Anton Reinl

  • Team II: Platz 1 durch Sieg gegen Gröbenzell

    Am Sonntag, den sechsten April, empfingen wir Gröbenzell. Bei diesem Aufeinandertreffe entschied sich wer von Gräfelfing oder Gröbenzell Platz eins der Kreisligasaison 24/25 belegt. Aufgestiegen war die Mannschaft ja bereits durch einen Sieg gegen Miesbach.

    Es spielten Marvin Kühn, Martin Hock, Jürgen Klapper, Wladimir Yaroshenko, Martin Trinh und Dennis Vitkovski.

    Marvin Kühn verteidigte sich mit Caro-Kann. Nach Entwicklung beider Seiten verlagerte sich der
    Kampf bei strategischem Positionieren ins frühe Endspiel. Hier hatte Marvin eine mehrzügige Taktik, bei der er einen Bauern gewinnen konnte. Diese kam erst in der Analyse zum Vorschein.
    Er konnte in der Folge die Wirkung seiner Figuren verstärken.

    An Brett zwei spielte Martin Hock mit weiß. Das ruhige Spiel ergab ein kompliziertes Mittelspiel.
    Martins Bauern waren einzeln auf Damen- und Königsflügel verteilt und die des Gegners verbunden.
    Dieser Schwäche begegnete Martin mit taktischen Drohungen.

    Jürgen Klapper an Brett 3 konnte zwar mit den schwarzen Steinen nach der Eröffnung Ausgleich erreichen, öffnete aber zu früh das Zentrum, da er eine nachfolgende Kombination falsch einschätzte. Die Folge war eine strukturelle Schwächung am Damenflügel gegen das Läuferpaar, was am Ende
    2 Bauern und somit die Partie kostete.

    Vladimir zog am benachbarten Brett die weißen Steine. Leider fehlt hier die Partie.

    An Brett fünf wählte Martin Trinh die Caro-Kann-Verteidigung. Sein Gegner setzte aktiv in
    der Vorstoßvariante fort und baute Druck am Damenflügel auf.

    Dennis gelangte in über Zugumstellung in eine klassische Stellung der Benonieröffnung und
    konnte über ein vorteilhaftes Turmendspiel den ersten Punkt holen (1:0).

    Kurz aufeinanderfolgend gab es die Niederlagen von Vladimir und Jürgen, sowie die Siege von Marvin und Martin Trinh (3 : 2).

    Bei Martin Hock entschied die knappe Zeit (3 : 3).

    Das war eine überragende Leistung von Gräfelfing gegen den Favoriten Gröbenzell. Nächste Saison in der Zugspitzliga wird deutlich anspruchsvoller sein. (AR)

  • Team II: Aufstieg sicher durch Sieg gegen Miesbach

    Am Sonntag, den 23. März fand das Auswärtsspiel gegen Miesbach statt. Die Aufstellung bestand
    aus den Stammspielern Marvin Kühn, Martin Hock, Jürgen Klapper, Philipp Zametzer und mir. Verstärkung hatten wir mit Jasper Timm.

    Jasper – an Brett eins mit weiß – wählte die Englische Eröffnung. In der Folge tauschten sich die
    meisten Figuren ab. Er gelangte in ein Läufer Turm gegen Läufer Turm Endspiel mit einem weit vorgerückten Freibauern auf der a Linie. Marvin spielte an Brett zwei mit Schwarz. Hier fehlen leider die Details.

    Martin Hock baute sich an Brett drei mit weiß ruhig auf. Diese Partie kennzeichnete sich durch
    strategisches Manövrieren. Das Mittelspiel mündete in ein Läufer gegen Springer Endspiel mit verteilten Bauern am Königsflügel.

    An Brett vier ergab sich bei Jürgen Klapper die französische Vorstoßvariante über die
    Alapineröffnung. Der weitere Partieverlauf kennzeichnete sich durch Spannung mit Bauernhebeln
    gegen die Zentrumsstruktur.

    Philipp an Brett 5 mit Weiß erlaubte seinem Gegner in der Englischen Eröffung den thematischen Vorstoß f5-f4 gegen das weiße Bauerndreieck e3,f2,g3. Statt mit d4 im Zentrum zu kontern, öffnete er die g-Linie um Gegenspiel gegen den scharzen König zu bekommen. Dies ergab eine zweischneidige, unklare Stellung mit weißen und schwarzen Königsschwächen. Schwarz war hier positionell etwas im Vorteil.

    Nach beiderseitigen Ungenauigkeiten aber ohne entscheidende Fehler, konnte Schwarz mit der Dame einen Bauern auf a3 erobern. Als Kompensation drang Philipp mit seinem Turm auf f7 ein. In nun ausgeglichener Stellung kehrte die schwarze Dame von a3 zur Verteidigung ins scheinbar sichere
    Zentrum nach d6 zurück (das kaltblütige Kg8 mit Angriff auf den Turm hätte die schwarze Stellung gehalten). Nun konnte Philipp mit zwei folgenden Springerangriffen auf die Dame seinen Springer von g3 auf g5 stark verbessern und den Turm auf f7 decken. Zwei Züge später kam die weiße Dame nach f6 und das Matt auf g7 war – zum sicher etwas glücklichen Sieg- nicht mehr zu verhindern (1 : 0).

    Bei mir an Brett sechs löste mein Gegner die d4-c5 Spannung über das weniger gebräuchliche dxc5. Nach Wiedergewinnung des Bauern änderte sich die Zentrumsbauernstruktur bis zu einer Sveschnikovstruktur mit d6 und e5. Im Folgenden Spielverlauf tauschten sich die meisten Figuren ab. Ich gelangte in ein vorteilhaftes Läufer gegen Springer Endspiel. Währenddessen gab es weitere Punkte bei Marvin und Jürgen (3:0).

    Jasper konnte eine Zeit lang den Freibauern taktisch verteidigen. Schließlich entschied jedoch die besser Position des gegnerischen Königs und sein Freibauer wurde entschärft (3 1/2 : 1/2).

    Martin kämpfe für die Verstärkung seines Vorteils und konnte diesen ausbauen (4 1/2 : 1/2). Mit Zeitnot war ich einer taktischen Position gegenübergestellt. Ich entschied mich für den Abtausch ins Bauernendspiel mit aktiverem König, doch fand in diesem nicht die gewinnbringende Fortsetzung. Über Umwandlung beider Seiten ergab sich ein Dame gegen Dame Endspiel mit Initiative auf meiner Seite. Mein Gegner wehrte die taktischen Drohungen ab und die Partie verlief ins Remis (5:1).

    Mit der guten Mannschaftsleistung war uns somit schon ein Aufstieg in die Zugspitzliga sicher. (AR)

  • Team II: knapper Sieg gegen Germering

    Am Sonntag, den zweiten Februar, empfing die zweite Mannschaft im Heimkampf Germering II.
    Diesmal fehlten uns die Spieler Philipp Zametzer, Marvin Kühn und Vladislav Barsov. Einen
    adäquaten Ersatz bildeten Sebastian Zieringer, Tobias Jordan und Martin Trinh.

    Am ersten Brett spielte Sebastian Zieringer mit Schwarz. Hier ergab sich die Caro-Kann-Hauptvariante. Obwohl die Könige entgegengesetzt rochierten, konzentrierte sich die Aktivität der Figuren auf das Zentrum. Im weiteren Verlauf tauschten sich einige Figuren ab und Sebastian gelangte in ein Turmendspiel mit noch allen Türmen auf dem Brett.

    Tobias Jordan – an Brett Zwei mit Weiß – baute sich in der Pirc-Eröffnung mit einem großen Zentrum – d4, e4 und f4 – auf. In der Folge setzte sein Gegner mit e5 dagegen, die Position öffnete sich etwas und das taktische Element rückte mehr in den Vordergrund.

    Am benachbarten Brett baute sich Martin Hock – mit Schwarz – in der Englischen Eröffnung symmetrisch auf. Sein Gegner wurde am Königsflügel aktiv und Martin am Damenflügel. Die Stellung war taktisch geladen und das ursprüngliche positionelle Manövrieren trat jetzt in den Hintergrund.

    Bei Jürgen Klapper an Brett Vier mit Weiß ergab sich eine Abtauschvariante der Slavischen Verteidigung. Ihm gelang es, das Zentrum weiter zu stärken und die meisten Figuren tauschten sich in der Folge ab.

    Bei mir an Brett Fünf mit Schwarz wählte mein Gegner gegen die Najdorf-Variante in der Sizilianischen Verteidigung einen klassischen Aufbau mit Le2, Le3 und f4. Mir gelang es, das Läufer-Paar zu behalten und meine Türme auf der e-Linie zu verdoppeln. In dieser Position mit leichter Initiative von mir, beging ich eine Ungenauigkeit und musst die Dame für Springer und Turm tauschen, um größeren Materialverlust zu vermeiden.

    Martin Trinh – am letzten Brett mit Weiß entschied sich für die Vorstoß Variante in der Französischen Eröffnung. Ihm gelang es, den schwarzfeldrigen Läufer gegen einen seiner Springer zu tauschen und über einen weiteren Springerabtausch auf f5 die Bauerstruktur am Königflügel zu schwächen. Mit e6 und Lxh6 setzte er einen Königsangriff in Gang.

    Währenddessen einigen sich Jürgen und sein Gegner in einem ziemlich ruhigen Turm-, Turm- plus Springer- Endspiel auf ein Remis(½ : ½).

    Am letzten Brett gelangt Martins aussichtsreicher Königsangriff leider in Stocken. Über ein Dauerschach verlief die Partie ins Remis (1 : 1).

    Mir ermöglicht ein Doppelangriff das Gewinnen einer Qualität plus Bauern. Das Eindringen meiner Türmen mit der Unterstützung meines weißfeldrigen Läufers engte die restlichen weißen Figuren zunehmend ein (2:1).

    Zu diesem Zeitpunkt sahen Brett zwei und drei ziemlich ausgeglichen aus.
    Allerdings war Sebastian a Brett 1 mit einem komplizierten Turmendspiel mit einem Bauern weniger konfrontiert.

    Nachdem die taktischen Finessen abgewehrt wurden, einigten sich die Spieler a Brett Drei in einem Läufer-Läufer gegen Läufer-Springer-Endspiel auf ein Remis (2½ : 1½).

    Bei Tobias – a Brett Zwei – neigte sich das Spiel Richtung Endspiel zu. Dennoch mussten beide ihren König vor Exposition schützen, da noch jeweils die Damen und zwei Leichtfiguren auf dem Brett sind.

    Sebastian gelang es die übrigen Bauern so abzutauschen, so dass nur noch ein Mehrbauer auf der a-Linie übrig blieb. Mit der faszinierenden Ressource Tb7+ (weiß: Th1, Kb6, a6 und schwarz: Tf7, Kb8) war hier der halbe Punkt für mindestens Unentschieden erreicht (3 : 2).

    Mit dieser Nachricht ging Tobias seine Position ruhig an, woraufhin er sich mit dem Gegner kurz darauf au ein Remis einigen (3½ : 2½).

    Dieser Mannschaftskampf war sehr knapp. Nach einer spielfreien nächsten Runde geht es gegen Miesbach weiter. (AR)

  • Team II: überzeugend gegen Geretsried

    Heute, am zwölften Januar trat die zweite Mannschaft auswärts gegen Geretsried an. Marin Kühn hatte sich kurzfristig bereiterklärt anstelle von Martin Hock mitzuspielen. Somit mussten wir zumindest nicht in Unterzahl spielen.

    Am ersten Brett spielte Jasper Timm mit Weiß. Er gelangt über die Französische Eröffnung in eine Stellung mit Spiel gegen einen Zentrumsisolani auf d5.

    Marvin Kühn – an Brett Zwei mit Schwarz – wählte gegen das frühe Lb5 in der Sizilianischen Eröffnung einen Aufbau mit Sd7 und a6. Im weiteren Verlauf entstand für Weiß eine Bauernmajorität am Damenflügel und für Marvin – mit den schwarzen Steinen – eine Majorität am Königsflügel.

    Am benachbarten Brett baute sich Vladislav Barsov – als Anziehender – mit den Grundzügen der Englischen Eröffnung auf. Daraufhin öffnet sich die Stellung, die Damen tauschen sich ab und es entstand ein taktisch geprägtes Mittelspiel.

    Bei Jürgen Klapper an Brett Vier mit Schwarz verlief die Eröffnung ziemlich ruhig. Er entscheidet sich für die Pirc-Verteidigung, wonach sein Gegner das Zentrum besetzt und sich klassisch entwickelt.

    Philipp Zametzer – an Brett Fünf mit Schwarz – war auch mit einer geschlossenen Position konfrontiert. Kennzeichnend für die Partie waren die verkeilten Zentrumsbauern: Auf den Feldern d4 und e5 Philipp mit Weiß und d5 von Schwarz. Seinem Gegner gelang es die Figuren auf seine Königstellung zu richten – darunter ein gegnerischer Springer auf e4.

    Bei mir am letzten Brett mit Schwarz stellte sich ein Vorsprung in der Eröffnung ein. Das Wolgagambit begegnet mein Gegner abgelehnt mit b3 und e3. Worauf ich nach Bauerntauschen auf e6 und c4 ein starkes Zentrum mit e6, d5 und c4 errichten konnte. Schließlich erlangte ich Materialvorteil auf dem Damenflügel und bewegte das Zentrum Richtung Umwandlungsfelder
    weiter. Das Ergebnis der einzelnen Partien war bis dahin noch nicht abzusehen.

    Jasper entscheidet sich in dem strategisch geprägtem Spiel für eine taktische Wendung und opfert seinen schwarzfeldrigen Läufer auf h6 für zwei Bauern und Königsangriff. Dieser gerät ins Stocken und Jasper musste nun sehr genau spielen.

    An Brett drei hatte Vladislav seinem Gegner eine Möglichkeit gegeben in Materialvorteil zu glangen. Diese bleibt jedoch ungenutzt und Vladislav kam selbst materiell in Vorteil. Bei Jürgen stand das erste Ergebnis fest. In einer relativ ausgeglichenen Mittelspielstellung mit abgetauschten Damen und symmetrischer Bauernverteilung einigten sich die Spieler auf ein Remis (½ : ½).

    An Brett Zwei erlangte Marvin Materialvorteil am Königsflügel und schob seine Bauern in einem Leichtfiguren- plus Turm-Endspiel kontrolliert nach vorne. Philipp war an Brett Fünf einem ziemlich gefährlichem Königsangriff ausgesetzt. Ihm gelingt es diesen abzuschwächen und musste sich nun in einer Türme + Leichtfiguren-Position mit einer Figur mehr (vier Figuren gegen drei Figuren)
    aber exponierter Königsstellung behaupten.

    Bei Jasper war kein eindeutiger Gewinnweg erkennbar. Daher gibt Jasper Dauerschach und seine Partie verlief ins Remis (1:1). Bei den anderen Brettern sieht es auf Gräfelfinger Seite besser aus. Mit dem jeweiligen Materialvorteil kommen Vladislav, Marvin, Philipp und ich in der Folge so voran, dass der Mannschaftskampf (5:1) für uns ausgeht. Mit diesem Ergebnis baut Gräfelfing II die Tabellenführung weiter aus.(AR).

  • Team II: Stark gegen Weilheim III

    Am Sonntag, erster Dezember, fand der Heimkampf gegen Weilheim III statt. Die Aufstellung setzte sich durchweg aus Stammspielern zusammen.

    Am ersten Brett hatte Marvin Kühn – mit Schwarz – einen dynamischen Aufbau gewählt. Er konnte die Initiative erlangen und dem Gegner die Rochade mittels eines Felder kontrollierenden Läufers verwehren. An Brett 2 hatte Vladislav Barsov mit Weiß zügig gespielt und den Gegner ziemlich schnell in eine für ihn ungünstige Position gebracht.

    An Brett 3 hatte sich Martin Hock mit Schwarz für einen positionellen Aufbau mit einem Bauernwall auf d5, e6 und f5 entschieden. Dies führte zu Springerpositionen auf e4 (Schwarz) und e5 (Weiß). Der Gegner verlegte seinen Fokus auf den Damenflügel und machte mit einem gut plazierten Turm auf a6 weiter Druck.

    Jürgen Klapper eröffnete am folgenden Brett mit dem Damengambit und sah sich mit der Slawischen Verteidigung konfrontiert. Nach früher Bauernoffensive am Damenflügel wurden die Bauern auf der b-Linie abgetauscht. Der Druck auf den gegnerischen Damenflügel zerstreute sich dabei und nun sah sich Jürgen einem Gegenschlag im Zentrum gegenüber. Die Initiative ging zunehmend auf seinen Gegner über.

    Währenddessen gelangte Philipp Zametzer an Brett 5 mit Schwarz durch einen Damenindischen Aufbau zu einer Stellung mit beidseitigen Aussichten.

    Am letzten Brett war ich mit dem Schara-Henning-Gambit konfrontiert. Ich entschloss mich daraufhin zu einem Abtausch der Damen entschieden. Mein Gegner nutzte nicht ausreichend seinen Entwicklungsvorsprung, so dass ich ohne Schwierigkeiten meinen Königsflügel entwickeln konnte.
    In den nächsten Zügen konnte ich meine Figurenstellung weiter verbessert einen Springer – mit der Deckung meines anderen Springers – nach d5 stellen.

    Währenddessen engte die progressive Spielweise vom Vladislav den Gegner zunehmend ein und bereitete uns den ersten Sieg (1:0).

    Bei mir hatte sich eine Taktik – aufgrund der exponierten Königsstellung des Gegners auf e6 – ergeben, sodass ich einen weiteren Bauern auf g7 gewann. Mit einem Zwischenschach des Springers auf f4 war auch der Bauer auf g2 gedeckt und ich hatte Zeit, den Läufer von g7 wegzuziehen ohne dass sein Turm auf g2 schlagen konnte. Im weiteren Spielverlauf konnte ich meine Figuren weiter verbessern und gewann eine Qualität für meinen Springer. Kurz darauf gab Schwarz auf (2:0).

    Obwohl auch Marvins Position aussichtsreich aussah, war das Ergebnis an den Brettern Drei bis Fünf noch nicht abzusehen gewesen.

    Martin Hock hatte mittels Ld2 durch eine Taktik den aktiven gegnerischen Läufer abgetauscht und selbst Fortschritte am Königsflügel erzielen können. Mit einer Bauernwalze (d3, c4) war Jürgen beschäftigt gewesen. Um diese zu entschärfen opferte er die Qualität. Dies funktionierte und nun konnte er er mit einem Bauern auf f6, seiner Dame und seinem weißfeldrigem Läufer einen Königsangriff starten.

    Bei Philipp entstand ein Bauernendspiel. Zunächst spielte er einen hochklassigen Zug (e4) um die Dame nicht auf die Felder d3 und f3 zu lassen;
    somit war der d2 Bauer noch gefährlicher. Leider stellte sich dann Kd3 als fatal heraus, da nun die Dame nach c1 ziehen und nun
    Schwarz genug Zeit gehabt hätte, seinen König heranzuziehen (2:1).

    Inzwischen hatte sich Marvin einen Materialvorteil verschafft und im Läufer-und-Turm gegen Springer-und-Turm Endspiel ausreichend Druck ausüben können (3:1).

    Folglich fehlte uns nur noch ein Remis zum Gewinn des Mannschaftskampfes. Martin hatte gefährliche Bauern auf dem Damenflügel beseitigen können und nun eine d5-e6-f5 Bauernkonfiguration gegen einen d4 Bauern erhalten.

    Bei Jürgen drehte mit einem Abzugsschach der Dame von e5 nach f6 das Spiel nochmals. Allerdings war die weitere Spielfortsetzung ungenau und die Vernachlässigung der Grundreihe hatte fatale Folgen (3:2). Dadurch hing das Mannschaftsergebnis – Unentschieden oder Sieg – jetzt von Martin ab. Er spielte aber das Turmendspiel meisterhaft und konnte sich letztlich durchsetzen (Endstand: 4:2).

    Insgesamt war dieser Mannschaftskampf eine gelungene Runde. (AR)

  • Team II: Schlappe gegen SV Turm Untermühlhausen

    Am 24. November fand das Auswärtsspiel gegen den SV Turm Untermühlhausen statt. Da die Stammspieler Jürgen, Marvin und Vladislav fehlten, ergänzten wir die Aufstellung mit Falk und den beiden Jugendlichen Wladimir und Martin.

    Das erste Ergebnis gab es bei Philipp Zametzer an Brett zwei. Philipp Zametzer hatte die schwarzen Steine und sich mit dem Gegner schnell auf ein Remis geeinigt (½ : ½).

    An Brett Eins hatte sich Martin Hock mit Weiß solide aufgebaut und gelangte zu einem strategisch geprägten Mittelspiel. Bei mir an Brett Drei war die Eröffnung aufgrund eines verfrühtem d5 Bauernvorstoßes meines Gegners erfreulich verlaufen. Ich konnte das Zentrum besetzen und mich schnell zu Ende entwickeln.

    Am benachbartem Brett hatte Wladimir Yaroshenko die Pirc-Verteidigung gewählt. Im weiteren Verlauf konnte er die Aktivität seine Figuren verbessern können deren Wirkung auf den gegnerischen König richten. An Brett Fünf war Martin Minh Duc mit Weiß zu einer ruhigen Variante des Schottischen Gambits gelangt. Er tauchte einige Figuren und handelte sich einen Doppelbauern ein.
    Dafür verstärkte sich aber die Wirkung seiner übrigen Figuren.

    An Brett Sechs hatte sich Falk Hilpert für die Zwei-Springer- Verteidigung in der italienischen Eröffnung entschieden. Sein Gegner nahm daraufhin das Feld f7 unter Beschuss, auf welchem
    er dann seinen Springer opferte. In der Folge musste sich Falk für den Materialgewinn gegen den nachfolgenden Angriff des Gegners verteidigen.

    An dieser Stelle war noch kein Mannschaftsergebnis abzusehen gewesen. Martin Hock landete in einem kompliziertes Turmendspiel mit einem Bauern weniger – drei gegen vier, dafür hatte seine Stelle auch einige Pluspunkte – wie z.B. bessere Königsstellung.

    Unterdessen hatte Martin Minh Duc den gegnerischen König mit Läufer und Turm gegen Springer und Turm weiter in Bedrängnis bringen können. Im Verein mit dem König und seinen Zentrumsbauern konnte er er für den gegnerischen König auf dem Feld d6 ein Mattnetz spinnen, welches sein Gegner durch einen En-Passant-Zug gelockert hatte. Allerdings versandete diese Stellung in der Folge in ein Remis (1 : 1).

    Wladimir schätzte hat in einer Verwicklung eine Zugfolge falsch ein und damit war Materialverlust unvermeidbar geworden (1 : 2). Falks Figuren wurden zunehmend eingeengt, ein Umstand der sich in Zeitnot noch verstärkte. Er musste daraufhin die Segel streichen (1:3).

    Bei Martin sah die Endspielstellung ziemlich ausgeglichen aus. Trotz Bauern weniger hatte sich für ihn mittels eines Bauernvorstoßes nach e4 eine Gewinnmöglichkeit eröffnet, jedoch entdeckten wir das erst in der Partieanalyse danach.(1½ : 3½).

    Meine Position hatte sich kontinuierlich verbessert. Mit einem Turm auf der siebten Reihe, einem Springer auf d5 und einer aktiven Dame konnte ich die gegnerischen Figuren zunehmend zurückdrängen. Da kein sofortiger Figurengewinn abzusehen war, griff ich stattdessen die Damenflügelbauern an. Schließlich entschieden die verbundenen Freibauern am Damenflügel (Endstand 2½ : 3½).

    Insgesamt ist dieses Ergebnis (2,5 : 3,5) ein Rückschlag im Vergleich zu der Leistung der letzten Mannschaftskämpfe. (AR)

  • Team II: Kantersieg gegen Gilching

    Am 20.10 empfing die zweite Mannschaft den TSV Gilching-Argelsried. An Brett 1 gewann Jasper, leider gibt es von seiner Partie keinen Bericht. An nächsten Brett wählte Marvin gegen die Pirc-Verteidigung eine aktive Variante mit frühem Bauernvorstoß auf der h-Linie. Sein Gegner opferte
    daraufhin einen Bauern im Zentrum. Dies hielt aber nicht Marvins aktives Spiel auf. Im frühen Mittelspiel hat der Gegner durch einen Patzerzug seine Dame eingestellt (1:0)

    An Brett drei wählte Sebi die Caro-Kann-Verteidigung und gelangte in die Abtauschvariante. Nach einigen Figurenmanövern tauschten sich die Leichtfiguren und Damen ab. Dies führte in ein Turm-Turm-Springer Endspiel, in welchem Schwarz seine Bauernminorität am Damenflügel und Weiß seine Bauernminorität am Königsflügel nach vorne schoben um Schwächen zu erzeugen. Nach dem Abtausch der Springer verlief die Partie ins Remis (1/2:1/2).

    Martins Spiel war strategisch geprägt. Nach der Eröffnung hatte sein Gegner einen Doppelbauern auf c6 und c5, während sein Springer auf c4 ein ideales Feld hatte. Das ganze Mittelspiel drehte sich einzig darum, den Vorstoß d6-d5 zu verhindern, da er ansonsten den gegnerischen Bauern auf e5 gewinnen würde. Als es für seinen Gegner endlich möglich war, d6-d5 zu spielen und sein Gegner nach exd5 auf e5 hätte schlagen können, wäre dies mit einem Figurenverlust gegen 3 Bauern für Martin ausgegangen. Doch er hatte eine sehr gute Alternative. Martin konnte auf a5 mit Läufer und Springer den gegnerischen Bauern und dann den Turm schlagen und bekam dann zwangsläufig
    noch 2 Bauern im Zentrum. In der Folge musste er noch aufpassen, dass der Gegner ihn nicht mit Dame und Springer matt setzt. Allerdings hatte Martin aber die einzige offene Linie mit einem Turm besetzt. Nach einem Turmtausch und Martins Freibauern auf a6 und Dame auf b7 konnte sein Gegner den Freibauern nur mit Damentausch aufhalten. Fünf Züge später konnte der Gegner einen Figurenverlust nicht mehr vermeiden und gab auf (1:0).

    Jürgen Klapper hatte es an Brett 5 als Nachziehender mit dem Trompowsky-Angriff zu tun. Sein Gegner spielte zudem eine Variante, die für Klapper wenig Möglichkeiten für Initative gab. Als der Gräfelfinger einen vermeintlich „vergifteten Bauern“ sich nicht zu nehmen traute, kam er stellungsmäßig etwas unter Druck, konnte seine Stellung aber wieder etwas stablisieren und sah in Folge eine schöne Kombination, die in 5 Zügen eine Figur gewinnt und damit die Partie (0:1).

    Am letzten Brett ergab sich bei Philipp nach beiderseitigen kleineren Eröffnungs-Ungenauigkeiten eine ausgeglichene „Widder-Struktur“: D. h. gegenüberstehende isolierte d-Bauern. Philipp konnte den Druck auf den gegnerischen d-Bauern dank Fianchettoläufer und zweier Springer immer weiter erhöhen, während sein eigener d-Bauer immer ausreichend verteidigt war. Dann gestattete ihm sein Gegner auch noch die schwarze Bauernstruktur am Königsflügel durch Verdopplung des f-Bauern zu schwächen. Kurz darauf fiel dann der schwarze d-Bauer und bald musste Schwarz eine Figur geben, um Damenverlust zu vermeiden. Nach einigen Abtauschen gab Schwarz dann angesichts einer drohenden Bauernumwandlung verbunden mit weiterem Materialverlust auf (1:0).

    Mit diesem hohen Sieg setzt Gräfelfing die Tabellenführung fort. (AR)

  • Team II: starke Leistung gegen Starnberg II

    Am ersten Spieltag der Kreisliga 2024/25 traf die zweiten Mannschaft als Gast auf Starnberg und konnte dabei eine überzeugende Leistung – trotz einiger an die erste Mannschaft abgegebener Spieler – zeigen.

    Marvin spielte am ersten Brett gegen eine Caro-Kann-Verteidigung. Er musste einen Angriff des Gegners abwehren, der einen Turm opferte, um die Initiative zu wahren. Obwohl der Angreifer
    versuchte, Druck aufzubauen, konnte Marvin die Situation stabilisieren und den Materialvorteil
    in einen Sieg umwandeln. Letztlich gewann er die Partie souverän (1:0).

    An Brett zwei hatte Martin hatte ein ausgeglichenes Spiel und erreichte ein Endspiel mit einer
    Mehrheit am Damenflügel. Aufgrund der schnellen Siege an den hinteren Brettern einigte er sich
    auf ein Remis, was den Gesamtstand günstig hielt (1/2:1/2).

    Auch Alexei – an Brett drei – hatte ein ausgeglichenes Spiel. Dieses war positionell geprägt.
    Mit Weiß war er mit einem abgelehnten Damengambit konfrontiert. Nach einigen Figurenmanövern
    gelangte er in ein Leichtfiguren-Endspiel mit einem Freibauern am Königsflügel gegen eine
    Bauernmajorität am Damenflügel. Schließlich verteidigte er sich erfolgreich in einer Leichtfigur
    gegen Leichtfigur plus Bauer Endposition und die Spieler einigten sich auf ein Remis (1/2:1/2).

    Am nächsten Brett gelangte Anton mit Schwarz in die symmetrische Variante der Englischen Eröffnung und nutzte Ungenauigkeiten seines Gegners im frühen Mittelspiel, um Tempi zu gewinnen. Dies konnte in einen Materialvorteil umgewandelt worden. Seine weit vorgerückten verbundenen Freibauern am Damenflügel setzten den Gegner unter Druck, sodass dieser schließlich aufgab (0:1).

    An Brett fünf zeigte Wladimir von Anfang an ein souveränes Spiel. Mit einem starken Zentrum konnte er die Wirkung seiner Figuren ausbauen und mit fortwährender Initiative die Partie gewinnen (1:0).

    David erzielte einen schnellen Sieg ohne dabei größeren Schwierigkeiten ausgesetzt zu sein (0:1).

    Insgesamt war es eine starke Teamleistung von Gräfelfing. Wenn diese Form anhält, können wir uns auf eine erfolgreiche Saison freuen! (AR)