Aktuelle Beiträge

  • Gelungener Wiedereinstand in der RLSO

    Am Sonntag, dem 12.10.2025 fand die erste Runde der Regionalliga Südost in der Saison 2025/26 statt. Wir müssten zum Absteiger aus der Landesliga Süd Ilmmünster fahren, wobei wir an einem Ausweichort in Reichertshausen spielten.

    Daniel war nicht dabei, dafür aber Jasper an Brett 8. Einen ersten Akzent setzte Jürgen an Brett 4 mit einem Sizilianer. Der Gegner spielte das eher unübliche d4..Dxd4, wobei dann Schwarz relativ früh bequemes Spiel bekam. Eine übersehen Taktik ließ Jürgen eine volle Qualität mit Damentausch und ohne jede Kompensation für Weiß gewinnen. Jürgen verwandelte sicher den vollen Punkt nach kurzer Zeit.

    Weniger Glück hatte Vladi an Brett 7. In einer Reti-Partie ließ Vladi als Weiß viel Gegenspiel in Form von Raumvorteil zu, stand aber zwischenzeitlich eigentlich besser. Es kam aber zu einer Zersplitterung seiner Bauern am Königsflügel, was einen Angriff auf seine Königsstellung erlaubte. Die Abwehr des Angriffs kostete Weiß den wichtigen Bauern auf d3, und einige Zeit später die Partie.

    An Brett 5 ließ Yaro ähnlich wie Vladi zu viel Gegenspiel des Schwarzen zu. Gespielt wurde (nach Umwegen) eine Benoni-Partie. Schwarz konnte durch eine kleine Taktik die Qualität gewinnen ohne Gegenspiel für Weiß. Danach stand es 2:1 für die Heimmannschaft.

    An Brett 1 spielte Arshak als Weißer seinen Standartaufbau in einer symmetrischen Englischen Partie, wobei Weiß nach einigem Lavieren zu entscheidendem Angriff am Königsflügel kam und Arshak sicher den vollen Punkt holte.

    An Brett 2 hatte Massimo als Schwarzer einen Franzosen auf dem Brett, wobei Weiß in der Winawer-Variante das eher seltene Gambit mit Sge2 spielte. Im weiteren Verlauf schien Weiß gut zu stehen und Druck zu entwickeln, aber das war eine Fata Morgana. Massimo wehrte sicher die Angriffsversuche von Weiß im damenlosen Mittelspiel und später Endspiel ab, gewann selbst einen wichtigen Bauern auf h5 und konnte dann eine Bauernwalze am Königsflügel in Gang setzen. Weiß musste dann bald die Segel streichen. Das hatte sich Massimos illustrer Gegner Thomas Niedermeier sicher anders vorgestellt.

    Unter Druck stand Jasper an Brett 8 lange Zeit als Schwarzer in einem Nimzo-Inder, den Weiß in einer Seitenlinie mit f3 spielte. Die Idee in dieser Variante ist das langsame Vorbereiten des Durchbruches e4/e5 mit Druck am Königsflügel. Geraume Zeit spielte Weiß hier sehr sicher und nach Plan, eröffnete den entscheidenden Vorstoß dann doch aber etwas verfrüht. Jasper kam zu Gegenspiel, die Kontrahenten kamen beide in Zeitnot. Weiß verlor kurz vor der Zeitkontrolle im 39. Zug wegen Zeit => 4:2 für uns!

    Ich hatte es an Brett 6 als Schwarzer mit einer schottischen Partie zu tun, die der Weiße insgesamt solide aber wenig aggressiv behandelte. Nach einer ungenauen Abwicklung mit Damentausch stand ich eigentlich schon fast auf Gewinn, ließ aber eine für Weiß befreiende Abwicklung in ein Endspiel Turm+Läufer gegen Turm+Springer zu (anstatt eines Doppelturmendspiels plus Läufer / Springer und Mehrbauern).

    Aber auch im weiteren Verlauf spielte Weiß zu passiv. Seine Bauernmehrheit am Königsflügel kam nie ins Rollen, während ich langsam meine Bauern am Damenflügel weiterschieben konnte. Kurz vor Zeitkontrolle kam dann der entscheidende Durchbruch.

    Weiß hatte dann die Wahl, ob er mit Turm gegen Dame weiterspielen wollte oder sich gleich mattsetzen ließ. Er wählte das letztere und so hatten wir mit 5:2 bereits gewonnen.

    An Brett 3 hatte Oliver mit Weiß in einem geschlossenen Sizilianer bereits recht früh eine Qualität gegen einen Bauern gewonnen. Im weiteren Verlauf wollte er allerdings zu viel, verlor noch einen weiteren Bauern und geriet in ein verlorenes Endspiel Turm gegen Springer + zwei Bauern.

    So stand es also am Ende 5:3 gegen die eigentlich favorisierten Ilmmünsterer! Am 26.10.2026, also in 14 Tagen geht es gleich weiter gegen Ergolding 1. Das nominell schwächere Team sollte nicht unterschätzt werden, sie gewannen heute überzeugend 5.5 – 2.5 gegen den MTV Ingolstadt.

  • SK Gräfelfing ist Bayerischer U14-Meister!

    Am vergangenen Wochenende fand das Finale der Bayerischen U14-Mannschaftsmeisterschaften in Kelheim statt. Unsere Mannschaft, bestehend aus Vladislav Barsov, Vladimir Yaroschenko, Mikhail Barsov und Diwen Cheng, hatte sich nach einer erfolgreichen Vorrunde (4:0 gegen SC Seubelsdorf) für die Endrunde qualifiziert. Am 5. Juli traten wir in Kelheim startbereit an. Nach den Pfingstferien mit erfolgreicher Teilnahme an verschiedenen offenen Turnieren (z.B. das Horber Pfingstgambit, das Seebach Open und das Biber Open in Kirchseeon) waren die Jungs in guter Form und bereit zu kämpfen. 

    Die BMM U14 wurde gemeinsam mit der BMM U16 im Hotel Dormero ausgerichtet. Wir möchten uns beim ausrichtenden Verein SK Kelheim nochmals herzlich für die Organisation bedanken. Der Turniersaal war großzügig und gut belüftet, außerdem gut gegen Geräusche aus dem Hotel isoliert. Es gab auch reichlich Platz für wartende Begleitpersonen im Hotelflur oder auf der Terrasse draußen. 

    Nach der Auslosung bekamen wir in der ersten Runde gleich den (vermeintlich) schwersten Gegner: den SK Kelheim. Vladislav spielte mit Weiß gegen Moritz Ramming, Vladimir mit Schwarz gegen Arthur Sitnik, Mikhail gegen Johannes Dombert und Diwen gegen Darun Sakthivel. 

    Vladimir war als Erster fertig. Es war eine Art Sizilianisch-Sweschnikow. Vladimir griff die Dame von Arthur an, der darauf einen fehlerhaften Gegenangriff versuchte. Arthur verlor Material, und die Partie war für Vladimir entschieden.

    Auch bei Diwen ging es schnell. Er spielte eine Verteidigung, die Mikhail nicht kannte: g6, Lg7, d6, a6, b5, c5. Diwen konnte danach relativ zügig gewinnen.

    Bei Mikhail dauerte es länger. Er spielte die Petrov-Verteidigung und kam gut aus der Eröffnung, verlor jedoch durch eine Ungenauigkeit mehrere Tempi. Johannes verlor allerdings zwei Bauern und trotz Zeitnot konnte Mikhail die Partie für sich entscheiden.

    Zwischen Vladislav und Moritz entstand eine geschlossene Sizilianische Partie. Vladislav gelang es bis zum 20. Zug, einen starken Angriff auf den schwarzen König mit den Bauern f5 und g5 aufzubauen. Unter Druck unterliefen dem Gegner einige Ungenauigkeiten. Allerdings konnte Vladislav den daraus resultierenden Vorteil nicht nutzen. Ein paar eigene Ungenauigkeiten in der scharfen Stellung führten zum Verlust des Vorteils und schließlich zu einer schlechteren Stellung, in der er gezwungen war, die Dame gegen Turm und Läufer zu geben. Dies konnte der Gegner im offenen Endspiel mit verbundenen Freibauern schnell verwerten. Am Ende stand es 3:1 für Gräfelfing. 

    Nach dem Mittagessen in der Grillbar im Hotel und ein paar Runden des Spiels “Impostor” ging es weiter gegen den FC Bayern. Vladi bekam seinen altbekannten Gegner Daniel Hepp, Vladimir spielte gegen Luca Mittelmeier, Mischa gegen Benjamin Kayl und Diwen gegen Vincent Paffrath. 

    Vladimir eröffnete mit d4, dann b3, Lb2 usw., und startete einen Königsangriff, dem Luca nicht standhalten konnte – Sieg für Vladimir. 

    Mikhail verpasste seinem Gegner früh eine schlechte Bauernstruktur, doch Benjamin hatte das Läuferpaar. Mikhail gewann einen Bauern, tauschte die Läufer ab und ging in ein gewonnenes Turmendspiel über. 

    Vladislav spielte die Moderne Verteidigung. Der Gegner machte zu Beginn des Mittelspiels ein paar Ungenauigkeiten, wodurch Vladi genügend Kräfte am Königsflügel sammeln konnte, um eine großangelegte Angriffskombination einzuleiten. Den Auftakt machte der Zug 8. … f5, der zur Öffnung des Königsflügels und anschließend zur Dominanz der schwarzen Figuren im Zentrum und am Königsflügel führte. Die weißen Figuren gerieten unter konstanten Druck, machten weitere Ungenauigkeiten und verschlechterten ihre Stellung zunehmend. Vladislav ließ in seiner Angriffspartie keine Schwächen zu und leitete schließlich im 32. Zug eine Mattkombination ein. Eine starke Partie und ein schöner Sieg.

    Bei Diwen dauerte es am längsten: Er verlor einen Bauern, öffnete aber die Königsstellung von Vincent und erreichte eine starke Stellung. In dieser hätte er gewinnen können, tauschte jedoch die Dame gegen zwei Türme. Auch danach stand er besser, aber die Partie endete schließlich remis. Damit war Gräfelfing bereits sicher unter den Top 2. 

    Die Jungs konnten am Abend beim Schauen von Bayern – PSG ein wenig entspannen. In Kelheim war das Stadtfest, und die Altstadt brummte bis 2 Uhr morgens. Zum Glück übernachteten wir etwas außerhalb und bekamen davon nichts mit. 

    Am Sonntagmorgen stand die letzte Runde gegen den SW Nürnberg an. Mikhail spielte gegen Alex Averin und gewann als Erster. Er spielte mit Weiß 1. c4, worauf Alex eine Variante wählte, die Mikhail eine angenehmere Stellung verschaffte. Mit Entwicklungsvorsprung erzeugte er Druck, gewann zwei Leichtfiguren gegen einen Turm und schob seine Bauernmehrheit voran. Der entscheidende Freibauer sicherte ihm schließlich den Sieg. 

    Danach war leider ein wenig die Luft raus. Diwen spielte erneut die Eröffnung aus der ersten Runde (siehe oben), erreichte eine angenehme Stellung und gewann eine Qualität, stellte dann aber ein Matt (bzw. den Verlust der Dame) ein. 

    Vladimir verlor gegen das einzige Mädchen im Turnier, Olha Ratushna. Sie setzte ihn mit einem Freibauern unter Druck. Es entstand ein Springerendspiel, in dem Olha einen Bauern mehr hatte, während Vladimirs König zu weit entfernt stand. 

    Vladislav spielte gegen den bayerischen #2, Viktor Ratushnyi, Englisch, kam gut aus der Eröffnung, stellte jedoch eine Qualität ein.  Hätte Kelheim in der letzten Runde gewonnen, wären wir nicht mehr Meister geworden. Doch der FC Bayern zauberte schnell an den hinteren Brettern ein 2:0, und es ging an den vorderen Brettern nur noch um Platz 2 (ein Remis hätte Kelheim gereicht). Die Partie an Brett 2 endete jedoch ebenfalls mit einer Niederlage für Kelheim, und an Brett 1 spielten Arthur Sitnik und Daniel Hepp remis. Damit sind wir mit 7,5 Mannschaftspunkten Bayerischer Meister, und die Jungs spielen zwischen Weihnachten und Silvester die Deutsche Vereinsmeisterschaft in München. Trotz der misslungenen letzten Runde war es eine tolle Leistung – weiter so und noch besser! Jungs, feiert nicht zu früh, bereitet euch gut vor, und viel Erfolg! (MB, FL)

  • Team I: Aufstieg mit Maximalergebnis!

    Mit dem bestmöglichen Ergebnis – einem 8:0 gegen SU Traunstein / Traunreut in Runde 9 der Bezirksliga-Saison 2024/25 – schafft die 1. Mannschaft des SK Gräfeling den Aufstieg in die Regionalliga Südost für die nächste Saison !

    Die Höhe diese Erfolgs war allerdings auch notwendig, denn Verfolger Gauting besiegte in der gleichen Runde Ilmünster 2 mit 7.5 – 0.5. Wäre unser Sieg geringer ausgefallen, hätte laut Turnierordnung Gauting das Recht gehabt, einen Stichkampf einzufordern, denn Gräfeling gewann in Runde 8 kampflos gegen Ilmünster 2.

    Aber der Reihe nach: am Sonntag den 04.05.2025 fuhren wir hochmotiviert zum letzten Spiel der Bezirksliga 2024/25 nach Traunstein. Gräfelfing und Gauting lagen nach Mannschaftspunkten gleich auf, 4 Brettpunkte trennten uns (Platz 1) vom Verfolger. Es war klar, dass wir möglichst hoch gewinnen mussten.

    Den Auftakt für den späteren Triumpf bildete Jürgen an Brett 4. Mit einem starken Zentrum d5, c5, (später e5, f6 und g5) trat Schwarz schon früh aggressiv gegen das verhalten weiße Spiel mit Sf3, d4 und g3 auf. Ein Figurenopher, das Weiß nicht annehmen hätte dürfen, war der Start für eine Königshatz, die der Wei0e nicht überlebte.

    An Brett 1 nutzte Arshak mit Weiß den Königsindischen Angriff gegen das schwarze 1..e6. Schwarz war nicht in der Lage, adäquates Gegenspiel aufzubauen und verlor Bauern ohne Kompensation, was am Ende die Kapitulation des Gegners erzwang.

    An Brett 7 probierte Massimo einen eher ungewöhnlichen Aufbau mit Sc3 und Lf4 (Jobaava-London ähnelnd) gegen die Holländische Verteidigung des Schwarzen. Nach einer Phase schwerblütigen Positionsspiels kam Weiß zum Vorstoß im Zentrum und konnte die Stellung entscheidend öffnen. Am Ende hätte Schwarz zusätzlich zur schlechten Stellung noch mindestens eine Qualität verloren
    und musste aufgeben.

    An Brett 8 probierte Weiß gegen Thomas einen ungewöhnlichen Aufbau im Franzosen mit Sc3, konnte aber aus der Eröffnung keinen Vorteil herausholen. Nach Damentausch konnte Schwarz seine Stellung schrittweise verbessern und es kam zu einem Doppelturmendspiel (später Turmendspiel) mit gedecktem Freibauern für Schwarz. Thomas konnte die gegnerischen Bauernformation erfolgreich aufreißen, was das Eindringen des schwarzen Königs in die weiße Stellung erlaubte. Bald stand ein weiterer Sieg zu Buche.

    Ich hatte es an Brett 6 als schwarzer mit der Polerio-Variante der Preußischen Partie zu tun (1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3. Lc4 Sf6 4.Sg5 d5 5.exd5 Sa5). Mein Gegner spielte nicht die beste Fortsetzung und ich bekam klare Kompensation für das Gambit durch meine beschleunigte Entwicklung. Als Weiß letztlich seinen Läufer fianchettieren und lang rochieren konnte, konnte ich einen Königsangriff
    organisieren, worauf Weiß nicht die beste Fortsetzung fand und bald einem Mattangriff erlag. Damit stand es 5-0 und wir hatte das Match bereits gewonnen.

    An Brett 2 erlaubt sich Daniel mit schwarz in einem Alapin-Sizilianer einen taktischen Fehler und musste Dame für Turm und Springer geben, was später aber in zwei Türmen vs Dame + 2 Bauern endete. Weiß ließ dann allerdings seinen König in die Ecke drängen. Weiß beging taktische Fehler und musste seine Dame gegen einen Turm zurückgegeben, worauf Daniel dann bald das
    Endspiel verwertete.

    An Brett 5 probierte Yaro den Panov-Angriff der er vor kurzem von Marvin gelernt hatte, erfolgreich aus. Schwarz opferte die Qualität, allerdings für zu wenig Kompensation. Nach einer längeren Endspielphase konnte Weiß letztlich seinen Vorteil verwerten.

    An Brett 3 hatte es Oliver mit Weiß gegen die Aljechin-Verteidigung zu tun. Er konnte ein starkes Zentrum aufbauen, das Schwarz in der Folge nicht neutralisieren konnte. Am Ende kam es zu einem sehr vorteilhaften Endspiel Springer gegen „schlechten“ Läufer. Als der Verlust eines Randbauern
    drohte, musste Schwarz aufgeben.

    Damit stand es also 8-0 für uns. Dieser Triumpf ermöglich uns, nach sieben Jahren Durststrecke wieder in die Regionalliga Südost zurückzukehren, wo wir uns dann nächste Saison beweisen wollen und müssen.

    Ich danke allen Stamm- und Ersatzspielern für ihren Einsatz in dieser Saison und hoffe, dass es in der höheren Liga mit Elan weitergeht! (FL)

  • Team II: Platz 1 durch Sieg gegen Gröbenzell

    Am Sonntag, den sechsten April, empfingen wir Gröbenzell. Bei diesem Aufeinandertreffe entschied sich wer von Gräfelfing oder Gröbenzell Platz eins der Kreisligasaison 24/25 belegt. Aufgestiegen war die Mannschaft ja bereits durch einen Sieg gegen Miesbach.

    Es spielten Marvin Kühn, Martin Hock, Jürgen Klapper, Wladimir Yaroshenko, Martin Trinh und Dennis Vitkovski.

    Marvin Kühn verteidigte sich mit Caro-Kann. Nach Entwicklung beider Seiten verlagerte sich der
    Kampf bei strategischem Positionieren ins frühe Endspiel. Hier hatte Marvin eine mehrzügige Taktik, bei der er einen Bauern gewinnen konnte. Diese kam erst in der Analyse zum Vorschein.
    Er konnte in der Folge die Wirkung seiner Figuren verstärken.

    An Brett zwei spielte Martin Hock mit weiß. Das ruhige Spiel ergab ein kompliziertes Mittelspiel.
    Martins Bauern waren einzeln auf Damen- und Königsflügel verteilt und die des Gegners verbunden.
    Dieser Schwäche begegnete Martin mit taktischen Drohungen.

    Jürgen Klapper an Brett 3 konnte zwar mit den schwarzen Steinen nach der Eröffnung Ausgleich erreichen, öffnete aber zu früh das Zentrum, da er eine nachfolgende Kombination falsch einschätzte. Die Folge war eine strukturelle Schwächung am Damenflügel gegen das Läuferpaar, was am Ende
    2 Bauern und somit die Partie kostete.

    Vladimir zog am benachbarten Brett die weißen Steine. Leider fehlt hier die Partie.

    An Brett fünf wählte Martin Trinh die Caro-Kann-Verteidigung. Sein Gegner setzte aktiv in
    der Vorstoßvariante fort und baute Druck am Damenflügel auf.

    Dennis gelangte in über Zugumstellung in eine klassische Stellung der Benonieröffnung und
    konnte über ein vorteilhaftes Turmendspiel den ersten Punkt holen (1:0).

    Kurz aufeinanderfolgend gab es die Niederlagen von Vladimir und Jürgen, sowie die Siege von Marvin und Martin Trinh (3 : 2).

    Bei Martin Hock entschied die knappe Zeit (3 : 3).

    Das war eine überragende Leistung von Gräfelfing gegen den Favoriten Gröbenzell. Nächste Saison in der Zugspitzliga wird deutlich anspruchsvoller sein. (AR)

  • Team II: Aufstieg sicher durch Sieg gegen Miesbach

    Am Sonntag, den 23. März fand das Auswärtsspiel gegen Miesbach statt. Die Aufstellung bestand
    aus den Stammspielern Marvin Kühn, Martin Hock, Jürgen Klapper, Philipp Zametzer und mir. Verstärkung hatten wir mit Jasper Timm.

    Jasper – an Brett eins mit weiß – wählte die Englische Eröffnung. In der Folge tauschten sich die
    meisten Figuren ab. Er gelangte in ein Läufer Turm gegen Läufer Turm Endspiel mit einem weit vorgerückten Freibauern auf der a Linie. Marvin spielte an Brett zwei mit Schwarz. Hier fehlen leider die Details.

    Martin Hock baute sich an Brett drei mit weiß ruhig auf. Diese Partie kennzeichnete sich durch
    strategisches Manövrieren. Das Mittelspiel mündete in ein Läufer gegen Springer Endspiel mit verteilten Bauern am Königsflügel.

    An Brett vier ergab sich bei Jürgen Klapper die französische Vorstoßvariante über die
    Alapineröffnung. Der weitere Partieverlauf kennzeichnete sich durch Spannung mit Bauernhebeln
    gegen die Zentrumsstruktur.

    Philipp an Brett 5 mit Weiß erlaubte seinem Gegner in der Englischen Eröffung den thematischen Vorstoß f5-f4 gegen das weiße Bauerndreieck e3,f2,g3. Statt mit d4 im Zentrum zu kontern, öffnete er die g-Linie um Gegenspiel gegen den scharzen König zu bekommen. Dies ergab eine zweischneidige, unklare Stellung mit weißen und schwarzen Königsschwächen. Schwarz war hier positionell etwas im Vorteil.

    Nach beiderseitigen Ungenauigkeiten aber ohne entscheidende Fehler, konnte Schwarz mit der Dame einen Bauern auf a3 erobern. Als Kompensation drang Philipp mit seinem Turm auf f7 ein. In nun ausgeglichener Stellung kehrte die schwarze Dame von a3 zur Verteidigung ins scheinbar sichere
    Zentrum nach d6 zurück (das kaltblütige Kg8 mit Angriff auf den Turm hätte die schwarze Stellung gehalten). Nun konnte Philipp mit zwei folgenden Springerangriffen auf die Dame seinen Springer von g3 auf g5 stark verbessern und den Turm auf f7 decken. Zwei Züge später kam die weiße Dame nach f6 und das Matt auf g7 war – zum sicher etwas glücklichen Sieg- nicht mehr zu verhindern (1 : 0).

    Bei mir an Brett sechs löste mein Gegner die d4-c5 Spannung über das weniger gebräuchliche dxc5. Nach Wiedergewinnung des Bauern änderte sich die Zentrumsbauernstruktur bis zu einer Sveschnikovstruktur mit d6 und e5. Im Folgenden Spielverlauf tauschten sich die meisten Figuren ab. Ich gelangte in ein vorteilhaftes Läufer gegen Springer Endspiel. Währenddessen gab es weitere Punkte bei Marvin und Jürgen (3:0).

    Jasper konnte eine Zeit lang den Freibauern taktisch verteidigen. Schließlich entschied jedoch die besser Position des gegnerischen Königs und sein Freibauer wurde entschärft (3 1/2 : 1/2).

    Martin kämpfe für die Verstärkung seines Vorteils und konnte diesen ausbauen (4 1/2 : 1/2). Mit Zeitnot war ich einer taktischen Position gegenübergestellt. Ich entschied mich für den Abtausch ins Bauernendspiel mit aktiverem König, doch fand in diesem nicht die gewinnbringende Fortsetzung. Über Umwandlung beider Seiten ergab sich ein Dame gegen Dame Endspiel mit Initiative auf meiner Seite. Mein Gegner wehrte die taktischen Drohungen ab und die Partie verlief ins Remis (5:1).

    Mit der guten Mannschaftsleistung war uns somit schon ein Aufstieg in die Zugspitzliga sicher. (AR)

  • Oberbayerische Jugendeinzelmeisterschaft 2025 in Wartaweil

    Vom 05.03.2025 bis zum 08.03.2025 fand die diesjährige Oberbayerische Jugendeinzelmeisterschaft statt. Jeweils die ersten Beiden jeder Altersklasse qualifizieren sich direkt für die Bayerische Meisterschaft. Ganze elf Kinder und Jugendliche vom SK Gräfelfing in den unterschiedlichsten Altersklassen, kämpften an diesen vier Tagen, um ihren Platz auf der Bayerischen Meisterschaft buchen zu können.

    Hier eine kleine Übersicht unserer Teilnehmer:

    U8

    Ursprünglich sah es in der U8 nach einem Zweikampf zwischen Elias aus Gräfelfing und dem Freisinger Vitus aus, die beide als klare Favoriten auf das Weiterkommen galten. Jener Vitus, wurde vor dem Turnier jedoch überraschend krank und konnte nicht antreten, weswegen dem Durchmarsch von Elias eigentlich Keiner mehr im Wege stehen sollte. Nun, im Schach ist alles möglich. Elias remisierte die dritte Runde und verlor vollkommen überraschend in der sechsten Runde gegen den späteren Sechsten, weswegen sogar das Weiterkommen plötzlich in Gefahr geriet. Jedoch bewies Elias, dass gute Spieler vor allem in wichtigen Spielen ihre Bestleistung abrufen. Er besiegte seine beiden direkten Konkurrenten und sicherte sich zwar knapp, aber hochverdient mit 6,5 von 8 Punkten die Vizemeisterschaft und damit das Weiterkommen.

    U10

    Dass der Schachsport zu Coronazeiten mächtig boomte, machte sich vor allem in der Altersklasse U10 deutlich bemerkbar. Vor zwei Jahren holte sich Viktor Gubanov mit einem Rating von ca. 1000 DWZ die Vizemeisterschaft in dieser Altersklasse. Doch zu Coronazeiten entdeckten zahlreiche neue Talente das Spiel der zwei Könige. Dieses Jahr hätte diese Spielstärke gerade so für die obere Tabellenhälfte gereicht. Drei Gräfelfinger traten dieses Jahr in dieser sehr stark besetzten Altersklasse an. Jan und Louis performten erwartungsgemäß und wurden mit 3,5 und 4 Punkten aus acht Partien Achter und Sechster in dieser Altersklasse. Sie bewiesen, dass sie deutlich besser sind als der Durchschnitt, jedoch reicht es bei ihnen noch nicht, um die Topspieler ihres Jahrganges zu ärgern.

    Anders sah es aus bei Vitus. Er biss, kämpfte und tat alles für das Weiterkommen in die nächste Runde. Jedoch von Anfang an klar, dass er dafür einen aus der Top 3 schlagen musste. Er verlor gegen den Sieger und nach hartem Kampf reichte es leider nur für ein Remis gegen den Vizemeister und den späteren Dritten. Durch ein bitteres und unglückliches Remis in der ersten Runde reichte es am Ende mit 5,5 von 8 Punkten und dem vierten Platz leider nicht für die Qualifikation zur bayerischen.

    U12

    Für eine positive Überraschung sorgte Luka in der U12. Er zeigte eine sehr konstante Leistung und verpasste ganz knapp, nur durch Feinwertung getrennt, den dritten Platz und wurde Vierter mit 5 Punkten aus sieben Partien. Hätte er in einer deutlich besseren Stellung gegen den Vizemeister was Zählbares rausgeholt, wäre wahrscheinlich sogar noch mehr drinnen gewesen.

    U14/U14w

    Die U14 war dieses Jahr die wahrscheinlich die am stärksten besetzte Altersklasse. Trotzdem zeigte Mia keine Scheu und suchte sich ausgerechnet diese Herausforderung als ihren ersten offiziellen Wettkampf aus. Am Ende reichte es mit 2.5 von 7 möglichen Punkten für den 18. Platz in der Gesamtwertung und ganz knapp, durch einen halben Sonnebornpunkt vom 3. Platz getrennt, für den vierten Platz unter den weiblichen Teilnehmerinnen.

    Zutiefst enttäuscht am Ausgang des Turniers war Vladimir. Er trat mit großen Ambitionen und Erwartungen an sich selbst an und schaffte es nicht diese zu erfüllen. Er wirkte oft viel zu verkopft und das spiegelte sich auch in seinem Spiel wieder. Ihm unterliefen oft strategische Fehler. Sinnbildlich dafür war seine Niederlage gegen seinen Vereinskollegen Diwen, den er nach aussichtsreicher Stellung durch einen groben strategischen Patzer in seine Stellung einlud. Er wurde sechster unter den Jungs mit 4 aus 7 Punkten.

    Diwen war die Überraschung des Turniers. Anders als Vladimir und Vladislav ist er mit geringeren Erwartungen zur Meisterschaft gefahren und spielte befreit auf. Er punktete gegen etliche stärker bewertete Spieler, u.a. Sieg gegen Vladimir und Remis gegen Vladislav und erreichte den wohlverdienten 4. Platz mit 4,5 Punkten und verbesserte seine DWZ um über 140 Punkte, Chapeau.

    Vladislav gab bis zum Schluss alles, um sich für die Landesmeisterschaft zu qualifizieren. Er war einer der zwei Spieler, die es schafften, dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen. Leider hatte Vladi am letzten Tag mit starken Bauchschmerzen zu kämpfen und holte nur einen halben Punkt aus zwei Partien. Damit wurde er 3. mit 4,5 Punkten und verpasste haarscharf die direkte Qualifikation.

    U18

    Martin spielte ein starkes Turnier. Nach einem langsamen Start mit vielen Remisen gab Martin gegen Ende nochmal so richtig Gas. Er gewann ansehnlich die letzten beiden Runden und sicherte sich einen starken 3. Platz mit 4,5 Punkten bei sehr starker Konkurrenz.

    U16

    Was in der U16 los war, konnte wirklich Keiner vorhersehen. Die beiden Favoriten hatten einen desaströsen Start ins Turnier und irrten irgendwo im unteren Bereich der Tabelle herum. Der DWZ-stärkste Spieler holte sogar nur einen halben Punkt aus den ersten drei Partien und brach das Turnier danach krankheitsbedingt ab. Währenddessen spielte Pavel das Turnier seines Lebens. Er machte alle platt, die sich ihm in den Weg stellten und stand am Ende des vorletzten Tages mit einem Punkt Abstand allein an der Tabellenspitze. In den finalen Runden boten die Gegner deutlich mehr Gegenwehr und er erkämpfte sich nur einen halben Punkt aus zwei Partien.

    Nach sieben unfassbar spannenden Runden standen drei Spieler mit jeweils fünf Punkten an der Spitze der Tabelle. Pavel, nur durch einen Buchholzpunkt getrennt, wurde unser einziger Bezirksmeister. Damit hat er selbst vor dem Turnier wahrscheinlich nicht gerechnet. Herzlichen Glückwunsch.

    Der SK Gräfelfing wünscht allen, die auf der Bayerischen Meisterschaft teilnehmen wollen ganz viel Erfolg.

    Hier der Link zu dem ausführlichen Turnierverlauf: https://www.schachbezirk-oberbayern.de/index.php?id=jugendem

    (YY)

  • Team I: wichtiger Sieg gegen Isental

    Am 23.02 absolvierten wir die siebte und vermutlich entscheidende Runde in der diesjährigen Saison: wir trafen zuhause auf Spitzenreiter Isental. Wollten wir Aufstiegschancen wahren, mussten wir unbedingt diesen Kampf gewinnen und so traten wir in Bestbesetzung an; einschließlich Massimo, der – klausurgeplagt – zunächst nicht wusste, ob er teilnehmen konnte.

    Eine wichtige Vorentscheidung ergab sich an Brett 2, wo Daniel mit Weiß auf sein geliebtes Königsgambit zurückgriff. Trotz Damentausch entwickelten die weißen Figure mächtige Aktivität, die bald ein entscheidendes Übergewicht mündeten.

    Einen glänzenden Tag erwischte Thomas an Brett 8, das bei Isental stark besetzt war (stärker als Brett 3). Obwohl es zunächst so aussah, als ob Schwarz gegen Thomas‘ Damengambit Aktivität am Damenflügel entwickelte, konnte Thomas diese neutralisieren und dabei auch investiertes Material
    zurückgewinnen. Einen Mattangriff des weißen konterte er seinerseits mit einem unwiderstehlichen Mattangriff via Turmopfer auf g7. Egal was Schwarz getan hätte, er wäre einem Matt nicht mehr entkommen.

    An Brett 4 ergab sich ein taktisch-strategisches Hin- und Her, dass Gräfelfing am Schluss für sich entscheiden konnte. Jürgen griff als Weißer gegen Caro-Kann auf die Abtauschvariante zurück. In der Frühphase des Mittelspiels bekam er starken Königsangriff, wobei er Bauern auf b2 stehenließ, den Schwarz nicht nehmen konnte. Weiß eroberte seinerseits einen Bauern, dafür entwickelte Schwarz plötzlich starke Initiative auf der f-Linie. Nach einer großen Ungenauigkeit stand aber Schwarz in einem Endspiel Dame + Läufer gegen Dame + Springer des Weißen angesichts seiner offenen Königsstellung plötzlich auf Verlust. Jürgen verwandelte sicher den Punkt.

    In schneller Folge kam es dann zu drei Remisen. Erst machte Yaro auf Brett 5 in unklarer Stellung Remis (Schwarz, Modern), dann ich auf Brett 6 (Damengambit). Arshak auf Brett 1 hatte in der McCutcheon-Variante des Franzosen als Schwarzer als Klippen und taktischen Untiefen umschifft und war in ein Endspiel mit ungleichen Läufern gelandet, das von keiner Seite aus zu gewinnen war.

    An Brett 7 hatte Massimo’s Gegner seine eigentlich gute Stellung schrittweise verdorben. Ein angebotenes Qualitätsopfer lehnte Weiß aber, verlor dann aber trotzdem sang- und klanglos.

    Der Trostpunkt konnte Isental an Brett 3 einfahren. Oliver hatte in einem Franzosen als Schwarzer einen Bauern mehr, aber im Laufe des Mittelspiels entwickelte Weiß einen unwiderstehlichen Königsangriff.

    Damit entschieden wir den Kampf 5,5 : 2,5 für uns. In der Tabelle haben wir beide 11-3 Mannschaftspunkte, aber Isental liegt leicht vorne nach Brettpunkten. Nur ein anderes Ergebnis war vielleicht noch wichtiger: Gauting verliert gegen die Schachunion Ebersberg-Grafing und liegt jetzt hinter uns auf Platz 3, ebenfalls mit 11-3 Punkten!

    In den letzten beiden Runden entscheidet sich jetzt der Aufstieg, wobei der SK Gräfeling von den drei Mannschaften das schwierigste Restprogramm hat: in Runde 8 treten wir gegen Ilmünster 2 an (Platz 5) und in Runde 9 gegen die SG Traunstein/Traunreut. (FL)

  • Team II: knapper Sieg gegen Germering

    Am Sonntag, den zweiten Februar, empfing die zweite Mannschaft im Heimkampf Germering II.
    Diesmal fehlten uns die Spieler Philipp Zametzer, Marvin Kühn und Vladislav Barsov. Einen
    adäquaten Ersatz bildeten Sebastian Zieringer, Tobias Jordan und Martin Trinh.

    Am ersten Brett spielte Sebastian Zieringer mit Schwarz. Hier ergab sich die Caro-Kann-Hauptvariante. Obwohl die Könige entgegengesetzt rochierten, konzentrierte sich die Aktivität der Figuren auf das Zentrum. Im weiteren Verlauf tauschten sich einige Figuren ab und Sebastian gelangte in ein Turmendspiel mit noch allen Türmen auf dem Brett.

    Tobias Jordan – an Brett Zwei mit Weiß – baute sich in der Pirc-Eröffnung mit einem großen Zentrum – d4, e4 und f4 – auf. In der Folge setzte sein Gegner mit e5 dagegen, die Position öffnete sich etwas und das taktische Element rückte mehr in den Vordergrund.

    Am benachbarten Brett baute sich Martin Hock – mit Schwarz – in der Englischen Eröffnung symmetrisch auf. Sein Gegner wurde am Königsflügel aktiv und Martin am Damenflügel. Die Stellung war taktisch geladen und das ursprüngliche positionelle Manövrieren trat jetzt in den Hintergrund.

    Bei Jürgen Klapper an Brett Vier mit Weiß ergab sich eine Abtauschvariante der Slavischen Verteidigung. Ihm gelang es, das Zentrum weiter zu stärken und die meisten Figuren tauschten sich in der Folge ab.

    Bei mir an Brett Fünf mit Schwarz wählte mein Gegner gegen die Najdorf-Variante in der Sizilianischen Verteidigung einen klassischen Aufbau mit Le2, Le3 und f4. Mir gelang es, das Läufer-Paar zu behalten und meine Türme auf der e-Linie zu verdoppeln. In dieser Position mit leichter Initiative von mir, beging ich eine Ungenauigkeit und musst die Dame für Springer und Turm tauschen, um größeren Materialverlust zu vermeiden.

    Martin Trinh – am letzten Brett mit Weiß entschied sich für die Vorstoß Variante in der Französischen Eröffnung. Ihm gelang es, den schwarzfeldrigen Läufer gegen einen seiner Springer zu tauschen und über einen weiteren Springerabtausch auf f5 die Bauerstruktur am Königflügel zu schwächen. Mit e6 und Lxh6 setzte er einen Königsangriff in Gang.

    Währenddessen einigen sich Jürgen und sein Gegner in einem ziemlich ruhigen Turm-, Turm- plus Springer- Endspiel auf ein Remis(½ : ½).

    Am letzten Brett gelangt Martins aussichtsreicher Königsangriff leider in Stocken. Über ein Dauerschach verlief die Partie ins Remis (1 : 1).

    Mir ermöglicht ein Doppelangriff das Gewinnen einer Qualität plus Bauern. Das Eindringen meiner Türmen mit der Unterstützung meines weißfeldrigen Läufers engte die restlichen weißen Figuren zunehmend ein (2:1).

    Zu diesem Zeitpunkt sahen Brett zwei und drei ziemlich ausgeglichen aus.
    Allerdings war Sebastian a Brett 1 mit einem komplizierten Turmendspiel mit einem Bauern weniger konfrontiert.

    Nachdem die taktischen Finessen abgewehrt wurden, einigten sich die Spieler a Brett Drei in einem Läufer-Läufer gegen Läufer-Springer-Endspiel auf ein Remis (2½ : 1½).

    Bei Tobias – a Brett Zwei – neigte sich das Spiel Richtung Endspiel zu. Dennoch mussten beide ihren König vor Exposition schützen, da noch jeweils die Damen und zwei Leichtfiguren auf dem Brett sind.

    Sebastian gelang es die übrigen Bauern so abzutauschen, so dass nur noch ein Mehrbauer auf der a-Linie übrig blieb. Mit der faszinierenden Ressource Tb7+ (weiß: Th1, Kb6, a6 und schwarz: Tf7, Kb8) war hier der halbe Punkt für mindestens Unentschieden erreicht (3 : 2).

    Mit dieser Nachricht ging Tobias seine Position ruhig an, woraufhin er sich mit dem Gegner kurz darauf au ein Remis einigen (3½ : 2½).

    Dieser Mannschaftskampf war sehr knapp. Nach einer spielfreien nächsten Runde geht es gegen Miesbach weiter. (AR)

  • Team I: hoher Sieg gegen Töging

    Nach dem 5:3 gegen Moosburg wollten wir in der 6. Runde (02.02.205) unsere gute Form gegen Töging fortsetzen. Wir spielten auswärts, ohne Massimo aber mit Vladislav.

    Leichtes Spiel hatte diesmal Jürgen mit Schwarz an Brett 4 mit einem Alapin-Sizilianer. Sein Gegner stellte bereits ein der Eröffunng einen Bauern ein. Nach Damentausch konnte Jürgen den Materialvorsprung weiter ausbauen, wonach Weiß bald die Segel streichen musste.

    Schnell fertig war auch Vladislav an Brett 8. Mit Schwarz gegen einen Franzosen mit Sd2 kam
    er etwas beengt heraus. Sein Gegner tauschte aber alles ab, wonach der Bauernendspielt vollkommen
    ausgeglichen war. Remis war das das gerechte Ergebnis.

    An Brett 7 kam Thomas mit Weiß nicht zu seinen gewohnten Englisch-Stellungen, weil seinen
    Gegner Holländisch spielte. Es kam zu einer ungewohnten Materialverteilung im ausgehenden
    Mittelspiel. Thomas hatte mehrer Zentrumsbauern, dafür einen Läufer weniger. Keiner der
    Kontrahenten wollte etwas riskieren und so einigte man sich auf Remis.

    An Brett 3 hatte Oliver’s Gegner die Skandinavischen Verteidigung gegen 1.e4 gewählt. Es entstand eine Stellung mit heterogenen Rochaden. Beide kamen an sich gut aus der Eröffnung heraus, wobei Weiß doch etwas mehr Druck auf dem Königsflügel entfalten konnte und das schwarze Gegenspiel am Damenflügel sich als ungenügend erwies. Nach Opfern auf h7 und Öffnung der Stellung konnte es sich Weiß sogar erlauben, einen ganzen Turm zu opfern, da Matt oder hoher Materialverlust unvermeidlich wurde.

    An Brett 5 spielte Schwarz gegen Yaro’s 1.e4 die selten gesehene Nimzowitsch-Verteidung. Die Stellung war ausgeglichen, es kam zu einem Läuferendspiel. Einen etwas unvorsichtig aussehenden Bauernvorstoß von Weiß am Damenflügel konterte Schwarz ebenfalls mit einem Bauernzug. Nach Läufertausch war das entstehende Bauernendspiel trotzdem remis, trotz schlechterer Bauernstruktur für Schwarz.

    An Brett 1 konnte sich Arshak mit Weiß in einer Owen-Eröffnung auf beiden Flügel Raum- und dann später Materialvorteil verschaffen. Nach einer übersehenen Taktik musste Schwarz bald aufgeben.

    An Brett 2 hatte Daniel einen Materialvorteil herausarbeiten können, aber das entstehende
    Läuferendspiel war auf Grund mehrerer Bauernschwächen dann doch Remis.

    An Brett 8 hatte ich eigentlich ein London-System von meinem Gegner erwartet, aber nach
    meinem Sf6/d6 überlegte es sich Weiß anders und wir landeten in einem Pirc. Weiß kam gut
    aus der Eröffnung heraus, nachdem ich zu früh rochiert und nicht c6 gespielt hatte, ließ aber seinen Vorteil zusehends versanden. Nach Damentauch war das entstehende Turm + 2 Springer auf beiden
    Seiten immer leicht besser für mich.

    Nach einigen leichten Ungenauigkeiten von mir hätte Weiß eigentlich im weiteren Springer-Endspiel
    ausgleiche können, ließ aber seinen Springer „einmauern“ und gestattete später einen Bauern-durchbruch am Königsflügel, wonach ich zwei weit vorgeschobene Freibauern bekam, was dann schnell den Sieg brachte.

    Dies war ein schöner Sieg, aber in drei Wochen geht es zuhause gegen Isental, wo wir
    wiederum Bestform zeigen müssen. (FL)

  • Team I: ungefährdet gegen Moosburg

    Am Sonntag, den 19.1.2025 hatten wir die Runde 6 der Bezirksliga 2024/25 daheim gegen Moosburg, die erste Runde im neuen Jahr. Ohne Daniel, dafür aber mit Desi an Brett 8.

    Den Auftakt bildete wie so oft Jürgen an Brett 3. Sein Sizilianer mit Schwarz endet bald in ein völlig ausgeglichenes Läuferendspiel. Die Punkteteilung war die logische Folge.

    Den ersten Sieg des Tages fuhr Thomas ein, allerdings war das zunächst nicht abzusehen. Mit Schwarz gegen e4 spielte er wie üblich einen Franzosen, landete aber gegen die Vorstoßvariante auf Grund eines taktischen Übersehers bald in einer Verluststellung. Sein Gegner passte aber nicht auf und Thomas gewann eine Dame gegen einen Läufer und Bauern. Weitere taktische Verwicklungen blockte Thomas sicher aber und verwandelte bald den vollen Punkt.

    Ich hatte an Brett 5 mit Schwarz einen Nimzo-Inder auf dem Brett. Nach zwei Ungenauigkeiten
    hätte eigentlich das Läuferpaar von Weiß gegen mein Springerpaar deutlichen Vorteil bedeuten sollen, mein Gegner erlaubte mir allerdings die Stellung mehr oder weniger komplett geschlossen
    zu halten. Mehr als Remis war nicht drin.

    Auch an Brett 4 erreichte Yaro mit Weiß gegen eine Art Philidor-Stellung des Gegners nicht mehr
    als Remis.

    An Brett 6 konnte sich Massimo mit einem Jobava-London eine gute Stellung erarbeiten.
    Ein strategisches Bauernopfer öffnete Linie für seine Türme und die Stellung des Schwarzen
    wurde bald unhaltbar. Massimo gewann zielsicher mit einer Mehrfigur im Endspiel.

    Merkwürdig verlief die Partie an Brett 2. Oliver konnte sich in einem Vier-Springer-Spiel eine gute Stellung erarbeiten, hatte aber weniger Zeit. Plötzliche überlegte sein Gegner wohl an die 40 minuten oder mehr an einem Zug und hatte weniger als 1 Minute für mehr als 20 Züge. Damit war die Sache aber noch nicht ausgestanden. In einer Stellung mit beiderseitigen Freibauern konnte Oliver die Dame opfern, die er aber sofort wieder zurückbekam. Danach musste Schwarz unmittelbar aufgeben.

    Der Pechvogel des Tages war leider Desi: in einem b3-Sizilianer stand Desi eigentlich die ganze Zeit überlegen mit mehr Zeit. Er konnte Schwarz gleich zwei Doppelbauern verpassen und sein Springer dar dem Läufer des Gegners überlegen. Nachdem ein Turmendspiel erreicht worden war, ließ sich Desi Zeit mit dem Berechnen des Übergangs in ein Bauernendspiel. Leider ließ er sich zuviel Zeit, völlig überraschen verlor er wegen Zeitüberschreitung.

    An dieser Stelle hatten wir bereits gewonnen (Zwischenstand 4,5 : 2,5) fragte sich nur, wie hoch genau es wohl werden würde. An Brett 1 kam Arsahk mit Schwarz gut aus der modernen Verteidigung heraus, aber nach Damentausch im Doppelturmendspiel wurden plötzlich seine Bauern sehr schwach. Arshak suchte und fand Gegenspiel gegen den weißen Königs und stand zwischendurch, auch durch Mithilfe seines Gegners wohl auf Gewinn. Am Ende reichte es aber nicht ganz und die Partie verflachte ins Remis. Am Ende stand es wohlverdient 5:3 für uns.

    Die führenden Mannschaften in der Liga, Isental und Gauting, gewannen beide ihre Spiele und so stehen wir im Moment auf Platz drei, zwei Mannschaftspunkte hinter den punktgleichen führenden. Am 02.02. geht es weiter gegen Töging, hoffentlich dann wieder in Bestbesetzung. (FL)