler nicht dabei sein konnten. Verstärkt wurden wir aber mit Desi und Anton, die beide zum Sieg beitrugen.

    Thomas hatte an Brett drei mit Schwarz relativ früh eine Abwicklung übersehen, mit der er mit einer Minusfigur für zwei Bauern andauernd im Hintertreffen war. Nach heftiger Gegenwehr und langem Kampf musste er sich letztlich doch geschlagen geben.

    An Brett 1 konnte Oliver mit Schwarz relativ schnell zum Sieg. Er hatte in der französischen Eröffnung einen Bauern für Druck am Königsflügel geopfert. Ein Springergabel später im Spiel ergab eine Mehrqualität. Oliver fuhr den Endspielvorteil souverän nach Hause.

    Relativ leichtes Spiel hatte Desi an Brett vier mit Weiß. Sein Gegner verschlechterte einfach andauernd seine Position, so daß er bald das 2:0 erzielte.

    An Brett sechs hatte Yaro eine sehr gute Position mit gedecktem Freibauern erreicht, verdarb aber durch einen übereilten Bauernvorstoß alles noch zum Verlust und damit zum 2:1.

    Antons Sieg zum 3:1 konnte ich leider nicht verfolgen, weil ich noch mit meiner Partie beschäftigt war, aber es sah immer gut aus für ihn.

    An Brett 2 spielte ich mit Weiss gegen die Benoni-Eröffnung. Nachdem ich mich nicht getraut hatte, einen der für diese Eröffnung typischen Bauernvorstöße / -opfer auszuführen, bekam Schwarz relativ freies Spiel. In leicht besserer Stellung für Schwarz bot mir mein Gegner im 25. Zug Remis an, was ich aber angesichts der Situation an Brett drei zu diesem Zeitpunkt ablehnte. Gleich darauf verdarb mein Gegner sein bis dahin gutes Spiel durch eine fehlerhafte Abwicklung bezüglich Damentausch und endete mit einer Figur weniger praktisch ohne Kompensation. Seine Bemühungen um ein Dauerschach konnte ich mit einem Mattangriff unterbinden und damit das 4:2 erzielen.

    Meinen Dank an alle Spieler, insbesondere aber die Ersatzspieler, die diesmal voll gepunktet haben. Am 05.12 sehen wir uns gegen Starnberg II (auswärts) wieder!