Jugend

Alles aus dem Jugendbereich des SK Gräfelfing: Mannschaften U10 bis U20, Einzelturniere und Training.

  • Erfolgreiche Saison unserer U20 in der Landesliga Süd

    Unsere U20 blickt auf eine erfolgreiche Saison 2025/26 in der Landesliga Süd zurück. Mit einem starken 4. Platz unter acht Mannschaften konnte das Team ein sehr gutes Ergebnis erzielen.

    Besonders bemerkenswert ist, dass unsere Mannschaft überwiegend aus Spielern der U16 bestand. Trotz des Altersunterschieds zur Konkurrenz zeigte das Team über die gesamte Saison hinweg überzeugende Leistungen und sammelte wertvolle Erfahrungen auf hohem Niveau.

    Die erfolgreiche Saison unterstreicht einmal mehr die hervorragende Nachwuchsarbeit des SK Gräfelfing und lässt optimistisch auf die kommenden Jahre blicken.

    In der kommenden Saison möchten wir an diese Leistungen anknüpfen. Mit einem weiteren Jahr Erfahrung und einem eingespielten Team wollen wir erneut oben mitspielen und den Aufstieg in die Bayernliga ins Visier nehmen. (YY)

  • U12 ist Bayerischer Mannschafts-Vizemeister

    Endrunde der Bayerischen U12-Mannschaftsmeisterschaft

    Nach einer starken Saison durfte unsere U12-Mannschaft die Endrunde der Bayerischen Mannschaftsmeisterschaft bestreiten. Gemeinsam mit dem FC Bayern München, dem SK Germering und dem SC Dillingen kämpften Mikhail Basov, Vitus Kinateder, Luka Dejako und Mohammad Taheri um den Titel und die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft.

    Runde 1

    Der Start in die Endrunde gelang uns mit einem 3:1-Erfolg gegen den SC Dillingen. Der Mannschaftskampf verlief dabei allerdings weniger eindeutig, als es das Endergebnis vermuten lässt.

    Als Erster konnte Luka seine Partie erfolgreich beenden. Gegen einen nominell deutlich schwächeren Gegner ließ er nichts anbrennen und brachte uns mit einer souveränen Leistung früh in Führung.

    Etwas mehr Geduld war an Brett vier gefragt. Mohammad traf ebenfalls auf einen nominell schwächeren Gegner, tat sich aber nach einigen Ungenauigkeiten in der Eröffnung jedoch lange. Nachdem er zwischenzeitlich einige knifflige Momente überstanden hatte, setzte sich schließlich seine größere Spielstärke durch und er erhöhte auf 2:0.

    An Brett zwei erspielte sich Vitus aus der Eröffnung heraus eine angenehme Stellung. Nach einem ungenauen Läufertausch kippte die Partie jedoch zugunsten seiner Gegnerin. Glücklicherweise nutzte diese ihren Vorteil nicht konsequent aus, sodass sich die Stellung nach und nach wieder ausglich und die Partie schließlich mit einem Remis endete.

    Mischa hatte am Spitzenbrett mit den weißen Steinen über weite Strecken die angenehmere Stellung und drückte auf Vorteil. Im Endspiel geriet er jedoch in Zeitnot und entschied sich, kein unnötiges Risiko mehr einzugehen. Mit dem Remis sicherte er den 3:1-Mannschaftserfolg ab. Parallel setzte sich der FC Bayern München mit 3:1 gegen den SK Germering durch. Damit standen sich in der zweiten Runde zwei Mannschaften mit unterschiedlichen Ausgangslagen gegenüber: Während wir mit einem Auftaktsieg im Rücken selbstbewusst in die Begegnung gehen konnten, stand Germering nach der Niederlage bereits unter Druck und musste punkten, um die Chancen auf die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft zu wahren.

    Runde 2

    In der zweiten Runde trafen wir auf den SK Germering, für den nach der Auftaktniederlage bereits viel auf dem Spiel stand. Der Mannschaftskampf begann allerdings alles andere als nach Plan. Mohammad patzte früh in der Eröffnung und geriet in eine aussichtslose Stellung, sodass Germering schnell mit 1:0 in Führung ging.

    Zu diesem Zeitpunkt sprach jedoch vieles für uns. Luka hatte sich eine Traumstellung erarbeitet: mehrere Mehrbauern, einen gedeckten Freibauern sowie die deutlich aktivere Figurenstellung mit Angriffschancen gegen den gegnerischen König. Auch Mischa stand nach einer starken Partie klar im Vorteil. Mit einem Mehrbauern, aktiveren Figuren und einer Gegnerin in akuter Zeitnot schien auch hier alles auf einen Sieg hinauszulaufen.

    Lediglich Vitus musste sich über weite Strecken der Partie verteidigen. Mit großem Kampfgeist und präzisem Spiel hielt er jedoch allen Drohungen stand und sicherte ein wichtiges Remis.

    Doch gerade als der Mannschaftskampf zugunsten des SK Gräfelfing zu kippen schien, verließen uns die Nerven. Luka ließ Gegenspiel zu, verlor zunächst seinen gedeckten Freibauern und anschließend weitere Bauern sowie die Qualität. Die zunächst klar gewonnene Stellung war nicht mehr zu halten. Auch Mischa musste seine Gegnerin nach hartnäckiger Verteidigung in ein Bauernendspiel entkommen lassen, das objektiv remis war. In beiderseitiger Zeitnot unterlief seiner Gegnerin auf der Zielgeraden jedoch noch ein entscheidender Fehler, sodass Mischa die Partie letztlich doch noch gewann.

    Mit der unglücklichen 1,5:2,5-Niederlage war unsere Ausgangslage vor der Schlussrunde deutlich schwieriger geworden. Parallel hatte der FC Bayern München den SC Dillingen souverän mit 3:1 besiegt und stand mit zwei Mannschaftssiegen praktisch bereits als Teilnehmer an der Deutschen Vereinsmeisterschaft fest. Für uns war die Situation klar: Da wir davon ausgehen mussten, dass Germering seine letzte Begegnung gegen Dillingen gewinnen würde, mussten wir den Spitzenreiter FC Bayern München in der Schlussrunde schlagen, um die Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen.

    Runde 3

    Auch die Schlussrunde gegen den FC Bayern München begann alles andere als nach Wunsch. Luka geriet an Brett 3 gegen den amtierenden Bayerischen U10-Meister früh unter starken Druck. Ein Königsangriff seines Gegners brachte ihn schnell in eine schwierige Stellung.

    Deutlich erfreulicher verlief zunächst Mohammads Partie. Sein Gegner spielte die seltene Schliermann-Verteidigung (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 f5) aufdie wir uns jedoch vorbereitet hatten. Dadurch kam Mohammad in eine vielversprechende Stellung. Er

    gewann einen Bauern und profitierte von der angeschlagenen Bauernstruktur seines Gegners. Als Kompensation erhielt dieser jedoch die halboffene b-Linie und leitete einen gefährlichen Angriff gegen Mohammads lang rochierten König ein.

    Auch Vitus kam zunächst gut aus der Eröffnung und stand mindestens ausgeglichen, wenn nicht sogar leicht besser. Allerdings erwiesen sich die geschwächten weißen Felder an seinem Königsflügel als entscheidender Angriffspunkt. Aufgrund eines unglücklichen Fehlers gelang es seinem Gegner schließlich, diese Schwäche auszunutzen und Vitus mattzusetzen. Kurz darauf musste sich auch Luka geschlagen geben, sodass wir früh mit 0:2 in Rückstand gerieten.

    Mohammad gelang es derweil, den gegnerischen Angriff vollständig zu neutralisieren. Nach dem Abtausch der Figuren verwertete er seinen Materialvorteil souverän in einem gewonnenen Turmendspiel und verkürzte auf 1:2.

    Alle Hoffnungen ruhten nun auf Mischa. Mit den schwarzen Steinen hatte er eine völlig ausgeglichene Stellung erreicht. Der einzige kleine Vorteil lag auf unserer Seite der Uhr: Seine Gegnerin verbrauchte bereits seit der Eröffnung sehr viel Zeit und befand sich früh in akuter Zeitnot.

    Während wir gespannt auf die letzten beiden Bretter blickten, überschlugen sich die Ereignisse im Parallelkampf zwischen Germering und Dillingen. Zunächst gelang der Dillinger Spielerin am vierten Brett die große Überraschung gegen ihren rund 500 DWZ-Punkte stärkeren Gegner. Kurz darauf legte Dillingen am zweiten Brett nach. Damit hätte uns aufgrund der besseren Brettpunkte bereits ein 2:2 gegen den FC Bayern zur Vizemeisterschaft und damit zur Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft gereicht.

    Als Dillingen schließlich auch das erste Brett gewann, war die Entscheidung gefallen: Unabhängig vom Ausgang unseres Mannschaftskampfes stand fest, dass der SK Gräfelfing Bayerischer Vizemeister werden würde. Mischa ließ sich davon jedoch nicht beirren und krönte seine starke Leistung mit einem Sieg nach einer fehlerfreien Partie.

    Mit dem Gewinn der Bayerischen Vizemeisterschaft krönt unsere U12 eine starke Saison und darf sich auf das nächste große Highlight freuen: Im Dezember vertritt der SK Gräfelfing bei der Deutschen Vereinsmeisterschaft in Magdeburg die bayerischen Farben. Nach der bereits qualifizierten U16 ist unsere U12 damit bereits das zweite Gräfelfinger Team, das sich für die nationale Endrunde qualifiziert hat. Doch damit könnte die Erfolgsgeschichte in diesem Jahr noch nicht zu Ende sein. Bereits im September kämpft unsere U10 um die Qualifikation zur Deutschen Vereinsmeisterschaft und geht als einer der Favoriten ins Rennen. Wir drücken unserer jüngsten Mannschaft die Daumen und hoffen, dass sie den Gräfelfinger Dreifacherfolg perfekt macht. (YY)

  • U16: SKG Bayerischer Vizemeister

    Die U16-Mannschaft des SK Gräfelfing mit Vladislav Barsov, Sebastian Blumenthal-Tuset, Vladimir Yaroschenko, Diwen Cheng und Pavel Gubanov wurde bayerischer Vizemeister in der Altersklasse U16 und hat sich für die Deutsche Vereinsmeisterschaft qualifiziert.

    Bereits in der Vorrunde setzte sich das Team souverän mit 3:1 gegen Augsburg durch. Besonders hervorzuheben war dabei der Sieg von Vladislav Barsov am ersten Brett gegen den rund 200 DWZ-Punkte stärkeren Vincent Blodig. Trotz eines Minusbauern im Turmendspiel gelang es ihm, die Partie noch zu gewinnen. Sebastian Blumenthal-Tuset entschied seine Partie am zweiten Brett mit einem brillanten Springeropfer für sich. Vladimir Yaroschenko gewann gegen einen Gegner mit ungewöhnlicher Eröffnungswahl überzeugend, während Diwen Cheng lange eine gute Partie spielte, am Ende jedoch leider einen entscheidenden Fehler machte.

    Am ersten Juliwochenende ging es dann zur Endrunde nach Kelheim. Im ersten Mannschaftskampf bezwang Gräfelfing SW Nürnberg Süd mit 3:1. Vladislav musste sich nach einem ereignislosen Mittelspiel in der Englischen Eröffnung geschlagen geben, nachdem er einen Springer einstellte. Sebastian nutzte einen Fehler seiner Gegnerin Olha Ratushna in der Spanischen Eröffnung konsequent aus und gewann seine Partie. Vladimir setzte sich gegen seinen nominell schwächeren Gegner souverän durch, und auch Pavel steuerte einen wichtigen Sieg zum Mannschaftserfolg bei.

    Da SC Noris-Tarrasch Nürnberg bereits den ersten Mannschaftskampf verloren hatte, bot sich Gräfelfing in der zweiten Runde die Chance, mit einem Sieg im direkten Duell die Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft perfekt zu machen. Dies gelang eindrucksvoll mit einem 3,5:0,5-Erfolg. Die mittleren Bretter sorgten früh für drei volle Punkte, allesamt gegen nominell stärkere Gegner. Besonders beeindruckend war der schnelle Sieg von Diwen Cheng, der seine Partie bereits nach weniger als einer Stunde für sich entschied. Am Ende spielten nur noch Pavel mit einer Mehrfigur sowie Vladislav gegen einen 2280-DWZ-starken Gegner. Nachdem Vladislav zunächst in ein scheinbar gewinnbringendes Qualitätsopfer seines Gegners geraten war, fand er mit einem mutigen Bauernopfer den Weg zurück in die Partie und erspielte sich sogar Vorteil. Dieser reichte letztlich jedoch nicht zum Sieg, sodass die Partie remis endete. Da die Qualifikation bereits gesichert war, ging es in der letzten Runde gegen den Favoriten SF München nur noch um den Turniersieg. Diwen geriet nach einem Fehler in der Eröffnung früh in Nachteil und musste sich schließlich geschlagen geben. Vladislav erspielte sich im Mittelspiel eine aussichtsreiche Stellung gegen einen stärkeren Gegner, tauschte jedoch unglücklich die Damen und konnte das entstandene Endspiel nicht mehr halten. Sebastian entwickelte mit den schwarzen Steinen einen vielversprechenden Angriff, musste sich nach einer taktischen Wendung seines Gegners jedoch ebenfalls geschlagen geben. Auch Vladimir hielt seine Partie lange ausgeglichen, ehe eine Ungenauigkeit seinem Gegner entscheidenden Vorteil verschaffte.

    Am Ende durfte sich die Mannschaft dennoch über einen hervorragenden zweiten Platz und den Titel des Bayerischen Vizemeisters freuen. Noch wichtiger ist jedoch die erfolgreiche Qualifikation für die Deutsche Vereinsmeisterschaft, auf die sich das Team bereits jetzt freut. Im Dezember geht es gemeinsam nach Heidelberg. (YY, VB)

  • Oberbayerische Jugend EM 2026 in Wartaweil

    Qualität oder Quantität? Warum nicht einfach beides!

    Vom 18. bis zum 21. Februar fand die diesjährige oberbayerische Jugend-Einzelmeisterschaft, wie schon im Vorjahr, in Wartaweil statt. Vier Tage lang kämpften die besten jungen Schachspieler/innen aus Oberbayern um die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft. Mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Schachklub Gräfelfing, der am meisten vertretene Verein auf dem Turnier. Damit konnten wir unseren eigenen Teilnahmerekord von elf Spielern vom letzten Jahr deutlich überbieten. Doch Quantität heißt nicht gleich Qualität, oder? Hier ein ausführlicher Turnierbericht.

    U8

    Julian Zesch und Leon Burjew haben den SK Gräfelfing in der U8 vertreten. Beide spielen noch nicht mal seit einem Jahr Schach und für beide war es nach der Kreiseinzelmeisterschaft das zweite klassische Schachturnier. Umso erfreulicher war das Endergebnis. Beide gewannen herausragende 5,0 Punkte aus acht Partien und belegten am Ende mit Julian den dritten und mit Leon den vierten Platz. Beide konnten zwar noch nicht den beiden Spitzenreitern, die schon deutlich länger das Spiel der zwei Könige für sich entdeckt haben, das Wasser reichen, haben aber gegen alle schlagbaren Gegner herausragend performt. Trainer Vladimir war nach dem Turnier das Grinsen über den Erfolg nicht aus dem Gesicht zu nehmen. Gratulation!!!

    U10

    Mit Jan Freund, Elias Zhu und Darsh Agarwal nahmen gleich drei Spieler DVM-Mannschaft in der U10 Teil. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen.

    Jan Freund:

    Nach 4,5 von möglichen 8 erzielten Punkten und einem souveränen achten Platz lässt sich bei Jan ein sehr positives Fazit ziehen. Er ließ nur Punkte gegen deutlich stärkere Gegner liegen und besiegte alle nominell Schwächeren. Eine sehr starke und vor allem konstante Leistung. Die neue DWZ von über 1200 wird ihn bestimmt sehr freuen😉. Herzlichen Glückwunsch!

    Darsh Agarwal:

    Nach der herausragenden DVM war es spannend zu sehen, ob es sich nur um einen einmaligen Ausreißer handelte oder ob das tatsächlich Darshs Leistungsniveau widerspiegelt. Nach diesem Turnier lässt sich festhalten, das ist tatsächlich Darshs neue Leistungsniveau. Er verpasste mit starken 5.5 aus 8 Punkten und einem soliden vierten Platz nur haarscharf das Treppchen. Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den ehemaligen Bayerischen Meister Simon Roscher aus Germering, der selbst 7 Siege aus 7 Partien auf der DVM holte. Eine starke Vorstellung!

    Elias Zhu:

    Überragend! 7,5 aus 8 möglichen Punkten! Alle direkten Konkurrenten geschlagen! Laut der DWZ-Auswertung eine Leistung von 1863 und das mit acht Jahren! Elias wurde hochverdient mit 1,5 Punkten Abstand Bezirksmeister in der U10. Dieses Ergebnis hätte er sich, bei der Konkurrenz, wahrscheinlich selbst nicht mal erträumen können. Du kannst mächtig stolz auf dich sein!

    U12

    Mit Barsov Mikhail, Kinateder Vitus, Dejako Luka, Taheri Mohammad und Cheng Louis traten gleich fünf Gräfelfinger in der Altersklasse U12 an. Das finale Resultat lässt sich echt sehen lassen.

    Louis, Mohammad und Luka:

    Die Leistung der dreien war sehr analog zueinander. Alle drei verloren nur gegen deutlich stärkere Spieler und siegten gegen alle nominell schwächeren Gegner. Alle drei holten 4,5 aus 7 möglichen Punkten und landeten am Ende, nur durch die Feinwertungen getrennt auf den Plätzen 9 (Louis), 8 (Luka) und 7 (Mohammad). Wenn Konstanz wahre Klasse zeigt, dann war es die Leistung der dreien auch!

    Vitus:

    Vitus holte am Ende auch 4,5 aus 7 Punkten, aber gegen deutlich stärkere Gegner als seine drei Mannschaftskollegen. Dementsprechend besser war auch seine Buchholz und er landete am Ende auf Platz vier und verpasste ganz knapp die TOP 3. Obwohl er sich selbst wahrscheinlich mehr erhofft hatte, war das doch eine sehr gute Leistung! Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den späteren Vizemeister Alexsander Dahnovici, der mit einer DWZ von über 1700, nominell der deutlich stärkere Spieler sein sollte.

    Mikhail:

    Mischa wurde souverän mit 6 aus 7 unser zweiter Bezirksmeister. Er zeigte wieder einmal, dass er definitiv zu den besten Spielern seines Jahrgangs gehört. Er verlor nur eine Runde, in der die Gegnerin die vielleicht beste Partie ihres Lebens spielte, ließ sich davon jedoch überhaupt nicht entmutigen. Eine vor allem sehr reife Leistung und der hochverdiente Turniersieg!

    U14

    Mia Zhu und Diwen Cheng traten dieses Jahr wieder in der U14 an.

    Mia:

    Nach kleinen Startschwierigkeiten startete Mia ab der vierten Runde einen Lauf, gewann die letzten Runden und wurde am Ende mit 4 aus 7 und einem großem Abstand Vizemeisterin in der U14w. Herzlichen Glückwunsch! Eine sehr große Steigerung im Vergleich zu letztem Jahr!

    Diwen:

    Diwen spielte ein starkes Turnier. Stolze 5 aus 7 Punkten zeigten ausdrücklich wie viel er sich in den letzten eineinhalb Jahren verbessert hat. Die Kirsche auf der Torte war zudem, dass dieses Ergebnis am Ende gleichbedeutend mit der Vizemeisterschaft und der direkten Qualifikation zur Bayerischen EM war. Gratulation!

    U16

    Pavel Gubanov und Vladimir Yaroshenko spielten in der U16 mit. In der letzten Runde traten die beiden auch noch gegeneinander an. Pavel holte zwar mit 3,5 Punkten aus sieben Runden nur den 11. Platz, schaffte es aber mit einem Remis in der letzten Runde dem Vladimir, die Meisterschaft zu versauen. Vladimir hat am Ende ein halber Punkt zum Titel gefehlt. Er wurde schließlich Dritter mit 4,5 von 7 möglichen Punkten. Eine doch ordentliche Leistung von beiden!

    U18

    In der U18 spielten Sebastian Blumenthal und Martin Trinh. Beide Spielten ein Sehr gutes Turnier, schafften es dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen und beendeten am Ende mit 4,5 Punkten auf Rang 4 (Martin) und Rang 3 (Sebastian). Eine sehr starke Performance!

    Fazit

    Letztlich bleibt festzuhalten: Warum sich zwischen Quantität und Qualität entscheiden, wenn beides möglich ist? Der SK Gräfelfing war in sämtlichen Altersklassen vertreten – und am Ende stand in jeder davon ein Gräfelfinger auf dem Podium. Zwei Meistertitel, zwei Vizemeisterschaften und drei dritte Plätze sprechen für sich. Dieses Ergebnis ist nicht nur herausragend, sondern belegt eindrucksvoll, dass der Gräfelfinger Nachwuchs zweifellos zur bayerischen Spitze gehört. Möge auch die Bayerische Einzelmeisterschaft von ähnlichem Erfolg geprägt sein. (YY).

  • Unsere U10 und U14 auf der DVM

    Die DVM, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Deutschen Schachjugend findet jedes Jahr zwischen den Jahren statt. Dabei werden die Turnier der einzelnen Altersklassen von unterschiedlichen Ausrichtern organisiert. Diese Jahr dabei sind unsere U14 in Plauen und unsere U10 in Stuttgart.

    Die Turnierseite des DSJ:
    U14: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u14/
    U10: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u10/

    Auf Lichess:
    U14
    U10

  • Der SK Gräfelfing ist Bayerischer Meister U10 und holt den zweiten Titel der Saison

    Bayerischer Mannschaftsmeisterschaft U10 – 2025!

    Am Samstag den 27.09.2025 fanden in Germering die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften in der U10 statt. Insgesamt 28 Mannschaften
    spielten um die ersten vier Plätze für die direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Stuttgart, darunter zwei Teams aus Gräfelfing.

    Vitus Kinateder, Elias Zhu, Darsh Agarwal, Mohammad Taheri mit Jan Freund als Ersatzspieler bildeten die erste Mannschaft,
    während letzterer zusammen mit Tigran Arakelyan, Adrian Zesch, Julian Zesch und Mark Conew für Team II spieleten.

    Runde 1:

    Team 2:

    Unsere zweite Mannschaft erwischte das „Hammerlos“ gleich in der ersten Runde. Sie durften direkt gegen den erstgesetzten und gleichzeitig auch den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, den Lokalmatadoren SK Germering ran. Auf dem Papier verlor unsere Mannschaft klar mit 3,5 zu 0,5 wobei der SK Germering für die zwei Punkte ordentlich schwitzen musste.

    Julian verlor an Brett vier. Der deutlich ältere und erfahrenere Gegner war noch eine Nummer zu Groß. Tigran hatte eine komplett wilde Partie an Brett zwei gegen einen ehemaligen Bayerischen Meister. Er erspielte sich in der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung mit zwei Mehrbauern, jedoch mit deutlicher Initiative für den Gegner. Durch zu unvorsichtiges Spiel schaffte es der Germeringer das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel zu drehen, nur um Tigran schließlich mit einer ganzen Dame mehr Patt zu setzen.

    Ich dachte ich sehe nicht recht, als ich die Stellung von Adrian an Brett drei das erste mal betrachtete. Einen Turm mehr und eine Gewinnstellung hatte er gegen einen der besten Spieler des zwei Jahre älteren Jahrgangs. Leider fehlte Adrian am Ende einfach die nötige Erfahrung um diese aussichtsreiche Stellung zu verwerten und der Gegner schaffte es noch irgendwie in eine Dame umzuwandeln und die Partie doch noch zu gewinnen.

    Jan hielt sich Tapfer gegen den diesjährigen fünften der Bayerischen Einzelmeisterschaft. Die Stallung war lange ausgeglichen doch sein Kontrahent bewies gegen Ende in Zeitnot dann doch seine Klasse und schaffte es doch noch auf dem Damenflügel in Jans Stellung einzudringen und ihn Matt zu setzen.

    Team 1:

    Als Drittgesetzter ging unsere erste Mannschaft als einer der Favoriten in das Turnier. Die Erwartungen waren groß. Das Ziel war für alle klar: Top vier und damit die direkte Qualifikation zur DVM in Stuttgart.

    In der ersten Runde ging es gegen Außenseiter SK Weilheim. Unser Team setzte sich überraschend nur knapp mit 2,5 zu 1,5 durch. Die Anspannung und Nervosität war deutlich zu erkennen.

    Insbesondere als Darsh an Brett drei überraschend durch einen Einsteller verlor. Mohammad an vier und Vitus auf Brett eins ließen jedoch den deutlich unterlegenen Gegnern keine Chance, zwei zu eins Gräfelfing. Elias hatte an Brett zwei eigentlich eine bessere Position, wirkte aber, ähnlich wie Darsh, sehr nervös und verbrauchte unnötig viel Zeit. Deswegen empfahl ich ihm,
    beim aktuellen Stand, dem Gegner das Remis anzubieten, was dieser annahm.

    Runde 2:

    In der Zweiten Runde wechselten wir einmal durch. Darsh bekam eine Pause, wodurch Jan an Brett vier in der ersten Mannschaft ran durfte. Dementsprechend musste das gesamte Team zwei ein Brett auf rutschen und Mark kam zu seinen ersten Einsatz.

    Team 2:
    Ohne Jan an eins, dafür mit ganz viel Hunger auf den ersten Mannschaftsieg, holt sich Team zwei einen knappen, aber hart erkämpften 2,5 zu 1,5 Sieg gegen den SC Prien. Tigran und Mark gewinnen an Brett eins und vier, Adrian verliert an zwei und Julian an drei holt den entscheidenden halben Punkt.

    Team 1:
    Ein schwacher Auftritt gegen Vaterstetten endet in einer überraschenden 3:1 Niederlage. Anfangs sah alles ganz gut aus, bis Jan eine Unachtsamkeit unterlief und er plötzlich ganz früh verlor. Dies sorgte für eine Art Kettenreaktion. Vitus übersah eine einfache Taktik und musste sich ebenfalls geschlagen geben. Bei Elias passierte was komisches. Eigentlich hatte er eine klar bessere Stellung mit zwei verbundenen Freibauern im Zentrum, doch dann fing er an seinem Gegner ein Geschenk nach dem anderem zu machen, was schließlich auch zu einer Niederlage führte. Einzige Konstante war Mohammad, der an Brett drei souverän gewann.

    Runde 3:

    In Runde drei ging es für unser zweites Team gegen ein Top Team, den SC Unterhaching, während Team eins gegen Schweinfurt erstmal ein bisschen Selbstvertrauen tanken konnte.

    Team 2:

    Team 2 verliert 3,5 zu 0,5 gegen übermächtige Unterhachinger. Julian holt an Brett drei das einzige Remis. Jan, Tigran und Mark verlieren. Der Gegner war für unsere zweite Mannschaft zu stark.

    Team 1:

    Die erste Mannschaft gewinnt deutlich 3,5 zu 0,5 gegen den SK Schweinfurt und lässt nichts anbrennen. Das sind wichtige zwei Punkte und vor allem ein wichtiger Aufschwung für das Selbstvertrauen der Kids. Vitus spielt Remis an eins, Elias, Darsh und Mohammad gewinnen.

    Runde 4:

    Mannschaft zwei teilt sich die Punkte gegen Tegernheim und Mannschaft eins baut gegen die Schachfreunde aus München wichtiges Momentum auf.

    Team 2:

    2:2 gegen Tegernheim. Nach einem hart umkämpften Kampf schafft es schließlich Jan an Brett eins den spielentscheidenden Sieg zu holen und somit die Punkteteilung zu sichern. Zuvor hat Tigran ebenfalls gewonnen und Adrian und Mark haben verloren.

    Team 1:
    Nach dem ungefährdeten Sieg gegen Schweinfurt ging es gegen den zweiten richtigen Test nach Vaterstetten, die Schachfreunde aus München. Unsere Jungst spielten grandios und holten sich einen 3,5 zu 0,5 Katersieg. Wie in der Runde zuvor remisierte Vitus an eins während Elias, Darsh und Mohammad gewannen beide. Somit schaffte es die erste Mannschaft den zweiten Sieg in folge zu holen und wichtiges Momentum für die Endphase des Turniers aufzubauen.

    Runde 5:

    Team zwei gewinnt gegen Grassau. Mannschaft eins revanchiert sich für Team zwei gegen Unterhaching und findet Anschluss an die TOP vier!

    Team 2:

    Mannschaft zwei holt einen knappen aber ungefährdeten Sieg gegen Grassau. Jan und Julian gewinnen überzeugend. Adrian verliert und Tigran schafft es seinen Gegner mit etlichem Materialvorteil im Endspiel noch Patt zusetzen.

    Team 1:

    Die erste Mannschaft schlägt Unterhaching mit 3 zu 1, revanchiert sich für die Zweite und ist wieder voll im Rennen um die TOP 4 Plätze. Vitus verliert an eins gegen den einzigen 1800 des Turniers. Elias, Darsh und Mohammad sichern sich die zwei Mannschaftspunkte. Nach dem Fehlstart hat sich unsere erste Mannschaft scheinbar gefangen. Vor allem an den hinteren Brettern sind Darsh und Mohammad scheinbar nicht zu stoppen. Jetzt geht es darum die Konzentration und Entschlossenheit im die letzten zwei Runden mitzunehmen.

    Runde 6:

    Team eins schlägt Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Team zwei teilt sich gegen Ammersee die Punkte.

    Team 2:

    Punkteteilung gegen Ammersee. Tigran und Mark gewinnen, Jan und Julian verlieren.

    Team 1:

    SK Gräfelfing eins ist nicht mehr zu stoppen und gewinnt 3 zu eins gegen Spitzenreiter München Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Vitus und Elias holen jeweils ein Remis an den vorderen Brettern währen Darsh und Mohammad hinten mal wieder den Unterschied machen. Bleibt nur noch eine Runde.

    Runde 7:

    Team zwei fertigt Dillingen zwei ab. Team eins holt sich gegen den DWZ-Stärksten den Bayerischen Meistertitel.

    Team 2:

    Mannschaft zwei gewinnt überragend mit 4 zu 0 gegen Dillingen zwei. Jan, Tigran, Adrian und Mark holen in der letzten Runde nochmal alles raus.

    Team 1:

    In der letzten Runde spielt Gräfelfing eins gegen unsere alten Rivalen aus Germering um die Qualifikation auf die Deutsche Meisterschaft. Ein Remis reicht fürs Weiterkommen, aber die Jungs sind sehr hungrig auf den Titel. Unsere Jungs ließen den Germeringern nicht den hauch einer Chance und gewannen mit 3,5 zu 0,5. Vitus war der einzige der einen halben Punkt abgab, die anderen drei Machten einfach weiter wie die Runden zuvor und siegten. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Mohammad, der an Brett vier 7 von 7 möglichen Siegen holte!

    Dadurch ist der SK Gräfelfing in dieser Saison erneut Bayerischer Meister, herzlichen Glückwunsch!!! Wir bereiten uns nun intensiv auf die Deutsche Vereinsmeisterschaft vor und wollen im Dezember richtig angreifen. (YY)

  • SK Gräfelfing ist Bayerischer U14-Meister!

    Am vergangenen Wochenende fand das Finale der Bayerischen U14-Mannschaftsmeisterschaften in Kelheim statt. Unsere Mannschaft, bestehend aus Vladislav Barsov, Vladimir Yaroschenko, Mikhail Barsov und Diwen Cheng, hatte sich nach einer erfolgreichen Vorrunde (4:0 gegen SC Seubelsdorf) für die Endrunde qualifiziert. Am 5. Juli traten wir in Kelheim startbereit an. Nach den Pfingstferien mit erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen offenen Turnieren (z.B. das Horber Pfingstgambit, das Seebach Open und das Biber Open in Kirchseeon) waren die Jungs in guter Form und bereit zu kämpfen. 

    Die BMM U14 wurde gemeinsam mit der BMM U16 im Hotel Dormero ausgerichtet. Wir möchten uns beim ausrichtenden Verein SK Kelheim nochmals herzlich für die Organisation bedanken. Der Turniersaal war großzügig und gut belüftet, außerdem gut gegen Geräusche aus dem Hotel isoliert. Es gab auch reichlich Platz für wartende Begleitpersonen im Hotelflur oder auf der Terrasse draußen. 

    Nach der Auslosung bekamen wir in der ersten Runde gleich den (vermeintlich) schwersten Gegner: den SK Kelheim. Vladislav spielte mit Weiß gegen Moritz Ramming, Vladimir mit Schwarz gegen Arthur Sitnik, Mikhail gegen Johannes Dombert und Diwen gegen Darun Sakthivel. 

    Vladimir war als Erster fertig. Es war eine Art Sizilianisch-Sweschnikow. Vladimir griff die Dame von Arthur an, der darauf einen fehlerhaften Gegenangriff versuchte. Arthur verlor Material, und die Partie war für Vladimir entschieden.

    Auch bei Diwen ging es schnell. Er spielte eine Verteidigung, die Mikhail nicht kannte: g6, Lg7, d6, a6, b5, c5. Diwen konnte danach relativ zügig gewinnen.

    Bei Mikhail dauerte es länger. Er spielte die Petrov-Verteidigung und kam gut aus der Eröffnung, verlor jedoch durch eine Ungenauigkeit mehrere Tempi. Johannes verlor allerdings zwei Bauern und trotz Zeitnot konnte Mikhail die Partie für sich entscheiden.

    Zwischen Vladislav und Moritz entstand eine geschlossene Sizilianische Partie. Vladislav gelang es bis zum 20. Zug, einen starken Angriff auf den schwarzen König mit den Bauern f5 und g5 aufzubauen. Unter Druck unterliefen dem Gegner einige Ungenauigkeiten. Allerdings konnte Vladislav den daraus resultierenden Vorteil nicht nutzen. Ein paar eigene Ungenauigkeiten in der scharfen Stellung führten zum Verlust des Vorteils und schließlich zu einer schlechteren Stellung, in der er gezwungen war, die Dame gegen Turm und Läufer zu geben. Dies konnte der Gegner im offenen Endspiel mit verbundenen Freibauern schnell verwerten. Am Ende stand es 3:1 für Gräfelfing. 

    Nach dem Mittagessen in der Grillbar im Hotel und ein paar Runden des Spiels “Impostor” ging es weiter gegen den FC Bayern. Vladi bekam seinen altbekannten Gegner Daniel Hepp, Vladimir spielte gegen Luca Mittelmeier, Mischa gegen Benjamin Kayl und Diwen gegen Vincent Paffrath. 

    Vladimir eröffnete mit d4, dann b3, Lb2 usw., und startete einen Königsangriff, dem Luca nicht standhalten konnte – Sieg für Vladimir. 

    Mikhail verpasste seinem Gegner früh eine schlechte Bauernstruktur, doch Benjamin hatte das Läuferpaar. Mikhail gewann einen Bauern, tauschte die Läufer ab und ging in ein gewonnenes Turmendspiel über. 

    Vladislav spielte die Moderne Verteidigung. Der Gegner machte zu Beginn des Mittelspiels ein paar Ungenauigkeiten, wodurch Vladi genügend Kräfte am Königsflügel sammeln konnte, um eine großangelegte Angriffskombination einzuleiten. Den Auftakt machte der Zug 8. … f5, der zur Öffnung des Königsflügels und anschließend zur Dominanz der schwarzen Figuren im Zentrum und am Königsflügel führte. Die weißen Figuren gerieten unter konstanten Druck, machten weitere Ungenauigkeiten und verschlechterten ihre Stellung zunehmend. Vladislav ließ in seiner Angriffspartie keine Schwächen zu und leitete schließlich im 32. Zug eine Mattkombination ein. Eine starke Partie und ein schöner Sieg.

    Bei Diwen dauerte es am längsten: Er verlor einen Bauern, öffnete aber die Königsstellung von Vincent und erreichte eine starke Stellung. In dieser hätte er gewinnen können, tauschte jedoch die Dame gegen zwei Türme. Auch danach stand er besser, aber die Partie endete schließlich remis. Damit war Gräfelfing bereits sicher unter den Top 2. 

    Die Jungs konnten am Abend beim Schauen von Bayern – PSG ein wenig entspannen. In Kelheim war das Stadtfest, und die Altstadt brummte bis 2 Uhr morgens. Zum Glück übernachteten wir etwas außerhalb und bekamen davon nichts mit. 

    Am Sonntagmorgen stand die letzte Runde gegen den SW Nürnberg an. Mikhail spielte gegen Alex Averin und gewann als Erster. Er spielte mit Weiß 1. c4, worauf Alex eine Variante wählte, die Mikhail eine angenehmere Stellung verschaffte. Mit Entwicklungsvorsprung erzeugte er Druck, gewann zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und schob seine Bauernmehrheit voran. Der entscheidende Freibauer sicherte ihm schließlich den Sieg. 

    Danach war leider ein wenig die Luft raus. Diwen spielte erneut die Eröffnung aus der ersten Runde (siehe oben), erreichte eine angenehme Stellung und gewann eine Qualität, stellte dann aber ein Matt (bzw. den Verlust der Dame) ein. 

    Vladimir verlor gegen das einzige Mädchen im Turnier, Olha Ratushna. Sie setzte ihn mit einem Freibauern unter Druck. Es entstand ein Springerendspiel, in dem Olha einen Bauern mehr hatte, während Vladimirs König zu weit entfernt stand. 

    Vladislav spielte gegen den bayerischen #2, Viktor Ratushnyi, Englisch, kam gut aus der Eröffnung, stellte jedoch eine Qualität ein.  Hätte Kelheim in der letzten Runde gewonnen, wären wir nicht mehr Meister geworden. Doch der FC Bayern zauberte schnell an den hinteren Brettern ein 2:0, und es ging an den vorderen Brettern nur noch um Platz 2 (ein Remis hätte Kelheim gereicht). Die Partie an Brett 2 endete jedoch ebenfalls mit einer Niederlage für Kelheim, und an Brett 1 spielten Arthur Sitnik und Daniel Hepp remis. Damit sind wir mit 7,5 Mannschaftspunkten Bayerischer Meister, und die Jungs spielen zwischen Weihnachten und Silvester die Deutsche Vereinsmeisterschaft in München. Trotz der misslungenen letzten Runde war es eine tolle Leistung – weiter so und noch besser! Jungs, feiert nicht zu früh, bereitet euch gut vor, und viel Erfolg! (MB, FL)

  • Oberbayerische Jugendeinzelmeisterschaft 2025 in Wartaweil

    Vom 05.03.2025 bis zum 08.03.2025 fand die diesjährige Oberbayerische Jugendeinzelmeisterschaft statt. Jeweils die ersten Beiden jeder Altersklasse qualifizieren sich direkt für die Bayerische Meisterschaft. Ganze elf Kinder und Jugendliche vom SK Gräfelfing in den unterschiedlichsten Altersklassen, kämpften an diesen vier Tagen, um ihren Platz auf der Bayerischen Meisterschaft buchen zu können.

    Hier eine kleine Übersicht unserer Teilnehmer:

    U8

    Ursprünglich sah es in der U8 nach einem Zweikampf zwischen Elias aus Gräfelfing und dem Freisinger Vitus aus, die beide als klare Favoriten auf das Weiterkommen galten. Jener Vitus, wurde vor dem Turnier jedoch überraschend krank und konnte nicht antreten, weswegen dem Durchmarsch von Elias eigentlich Keiner mehr im Wege stehen sollte. Nun, im Schach ist alles möglich. Elias remisierte die dritte Runde und verlor vollkommen überraschend in der sechsten Runde gegen den späteren Sechsten, weswegen sogar das Weiterkommen plötzlich in Gefahr geriet. Jedoch bewies Elias, dass gute Spieler vor allem in wichtigen Spielen ihre Bestleistung abrufen. Er besiegte seine beiden direkten Konkurrenten und sicherte sich zwar knapp, aber hochverdient mit 6,5 von 8 Punkten die Vizemeisterschaft und damit das Weiterkommen.

    U10

    Dass der Schachsport zu Coronazeiten mächtig boomte, machte sich vor allem in der Altersklasse U10 deutlich bemerkbar. Vor zwei Jahren holte sich Viktor Gubanov mit einem Rating von ca. 1000 DWZ die Vizemeisterschaft in dieser Altersklasse. Doch zu Coronazeiten entdeckten zahlreiche neue Talente das Spiel der zwei Könige. Dieses Jahr hätte diese Spielstärke gerade so für die obere Tabellenhälfte gereicht. Drei Gräfelfinger traten dieses Jahr in dieser sehr stark besetzten Altersklasse an. Jan und Louis performten erwartungsgemäß und wurden mit 3,5 und 4 Punkten aus acht Partien Achter und Sechster in dieser Altersklasse. Sie bewiesen, dass sie deutlich besser sind als der Durchschnitt, jedoch reicht es bei ihnen noch nicht, um die Topspieler ihres Jahrganges zu ärgern.

    Anders sah es aus bei Vitus. Er biss, kämpfte und tat alles für das Weiterkommen in die nächste Runde. Jedoch von Anfang an klar, dass er dafür einen aus der Top 3 schlagen musste. Er verlor gegen den Sieger und nach hartem Kampf reichte es leider nur für ein Remis gegen den Vizemeister und den späteren Dritten. Durch ein bitteres und unglückliches Remis in der ersten Runde reichte es am Ende mit 5,5 von 8 Punkten und dem vierten Platz leider nicht für die Qualifikation zur bayerischen.

    U12

    Für eine positive Überraschung sorgte Luka in der U12. Er zeigte eine sehr konstante Leistung und verpasste ganz knapp, nur durch Feinwertung getrennt, den dritten Platz und wurde Vierter mit 5 Punkten aus sieben Partien. Hätte er in einer deutlich besseren Stellung gegen den Vizemeister was Zählbares rausgeholt, wäre wahrscheinlich sogar noch mehr drinnen gewesen.

    U14/U14w

    Die U14 war dieses Jahr die wahrscheinlich die am stärksten besetzte Altersklasse. Trotzdem zeigte Mia keine Scheu und suchte sich ausgerechnet diese Herausforderung als ihren ersten offiziellen Wettkampf aus. Am Ende reichte es mit 2.5 von 7 möglichen Punkten für den 18. Platz in der Gesamtwertung und ganz knapp, durch einen halben Sonnebornpunkt vom 3. Platz getrennt, für den vierten Platz unter den weiblichen Teilnehmerinnen.

    Zutiefst enttäuscht am Ausgang des Turniers war Vladimir. Er trat mit großen Ambitionen und Erwartungen an sich selbst an und schaffte es nicht diese zu erfüllen. Er wirkte oft viel zu verkopft und das spiegelte sich auch in seinem Spiel wieder. Ihm unterliefen oft strategische Fehler. Sinnbildlich dafür war seine Niederlage gegen seinen Vereinskollegen Diwen, den er nach aussichtsreicher Stellung durch einen groben strategischen Patzer in seine Stellung einlud. Er wurde sechster unter den Jungs mit 4 aus 7 Punkten.

    Diwen war die Überraschung des Turniers. Anders als Vladimir und Vladislav ist er mit geringeren Erwartungen zur Meisterschaft gefahren und spielte befreit auf. Er punktete gegen etliche stärker bewertete Spieler, u.a. Sieg gegen Vladimir und Remis gegen Vladislav und erreichte den wohlverdienten 4. Platz mit 4,5 Punkten und verbesserte seine DWZ um über 140 Punkte, Chapeau.

    Vladislav gab bis zum Schluss alles, um sich für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren. Er war einer der zwei Spieler, die es schafften, dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen. Leider hatte Vladi am letzten Tag mit starken Bauchschmerzen zu kämpfen und holte nur einen halben Punkt aus zwei Partien. Damit wurde er 3. mit 4,5 Punkten und verpasste haarscharf die direkte Qualifikation.

    U18

    Martin spielte ein starkes Turnier. Nach einem langsamen Start mit vielen Remisen gab Martin gegen Ende nochmal so richtig Gas. Er gewann ansehnlich die letzten beiden Runden und sicherte sich einen starken 3. Platz mit 4,5 Punkten bei sehr starker Konkurrenz.

    U16

    Was in der U16 los war, konnte wirklich Keiner vorhersehen. Die beiden Favoriten hatten einen desaströsen Start ins Turnier und irrten irgendwo im unteren Bereich der Tabelle herum. Der DWZ-stärkste Spieler holte sogar nur einen halben Punkt aus den ersten drei Partien und brach das Turnier danach krankheitsbedingt ab. Währenddessen spielte Pavel das Turnier seines Lebens. Er machte alle platt, die sich ihm in den Weg stellten und stand am Ende des vorletzten Tages mit einem Punkt Abstand allein an der Tabellenspitze. In den finalen Runden boten die Gegner deutlich mehr Gegenwehr und er erkämpfte sich nur einen halben Punkt aus zwei Partien.

    Nach sieben unfassbar spannenden Runden standen drei Spieler mit jeweils fünf Punkten an der Spitze der Tabelle. Pavel, nur durch einen Buchholzpunkt getrennt, wurde unser einziger Bezirksmeister. Damit hat er selbst vor dem Turnier wahrscheinlich nicht gerechnet. Herzlichen Glückwunsch.

    Der SK Gräfelfing wünscht allen, die auf der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen wollen ganz viel Erfolg.

    Hier der Link zu dem ausführlichen Turnierverlauf: https://www.schachbezirk-oberbayern.de/index.php?id=jugendem

    (YY)

  • Jugend-Vereinsmeisterschaft SK Gräfelfing 2021/22

    Wir richten wieder eine Jugendvereinsmeisterschaft aus. Hier die Ergebnisse aus der ersten Runde und Paarungen und Spieltermine für alle weiteren Runden

    Paarungsliste der 1. Runde am 17.10.2021 10:00 Uhr

    1 Glok,David 1306 – Edelmann, Oliver 1815 1-0
    2 Pieper,Rene 791 – Kühn, Marvin 1508 0-1
    3 Reinl,Anton 1703 – Timm, Jasper 1-0

    Paarungsliste der 2. Runde am 28.11.2021 10:00 Uhr

    1 Edelmann,Oliver 1815 – Timm, Jasper 0-1
    2 Kühn,Marvin 1508 – Reinl, Anton 1703 0.5-0.5
    3 Glok,David 1306 – Pieper, Rene 791 0-1

    Paarungsliste der 3. Runde am 19.12.2021 10:00 Uhr

    1 Pieper, Rene 791 – Edelmann, Oliver 1815 0-1
    2 Reinl, Anton 1703 – Glok, David 1306 –
    3 Timm, Jasper – Kühn, Marvin 1508 1-0

    Paarungsliste der 4. Runde am 09.01.2022 10:00 Uhr

    1 Edelmann, Oliver 1815 – Kühn, Marvin 1508 1-0
    2 Glok, David 1306 – Timm, Jasper 0-1
    3 Pieper, Rene 791 – Reinl, Anton 1703 –

    Paarungsliste der 5. Runde am 30.01.2022 10:00 Uhr

    1 Reinl, Anton 1703 – Edelmann, Oliver 1815 0-1
    2 Timm, Jasper – Pieper, Rene 791 –
    3 Kühn, Marvin 1508 – Glok, David 1306 1-0

  • Starkes Ende in Regensburg

    Am 08.02.2020 ging es in Regensburg um alles. Da es wieder kein zweites Auto gab, fuhren wir mit dem Zug nach Regensburg, was vor allem unserem Kassier sehr gefiel. Die Bahnfahrt verlief sehr entspannt, auch wenn wir dann in Regensburg den Bus nicht fanden, kamen wir dennoch rechtzeitig an.

    Gegen Erlangen war ein Sieg nicht unbedingt eingeplant, auch wenn wir diesmal mit unserem Spitzenbrett Arshak Ovsepyan antreten konnten. Leider verlor Arshak dennoch am Spitzenbrett, während Massimo ein solides Remis bekam. Hoffnungen machte man sich an den hinteren Brettern. Während Anton mit einem schön vorgetragenen Angriff an Brett 6 mattsetzen konnte, kamen Oliver und Sebi über ein Remis nicht hinaus. Bei Yaro sah es auch nicht toll aus, der König musste in der Mitte mithelfen, die Stellung zusammen zu halten. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren wurde daraus plötzlich ein großer Endspielvorteil. Yaro konnte seinen Bauern umwandeln, sein Gegner kämpfte mit zwei verbundenen Bauern weiter, überschritt aber in schwieriger Stellung die Zeit.
    Somit war der Klassenerhalt nur theoretisch gefährdet.

    Gegen den Tabellenletzten Schwandorf musste dennoch ein Sieg her. Wähend Anton wieder den ersten Punkt durch ein Matt holen konnte, übersah Sebi einen Damenverlust und wir mussten den Ausgleich hinnehmen. Glücklicherweise behielten die übrigen Spieler die Nerven bzw. hatten auch das notwendige Spielglück, da dass am Ende ein 5:1 für Gräfelfing zu Buche stand.
    Damit belegten wir mit 8:6 Punkten den erstrebten 5. Platz.

    Es wäre sicher mehr möglich gewesen, hätten wird sieben Mal in Bestaufstellung spielen können. Dennoch konnten Oliver Edelmann und Anton Reinl überzeugen und auch der zwölfjährige Patrick Koch darf nicht vergessen werden, der in seinen zwei Einsätzen zwei Punkte holen konnte.