Fortsetzung der Siegesserie im neuen Jahr gegen MTV Ingolstadt

Die 5. Runde der Regionalliga Südost 2026/26 (und damit die erste Runde im neuen Jahr) fand am 18.01.2026 auswärts beim MTV Ingolstadt statt.

Die Gegner waren diesmal an den hinteren Brettern etwas ersatzgeschwächt. Den ersten Sieg konnte Vladi mit Schwarz an Brett 8 verbuchen. Sein Gegner hatte gegen Vladi’s „Modern“-Aufbau bereits einen Bauern verloren, rechnete sich aber Chancen auf einen Königsangriff aus. Weiß überlegte sehr lange an einem Turmzug, der den entscheidenden Angriff bringen sollte, aber lediglich die Grundreihe schwächte. Vladi’s sofortiger Konter, ein Psudo-Damenopfer, dessen Annahme oder Ablehnung beide zum Matt führen würden, erzwang die unmittelbare Aufgabe.

An Brett 5 konnte Jürgen in einer französischen Partie mit Weiß einen Bauern auf der wichtigen h-Linie gewinnen, er gab diesen Vorsprung aber am Damenflügel wieder her, um nicht in potentiell gefährlichen Figurendruck zu geraten. Das Turmendspiel mit Bauernmajoritäten an verschiedenen Flügeln war dann aber Remis.

Ebenfalls in eine frühes Remis willigte Yaro an Brett 6 mit schwarz ein. Sein Modernaufbau führte zu einer ausgeglichenen Stellung, in der keine Seite echte Angriffschancen mehr sahen.

Die Partie des Tages hatte Massimo an Brett 2. Mit Schwarz gegen ein London-System sah er sich Druck in der Mitte und am Damenflügel ausgesetzt, konterte aber kühl mit einem Figurenopfer. Er hätte die Figur gleich wieder zurückgewinnen können, wandelte aber die Stellung in ein jetzt echtes Figurenopfer um, wofür er einen weit vorgedrungenen Freibauern auf b2 und Königsangriff erhielt. Weiß konnte die Stellung nicht halten und gab nach wenigen Zügen auf.

Der nächste Punkt folgte auf Brett 1. Arshak hatte sich aggressiv gegen das schwarze Caro-Kann audgestellt und brach mit einem Bauernvorstoß auf e6 die gegnerische Stellung auf. Der darauf erfolgende Königsangriff entschied die Partie dann bald.

Auf Brett 4 sah sich Oliver mit schwarz in einer gedrückten aber haltbar aussehenden Französisch-Stellung. Weiß brach aber mit Bauernopfer im Zentrum durch und konnte einen gefährlichen Freibauern auf e6 bilden, worauf dann Schwarz zu viel Material hätte hergeben müssen, um die zahlreichen Drohungen gegen Figuren und König abzuwehren. Dies blieb der einzige Sieg der Ingolstädter.

Auf Brett 3 sah Daniel mit Weiß eine Art Philidor-Verteidigung seines Gegners auf dem Brett. Weiß griff am Königsflügel an und Schwarz konterte am Damenflügel. In der Tag stand Daniel dann
plötzlich unter starkem Druck und Schwarz hätte wohl an einer Stelle seinen Vorteil zum Sieg ausbauen können. Allerdings hatte Daniel eine Qualität mehr und nach Damentausch versandete der schwarze Angriff, worauf dann Daniel in einem Endspielt Turm gegen Läufer die Oberhand behielt.

Damit war der Endstand 6:2. Am 08.02.2026, also in drei Wochen, geht es dann weiter gegen Straubing und zwar wiederum auswärts. (FL)