Aktuelle Beiträge

  • KEM Zugspitze 2023 – Hohenpeißenberg

    Die diesjährige Kreiseinzelmeisterschaft des Kreises Zugspitze fand zwischen dem 05.01 und dem 08.01.2023 im Haus der Vereine in Hohenpeißenberg statt. Es war die erste Präsenz-KEM nach der pandemiebedingten Zwangspause seit 2020 und entsprechend gespannt waren alle, wie sie am Brett abschneiden würden.

    Sechs Gräfelfinger traten in verschiedenen Klassen an. In der kombinierten U12/U10-Klasse waren wir mit drei Spielern vertreten: Vladislav Barsov, Vladimir Yaroshenko und Felix Hilpert. Vladislav und Vladimir hätten mit ein wenig mehr Umsicht und Glück mit dem siegreichen Jacob Greive (TV Tegernsee, 8/9) mithalten können, landeten nach 9 Runden aber auch sehr erfolgreich mit jeweils 7.5 / 9 auf dem verdienten 2. und 3. Platz. Felix erreichte Platz 13 von 20 Teilnehmern.

    Einen Überraschungserfolg verbuchte Rene Piper in der Meisterklasse II. Mit 4 Punkten aus 7 Partien belegte Rene Platz 10 von 34 Teilnehmern gegen zum Teil erheblich stärkere Gegnerschaft, was auch mit einem DWZ-Zuwachs von 240(!) Punkten belohnt wurde.

    Thomas‘ erklärtes Ziel in der M1 war es, weiterhin die Berechtigung für die M1 nächstes Jahr zu erhalten, was er am Ende aber mehr als übererfüllte! Thomas gab nur einen vollen Punkt ab und mit Siegen gegen Hamann, Boos und Hashagen und weiteren drei Remisen konnte er mit 4.5/7 Punkten einen schönen 5. Platz erkämpfen. Herzlichen Glückwunsch!

    Für mich war die Frage, ob ich meiner nominellen Favoritenrolle gerecht werden konnte. Nach DWZ lag ich an Platz im Startrang hinter Korbinian Böhm, aber vor „Altmeister“ Thomas Lochte. Und es lief überwiegend gut, wobei auch das Losglück eine Rolle spielte.

    Nach einem Auftaktsieg mit Weiß gegen Boos musste ich in der 2. Partie des ersten Tages ein Remis gegen Thomas Bleichner hinnehmen, wobei ich noch Glück hatte: durch eine nachlässige Behandlung einer gefährlichen Gambit-Variante im Zweispringer-Spiel hatte ich zwei Bauern im Endspiel eingebüßt und war klar auf der Verliererstraße. Durch ein taktisches Versehen meines Gegners konnte ich einen davon zurückgewinnen und in ein unverlierbares Läuferendspiel abwickeln.

    Am nächsten Tag hatte ich noch einmal zweimal Weiß. Die erste Partie gegen Gerhard Schmitz verlief relativ geradlinig und ungefährdet für mich. Nachdem Schwarz eine gefährliche Initiative am Königsflügel zugelassen hatte, konnte er den Angriff nur durch Hergabe eines Bauern abwehren und musste in ein verlorenes Turmendspiel einlenken.

    Die zweite Partie dieses Tages aber war weitaus umkämpfter und dramatischer. Ich lehnte das Wolga-Gambit meines Gegners Johannes Ohlhof ab, wodurch Schwarz zunächst keine Probleme mehr hatte. Nach einer etwas unklaren Abwicklung bekam ich aber Initiative im Zentrum, die sich dann auf den schwarzen Königsflügel verlagerte. In Zeitnot stellte ich dann einen Bauern ein. Oder so schien es: denn ich konnte mit Hilfe einer „kleinen Kombination“ Matt in drei Zügen erzwingen!

    Am dritten Tag musste ich dann endlich mit Schwarz gegen den führenden Thomas Lochte, der bis dahin alles gewonnen hatte, antreten. Gegen sein aggressives Jobava-London büßte ich bald eine Qualität gegen einen Bauern ein. Ein verfrühter Vorstoß kostete den Weißen aber einen zweiten Bauern und dank meiner harmonischeren Figurenstellung und der Aussicht auf einen Freibauern am Damenflügel drang der weiße Angriff nicht durch. Wir einigten uns auf eine Punkteteilung.

    In der zweiten Partie des Tages half mir das oben erwähnte Losglück: statt mit einer zweiten Schwarzpartie durfte ich wieder mit Weiß spielen, diesmal gegen den nominellen DWZ-Favoriten, den starken Korbinian Böhm. Dieser hatte Thomas in Runde zwei besiegt. Gegen meinen „Spezialaufbau“ gegen die Holländische Verteidigung mit 2.Sc3 kam Schwarz aber gut raus und die Partie war lange umkämpft. In einem ausgeglichenen Endspiel Dame+Läufer auf beiden Seiten ließ aber Schwarz sich plötzlich seinen Läufer fesseln. Den drohenden Figurenverlust konnte Schwarz nur durch Opfern zweier Bauern abwenden.

    Im verlorenen Endspiel versuchte Schwarz dann Dauerschach mittels Opfern seines Läufers zu erreichen, was ich durch Opfern eines meiner Bauern und anschließender Königswanderung zum Damenflügel abwenden konnte. Schwarz gingen bald die Schachgebote aus und er musste die Waffen strecken.

    In der letzten Runde hatten sowohl ich als auch Thomas Lochte nach einem weiteren Remis beide 5 Punkte. Es war klar, dass ich noch einmal Schwarz bekommen würde. Gegen Stefan Wallers Wiener Partie fand ich leider kein richtiges Rezept und willigte nach Damentausch vermutlich verfrüht ins Remis ein.

    Thomas Lochte spielte mit Weiß gegen den sehr talentierten Jugendspieler Marco Limmer vom SC Tegernsee. Dieser spielte bis dahin mit seinen 12 (!) Jahren ein überragendes Turnier mit furchtlosen Angriffen und kaltblütigen Verteidigungen. Nachdem Thomas mein Remis gesehen hatte, willigte er in unklarer Stellung ebenfalls in ein Remis ein, denn er lag durch seine bessere Feinwertung vor mir.

    Am Ende winkte dann ein zweiter Platz, punktgleich mit dem Sieger Th. Lochte (5. Meistertitel bei einer Zugspitz-KEM!). Sowohl ich als auch Thomas haben uns damit für die oberbayerische EM qualifiziert, die im Mai in Rosenheim stattfindet. (FL)

  • Team I: dramatisches 3:3 in Bad Tölz

    In der 5. Runde der Zugspitzliage 2022/23 waren wir mit viel
    Selbstvertrauen zu den Schachfreunden nach Bad Tölz gefahren,
    waren wir doch nominell die um einiges stärkere Mannschaft.
    Allerdings gestaltet sich der Kampf weitaus dramatischer
    als uns lieb war und am Ende mussten wir in die Punkteteilung
    einwilligen. Aber der Reihe nach.

    Ich hatte an Brett drei bald nach der Eröffnung (Königsindisch) eine angenehme
    Stellung, da sich Schwarz selbst etliche Bauernschwächen zugefügt
    hatte. Allerdings wollte ich keinerlei Gegenspiel zulassen, agierte
    dabei übervorsichtig und vergab jeglichen Vorteil in einem Läuferendspiel,
    in der mein Läufer nur nominell besser aussah, aber es nirgendwo ein
    Durchkommen mit dem König gab. Punkteteilung war die logische Folge.

    Yaro hatte es an Brett fünf mit einem abgelehnten Morra-Gambit zu
    tun. Allerdings konnte Schwarz dabei den Druck überhaupt nicht
    abschütteln und nach einer pfiffigen Kombination, der Schwarz
    die Dame gekostet hätte, konnte Yaro den vollen Punkt einfahren.

    An Brett zwei spielte Oliver Gesing mit Schwarz die vergiftete
    Bauern-Variante der Französischen Verteidigung (Winawer-Variante),
    konnte aber nur mit Mithilfe des Gegners das Remis halten.

    An Brett war Oliver Edelmann mit Schwarz ebenfalls unter andauerndem
    Druck, den er erst im Endspiel mit ungleichen Läufern abschütteln
    konnte: das Remis war unvermeidlich.

    An Brett 1 verpasste Daniel an einer Stelle einen guten Zug und die Bewertung änderte sich von „fast gewonnen für Weiß“ auf „vermutlich gewonnen für Schwarz“. Leider geriet Weiß dann in einen Königsangriff, aus dem Daniel sich nur durch Hergabe zu vieler Bauern befreien konnte und dann letztlich aufgeben musste.

    Damit stand es 2.5 – 2.5!

    An Brett 4 war Thomas auf der „falschen“ Seite „seiner“ Eröffnung, nämlich
    Englisch gelandet (die Stellung transponierte aber zu einem für Weiß
    günstigen Damengambit. Am Damenflügel hatte Weiß zwei Freibauern, die
    allerdings verdoppelt waren. Durch passives Spiel verlor Weiß erst den
    einen, dann den anderen Freibauern und musste in einem Damenendspiel
    um das Remis kämpfen.

    Nach mehr als 80 Zügen schien es also ob Schwarz endlich seinen Bauern
    durchbringen würde können, aber da schnappte die Patt-Falle von Weiß zu:
    er hatte schon vor einiger Zeit seinen König so aufgestellt, dass eine
    schwarze Dame auf der 2. Reihe dem weißen König alle Felder nahm.

    Letztendlich war das 3:3 verdient, denn wir konnten die eigentlich schwächeren Gegner nicht nur nicht besiegen, sondern standen in einigen Partien sogar mit
    dem Rücken zur Wand.

    In der Runde 6, zuhause gegen TuS Fürstenfeldbruck am 05.02.2023, muss dann allerdings ein Sieg her, denn sonst können wir den Gedanken an einen Aufstieg vergessen! (FL)

  • Kreisklasse – Team II aus Gräfelfing erkämpfte sich beim Heimspiel gegen Untermühlhausen einen klaren 5:5 zu 0:5 Erfolg

    Ein gut aufgestelltes Gräfelfing II erkämpfte sich am vergangenen Sonntag einen klaren Erfolg schaffte damit im vierten Spiel endlich den „Gamechanger – 3 Punkte“ im Kampf für den Klassenerhalt.

    Thomas Sörgel am Spitzenbrett bekam die „Remis-berüchtigte“ Abtauschvariante innerhalb der Französischen Verteidigung serviert und kämpfte trotz Remisangebote um den ganzen Punkt; nur leider gab es diese kleine Lücke nicht, die Gewinnaussichten möglich hätten machen können, und damit gab es an Brett 1 keinen Sieger.

    Diese Lücke bekam Jürgen Klapper (5) gegen Ende des Mittelspiels. Dieser Angriffspunkt provozierte bei seinem Gegner einen Figurenverlust und Klapper’s Gegner gab auf.

    Wenig später folgte Yaroslav Yaroshenko (2) mit einem vollen Punkt durch die Partieaufgabe seines Gegners, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch Materialausgleich herrschte. Aber bei genauerem Hinsehen war klar erkennbar, dass die Stellung von Yaroshenkos Gegners in wenigen Zügen zusammenfallen würde.

    Als nach geraumer Zeit Oliver Edelmann (3) mit 2 Mehrbauern ins Turmendspiel ging, musste er aber aufpassen, dass der Freibauer seines Gegners nicht die 3 Schritte zur Dame noch schaffen würde. Als diese Gefahr abgewendet war, zog er selber mit seinen Bauern gen Damen-Umwandlung und konnte so sicher gewinnen. Damit war der Mannschaftserfolg für Gräfelfing gesichert.

    Damit aber nicht genug, denn Anton Reinl (4) – der in seinen letzten Partien vom Pech verfolgt war – hatte einen schönen Königsangriff mit seinen beiden Springern und der Dame gestartet, der so nachhaltig war, dass sein Gegner nur noch mit einem nicht zulässigen Zug das Matt hätte verhindern können und damit stand es 4,5 zu 0,5 für Gräfelfing.

    Damit fehlte nur noch das Ergebnis von Brett 6, wo Alexei Barsov lange einen Mehrbauern behauptete, diesen aber wieder verlor – zudem noch einen weiteren Bauern einstellte – und auf einmal gegen eine Niederlage anspielen musste. Doch das Blatt wendete sich ständig und damit wurde dieses Match für die Zuschauer immer spektakulärer. Am Ende entschied ein Figuren-Einsteller seines Gegners die Partie und Gräfelfing gewann den fünften vollen Punkt.         (JK)

  • Team II verliert ein wichtiges Spiel gegen den Abstieg in der Kreisklasse gegen Weilheim II

    Team II des SK Gräfelfing konnte am vergangenen Sonntag aufgrund einer 1,0:5,0 Niederlage gegen Weilheim II keinen Befreiungsschlag setzen, obwohl der Mannschaftskampf durchaus positiv begann, denn Newcomer Max Wengenroth (Brett 6) konnte nach knapp 1 einer Stunde bei leicht besserer Stellung einen Bauern gewinnen und Philipp Zametzer (4) nach leicht schwächerer Stellung ein Remis einfordern.

    Dann wendete sich das Blatt und Gräfelfing verlor aufgrund von Figuren-Einstellern die Partien an den Brettern 2, 5 und 6 und damit war der Mannschaftskampf für Gräfelfing schon verloren. Jürgen Klapper (3) hatte im Mittelspiel zwei Bauern bei besserer Stellung erobern können, hatte aber im Endspiel eine suboptimale Fortsetzung gewählt und spielte trotz der beiden Mehrbauern plötzlich gegen dem Verlust an und nahm dann aufgrund unklarer Stellung das Remisangebot seines Gegners an. Leider konnte Anton Reinl (1) in der längsten Partie des Mannschaftskampfes nichts Weiteres für Gräfelfing holen. (JK)

  • Souveräner Sieg gegen den SC Ammersee

    Zu einem ungefährdeten 4,5-1,5 kam der SK Gräfelfing am 3. Spieltag der Zugspitzliga 2022/23 gegen den SC Ammersee auch ohne Stammspieler Thomas, der seinen Pflichten als FIDE-Schiedsrichter nachkommen musste.

    Am leichtesten hatte es dabei Frank an Brett drei, dessen Gegner schlicht nicht auftauchte. Ein kampfloses 1-0 nach einer Stunde war dann die Folge.

    Oliver Edelmann hatte es an Brett fünf mit Schwarz gegen eine Reti-Eröffnung zu tun, gegen die er klassisch mit Läuferausfall nach f5 reagierte. Das Übersehen einer Bauerngabel kostete Weiß zunächst eine Figur gegen zwei Bauern. Nachdem sich das Gegenspiel des Weißen als unzureichend erwiesen hatte, machte ein weiterer Qualitäts- bzw. Figurengewinn dann den Punkt zum 2-0 komplett.

    Marvin hatte mit Weiß an Brett sechs im Cochrane-Gambit in der Russischen Verteidigung (Springeropfer auf f7!) zunächst 4 Bauern gegen die Figur erhalten, verlor dann aber im weiteren Verlauf wieder drei davon. Das Endspiel mit 3 zu 2 Bauern und einem Läufer gegen zwei Springer war dann für Weiß nicht zu halten: 2-1.

    Durchaus wechselhaft verlief Oliver Gesings Partie an Brett zwei. Im Aljechin-Chatard-Angriff der französischen Verteidigung (die Oliver ja selbst oft als Schwarzer spielt), saß er diesmal auf der „falschen“ Seite mit Weiß. Schwarz nahm das Bauernopfer auf g5 nicht an, sondern versuchte, mit a6 und dem Standardausfall c5 das weiße Bauernzentrum zu unterminieren, ohne seine eigene Bauernstellung zu kompromittieren. Lange Zeit schien dabei die Stellungsbewertung zwischen „Weiß steht überlegen“ und „ausgeglichen mit Gegenchancen für Schwarz“ zu pendeln. Nach einem Bauernopfer konnte Oliver aber einen weit vorgeschobenen Freibauern bilden, dessen Vormarsch von einem (weniger weit vorgerückten) Freibauern des Gegners auf der gleichen Linie gegen Angriffe der schwarzen Dame abgeschirmt war. Die Partie ging dann relativ bald zu Ende und es stand 3-1.

    An Brett eins hatte es Daniel als Schwarzer mit einem geschlossenen Sizilianer zu tun. Die Partie stand lange Zeit ungefähr ausgeglichen, zumal Weiß auf den sonst üblichen Königsangriff verzichtete und stattdessen lieber auf Zentrumskontrolle und Bauernangriff am Damenflügel baute. In beiderseitiger Zeitnot kippte die Partie aber zugunsten von Schwarz. Nach einem Bauerngewinn auf der b-Linie brach die Verteidigung des Weißen schnell auseinander und es stand 4-1.

    An Brett fünf bekam Yaro mit Weiß gegen einen Pirc-Aufbau eine aussichtsreiche Stellung. Allerdings verteidigte sich Schwarz geschickt und stand trotz bzw. wegen eines Qualitätsopfers von Weiß überlegen. Das Endspiel allerdings war dann trotz Qualität mehr nur sehr schwierig zu gewinnen für Schwarz (falls überhaupt) und so einigten sich die Kontrahenten auf Remis, was angesichts des bereits erfolgten Siegs für Gräfelfing eine verständliche Reaktion darstellte.

    Das ungefährdete 4,5-1,5 schließt die Saison für dieses Jahr ab.. Weiter geht es in der Zugspitzliga 2022/23 erst wieder im neuen Jahr. Runde 5 findet am 15.01.2023 gegen Bad Tölz statt. Im Dezember 2022 in der 4. Runde dagegen haben wir spielfrei (FL).

  • Team II verliert ein wichtiges Spiel gegen den Abstieg in der Kreisklasse

    Team II des SK Gräfelfing konnte am vergangenen Sonntag aufgrund einer 2,5:3,5 Niederlage  gegen Tegernsee II keinen Befreiungsschlag setzen, obwohl der Mannschaftskampf durchaus positiv begann, denn David Glok an Brett 5 und Falk Hilpert (6) konnten nach knapp 2 Stunden – nachdem viel Material abgetauscht worden war – ihr Spiel in den Remishafen einfahren, während wenig später Philipp Zametzer (4) wieder einmal in einer undurchsichtigen Stellung den besseren Überblick hatte und dann sicher die Partie gewann.

    Jürgen Klapper (4) hatte im Mittelspiel leichtfertig einen Bauern verloren, und musste somit gegen einen entfernten Freibauern ankämpfen. Nachdem aber sein Gegner den Gewinnweg übersah, sah Klapper aber die Remischance, die er dann nicht mehr hergab und beide Kontrahenten teilten sich den Punkt.

    Gräfelfing lag nun in Führung und die beiden Spitzenbretter sollten dann den Gesamterfolg einfahren. Leider hatte zu diesem Zeitpunkt am Spitzenbrett Anton Reinl zu viel Material verloren, so dass auch ein halber Punkt nicht mehr möglich war.  Matin Hock (2) hatte eine ausgeglichene Stellung mit Materialausgleich im Endspiel, wollte aber gewinnen und übersah dann den Zeitfaktor. (JK)

  • Team I: Überzeugender Sieg in Windach

    Mit zwei Ersatzleuten traten wir in der 2. Rund der Zugspitzliga 2022/23 in Windach an, doch am Ende statt ein überlegener Gewinn für uns zu Buche.

    Gleich vom Start weg kam Desi am 3. Brett mit Weiß zu einer sehr vorteilhaften Position in einer Skandinavischen Partie. Der Gegner konnte dem Druck nicht standhalten und verlor recht bald einen Bauer bei andauerndem Königsangriff und dann auch die Partie.

    Neuzugang Daniel baute ebenfalls ständigem Druck vom Start an auf in einer Reti-ähnlichen Partie mit Weiß. Seit Gegner allerdings leistete mehr Widerstand und Daniel konnte erst einem komplexen Endspiel einen Bauern und dann auch die Partie gewinnen.

    Keine Probleme hatten Marvin und Yaro an Brett 4 bzw. Brett 6, beides Partien mit schwarzem Königsfianchetto. Yaro gewann im Laufe der Partie eine Qualität, was er zielstrebig zum vollen Punkt führte.

    Nicht gut heraus kam Oliver mit Weiß an Brett 5 in einem Nimzo-Inder. Nachdem er die Rochade verpasst hatte, versuchte Weiß mittels h4/h5 und Kf1 die Königsstellung von Schwarz von der Seite her anzugreifen. Sein Gegner aber passte auf und erhielt in einem Schwerfigurenendspiel die überlegene Stellung, die Schwarz letztlich zu einem Sieg verwertete.

    Klar auf Verlust stand zwischendurch Frank auf Brett 2 in einer italienischen Partie mit Schwarz. Nach einem missglückten „Befreiungsschlag“ mit übereilter und unnötiger Öffnung des Zentrums verlor Schwarz zunächst einen Bauern mit praktisch nicht vorhandener Kompensation und hätte nach einer weiteren Ungenauigkeit bei richtiger Fortsetzung von Weiß noch einen weitern Bauern und damit vermutlich die Partie verloren.

    Ein passiver Zug mit dem Springer ließ aber Weiß etwas gedrückt stehen bezüglich Turmkoordination und Bauernstellung, so dass er gegen den DWZ-stärkeren Gegner trotz nach wie vor vorhandener Gewinnchancen recht schnell in ein Remis einwilligte.

    Somit stand nach bereits drei Stunden das Endergebnis von 4 1/2 zu 1 1/2 fest! Ich möchte allen Spielern, insbesondere den bereitwillig einspringenden Ersatzspielern, danken. Wir sehen uns dann in Runde 3 am 27.11. gegen den SC Ammersee wieder!

  • Niederlage gegen Wolfratshausen verhindert Aufstieg

    Da der SC Wolfratshausen und wir vor der letzten Runde genau gleiche Mannschafts- und Brettpunkte erreicht hatten, war der heutige Mannschaftskampf das alles entscheidende Spiel. Ein 3:3 hätte eine Wiederholung bedeutet.

    Das Match begann mit einem schnellen Remis von Jürgen Hofmann an Brett 2 in einer französischen Partie (McCutcheon-Variante). Jürgen stand zunächst optisch gut, willigte nach Damentausch dann recht schnell in ein Remis ein.

    An Brett 3 hatte ich mit Schwarz einen Italiener auf dem Brett. Ich hätte in einer praktisch ausgeglichenen Stellung durchaus weiterspielen können, fühlte mich heute aber körperlich nicht gut und willigte ebenfalls recht schnell in ein Remis ein.

    Thomas an Brett vier begann wie üblich mit Weiß mit Englisch, die Stellung transformierte sich dann recht schnell in ein Damengambit. Irgendwie kam Thomas gar nicht gut aus der Eröffnung heraus und erreichte mit Müh‘ und Not ebenfalls nur ein Remis.

    An Brett 6 konnte Yaro aus einer zunächst aussichtsreichen Stellung ebenfalls nicht mehr als ein Remis herausholen.

    Blieben also die zwei Olivers. Oliver Edelmann an Brett 5 hatte eine Reti-Partie auf dem Brett, allerdings mit einem Minusbauern. Die Hoffnung, ein Figurenopfer würde zu einem heftigen Königsangriff führen, erfüllte sich zunächst nicht. Kurz vor Schluss (Zeitkontrolle) hätte Schwarz aber die Figur mit Zinsen zurückgewinnen können, vermutlich wegen der Zeitnot fand aber Oliver Edelmann die rettendende (und gewinnende) Kombination nicht. Danach war die Partie verloren, die Hoffnung auf ein Dauerschach erfüllte sich nicht. Damit stand es bereits 2:3 für die Gäste.

    An Brett 1 hatte Oliver Gesing eine sehr geschlossene Winawer-Variante der französischen Verteidigung auf dem Brett. Gegen das sehr methodische Vorgehen des Weißen auf dem Königsflügel fand er aber heute kein Gegenrezept und musst bald eine Qualität geben. Der Gegner opferte gegen Ende des Mittelspiels die Qualität mit Bauergewinn zurück und Oliver musst dann bald die Segel streichen. Damit stand das Endergebnis fest: 2:4 für die Gäste. Damit sind wir zweiter in der Zugspitzliga, steigen somit also nicht auf. Trotz der Enttäuschung hat dies vielleicht auch sein Gutes: wir hätten nächste Saison in der Bezirksliga arge Probleme gehabt, acht Spieler auf zu stellen. So bleibt uns noch nächste Saison Zeit für die Konsolidierung der Mannschaft mit vielleicht neuen Talenten in der ersten Mannschaft.

  • Leutasch 2022 – das Schnellschachopen am Pfingstwochenende

    Nach längerer Corona-Pause fand nach 3 Jahren wieder das Schnellschachopen für 4er-Mannschaften über Pfingsten in Leutasch statt, an dem Gräfelfing mit 6 Spielern teilnahm. Überschattet war das Turnier am Anreisetag durch das tragische Zugunglück in Garmisch- Partenkirchen, was auch dazu führte, dass die Anreise für die beiden Gräfelfinger Autos zu einem Geduldsspiel wurde. Da unsere Stammunterkunft in Leutasch nur noch 3 Zimmer frei hatte, waren die Spieler Klapper, Lippert und Zametzer in Seefeld untergebracht, während Thomas Sörgel, Martin Hock und Anton Reinl den Weg direkt nach Leutasch nahmen.  

    Samstag gegen 8.30 Uhr begann das Turnier mit der Vorrunde mit etwa 10 Partien gegen andere Mannschaften. Der Zeitmodus war 8 Minuten pro Partie + 3 Sekunden Bonus pro Zug. Eine Mannschaft bestand aus 4 Spielern und Gräfelfing I setzte sich aus Frank Lippert, Thomas Sörgel, Anton Reinl und Martin Hock zusammen. Jürgen Klapper und Philipp Zametzer bildeten mit zwei Spielern aus Langenau bei Ulm die Spielgemeinschaft „Langfing“ (die ursprünglich angedachte Bezeichnung „Langfinger“ wurde vom Turnierleiter Bernhard Jehle aus Sorge um sein Spielmaterial abgelehnt ?).

    Nach hartem Kampf erreichte Team Gräfelfing I souverän das B-Finale am Sonntag Nachmittag, während die Spielgemeinschaft Langfing knapp das B Finale verpasste und am Sonntag Vormittag im C-Finale einen Mittelplatz erreichte. Für Gräfelfing I lief es am Sonntag Nachmittag erst einmal gut, ein Platz auf dem Stockerl schien möglich – dann kamen leider 2 unnötige Mannschaftsniederlagen, aber immerhin kam man noch unter die TOP 10.

    Jürgen Klapper konnte in der Vorrunde an Brett 1 mit 4 Punkten zufrieden sein, während Philipp Zametzer in der Finalrunde mit 5,5 Punkten am zweiten Brett auf sich aufmerksam machte.

    Frank Lippert, Anton Reinl und Martin Hock blieben sowohl in Vor- als auch in Finalrunde im Rahmen der Erwartungen, während Thomas Sörgel an beiden Tagen sehr gut aufspielte und mehr als 50 % gegen teils starke Gegnerschaft erzielte.

    Leutasch ist aber stets immer mehr als nur Schachspielen, denn in ausgelassener Atomsphäre trafen sich alle Spieler aus Gräfelfing am Freitag Abend zum „tradtionellen Kühtaier Allerlei“ und am Samstag Abend zum großen Buffet in der Weidacher Stuben mit Alpenpanoramablick. Selbst die Outdoor Aktivitäten kamen nicht zu kurz, denn der traditionelle Long-Jog am Samstag Nachmittag durch die Wälder zwischen Leutasch und Seefeld fand wieder statt, an dem diesmal neben Jürgen auch Philipp teilnahm. Auch die heißen Temperaturen konnten so machen nicht davon abhalten die schöne Saunalandschaft im Alpenbad zu Leutasch zu besuchen….!

    Unser Dank gilt wieder einmal Bernhard Jehle aus Jedesheim, der dieses Turnier überhaupt wieder ermöglicht und wie gewohnt optimal organisiert hat und damit keine Wünsche offen ließ. (JK / FL)

    Anton und Thomas …
    …,Philipp und Martin
    Jürgen und Phlipp in der Spielhalle
    Zwei gutgelaunte Schächer in der Leutascher Festhalle
  • Kreisklasse – Team II aus Gräfelfing erkämpfte sich eine Punkteteilung gegen den Tabellenführer aus Holzkirchen

    Ein gut aufgestelltes Gräfelfing II erkämpfte sich am vergangenen Sonntag ein 3:3, obwohl der Mannschaftskampf wenig aussichtsreich begann, denn an Brett 1 hatte Martin Hock relativ schnell Material verloren und Marvin Kühn (5) hatte in einer turbulenten Partie am Ende weniger Glück und musste wie Martin Hock aufgeben.

    Zumindest gelang Jasper Timm(6) souverän der Anschlusstreffer in einer Partie, die ihm keine Probleme bereitete. Newcomer Aleksei Barsov (4) hatte in seiner ersten Partie für Gräfelfing zwar ohne Materialgewinn leichte Vorteile. Dies reichte aber nur für einen halben Punkt.

    Spektakuläres auch an Brett 3 bei Philipp Zametzer, denn er agierte seit dem Mittelspiel mit Dame gegen Turm+ Springer+ Bauer. Leider reichte dies auch nur für einen halben Punkt. So musste Jürgen Klapper (2) gewinnen, damit Gräfelfing noch was Zählbares bekommt. Klapper hatte zwar nach der Eröffnung bzw. am Beginn des Mittelspiels 3 Bauern erobern können, nur die Abwicklung in das Endspiel war suboptimal, so dass er wieder einen Bauern geben musste und sich ständiger Mattdrohungen ausgesetzt sah. Nach knapp 5 Stunden fand er doch den Schlüssel und konnte gewinnen. (JK)