1. Mannschaft

Spielberichte und Ergebnisse unserer 1. Mannschaft (ab 2026/27 Landesliga Süd). Aufstellung und Tabelle: BSB-Ligamanager.

  • Team I: dramatisches 3:3 in Bad Tölz

    In der 5. Runde der Zugspitzliage 2022/23 waren wir mit viel
    Selbstvertrauen zu den Schachfreunden nach Bad Tölz gefahren,
    waren wir doch nominell die um einiges stärkere Mannschaft.
    Allerdings gestaltet sich der Kampf weitaus dramatischer
    als uns lieb war und am Ende mussten wir in die Punkteteilung
    einwilligen. Aber der Reihe nach.

    Ich hatte an Brett drei bald nach der Eröffnung (Königsindisch) eine angenehme
    Stellung, da sich Schwarz selbst etliche Bauernschwächen zugefügt
    hatte. Allerdings wollte ich keinerlei Gegenspiel zulassen, agierte
    dabei übervorsichtig und vergab jeglichen Vorteil in einem Läuferendspiel,
    in der mein Läufer nur nominell besser aussah, aber es nirgendwo ein
    Durchkommen mit dem König gab. Punkteteilung war die logische Folge.

    Yaro hatte es an Brett fünf mit einem abgelehnten Morra-Gambit zu
    tun. Allerdings konnte Schwarz dabei den Druck überhaupt nicht
    abschütteln und nach einer pfiffigen Kombination, der Schwarz
    die Dame gekostet hätte, konnte Yaro den vollen Punkt einfahren.

    An Brett zwei spielte Oliver Gesing mit Schwarz die vergiftete
    Bauern-Variante der Französischen Verteidigung (Winawer-Variante),
    konnte aber nur mit Mithilfe des Gegners das Remis halten.

    An Brett war Oliver Edelmann mit Schwarz ebenfalls unter andauerndem
    Druck, den er erst im Endspiel mit ungleichen Läufern abschütteln
    konnte: das Remis war unvermeidlich.

    An Brett 1 verpasste Daniel an einer Stelle einen guten Zug und die Bewertung änderte sich von „fast gewonnen für Weiß“ auf „vermutlich gewonnen für Schwarz“. Leider geriet Weiß dann in einen Königsangriff, aus dem Daniel sich nur durch Hergabe zu vieler Bauern befreien konnte und dann letztlich aufgeben musste.

    Damit stand es 2.5 – 2.5!

    An Brett 4 war Thomas auf der „falschen“ Seite „seiner“ Eröffnung, nämlich
    Englisch gelandet (die Stellung transponierte aber zu einem für Weiß
    günstigen Damengambit. Am Damenflügel hatte Weiß zwei Freibauern, die
    allerdings verdoppelt waren. Durch passives Spiel verlor Weiß erst den
    einen, dann den anderen Freibauern und musste in einem Damenendspiel
    um das Remis kämpfen.

    Nach mehr als 80 Zügen schien es also ob Schwarz endlich seinen Bauern
    durchbringen würde können, aber da schnappte die Patt-Falle von Weiß zu:
    er hatte schon vor einiger Zeit seinen König so aufgestellt, dass eine
    schwarze Dame auf der 2. Reihe dem weißen König alle Felder nahm.

    Letztendlich war das 3:3 verdient, denn wir konnten die eigentlich schwächeren Gegner nicht nur nicht besiegen, sondern standen in einigen Partien sogar mit
    dem Rücken zur Wand.

    In der Runde 6, zuhause gegen TuS Fürstenfeldbruck am 05.02.2023, muss dann allerdings ein Sieg her, denn sonst können wir den Gedanken an einen Aufstieg vergessen! (FL)

  • Souveräner Sieg gegen den SC Ammersee

    Zu einem ungefährdeten 4,5-1,5 kam der SK Gräfelfing am 3. Spieltag der Zugspitzliga 2022/23 gegen den SC Ammersee auch ohne Stammspieler Thomas, der seinen Pflichten als FIDE-Schiedsrichter nachkommen musste.

    Am leichtesten hatte es dabei Frank an Brett drei, dessen Gegner schlicht nicht auftauchte. Ein kampfloses 1-0 nach einer Stunde war dann die Folge.

    Oliver Edelmann hatte es an Brett fünf mit Schwarz gegen eine Reti-Eröffnung zu tun, gegen die er klassisch mit Läuferausfall nach f5 reagierte. Das Übersehen einer Bauerngabel kostete Weiß zunächst eine Figur gegen zwei Bauern. Nachdem sich das Gegenspiel des Weißen als unzureichend erwiesen hatte, machte ein weiterer Qualitäts- bzw. Figurengewinn dann den Punkt zum 2-0 komplett.

    Marvin hatte mit Weiß an Brett sechs im Cochrane-Gambit in der Russischen Verteidigung (Springeropfer auf f7!) zunächst 4 Bauern gegen die Figur erhalten, verlor dann aber im weiteren Verlauf wieder drei davon. Das Endspiel mit 3 zu 2 Bauern und einem Läufer gegen zwei Springer war dann für Weiß nicht zu halten: 2-1.

    Durchaus wechselhaft verlief Oliver Gesings Partie an Brett zwei. Im Aljechin-Chatard-Angriff der französischen Verteidigung (die Oliver ja selbst oft als Schwarzer spielt), saß er diesmal auf der „falschen“ Seite mit Weiß. Schwarz nahm das Bauernopfer auf g5 nicht an, sondern versuchte, mit a6 und dem Standardausfall c5 das weiße Bauernzentrum zu unterminieren, ohne seine eigene Bauernstellung zu kompromittieren. Lange Zeit schien dabei die Stellungsbewertung zwischen „Weiß steht überlegen“ und „ausgeglichen mit Gegenchancen für Schwarz“ zu pendeln. Nach einem Bauernopfer konnte Oliver aber einen weit vorgeschobenen Freibauern bilden, dessen Vormarsch von einem (weniger weit vorgerückten) Freibauern des Gegners auf der gleichen Linie gegen Angriffe der schwarzen Dame abgeschirmt war. Die Partie ging dann relativ bald zu Ende und es stand 3-1.

    An Brett eins hatte es Daniel als Schwarzer mit einem geschlossenen Sizilianer zu tun. Die Partie stand lange Zeit ungefähr ausgeglichen, zumal Weiß auf den sonst üblichen Königsangriff verzichtete und stattdessen lieber auf Zentrumskontrolle und Bauernangriff am Damenflügel baute. In beiderseitiger Zeitnot kippte die Partie aber zugunsten von Schwarz. Nach einem Bauerngewinn auf der b-Linie brach die Verteidigung des Weißen schnell auseinander und es stand 4-1.

    An Brett fünf bekam Yaro mit Weiß gegen einen Pirc-Aufbau eine aussichtsreiche Stellung. Allerdings verteidigte sich Schwarz geschickt und stand trotz bzw. wegen eines Qualitätsopfers von Weiß überlegen. Das Endspiel allerdings war dann trotz Qualität mehr nur sehr schwierig zu gewinnen für Schwarz (falls überhaupt) und so einigten sich die Kontrahenten auf Remis, was angesichts des bereits erfolgten Siegs für Gräfelfing eine verständliche Reaktion darstellte.

    Das ungefährdete 4,5-1,5 schließt die Saison für dieses Jahr ab.. Weiter geht es in der Zugspitzliga 2022/23 erst wieder im neuen Jahr. Runde 5 findet am 15.01.2023 gegen Bad Tölz statt. Im Dezember 2022 in der 4. Runde dagegen haben wir spielfrei (FL).

  • Team I: Überzeugender Sieg in Windach

    Mit zwei Ersatzleuten traten wir in der 2. Rund der Zugspitzliga 2022/23 in Windach an, doch am Ende statt ein überlegener Gewinn für uns zu Buche.

    Gleich vom Start weg kam Desi am 3. Brett mit Weiß zu einer sehr vorteilhaften Position in einer Skandinavischen Partie. Der Gegner konnte dem Druck nicht standhalten und verlor recht bald einen Bauer bei andauerndem Königsangriff und dann auch die Partie.

    Neuzugang Daniel baute ebenfalls ständigem Druck vom Start an auf in einer Reti-ähnlichen Partie mit Weiß. Seit Gegner allerdings leistete mehr Widerstand und Daniel konnte erst einem komplexen Endspiel einen Bauern und dann auch die Partie gewinnen.

    Keine Probleme hatten Marvin und Yaro an Brett 4 bzw. Brett 6, beides Partien mit schwarzem Königsfianchetto. Yaro gewann im Laufe der Partie eine Qualität, was er zielstrebig zum vollen Punkt führte.

    Nicht gut heraus kam Oliver mit Weiß an Brett 5 in einem Nimzo-Inder. Nachdem er die Rochade verpasst hatte, versuchte Weiß mittels h4/h5 und Kf1 die Königsstellung von Schwarz von der Seite her anzugreifen. Sein Gegner aber passte auf und erhielt in einem Schwerfigurenendspiel die überlegene Stellung, die Schwarz letztlich zu einem Sieg verwertete.

    Klar auf Verlust stand zwischendurch Frank auf Brett 2 in einer italienischen Partie mit Schwarz. Nach einem missglückten „Befreiungsschlag“ mit übereilter und unnötiger Öffnung des Zentrums verlor Schwarz zunächst einen Bauern mit praktisch nicht vorhandener Kompensation und hätte nach einer weiteren Ungenauigkeit bei richtiger Fortsetzung von Weiß noch einen weitern Bauern und damit vermutlich die Partie verloren.

    Ein passiver Zug mit dem Springer ließ aber Weiß etwas gedrückt stehen bezüglich Turmkoordination und Bauernstellung, so dass er gegen den DWZ-stärkeren Gegner trotz nach wie vor vorhandener Gewinnchancen recht schnell in ein Remis einwilligte.

    Somit stand nach bereits drei Stunden das Endergebnis von 4 1/2 zu 1 1/2 fest! Ich möchte allen Spielern, insbesondere den bereitwillig einspringenden Ersatzspielern, danken. Wir sehen uns dann in Runde 3 am 27.11. gegen den SC Ammersee wieder!

  • Deutlicher Sieg in Peiting sichert 1. Mannschaft exzellente Aussichten auf Aufstieg

    In der Höhe nicht von vorneherein zu erwarten hat die 1. Mannschaft des SK Gräfelfing den SC Peiting mit 4,5 zu 1,5 auswärts in der 6. Runde der Zugspitzliga 2021/22 am 15.05.2022 besiegt.

    Die 6. Runde war zugleich das 1. Spiel in der Aufstiegsrunde. Die Peitinger, Zweiter der Vorrunde Süd hinter dem SC Wolfratshausen, traten nicht vollzählig an und ließen das 1. Brett frei. Dadurch erzielten wir unseren ersten Punkt kampflos und Oliver Gesing hatte einen spielfreien Sonntag.

    An Brett 4 setzte Oliver Edelmann mit Schwarz in einer Caro-Kann-Eröffnung seinen Gegner am Damenflügel, wohin der König des Weißen rochiert hatte, unter Druck. Nach einem Fehler des Gegner gewann Oliver mit einer Springergabel die gegnerische Damen und damit die Partie.

    An Brett 5 konnte Yaro mit Weiß in einem Sizilianer mittels einer Kombination mit temporärem Damenopfer eine zweite Leichtfigur gewinnen (nachdem sein Gegner schon eine geopfert hatte). Die Partie ging dann schnell zu unseren Gunsten aus.

    Sicheren Ausgleich erzielte Jürgen Hofmann mit Schwarz gegen die Colle-Eröffnung seines Gegners, allerdings war für Schwarz auch nicht mehr drin und eine baldige Punkteteilung die logische Folge. Damit stand es 3,5 – 0,5 und wir hatten den Mannschaftskampf bereits an dieser Stelle gewonnen.

    An Brett 6 hatte Anton mit Schwarz in einem Sizilianer eine schwierige, aber haltbare Stellung mit Doppelbauern und „schlechtem“ Läufer gegen Springer gegen seinen jungen Gegner. Er stellte aber irgendwann im Endspiel einen Bauern ein und verlor dann schnell die Partie.

    Eine sehr wechselvolle Partie ergab sich an Brett 3. Ich hatte es mit Weiß mit einem Dameninder zu tun. Zunächst geriet Schwarz angesichts seiner passiven Spielanlage unter Raumnot und Druck, konnte sich aber durch eine übereilte Aktion von mir meinerseits am Damenflügel befreien und letztlich ein leicht besseres Turmendspiel erzielen.

    Nach einem sehr passiven Turmzug von Schwarz stand ich allerdings klar auf Gewinn trotz Minusbauern, vergab aber den Vorteil sogleich wieder. Eine Remis wäre die logische Folge gewesen, allerdings stellte Weiß nochmal ganz zum Schluss seinen König derart unglücklich auf, dass er meinen entfernten Freibauern nicht mehr aufhalten konnte. Einigermaßen verdattert nahm ich die Aufgabe meines Gegners zur Kenntnis, nachdem ich bereits mit einem 100% Remis gerechnet hatte. Damit stand dann das Endergebnis von 4,5-1,5 zu unseren Gunsten fest.

    Der Sieg heute eröffnet uns beste Chancen auf den Wiederaufstieg in die Bezirksliga. Da aber zeitgleich der SC Wolfratshausen ebenfalls gewonnen hat, sind wir noch nicht ganz durch, denn noch sind zwei Runden zu spielen und wir haben die nächste Runde frei.

    Heißt für uns, dass wir uns am 26.06.2022, dem letzten Spieltag, nochmal gehörig ins Zeug legen sollten, um den Aufstieg in die Bezirksliga perfekt zu machen.

    (FL)

  • Team I Sieger der Vorrunde Nord in der Zugspitzliga 21 / 22

    Vor der 5. Runde der Vorrunde Nord der Zugspitzliga 21/22 am 24.04.2022 stand der SK Gräfelfing bereits als Gruppensieger fest. Trotzdem hätte uns ein Verlust gegen den heutigen Gegner, Gröbenzell III wehgetan, denn die Punkte aus der Vorrunde werden mit in die Aufstiegsrunde übernommen (und Gröbenzell ist mit dabei).

    Unser Gegner trat einigermaßen unerwartet in Bestbesetzung an, denn es gab keine weiteren Kämpfe heute und so musst Gröbenzell keine Spieler in die höheren Teams „ausleihen“. Wir dagegen waren durch den Wegfall von Oliver Gesing etwas ersatzgeschwächt.

    An Brett 1 hatte Jürgen Hofmann mit Weiß einen Franzosen auf dem Brett. Er wählte ein Gambit-Abspiel der Winawer-Variante, konnte aber im weiteren Verlauf nichts entscheidendes aus der Stellung herausholen und willigte deswegen recht früh ins Remis ein.

    An Brett 3 wich der Gegner von Thomas mit einer Holländischen Partie seiner üblichen Englischen Eröffnung aus. Weiß hatte aber zunächst starkes Spiel gegen die Bauernschwächen in der schwarzen Stellung. Im weiteren Verlauf entwickelte Schwarz einiges Gegenspiel, vergab aber die Chance für ein aussichtsreiches Damenopfer. Im Endspiel neigte sich die Waage wieder zugunsten von Weiß und nachdem Thomas bereits die Qualität gewonnen hatte, gewann er noch eine weitere Figur durch einen Röntgenangriff auf die ungedeckten Läufer des Schwarzen und damit auch die Partie.

    Anton hatte an Brett 6 zunächst positionell prächtig gespielt und kam sehr gut mit Schwarz aus einem Najdorf-Sizilianer aus der Eröffnung heraus. Sein Springer auf c5 dominierte den weißfeldrigen Läufer von Weiß und er hatte die e-Linie mit seinem Turm unter Kontrolle. Im weiteren Verlauf verzettelte er sich aber musst sich dann letztlich geschlagen geben.

    An Brett 5 konnte Yaro mit Weiß nichts Entscheidendes aus der französischen Eröffnung herausholen und ein „optisch“ gut aussehendes Turmendspiel versandete letztlich im Remis. Somit stand es 2:2 und zwei Partien waren noch zu spielen.

    Ich hatte an Brett 2 mit Schwarz eine Englische Eröffnung, wich aber von meiner üblichen offenen Behandlung mit 1.c4 e5 ab, sondern strebte eine symmetrische Position mit beiderseitigem Läuferfianchetto an. Die Partie war in der Nachbetrachtung vermutlich die ganze Zeit über ungefähr ausgeglichen, wobei ich mich aber immer etwas unwohl fühlte angesichts schlechterer Zeit. Mein Remisangebot um den 32. Zug herum lehnte mein Gegner ab. In beiderseitiger Zeitnot war es aber dann Weiß, der einen Bauern verlor. Allerdings standen meine Figuren nach der Zeitkontrolle passiv und ich ließ um der Initiative willen einen Ausgleich des Materials zu. Das entstandene Turmendspiel war aber wiederum Remis.

    Die letzte und entscheidende Partie lieferte Oliver Edelmann an Brett 4. Oliver antwortete auf 1. e4 mit Caro-Kann. Gegen die Vorstoß-Variante des Weißen agierte er geschickt und konnte sowohl die c-Linie mit der Dame besetzen als auch Druck auf das Zentrum ausüben. Im Endspiel konnte er sich einen entfernten Freibauern verschaffen, der letztlich die Partie entschied. Somit konnten wir nach langem und hartem Kampf ein verdientes 3,5 – 2,5 für uns einfahren.

    Dieser knappe Sieg über Gröbenzell III sichert Team I beste Aussichten für die Aufstiegsrunde. Diese findet in drei Spielen statt, das erste davon bereits am 15.05.

  • Team I auf gutem Weg zum Vorrundensieg der Zugspitzliga

    Auch im dritten Mannschaftskampf der Vorrunde Nord der Zugspitzliga 21/22 blieb die 1. Mannschaft des SK Gräfelfing ungeschlagen, das Ergebnis von 4.5 – 1.5 war am Ende souveräner als es der tatsächliche Spielverlauf erahnen ließ.

    An Brett 5 reichte es für  Desiderius Meier als Weißspieler, die Uhr nach dem 1. Zug zu drücken. Da sein Gegner nicht erschien, gewann Desi kampflos nach einer Stunde. Noch davor allerdings musste sich Jürgen Hofmann mit Schwarz an Brett 2 in einem verunglückten Sizilianer dem Gegner geschlagen geben. Jürgen kam aus seiner gedrückten Stellung trotz frühem Damentausch einfach nicht heraus.

    An Brett 3 erreichte Frank Lippert mit Weiß eine für ihn vorteilhafte Version der Halbslawischen Variante des Damengambits. Nach einem Tempoverlust mit einem undurchdachten Läuferzug von Schwarz konnte Weiß nicht nur einen Bauern, sondern eine Qualität gewinnen. Ein nachfolgender Befreiungsschlag des Schwarzen misslang und die Stellung brach dann schnell komplett ein. Ein Turmopfer, das Schwarz nicht annehmen durfte besiegelte dann das 2:1 für Gräfelfing.

    Zu diesem Zeitpunkt sah Gräfelfing zwar zunächst als klarer Sieger aus, jedoch vergaben zunächst Yaroslav Yaroshenko an Brett 6 mit Schwarz und Oliver Gesing an Brett 1 mit Weiß ihre überlegenen Stellungen und musste sogar im Falle von Yaro mit Verlust rechnen.

    Yaro konnte sich aber nach mehreren Ungenauigkeiten des Gegners ins Remis retten. Olivers Gegner hatte bei seinen Konterversuchen einfach zu viel Zeit verbraucht und verlor wegen Zeitüberschreitung. Hiernach stand es bereits 3.5-1.5 für uns, der Sieg war uns also nicht mehr zu nehmen.

    An Brett 4 hatte Thomas mit Schwarz lange Zeit einen Isolani, aber dafür potentiell Gegenspiel auf offenen Linien. Nach Tausch der Damen baute Thomas schrittweise seinen strategischen Trumpf („guter“ Springer gegen „schlechten“ schwarzfeldrigen Läufer des Weißen) aus und brachte seinen Gegner, der sich im Endspiel viel zu passiv verhielt, in eine Art Zugzwang. Nach einem Läuferzug hätte Weiß die Qualität opfern müssen, um Matt zu vermeiden und gab stattdessen auf. Damit erreichten wir ein wichtiges Zwischenziel zum Gewinn der Vorrunde Nord. Nächste Spiel ist am 03.04.2022 gegen den die 3. Mannschaft des SC Wolfratshausen (FL).

  • 1. Mannschaft mit klarem 4:2 gegen Germering II

    In der 2. Runde der Vorgruppe Nord der Zugspitzliga am 14.11.2021 konnte die erste Mannschaft ein verdientes 4:2 erzielen, obwohl einige Stammspieler nicht dabei sein konnten. Verstärkt wurden wir aber mit Desi und Anton, die beide zum Sieg beitrugen.

    Thomas hatte an Brett drei mit Schwarz relativ früh eine Abwicklung übersehen, mit der er mit einer Minusfigur für zwei Bauern andauernd im Hintertreffen war. Nach heftiger Gegenwehr und langem Kampf musste er sich letztlich doch geschlagen geben.

    An Brett 1 konnte Oliver mit Schwarz relativ schnell zum Sieg. Er hatte in der französischen Eröffnung einen Bauern für Druck am Königsflügel geopfert. Ein Springergabel später im Spiel ergab eine Mehrqualität. Oliver fuhr den Endspielvorteil souverän nach Hause.

    Relativ leichtes Spiel hatte Desi an Brett vier mit Weiß. Sein Gegner verschlechterte einfach andauernd seine Position, so daß er bald das 2:0 erzielte.

    An Brett sechs hatte Yaro eine sehr gute Position mit gedecktem Freibauern erreicht, verdarb aber durch einen übereilten Bauernvorstoß alles noch zum Verlust und damit zum 2:1.

    Antons Sieg zum 3:1 konnte ich leider nicht verfolgen, weil ich noch mit meiner Partie beschäftigt war, aber es sah immer gut aus für ihn.

    An Brett 2 spielte ich mit Weiss gegen die Benoni-Eröffnung. Nachdem ich mich nicht getraut hatte, einen der für diese Eröffnung typischen Bauernvorstöße / -opfer auszuführen, bekam Schwarz relativ freies Spiel. In leicht besserer Stellung für Schwarz bot mir mein Gegner im 25. Zug Remis an, was ich aber angesichts der Situation an Brett drei zu diesem Zeitpunkt ablehnte. Gleich darauf verdarb mein Gegner sein bis dahin gutes Spiel durch eine fehlerhafte Abwicklung bezüglich Damentausch und endete mit einer Figur weniger praktisch ohne Kompensation. Seine Bemühungen um ein Dauerschach konnte ich mit einem Mattangriff unterbinden und damit das 4:2 erzielen.

    Meinen Dank an alle Spieler, insbesondere aber die Ersatzspieler, die diesmal voll gepunktet haben. Am 05.12 sehen wir uns gegen Starnberg II (auswärts) wieder!

  • Gelungener Saisonauftakt in Inning für die Erste!

    Vorwort

    Nach den Abstiegen aus Regionalliga Südost und Bezirksliga
    Oberbayern sind wir mit der 1. Mannschaft jetzt in der Zugspitzliga
    gelandet. Ziel ist für uns der sofortige Wiederaufstieg. Diese Liga
    ist in einen Nord- und Südhälte geteilt, wobei wir in der stärkeren
    Nordhälfte spielen. Bei sechs Mannschaften in der Nord- und
    fünf Mannschaften in der Südgruppe wird in fünf Vorrunden und drei
    Aufstiegs- bzw. Abstiegsrunden gespielt (wobei Ergebnisse aus der
    gleichen Vorgruppe übernommen werden). Effektiv ist dies eine Ersparnis
    von drei Runden gegenüber dem normalen Jeder-gegen-Jeden-Modus.

    Der Saisonauftakt

    Was uns zun den Abstiegen „verholfen“ hat ist die unklare Spielersituation, die uns bei einem eigentlich ausreichenden Spielerkaders immer wieder in Schwierigkeiten führte. Auch diesmal hatten wir Personalprobleme und mussten wieder zu Ersatzleuten greifen. Diese aber haben sich wacker geschlagen.

    Zum Saisonauftakt ging es am Sonntag, den 24.10.2021 in Inning gegen den SC Ammersee. Die Wiedersehensfreude mit den Schachkollegen nach den pandemiebedingten 1 1/2 Jahren Pause war natürlich groß, doppelt erfreulich ist
    aber der Wiedereinsteig des vollständig genesenen Jürgen Hofmann!

    Partien und Endergebnis

    Jürgen mit Schwarz an Brett 2 hatte eine Figur gewonnen für drei Bauern. Diese waren starke Zentrumsbauern und hemmten die schwarze Stellung stark. Jürgen gab die Figur zurück, das Ergebnis war ein Dame+Turm-Endspiel mit gleicher Bauernzahl. Ein Remis war das logische Ergebnis.

    Oliver Edelmann, mit Weiß an Brett 5, hatte mit seinem Gegner ingesamt wenig Mühe, die Qualität mehr im Endspiel verwertete er sicher.

    Anton’s Partie an Brett 6 hatte ich nicht so verfolgt, es sah längere Zeit nach einem Übergewicht von Scharz (Anton) aus. Er überzog aber wohl am Königsflügel und musste am Ende die Waffen strecken.

    Oliver Gesing an Brett 1 mit Weiss hatte einen Bauern für unklare Kompensation investiert. Sein Gegner kam aber in Zeitnot und musste nach mehreren Ungenauigkeiten aufgeben.

    Thomas an Brett 4 verhalf uns zu unserem einzigen Schwarzsieg heute. Der Königsangriff des Weißen drang nicht durch und am Ende entschied die bessere Bauern- und Läuferstruktur (guter vs. schlechter Läufer) für Schwarz.

    Nach Thomas‘ Partie stand es bereits 3.5-1.5, ein Remis reichte also zum Sieg. Ich hatte an Brett 3 mit Weiß längere Zeit druckvoll gegen ein (abgelehntes) Wolgagambit gestanden, war aber zwei Züge lang zu unsicher und zaghaft in der Ausführung. Dies verhalf meinem Gegner zu einem Befreiungsschlag
    mittels eines (Pseudo)figurenopfers, welcher gar keiner gewesen wäre, hätte ich denn nur richtig reagiert. Zwar hatte ich auch in der Partieabfolge am Ende einen Bauern mehr, aber in einem Damenendspiel ohne Freibauern. Sowas ist sehr schwierig (falls überhaupt) zu gewinnen und so willigte ich schliesslich nach
    der Zeitkontrolle recht schnell in das Remis ein.

    Das Endergebnis war ein ungefährdetes 4:2, was aber noch hätte höher ausfallen können (s.o.). Die nächste Runde ist am 14.11.2021 gegen SK Germering II.

  • Erfolg gegen Weilheim II

    Etwas mulmig war uns schon, ganze sechs Spieler fanden sich zum wichtigen Kampf um den Klassenerhalt gegen Weilheim II ein. Einige konnten nicht, andere trauten sich ob der Corona-Pandemie nicht an die Bretter.

    Zum Glück ging des dem Gegner ähnlich, diese erschienen zwar immerhin zu siebt, aber sehr ersatzgeschwächt.

    Während Arshak mangels Gegner gleich wieder heimfahren konnte, mussten wir an den Brettern zwei und drei die Punkte abgegeben.

    Immerhin kam der Ausgleich an Brett 8 durch Anton Reinl nach 45 Minuten, als er seine Gegnerin mit dem Läuferopfer auf h7 überraschte. Auch wenn diese es ablehnte, drang sein Königsangriff durch.

    Wenig später dann die Führung durch Oliver Edelmann, dessen Gegner ein Figur ohne Kompensation opferte und später auch noch die Dame stehen ließ.

    Es folgte zwei Remisen an den Brettern 5 und 7, wo Ungenauigkeiten und Zeitnot bei Yaroslav Yaroshenko und Jürgen Klapper zu wechselnden Vorteilen führten, ehe dann die Partien in den Remishafen einliefen.

    Am Ende blieb es dann Thomas Sörgel an Brett 4 vorbehalten, den 5:3-Erfolg mit einer schönen Endspielleistung sicher zu stellen.

  • Verdienter Verlust gegen Ingolstadt

    Im Vorfeld des Mannschaftskampfes der 1. Mannschaft gegen Ingolstadt in der ersten Runde der Bezirksliga 19/20 am 01.03.2020 hatten wieder — leider nicht zum erstem Mal in dieser Saison — arge Probleme überhaupt eine Aufstellung zusammen zu bekommen. Nach langem Mühen konnte ich dann sieben Spieler verpflichten.

    In Ingolstadt angekommen, beschlossen wir, angesichts der Aufstellung der Gegner, das 8. Brett anstelle des 6. frei zu lassen. Wir stellten Maxi als Strohmann auf. Anton sorgte dann erfreulicherweise sehr zügig unter einiger Mithilfe des Gegners für das 1:1 an Brett sieben. Leider kam Thomas an Brett vier ebenfalls recht schnell mit Schwarz in einer französischen Partie richtiggehend unter die Räder. Einem Bauernverlust folgte eine Qualität bei immer noch anhaltendem Angriff des Weißspielers, so dass Schwarz bald die Segel streichen musste.

    In der Zwischenzeit hatte Yaro erst zwei Bauern, dann eine Figur für zwei Bauern geopfert, bekam diese aber im Endspiel zurück. Allerdings war das entstandene Läuferendspiel trotz materiellem Ausgleich nicht zu halten wegen der erhöhten Aktivität des schwarzen Königs. Ich hatte den Eindruck, dass Weiß mit einer sofortigen Turmverdopplung anstelle eines Läuferrückzugs mehr hätte herausholen können, aber das ist eine Sache für die Engines.

    An Brett sechs hatte es Oliver Edelmann mit Schwarz gegen das London-System zu tun, dem er mit einem Fianchetto des Königsläufers und einer schwarzfeldrigen Bauernkette begegnete. Nach einiger Zeit kam der schwarze Damenflügel und zwar insbesondere der a-Bauer schwer
    unter Druck und Oliver E. konnte Bauernverlust nicht vermeiden, was ihn letztlich die Partie kostete. Auch ich war ich der Meinung, dass Schwarz zu einem bestimmten Zeitpunkt eine gute Taktik in Petto gehabt hätte.

    An Brett zwei hatte Oliver Gesing ebenfalls zunächst in einem Franzosen zu kämpfen, konnte sich aber dann mit taktischen Mitteln befreien. Allerdings war in der Stellung doch nicht mehr drin, so dass Schwarz trotz der Zeitnot des Gegners in das Remis einwilligte.

    An Brett eins strebte Arshak die Abtauschvariante des Spaniers an (so weit ich das sehen konnte). Dabei kam das Läuferpaar des Gegners durch die Einengungsstrategie von Weiß nicht zum Tragen. Auch ein Bauernopfer im Mittelspiel brachte Schwarz keine erhöhte Aktivität, so dass Arshak — sicher auch mit Hilfe der Zeitnotprobleme seines Gegners — den vollen Punkt einheimsen konnte.

    An Brett drei konnte ich als Weißer in einem Philidor-Hybrid mit 1.d4 d6 2.Sf3 Lg4 nichts Substantielles aus der Eröffnung herausholen, stand vielleicht bis zum Damentausch leicht schlechter. Im darauffolgenden „Fast“-Endspiel mit beidseitigen Turm und Springer wollte ich mich nicht einengen lassen und brachte meine Königsflügel- und dann später meinem c-Bauern nach vorne. Das war laut Engine auch alles OK. Bis zum 40. Zug stand ich auf keinen Fall schlechter, vielleicht so gar leicht besser. Dann aber schob ich meinem a-Bauern nach vorne, ohne ihn dann nachher zu decken, was mir arge Probleme einbrachte. Das Endspiel war ab da für
    mich völlig verloren. Allerdings spielte mein Gegner mehrfach Ungenauigkeiten und auch echte Fehler, was letztlich zu einem Endspiel mit verdoppelten b-Bauern für Schwarz führte. Das materielle Übergewicht von zwei Bauern war angesichts der Stellung nicht mehr zu gewinnen, auch wenn Schwarz hier noch alles versuchte. Im 85. Zug mündete die Partie in ein hart erkämpftes, doch letztlich gerechtfertigtes Remis in Anbetracht unserer beidseitigen Ungenauigkeiten.

    Damit mussten wir uns gegen eine starke, aber sicher nicht übermächtige Ingolstädter Mannschaft mit 3:5 geschlagen geben. Der Verlust geht angesichts unserer vermeidbaren Aufstellungsproblem leider vollauf in Ordnung! In den nächsten beiden Runden brauchen wir nun mindestens noch einen Sieg und ein Remis, um den Klassenerhalt zu sichern.

    Den Ersatzspielern möchte ich an dieser Stelle für Ihren beherzten Einsatz danken!