Aktuelle Beiträge

  • Team I: hoher Sieg gegen Töging

    Nach dem 5:3 gegen Moosburg wollten wir in der 6. Runde (02.02.205) unsere gute Form gegen Töging fortsetzen. Wir spielten auswärts, ohne Massimo aber mit Vladislav.

    Leichtes Spiel hatte diesmal Jürgen mit Schwarz an Brett 4 mit einem Alapin-Sizilianer. Sein Gegner stellte bereits ein der Eröffunng einen Bauern ein. Nach Damentausch konnte Jürgen den Materialvorsprung weiter ausbauen, wonach Weiß bald die Segel streichen musste.

    Schnell fertig war auch Vladislav an Brett 8. Mit Schwarz gegen einen Franzosen mit Sd2 kam
    er etwas beengt heraus. Sein Gegner tauschte aber alles ab, wonach der Bauernendspielt vollkommen
    ausgeglichen war. Remis war das das gerechte Ergebnis.

    An Brett 7 kam Thomas mit Weiß nicht zu seinen gewohnten Englisch-Stellungen, weil seinen
    Gegner Holländisch spielte. Es kam zu einer ungewohnten Materialverteilung im ausgehenden
    Mittelspiel. Thomas hatte mehrer Zentrumsbauern, dafür einen Läufer weniger. Keiner der
    Kontrahenten wollte etwas riskieren und so einigte man sich auf Remis.

    An Brett 3 hatte Oliver’s Gegner die Skandinavischen Verteidigung gegen 1.e4 gewählt. Es entstand eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Beide kamen an sich gut aus der Eröffnung heraus, wobei Weiß doch etwas mehr Druck auf dem Königsflügel entfalten konnte und das schwarze Gegenspiel am Damenflügel sich als ungenügend erwies. Nach Opfern auf h7 und Öffnung der Stellung konnte es sich Weiß sogar erlauben, einen ganzen Turm zu opfern, da Matt oder hoher Materialverlust unvermeidlich wurde.

    An Brett 5 spielte Schwarz gegen Yaro’s 1.e4 die selten gesehene Nimzowitsch-Verteidung. Die Stellung war ausgeglichen, es kam zu einem Läuferendspiel. Einen etwas unvorsichtig aussehenden Bauernvorstoß von Weiß am Damenflügel konterte Schwarz ebenfalls mit einem Bauernzug. Nach Läufertausch war das entstehende Bauernendspiel trotzdem remis, trotz schlechterer Bauernstruktur für Schwarz.

    An Brett 1 konnte sich Arshak mit Weiß in einer Owen-Eröffnung auf beiden Flügel Raum- und dann später Materialvorteil verschaffen. Nach einer übersehenen Taktik musste Schwarz bald aufgeben.

    An Brett 2 hatte Daniel einen Materialvorteil herausarbeiten können, aber das entstehende
    Läuferendspiel war auf Grund mehrerer Bauernschwächen dann doch Remis.

    An Brett 8 hatte ich eigentlich ein London-System von meinem Gegner erwartet, aber nach
    meinem Sf6/d6 überlegte es sich Weiß anders und wir landeten in einem Pirc. Weiß kam gut
    aus der Eröffnung heraus, nachdem ich zu früh rochiert und nicht c6 gespielt hatte, ließ aber seinen Vorteil zusehends versanden. Nach Damentauch war das entstehende Turm + 2 Springer auf beiden
    Seiten immer leicht besser für mich.

    Nach einigen leichten Ungenauigkeiten von mir hätte Weiß eigentlich im weiteren Springer-Endspiel
    ausgleiche können, ließ aber seinen Springer „einmauern“ und gestattete später einen Bauern-durchbruch am Königsflügel, wonach ich zwei weit vorgeschobene Freibauern bekam, was dann schnell den Sieg brachte.

    Dies war ein schöner Sieg, aber in drei Wochen geht es zuhause gegen Isental, wo wir
    wiederum Bestform zeigen müssen. (FL)

  • Team I: ungefährdet gegen Moosburg

    Am Sonntag, den 19.1.2025 hatten wir die Runde 6 der Bezirksliga 2024/25 daheim gegen Moosburg, die erste Runde im neuen Jahr. Ohne Daniel, dafür aber mit Desi an Brett 8.

    Den Auftakt bildete wie so oft Jürgen an Brett 3. Sein Sizilianer mit Schwarz endet bald in ein völlig ausgeglichenes Läuferendspiel. Die Punkteteilung war die logische Folge.

    Den ersten Sieg des Tages fuhr Thomas ein, allerdings war das zunächst nicht abzusehen. Mit Schwarz gegen e4 spielte er wie üblich einen Franzosen, landete aber gegen die Vorstoßvariante auf Grund eines taktischen Übersehers bald in einer Verluststellung. Sein Gegner passte aber nicht auf und Thomas gewann eine Dame gegen einen Läufer und Bauern. Weitere taktische Verwicklungen blockte Thomas sicher aber und verwandelte bald den vollen Punkt.

    Ich hatte an Brett 5 mit Schwarz einen Nimzo-Inder auf dem Brett. Nach zwei Ungenauigkeiten
    hätte eigentlich das Läuferpaar von Weiß gegen mein Springerpaar deutlichen Vorteil bedeuten sollen, mein Gegner erlaubte mir allerdings die Stellung mehr oder weniger komplett geschlossen
    zu halten. Mehr als Remis war nicht drin.

    Auch an Brett 4 erreichte Yaro mit Weiß gegen eine Art Philidor-Stellung des Gegners nicht mehr
    als Remis.

    An Brett 6 konnte sich Massimo mit einem Jobava-London eine gute Stellung erarbeiten.
    Ein strategisches Bauernopfer öffnete Linie für seine Türme und die Stellung des Schwarzen
    wurde bald unhaltbar. Massimo gewann zielsicher mit einer Mehrfigur im Endspiel.

    Merkwürdig verlief die Partie an Brett 2. Oliver konnte sich in einem Vier-Springer-Spiel eine gute Stellung erarbeiten, hatte aber weniger Zeit. Plötzliche überlegte sein Gegner wohl an die 40 minuten oder mehr an einem Zug und hatte weniger als 1 Minute für mehr als 20 Züge. Damit war die Sache aber noch nicht ausgestanden. In einer Stellung mit beiderseitigen Freibauern konnte Oliver die Dame opfern, die er aber sofort wieder zurückbekam. Danach musste Schwarz unmittelbar aufgeben.

    Der Pechvogel des Tages war leider Desi: in einem b3-Sizilianer stand Desi eigentlich die ganze Zeit überlegen mit mehr Zeit. Er konnte Schwarz gleich zwei Doppelbauern verpassen und sein Springer dar dem Läufer des Gegners überlegen. Nachdem ein Turmendspiel erreicht worden war, ließ sich Desi Zeit mit dem Berechnen des Übergangs in ein Bauernendspiel. Leider ließ er sich zuviel Zeit, völlig überraschen verlor er wegen Zeitüberschreitung.

    An dieser Stelle hatten wir bereits gewonnen (Zwischenstand 4,5 : 2,5) fragte sich nur, wie hoch genau es wohl werden würde. An Brett 1 kam Arsahk mit Schwarz gut aus der modernen Verteidigung heraus, aber nach Damentausch im Doppelturmendspiel wurden plötzlich seine Bauern sehr schwach. Arshak suchte und fand Gegenspiel gegen den weißen Königs und stand zwischendurch, auch durch Mithilfe seines Gegners wohl auf Gewinn. Am Ende reichte es aber nicht ganz und die Partie verflachte ins Remis. Am Ende stand es wohlverdient 5:3 für uns.

    Die führenden Mannschaften in der Liga, Isental und Gauting, gewannen beide ihre Spiele und so stehen wir im Moment auf Platz drei, zwei Mannschaftspunkte hinter den punktgleichen führenden. Am 02.02. geht es weiter gegen Töging, hoffentlich dann wieder in Bestbesetzung. (FL)

  • Team II: überzeugend gegen Geretsried

    Heute, am zwölften Januar trat die zweite Mannschaft auswärts gegen Geretsried an. Marin Kühn hatte sich kurzfristig bereiterklärt anstelle von Martin Hock mitzuspielen. Somit mussten wir zumindest nicht in Unterzahl spielen.

    Am ersten Brett spielte Jasper Timm mit Weiß. Er gelangt über die Französische Eröffnung in eine Stellung mit Spiel gegen einen Zentrumsisolani auf d5.

    Marvin Kühn – an Brett Zwei mit Schwarz – wählte gegen das frühe Lb5 in der Sizilianischen Eröffnung einen Aufbau mit Sd7 und a6. Im weiteren Verlauf entstand für Weiß eine Bauernmajorität am Damenflügel und für Marvin – mit den schwarzen Steinen – eine Majorität am Königsflügel.

    Am benachbarten Brett baute sich Vladislav Barsov – als Anziehender – mit den Grundzügen der Englischen Eröffnung auf. Daraufhin öffnet sich die Stellung, die Damen tauschen sich ab und es entstand ein taktisch geprägtes Mittelspiel.

    Bei Jürgen Klapper an Brett Vier mit Schwarz verlief die Eröffnung ziemlich ruhig. Er entscheidet sich für die Pirc-Verteidigung, wonach sein Gegner das Zentrum besetzt und sich klassisch entwickelt.

    Philipp Zametzer – an Brett Fünf mit Schwarz – war auch mit einer geschlossenen Position konfrontiert. Kennzeichnend für die Partie waren die verkeilten Zentrumsbauern: Auf den Feldern d4 und e5 Philipp mit Weiß und d5 von Schwarz. Seinem Gegner gelang es die Figuren auf seine Königstellung zu richten – darunter ein gegnerischer Springer auf e4.

    Bei mir am letzten Brett mit Schwarz stellte sich ein Vorsprung in der Eröffnung ein. Das Wolgagambit begegnet mein Gegner abgelehnt mit b3 und e3. Worauf ich nach Bauerntauschen auf e6 und c4 ein starkes Zentrum mit e6, d5 und c4 errichten konnte. Schließlich erlangte ich Materialvorteil auf dem Damenflügel und bewegte das Zentrum Richtung Umwandlungsfelder
    weiter. Das Ergebnis der einzelnen Partien war bis dahin noch nicht abzusehen.

    Jasper entscheidet sich in dem strategisch geprägtem Spiel für eine taktische Wendung und opfert seinen schwarzfeldrigen Läufer auf h6 für zwei Bauern und Königsangriff. Dieser gerät ins Stocken und Jasper musste nun sehr genau spielen.

    An Brett drei hatte Vladislav seinem Gegner eine Möglichkeit gegeben in Materialvorteil zu glangen. Diese bleibt jedoch ungenutzt und Vladislav kam selbst materiell in Vorteil. Bei Jürgen stand das erste Ergebnis fest. In einer relativ ausgeglichenen Mittelspielstellung mit abgetauschten Damen und symmetrischer Bauernverteilung einigten sich die Spieler auf ein Remis (½ : ½).

    An Brett Zwei erlangte Marvin Materialvorteil am Königsflügel und schob seine Bauern in einem Leichtfiguren- plus Turm-Endspiel kontrolliert nach vorne. Philipp war an Brett Fünf einem ziemlich gefährlichem Königsangriff ausgesetzt. Ihm gelingt es diesen abzuschwächen und musste sich nun in einer Türme + Leichtfiguren-Position mit einer Figur mehr (vier Figuren gegen drei Figuren)
    aber exponierter Königsstellung behaupten.

    Bei Jasper war kein eindeutiger Gewinnweg erkennbar. Daher gibt Jasper Dauerschach und seine Partie verlief ins Remis (1:1). Bei den anderen Brettern sieht es auf Gräfelfinger Seite besser aus. Mit dem jeweiligen Materialvorteil kommen Vladislav, Marvin, Philipp und ich in der Folge so voran, dass der Mannschaftskampf (5:1) für uns ausgeht. Mit diesem Ergebnis baut Gräfelfing II die Tabellenführung weiter aus.(AR).

  • Bericht KEM 2025 in Hohenpeißenberg und Bad Tölz

    Ein neues Jahr 2025, eine neue KEM! Ein Novum war diesmal, dass zum ersten Mal in der Geschichte des Schachkreises Zugspitze die Kreiseinzelmeisterschaft an zwei unterschiedlichen Standorten stattfand. Die Jugend spielte im „Jugendcafé“ Bad Tölz und die Meisterklassen im „Haus der Vereine“ in Hohenpeißenberg.

    Gleich sechzehn Gräfelfinger Schachspieler nahmen an der diesjährigen KEM teil, 5 Erwachsene in Hohenpeißenberg und 11 Jugendspieler in Bad Tölz. In der gemeinsamen U8 / U10-Klasse nahmen aus Gräfelfing Peter Buchner und Sebastian Stepanov teil. Während Sebastian alle 9 Runden durchspielen konnte, stieß Peter erst bei Runde 4 dazu. Trotz seines verspäteten Einsteigens holte Peter Platz 10 mit 5 / 6 Punkten. Auf Tabellenplatz 6 mit 5,5 / 9 Punkten fand sich am Ende Sebastian. Doch beide hatten im Allgemeinen kaum Chancen den Titel Simon Roscher (SK Germering) streitig zu machen, der die Klasse mit 8 aus 9 abschloss.

    Auch unsere beiden Teilnehmer in der U12 sollten nicht unerwähnt bleiben, da vor allem Luka Dejako den dritten(!) Tabellenplatz und somit die erste Treppchen-Position eines Gräfelfingers einnahm. Auch das Duell gegen seinen Mannschaftskollegen Kerim in Runde 8 sollte nicht unerwähnt bleiben. In diesem hatte der am Ende siebtplatzierte zwar Chancen, konnte diese jedoch nicht umsetzen, weshalb das Direkte Duell verdient an Luka ging. Einen halben Punkt vor Luka lag der diesjährige Sieger von den SF Bad Tölz, Hassan Mansour.

    In der U14 nahmen drei Gräfelfinger teil: Vladimir Yaroshenko, Maximilian Weinstein und Vladislav Barsov waren die Gräfelfinger Gesandten. Bereits am ersten Tag wurde eine Vorentscheidung gefällt, da Vladislav Barsov leider die zweite Runde verpassen musste. Er kämpfte sich jedoch zurück in die Spitzengruppe, musste sich jedoch Vladimir geschlagen geben. Damit schien der Titelkampf entschieden. Die Chance auf die Meisterschaft ließ sich Vladimir nicht nehmen, dementsprechend ging der erste Sieg in der U14 nach 11 Jahren wieder einmal nach Gräfelfing. Ergebnisse: Vladimir (6,5/7), Vladislav (4,5/6) und Maximilian (3,5/7). Herzlichen Glückwunsch!

    Ebenfalls vier Gräfelfinger Teilnehmer fanden sich in der kombinierten U16 / U18 Klasse ein: Max Wengenroth, Philipp Hilpert, Pavel Gubanov und Martin Min Duc Thrin. Bester Gräfelfinger wurde Martin, der sich mit 4,5/7 Punkten nicht nur Platz 5 in der Gesamttabelle sichern konnte, er wurde auch Vizemeister in der U18 Wertung! Pavel hingegen kam nicht so richtig in die Spur, konnte sich jedoch mit Platz 8, und 4/7 Punkten, eine gute Platzierung erspielen. Philipp erreichte mit 2/7 Punkten einen 18. Platz. Max (0,5/3) musste schon nach dem ersten Tag aufgeben.

    Nun fahren wir gedanklich weiter mit der B472 nach Hohenpeißenberg, wo in der M2 gleich 2 Gräfelfinger mitgespielten. Während Rene Pieper sich mit 3 / 7 Punkten begnügen musste, gelang Falk Hilpert ein Überraschungserfolg. Denn diesem gelang mit 4,5 / 7 Punkten nicht nur die erneute Qualifikation für die M2, er ließ auch kaum Federn und erspielte sich damit einen guten Rang 6!

    Thomas‘ erklärtes Ziel in der M1 war es, weiterhin die Berechtigung für die M1 nächstes Jahr zu erhalten, was er am Ende mehr als übererfüllte! Unter anderem gelang ihm das Kunststück via eines Turmendspiels, in dem Thomas seine Endspielqualitäten erneut aufzeigte..

    Für Frank Lippert war diese KEM eine ganz besondere. Denn nach einem Sieg im letzten Jahr wäre ein erneuter Sieg und der dementsprechende Doppelerfolg eine große Hürde, aber auch Erfolg gewesen. Doch es lief nicht richtig für Frank: mehrfach zeigte er Verwertungsschwächen in guter Stellung und musste sich in anderen Partien mit seinem Endspiel aus schlechten Mittelspielen retten. Dadurch verabschiedete er sich früh aus dem Titelrennen, da er die ersten 5(!) Runden remisierte und erst gegen Christian Bayer der erlösende Sieg kam. Frank verlor auch Partie sieben nicht und blieb als einer von drei Gräfelfingern die gesamte KEM über ungeschlagen. Die anderen waren Vladimir Yaroshenko und Martin Minh Duc Thrin. Am Ende reichte es noch zu Platz 1 in der Seniorenwertung.

    Jasper Timm war der dritte Teilnehmer der M1, der aus Gräfelfing kam und zugleich der erfolgreichste. Ihm gelang mit 4,5 aus 7 Punkten das beste Ergebnis eines Gräfelfingers, wobei er im direkten Duell Frank einen halben Punkt abrang. Sein kämpferisches Auftreten führte zu einem dritten Platz in der M1, herzlichen Glückwunsch!   Einen überlegenen und ungefährdeten Sieg in der M1 fuhr Tim Hashagen vom TuS Fürstenfeldbruck ein, der mit 5,5 / 7 Punkten wohlverdient Kreismeister 2025 wurde. (RP).

  • Team I: Lehrstunde in Gauting

    Nach dem 7:1 gegen Germering in Runde ahnten wir bereits dass es gegen Gauting auswärts in Runde 4 deutliche schwerer werden würde, zumal wir ohne Daniel spielten.

    Es begann mit einem Remis von Oliver mit Schwarz an Brett 4 gegen den Abtauschfranzosen
    von Schachfreund Olbricht. Beide hatten zwei Springer auf dem Brett mit gesunder Bauernstruktur, die Punkteteilung war gerechtfertigt.

    Ebenfalls die Punkte teilte sich Thomas an Brett 7 mit Weiß in der Englischen Eröffnung in einem Turmendspiel mit leicht schlechterer Stellung.

    Einen ganz schlechten Tag hatte ich an Brett 5 mit Weiß gegen die Modern / Robatsch-
    Verteidigung. Nachdem ich zunächst passiv und präventiv gespielt hatte, wollte ich plötzlich mit g4 am Königflügel (wohin ich selbt rochiert hatte) aktiv werden. Zwei schlechte Züge hintereinander und ich hatte durch einen Springerabzug, der gleichzeitig meinen Springer durch einen schwarzen Läufer angriff, einen Bauern weniger. Meine Versuche, doch noch ein wenig Aktivität heraus zu kitzeln, wurden durch ein (Pseudo)Damenopfer meines Gegners gleich im Keim erstickt. Wir landeten in einem für mich verlorenen Endspielt Turm+Läufer gegen Turm+Springer, wobei Schwarz ein 5-3 Bauernmajorität am Damenflügel + Freibauer hatte. Ich musste bald die Segel streichen.

    An Brett 3 schien es zunächst, als ob Jürgen einen aussichtsreichen Angriff mit Weiß in einer Sizilianischen Partie hätte. Allerdings verteidigte sich der Gegner umsichtig und erreichte eine ein Endspielt mit Mehrbauern, wobei Weiß einen Freibauern am Damenflügel und Schwarz zunächst eine 3-1, dann 3-0 Mehrheit am Königsflügel hatte. Da Schwarz den weißen Freibauern sicher
    blockieren konnte, musste Jürgen bald aufgeben.

    An Brett 8 hatte Vladislav mit Schwarz ebenfalls eine Art Modern / Robatsch auf dem Brett, wobei Weiß früh von Hauptvarianten abwich. Im weiteren Verlauf enstand eine stark Königsindisch anmutende Stellung, wobei Vladislav anstatt am Königsflügel anzugreifen, plötzlich am Damenflügel Aktivität entwickeln wollte. Dies allerdings nützte nur seinem Gegner, der erst eine Qualität, dann durch einen weit vorgeschobenen Bauern noch eine Qualität gewann. Auch hier bekamen die Gautinger bald den vollen Punkt.

    Mit 4-1 konnte es also nur noch Remis werden. Einen Lichblick bot
    Massimo an Brett 6. Mit einer Art Benoni gegen die Fianchetto-Aufstellung
    des Weißen hatte er im Mittelspiel einen Bauern mehr, worauf der Gegner
    eine Qualität opferte, um ebenfalls eine Bauernmajorität im Zentrum zu
    erlangen. Massimo blockte allerdings die Ambitionen von Weiß durch einen
    Freibauern auf c2 plus Turmunterstützung gekonnt ab und so kamen wir
    zum einzigen vollen Punkt im Match.

    Bei Yaro an Brett 4 sprang die Stellungsbewertung mehrfach hin- und her. Weiß hatte gegen Yaro’s Modern-Aufbau im Mittelspiel einen Bauern geopfert, was im auch Vorteil einbrachte. ALlerdings vermochte es Schwarz später einen Königsangriff zu inszenieren. Yaro hätte ein Remis durch Dauerschach in der Hand gehabt, das er aber wegen der Matchsituation ablehnte. Im weiteren Verlauf musste er dann eine Qualität opfern, der zwei-Bauern-Vorsprung war aber wegen der verstreuten Figuren bald dahin und Weiß gewann im Endspiel.

    Arshak an Brett 1 hatte mit seinem Englisch-Aufbau andauernden Druck im Mittelspiel, der aber gegen Ende des Mittelspiels verflachte und in eine Schwerfigurenendspiel mit leicht besseren Aussichten für Schwarz mündete. Die Punkteteilung hier war für beide Seiten gerechtfertig.

    Mit 2,5 – 5,5 hatten wir an diesem Sonntag eine kostenloste Lehrstunde erhalten. Bleibt zu hoffen, dass wir in Runde 5 gegen Traunstein wieder zu alter Form, hoffentlich in Bestbesetzung, zurückfinden. (FL)

  • Team II: Stark gegen Weilheim III

    Am Sonntag, erster Dezember, fand der Heimkampf gegen Weilheim III statt. Die Aufstellung setzte sich durchweg aus Stammspielern zusammen.

    Am ersten Brett hatte Marvin Kühn – mit Schwarz – einen dynamischen Aufbau gewählt. Er konnte die Initiative erlangen und dem Gegner die Rochade mittels eines Felder kontrollierenden Läufers verwehren. An Brett 2 hatte Vladislav Barsov mit Weiß zügig gespielt und den Gegner ziemlich schnell in eine für ihn ungünstige Position gebracht.

    An Brett 3 hatte sich Martin Hock mit Schwarz für einen positionellen Aufbau mit einem Bauernwall auf d5, e6 und f5 entschieden. Dies führte zu Springerpositionen auf e4 (Schwarz) und e5 (Weiß). Der Gegner verlegte seinen Fokus auf den Damenflügel und machte mit einem gut plazierten Turm auf a6 weiter Druck.

    Jürgen Klapper eröffnete am folgenden Brett mit dem Damengambit und sah sich mit der Slawischen Verteidigung konfrontiert. Nach früher Bauernoffensive am Damenflügel wurden die Bauern auf der b-Linie abgetauscht. Der Druck auf den gegnerischen Damenflügel zerstreute sich dabei und nun sah sich Jürgen einem Gegenschlag im Zentrum gegenüber. Die Initiative ging zunehmend auf seinen Gegner über.

    Währenddessen gelangte Philipp Zametzer an Brett 5 mit Schwarz durch einen Damenindischen Aufbau zu einer Stellung mit beidseitigen Aussichten.

    Am letzten Brett war ich mit dem Schara-Henning-Gambit konfrontiert. Ich entschloss mich daraufhin zu einem Abtausch der Damen entschieden. Mein Gegner nutzte nicht ausreichend seinen Entwicklungsvorsprung, so dass ich ohne Schwierigkeiten meinen Königsflügel entwickeln konnte.
    In den nächsten Zügen konnte ich meine Figurenstellung weiter verbessert einen Springer – mit der Deckung meines anderen Springers – nach d5 stellen.

    Währenddessen engte die progressive Spielweise vom Vladislav den Gegner zunehmend ein und bereitete uns den ersten Sieg (1:0).

    Bei mir hatte sich eine Taktik – aufgrund der exponierten Königsstellung des Gegners auf e6 – ergeben, sodass ich einen weiteren Bauern auf g7 gewann. Mit einem Zwischenschach des Springers auf f4 war auch der Bauer auf g2 gedeckt und ich hatte Zeit, den Läufer von g7 wegzuziehen ohne dass sein Turm auf g2 schlagen konnte. Im weiteren Spielverlauf konnte ich meine Figuren weiter verbessern und gewann eine Qualität für meinen Springer. Kurz darauf gab Schwarz auf (2:0).

    Obwohl auch Marvins Position aussichtsreich aussah, war das Ergebnis an den Brettern Drei bis Fünf noch nicht abzusehen gewesen.

    Martin Hock hatte mittels Ld2 durch eine Taktik den aktiven gegnerischen Läufer abgetauscht und selbst Fortschritte am Königsflügel erzielen können. Mit einer Bauernwalze (d3, c4) war Jürgen beschäftigt gewesen. Um diese zu entschärfen opferte er die Qualität. Dies funktionierte und nun konnte er er mit einem Bauern auf f6, seiner Dame und seinem weißfeldrigem Läufer einen Königsangriff starten.

    Bei Philipp entstand ein Bauernendspiel. Zunächst spielte er einen hochklassigen Zug (e4) um die Dame nicht auf die Felder d3 und f3 zu lassen;
    somit war der d2 Bauer noch gefährlicher. Leider stellte sich dann Kd3 als fatal heraus, da nun die Dame nach c1 ziehen und nun
    Schwarz genug Zeit gehabt hätte, seinen König heranzuziehen (2:1).

    Inzwischen hatte sich Marvin einen Materialvorteil verschafft und im Läufer-und-Turm gegen Springer-und-Turm Endspiel ausreichend Druck ausüben können (3:1).

    Folglich fehlte uns nur noch ein Remis zum Gewinn des Mannschaftskampfes. Martin hatte gefährliche Bauern auf dem Damenflügel beseitigen können und nun eine d5-e6-f5 Bauernkonfiguration gegen einen d4 Bauern erhalten.

    Bei Jürgen drehte mit einem Abzugsschach der Dame von e5 nach f6 das Spiel nochmals. Allerdings war die weitere Spielfortsetzung ungenau und die Vernachlässigung der Grundreihe hatte fatale Folgen (3:2). Dadurch hing das Mannschaftsergebnis – Unentschieden oder Sieg – jetzt von Martin ab. Er spielte aber das Turmendspiel meisterhaft und konnte sich letztlich durchsetzen (Endstand: 4:2).

    Insgesamt war dieser Mannschaftskampf eine gelungene Runde. (AR)

  • Team II: Schlappe gegen SV Turm Untermühlhausen

    Am 24. November fand das Auswärtsspiel gegen den SV Turm Untermühlhausen statt. Da die Stammspieler Jürgen, Marvin und Vladislav fehlten, ergänzten wir die Aufstellung mit Falk und den beiden Jugendlichen Wladimir und Martin.

    Das erste Ergebnis gab es bei Philipp Zametzer an Brett zwei. Philipp Zametzer hatte die schwarzen Steine und sich mit dem Gegner schnell auf ein Remis geeinigt (½ : ½).

    An Brett Eins hatte sich Martin Hock mit Weiß solide aufgebaut und gelangte zu einem strategisch geprägten Mittelspiel. Bei mir an Brett Drei war die Eröffnung aufgrund eines verfrühtem d5 Bauernvorstoßes meines Gegners erfreulich verlaufen. Ich konnte das Zentrum besetzen und mich schnell zu Ende entwickeln.

    Am benachbartem Brett hatte Wladimir Yaroshenko die Pirc-Verteidigung gewählt. Im weiteren Verlauf konnte er die Aktivität seine Figuren verbessern können deren Wirkung auf den gegnerischen König richten. An Brett Fünf war Martin Minh Duc mit Weiß zu einer ruhigen Variante des Schottischen Gambits gelangt. Er tauchte einige Figuren und handelte sich einen Doppelbauern ein.
    Dafür verstärkte sich aber die Wirkung seiner übrigen Figuren.

    An Brett Sechs hatte sich Falk Hilpert für die Zwei-Springer- Verteidigung in der italienischen Eröffnung entschieden. Sein Gegner nahm daraufhin das Feld f7 unter Beschuss, auf welchem
    er dann seinen Springer opferte. In der Folge musste sich Falk für den Materialgewinn gegen den nachfolgenden Angriff des Gegners verteidigen.

    An dieser Stelle war noch kein Mannschaftsergebnis abzusehen gewesen. Martin Hock landete in einem kompliziertes Turmendspiel mit einem Bauern weniger – drei gegen vier, dafür hatte seine Stelle auch einige Pluspunkte – wie z.B. bessere Königsstellung.

    Unterdessen hatte Martin Minh Duc den gegnerischen König mit Läufer und Turm gegen Springer und Turm weiter in Bedrängnis bringen können. Im Verein mit dem König und seinen Zentrumsbauern konnte er er für den gegnerischen König auf dem Feld d6 ein Mattnetz spinnen, welches sein Gegner durch einen En-Passant-Zug gelockert hatte. Allerdings versandete diese Stellung in der Folge in ein Remis (1 : 1).

    Wladimir schätzte hat in einer Verwicklung eine Zugfolge falsch ein und damit war Materialverlust unvermeidbar geworden (1 : 2). Falks Figuren wurden zunehmend eingeengt, ein Umstand der sich in Zeitnot noch verstärkte. Er musste daraufhin die Segel streichen (1:3).

    Bei Martin sah die Endspielstellung ziemlich ausgeglichen aus. Trotz Bauern weniger hatte sich für ihn mittels eines Bauernvorstoßes nach e4 eine Gewinnmöglichkeit eröffnet, jedoch entdeckten wir das erst in der Partieanalyse danach.(1½ : 3½).

    Meine Position hatte sich kontinuierlich verbessert. Mit einem Turm auf der siebten Reihe, einem Springer auf d5 und einer aktiven Dame konnte ich die gegnerischen Figuren zunehmend zurückdrängen. Da kein sofortiger Figurengewinn abzusehen war, griff ich stattdessen die Damenflügelbauern an. Schließlich entschieden die verbundenen Freibauern am Damenflügel (Endstand 2½ : 3½).

    Insgesamt ist dieses Ergebnis (2,5 : 3,5) ein Rückschlag im Vergleich zu der Leistung der letzten Mannschaftskämpfe. (AR)

  • Team I: Kantersieg gegen Germering

    Nach dem verhaltenen 4:4 gegen Ebersberg in Runde 2 spielten wir zur Runde 3 am 01.12 zum ersten Mal in Bestbesetzung in dieser Saison zuhause gegen Germering.

    Ein blendenden Start hatte Jürgen an Brett 4 mit Weiß. In einem Spanier mit frühem De2 konnte er den schwarzen König sehr bald in Bedrängnis bringen. Ein Ausweichmanöver brachte nichts ein, es erfolgte ein Mattangriff.

    Genau umgekehrt lief es für Oliver mit Schwarz an Brett drei. In einem Colle-Standardangriff von Weiß mit massivem Figurendruck von Dame, Turm, Läufer und Springer am Königsflügel sah es sehr bald mau aus für die schwarze Majestät. Trotz Oliver’s zäher Verteidigung und Damentausch war die Königsstellung am Ende zu sehr kompromittiert und es hingen zu viele Figuren, so dass Schwarz aufgeben musste.

    Ich hatte es an Brett 6 mit Weiß in einem Standarddamengambit (abgelehnt) mit einem frühen 4.. a6 zu tun, dass ich mit dem Vorstoß c5 beantwortete (anstelle von Tausch auf d5). Im weiteren Verlauf war ich immer leicht im Vorteil, insbesondere, nachdem Schwarz den Abtausch des schwarzfeldrigen Läufers gegen einen Springer mit anhaltendem Druck meines Läufers auf g5 zuließ. Schwarz musste seine Stellung mit h6/g5 schwächen. Zudem bekam ich die offene c-Linie. Allerdings war der bald erfolgende finale Fehler von Schwarz nicht erzwungen: er ließ einen Doppelangriff auf Damen und Springer zu, praktisch ein einzügiger Einsteller. Der volle Punkt ging dann bald an mich.

    An Brett 1 hatte Arshak mit Schwarz in einem Franzosen nach frühem Damentausch eine flexible Abwehrstellung aufgebaut. Den Raumvorteil von Weiß am Königsflügel konnte er mit Druck auf die Mitte kontern. Im weiteren Verlauf konnte Weiß zwar einen entfernten Freibauern auf der a-Linie etablieren, Schwarz brach aber durch Druck auf den weißen c-Bauern seinerseits mit seinem d-Bauern durch. Das war dann auch der Matchwinner. Nach einem Ablenkungsmanöver unter Turmopfer konnte sich der mittlerweile auf der e-Linie gelandete Bauer in eine Dame verwandeln und damit den Sieg sichern.

    Schon bald zwei Bauern mehr hatte Daniel als Weißer an Brett 2 in einem Winawer-Franzosen mit Ld2. Schwarz fand überhaupt kein Rezept gegen diesen Aufbau und verteidigte sich zwar zäh,
    aber letztlich rein passiv. Gegen den weißen Bauernsturm am Königsflügel mit Schwerfigurenunterstützung gab es keine Verteidigung. Mit diesem Sieg hatten wir das Remis bereits sicher.

    Gar nicht zu laufen schien es zunächst an Brett 5 für Yaro in der modernen Verteidigung. Nach einem weißen Bauernopfer auf e6, das Yaro ablehnte, war der schwarze Königsflügel wie eingemauert und die Entlastungsversuche mit Springer und Damen schienen nichts zu bringen. Allerdings übersah Weiß in Zeitnot eine taktische Wendung mit der Schwarz eine Qualität mehr im Endspiel erringen konnte und dann bald gewann.

    Das sollte allerdings nicht der einzige überraschende Sieg bleiben. An Brett 8 hatte Thomas wie üblich die englische Eröffnung als Weißer angestrebt. Die Kontrahenten landeten einem Doppelturmendspiel, wo Weiß zwar einfach einen Bauern weniger, dafür allerdings aktives Figurenspiel hatte. Nach Abtausch eines Turmpaares ließ Schwarz erst den verbliebenen weißen Turm, danach den weißen König zu aktiv werden. Eine Taktik am Schluss mit Turmopfer und scheinbar unaufholbarem Bauern auf d2 wehrte Thomas mühelos ab.

    In der letzten verblieben Partie an Brett 7 hatte es Massimo mit einer Art Reti-Eröffnung von Weiß mit Läufer auf g2 und Bauern d3 und c4 zu tun. Die meiste Zeit war die Partie in sehr ruhigen Bahnen. Am Ende aber ließ Weiß seine Bauernstruktur am Königsflügel zu sehr aufweichen, was Schwarz dann taktisch ausnutzen konnte. Nach Damentausch war das Bauernendspiel dann gewonnen.

    Durch diesen Kantersieg und durch das Remis unserer Verfolger Isental und Gauting sind wir zunächst auf Platz 1 gelandet. Weiter geht es dann schon in 14 Tagen in Runde 4 auswärts gegen Gauting. (FL)

  • Team I: Punkteteilung in Ebersberg

    Nach dem Sieg gegen Waldkraiburg in Runde I traten wir in Runde 2 am 11.10 auswärts gegen die Schachunion Ebersberg-Grafing an. Nominell schwächer als der Erstrundengegner hielten die Ebersberger dennoch mehr als mit.

    An Brett 3 hatte es Jürgen mit Schwarz gegen einen Sizilianer in der klassischen Variante zu tun. Die Gegner kamen hier nicht über ein Abtasten hinaus und erreichten bald ein Remis.

    An Brett 8 hatte Marvin mit Schwarz eigentlich eine Figur mehr, übersah dann aber die einzige Idee, die der Gegner noch hatte (Mattangriff, sollte Schwarz den Turm auf a1 nehmen. Stattdessen hätte er Figur und zwei Bauern mit Damentausch haben können. Leider hier ein 0:1.

    Genau umgekehrt lieft es bei Vladislav auf Brett 7. Hier war es Weiß, der eine Dame gegen zwei Leichtfiguren bekam und die Verwertung zum vollen Punkt ließ nicht lange auf sich warten.

    An Brett 4 spielte Oliver mit Weiß gegen einen Franzosen an. Der zerrupften Bauernstellung von Weiß stand Figurenaktivität mit den Schwerfiguren gegenüber. Die Gegner einigten sich auf ein Remis.

    Ebenfalls in Remis willigte Daniel an Brett 2 ein, auch gegen einen Sizilianer.

    Thomas kam in Endspiel an Brett 6 unter gehörigen Druck. Hier war das Remisangebot von Weiß ein glücklicher Ausgang für uns.

    Ich hatte an Brett 5 als Weißer ein Benko-Gambit mit a4 abgelehnt und kam ganz gut aus der Stellung raus, fand aber nicht immer die beste Fortsetzung. Ein unklares Bauernopfer von mir hätte mir aber nach der fehlerhaften Fortsetzung von Schwarz für einen Zug glänzende Aussichten beschwert. Nachdem ich die Chance verpasst hatte, versandete die Partie ins Remis.

    An Brett 1 spielte Arsak als Weißer in einem Reti-Aufbau lange Zeit druckvoll und umsichtig und hätte gewinnen können, aber auch ergab sich für uns nicht mehr als ein Remis.

    Insgesamt ein glückliches 4:4 für beide Mannschaften. (FL)

  • Team II: Kantersieg gegen Gilching

    Am 20.10 empfing die zweite Mannschaft den TSV Gilching-Argelsried. An Brett 1 gewann Jasper, leider gibt es von seiner Partie keinen Bericht. An nächsten Brett wählte Marvin gegen die Pirc-Verteidigung eine aktive Variante mit frühem Bauernvorstoß auf der h-Linie. Sein Gegner opferte
    daraufhin einen Bauern im Zentrum. Dies hielt aber nicht Marvins aktives Spiel auf. Im frühen Mittelspiel hat der Gegner durch einen Patzerzug seine Dame eingestellt (1:0)

    An Brett drei wählte Sebi die Caro-Kann-Verteidigung und gelangte in die Abtauschvariante. Nach einigen Figurenmanövern tauschten sich die Leichtfiguren und Damen ab. Dies führte in ein Turm-Turm-Springer Endspiel, in welchem Schwarz seine Bauernminorität am Damenflügel und Weiß seine Bauernminorität am Königsflügel nach vorne schoben um Schwächen zu erzeugen. Nach dem Abtausch der Springer verlief die Partie ins Remis (1/2:1/2).

    Martins Spiel war strategisch geprägt. Nach der Eröffnung hatte sein Gegner einen Doppelbauern auf c6 und c5, während sein Springer auf c4 ein ideales Feld hatte. Das ganze Mittelspiel drehte sich einzig darum, den Vorstoß d6-d5 zu verhindern, da er ansonsten den gegnerischen Bauern auf e5 gewinnen würde. Als es für seinen Gegner endlich möglich war, d6-d5 zu spielen und sein Gegner nach exd5 auf e5 hätte schlagen können, wäre dies mit einem Figurenverlust gegen 3 Bauern für Martin ausgegangen. Doch er hatte eine sehr gute Alternative. Martin konnte auf a5 mit Läufer und Springer den gegnerischen Bauern und dann den Turm schlagen und bekam dann zwangsläufig
    noch 2 Bauern im Zentrum. In der Folge musste er noch aufpassen, dass der Gegner ihn nicht mit Dame und Springer matt setzt. Allerdings hatte Martin aber die einzige offene Linie mit einem Turm besetzt. Nach einem Turmtausch und Martins Freibauern auf a6 und Dame auf b7 konnte sein Gegner den Freibauern nur mit Damentausch aufhalten. Fünf Züge später konnte der Gegner einen Figurenverlust nicht mehr vermeiden und gab auf (1:0).

    Jürgen Klapper hatte es an Brett 5 als Nachziehender mit dem Trompowsky-Angriff zu tun. Sein Gegner spielte zudem eine Variante, die für Klapper wenig Möglichkeiten für Initative gab. Als der Gräfelfinger einen vermeintlich „vergifteten Bauern“ sich nicht zu nehmen traute, kam er stellungsmäßig etwas unter Druck, konnte seine Stellung aber wieder etwas stablisieren und sah in Folge eine schöne Kombination, die in 5 Zügen eine Figur gewinnt und damit die Partie (0:1).

    Am letzten Brett ergab sich bei Philipp nach beiderseitigen kleineren Eröffnungs-Ungenauigkeiten eine ausgeglichene „Widder-Struktur“: D. h. gegenüberstehende isolierte d-Bauern. Philipp konnte den Druck auf den gegnerischen d-Bauern dank Fianchettoläufer und zweier Springer immer weiter erhöhen, während sein eigener d-Bauer immer ausreichend verteidigt war. Dann gestattete ihm sein Gegner auch noch die schwarze Bauernstruktur am Königsflügel durch Verdopplung des f-Bauern zu schwächen. Kurz darauf fiel dann der schwarze d-Bauer und bald musste Schwarz eine Figur geben, um Damenverlust zu vermeiden. Nach einigen Abtauschen gab Schwarz dann angesichts einer drohenden Bauernumwandlung verbunden mit weiterem Materialverlust auf (1:0).

    Mit diesem hohen Sieg setzt Gräfelfing die Tabellenführung fort. (AR)