Aktuelle Beiträge

  • Team II im Heimspiel gegen Ammersee mit einer Punkteteilung

    Mit einem 4:4 in der 8. Runde der Zugspitzliga am 22.03.2026 gegen den Tabellenzweiten vom Ammersee konnte Gräfelfing II zufrieden sein, obwohl die Gäste mit einem Mann weniger an den Start gegangen sind und damit Martin Hock (Brett 4) kampflos gewann.

    Nach knapp einer Stunde folgte eine bittere Niederlage des U10 Nachwuchsspielers Elias Zhu,
    der trotz besserer Stellung eine Mattkombination seines Gegners übersah. Es folgten dann mehr
    oder weniger lustlose Remispartien an Brett 2 und 3, so dass es Punkt 12.00 Uhr 2:2 stand.

    Eine Stunde später konnte Thomas Sörgel am Spitzenbrett in einer turbulenten Partie mit wechselseitigen Königsangriffen soweit die Figuren abtauschen, dass keine Mattgefahr mehr Bestand und dann aufgrund des geringen Restmaterials sein wertungsstärkerer Gegner das Remis anzunehmen bereit war. Jürgen Klapper (7) stand zwar im Mittelspiel passiv aber stabil. Da sein Gegner im weiteren Verlauf keine Angriffsflächen mehr anbot, war der Remishafen folgerichtig. So stand es gegen 13.00 Uhr 3:3 und die Partien an Brett 5 und 6 mussten die Endscheidung bringen.

    Vladmir Yaroshenko hatte zu diesem Zeitpunkt im Leichtfiguren Endspiel zwar einen Bauern mehr, spielte aber dann viel zu optimistisch, so dass er leichtfertig 2 Bauern wieder verlor und jetzt um ein Remis kämpfen musste. Das gelang leider nicht, da der Mehrbauer seines Gegners auch ein Freibauer war und somit das Rennen machte.

    Just zu diesem Zeitpunkt begann das Drama am Nebentisch bei Dennis Vitkovski. Der Gräfelfinger hatte im Mittelspiel zweimal Glück, in dem sein Gegner ein gewinnbringendes Qualitätsopfer nicht sah und einen Königsangriff nicht konsequent zu Ende spielte. Stattdessen eroberte sich Dennis einen Freibauern, den er konsequent nach vorne schob, aber kurz vor der Umwandlung in eine Dame einen Konter seines Gegners nicht sah, der – richtig weitergespielt – ihn Matt hätte setzen können. Stattdessen übersah sein Gegner ein Abzugsschach, wonach sich das Blatt wieder zu Gunsten von Gräfelfing wendete und nun tatsächlich Gräfelfing zum 4:4 Endstand ausgleichen konnte. (JK)

  • Gräfelfing bleibt auf Aufstiegskurs

    Nach dem umkämpften 4,5 : 3,5 gegen Bruckmühl in Runde 7 traten wir am 22.03.2026 in der vorletzten Runde der RLSO 26/25 auswärts gegen Starnberg an. Die Starnberger sind eine recht ausgeglichen Mannschaft, die auch immer zu kämpfen weiß, insofern waren wir gewarnt. Für den ausgefallenen Daniel rückte an Brett 8 Oliver Edelmann nach, ansonsten spielten wir in der Stammbesetzung.

    Längere Zeit sah es mehr als gut aus für die Gastgeber, einige Bretter bei uns wie z.B. Vladi und Jürgen schienen arg zu wackeln. Plötzlich aber ging es Schlag auf Schlag:

    Oliver Edelmann konnte auf Brett 8 mit der Caro-Kann-Verteidigung punkten (Königsangriff + Materialgewinn). Vladi auf Brett 7 hatte wie gesagt, lange unter Druck gestanden, da ein gegnerischer Turm bereits in die weiße Stellung eingedrungen war. Er verteidigte sich aber zäh und konnte seinerseits mit Turm und Springer den schwarzen König zurückwerfen. Nach einer sehr unvorsichtigen Aktionen kam dann das plötzliche aus für den Starnberger: er hatte seine zwei Läufer (eigentlich ein Garant für positionelles Übergewicht so unglücklich hingestellt, dass plötzlich Weiß mit Turm auf 7. Reihe, Springerschach auf f6 und nachfolgendem Läuferschach auf a5 mattsetzen konnte.

    An Brett 4 hatte Jürgen in einer ssymmetrischen Englischen Partie (1.c4 e5) unvorsichtigerweise einen Doppelbauern auf f6 zugelassen und Weiß spielte in der Folge durchaus geschickt mit den Schwachpunkten f6 und f5. Ein Qualitätsgewinn für Weiß war die Folge. In der Folge (und in zunehmender Zeitnot) verlor der Starnberger aber den Faden und ließ einen Königsangriff mit Rückgewinn des Materials und anhaltendem Druck zu), was bald zum Sieg von Schwarz führte.

    An Brett 3 hatte es Oliver Gesing mit Weiß gegen die moderne Verteidigung (wohl eine Art Gurgendize-Aufbau mit c6, d5, Lg7) zu tun. Schwarz war im Entwicklungsrückstand und Weiß öffnete die Stellung mit c4, worauf die schwarze Bauernstruktur bald zusammenbrach. Am Ende hatte Oliver zwei Bauern mehr bei anhaltendem Figurendruck, was Schwarz zur Aufgabe bewog. Damit stand es bereits 4:0 für uns.

    Zum „Matchwinner“ wurde ich: mein Gegner spielte erwartungsgemäß einen London-Aufbau, wobei ich mit frühem Ld6 und Abtausch der schwarzfeldrigen Läufer dem weißen Angriff frühzeitig die Zähne ziehen wollte. In der Tat sah es nach zwischenzeitlich gut für mich aus, ich übersah dann eine Taktik, womit Weiß in ein eher vorteilhaftes Endspiel abwickeln konnte. Letztlich aber sah Weiß kein Weiterkommen und gab die Partie Remis, wodurch wir bereits als Sieger feststanden.

    Solide, aber ungewohnt passiv stellte sich Yaro auf Brett 5 mit Weiß in einer Art Damenbauern- Eröffnung auf, wobei Schwarz das Läuferpaar behielt. Leider konnte ich die Partie nicht ganz zu Ende verfolgen, es muss wohl darauf hinausgelaufen sein, dass Yaro die schwarzen Chancen auf Königsangriff unterschätze und dann aufgeben musste.

    An Brett 1 eröffnete Arshak mit den weißen Steinen wie gewohnt mit 1.c4 aber sein Gegner hatte keine Lust auf die englische Verteidigung und wechselte lieber in die Leningrader Variante der
    Holländischen Verteidigung. Es sah zunächst durchaus ausgeglichen aus, aber Arshak legte die Schwächen des Schwarzen am Königsflügel gekonnt mit einem Königsangriff bloß. Am Ende
    hatte er zwei Figuren mehr bei anhaltendem Angriff.

    Nicht zufrieden sein konnte Massimo an Brett zwei, der sich mit den schwarzen Steinen einem
    Königsindischen Angriff in der franz. Verteidigung gegenübersah. Es fing schon damit an, dass der an Brett 2 gemeldete Starnberger auch tatsächlich spielte, was in der ganzen Saison noch nicht der Fall gewesen war.

    Längere Zeit verlief die Partie in bekannten Bahnen mit einem Bauern- und Figurensturm von Weiß
    am Königsflügel und schwarzem Konter am Damenflügel. Schwarz opferte zwischendurch einen Bauern, womit Weiß einen gedeckten Freibauern auf d6 bekam. Später aber verlor Massimo einen Figur (wie genau, konnte ich nicht verfolgen) und geriet dann in ein verlorenes Endspiel. Der Schluss aber war ein kurioser Fall doppelter Schachblindheit: anstatt ganz klar mit f7 und Bauernverwandlung zu gewinnen, übersah Weiß, dass Massimo den gefährlichen Freibauern straflos hätte schlagen können. Massimo aber gab gerade an der Stelle auf, wo er sich eigentlich wieder gerettet hätte.

    Damit war der Endstand dann 5,5 : 2,5. Wir liegen weiterhin mit zwei Mannschafts- und vier Brettpunkten vor Röhrnbach, haben also für die letzte Runde am 26.04.2026 alle Trümpfe in der Hand. (FL)

  • Oberbayerische Jugend EM 2026 in Wartaweil

    Qualität oder Quantität? Warum nicht einfach beides!

    Vom 18. bis zum 21. Februar fand die diesjährige oberbayerische Jugend-Einzelmeisterschaft, wie schon im Vorjahr, in Wartaweil statt. Vier Tage lang kämpften die besten jungen Schachspieler/innen aus Oberbayern um die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft. Mit 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war der Schachklub Gräfelfing, der am meisten vertretene Verein auf dem Turnier. Damit konnten wir unseren eigenen Teilnahmerekord von elf Spielern vom letzten Jahr deutlich überbieten. Doch Quantität heißt nicht gleich Qualität, oder? Hier ein ausführlicher Turnierbericht.

    U8

    Julian Zesch und Leon Burjew haben den SK Gräfelfing in der U8 vertreten. Beide spielen noch nicht mal seit einem Jahr Schach und für beide war es nach der Kreiseinzelmeisterschaft das zweite klassische Schachturnier. Umso erfreulicher war das Endergebnis. Beide gewannen herausragende 5,0 Punkte aus acht Partien und belegten am Ende mit Julian den dritten und mit Leon den vierten Platz. Beide konnten zwar noch nicht den beiden Spitzenreitern, die schon deutlich länger das Spiel der zwei Könige für sich entdeckt haben, das Wasser reichen, haben aber gegen alle schlagbaren Gegner herausragend performt. Trainer Vladimir war nach dem Turnier das Grinsen über den Erfolg nicht aus dem Gesicht zu nehmen. Gratulation!!!

    U10

    Mit Jan Freund, Elias Zhu und Darsh Agarwal nahmen gleich drei Spieler DVM-Mannschaft in der U10 Teil. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen.

    Jan Freund:

    Nach 4,5 von möglichen 8 erzielten Punkten und einem souveränen achten Platz lässt sich bei Jan ein sehr positives Fazit ziehen. Er ließ nur Punkte gegen deutlich stärkere Gegner liegen und besiegte alle nominell Schwächeren. Eine sehr starke und vor allem konstante Leistung. Die neue DWZ von über 1200 wird ihn bestimmt sehr freuen😉. Herzlichen Glückwunsch!

    Darsh Agarwal:

    Nach der herausragenden DVM war es spannend zu sehen, ob es sich nur um einen einmaligen Ausreißer handelte oder ob das tatsächlich Darshs Leistungsniveau widerspiegelt. Nach diesem Turnier lässt sich festhalten, das ist tatsächlich Darshs neue Leistungsniveau. Er verpasste mit starken 5.5 aus 8 Punkten und einem soliden vierten Platz nur haarscharf das Treppchen. Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den ehemaligen Bayerischen Meister Simon Roscher aus Germering, der selbst 7 Siege aus 7 Partien auf der DVM holte. Eine starke Vorstellung!

    Elias Zhu:

    Überragend! 7,5 aus 8 möglichen Punkten! Alle direkten Konkurrenten geschlagen! Laut der DWZ-Auswertung eine Leistung von 1863 und das mit acht Jahren! Elias wurde hochverdient mit 1,5 Punkten Abstand Bezirksmeister in der U10. Dieses Ergebnis hätte er sich, bei der Konkurrenz, wahrscheinlich selbst nicht mal erträumen können. Du kannst mächtig stolz auf dich sein!

    U12

    Mit Barsov Mikhail, Kinateder Vitus, Dejako Luka, Taheri Mohammad und Cheng Louis traten gleich fünf Gräfelfinger in der Altersklasse U12 an. Das finale Resultat lässt sich echt sehen lassen.

    Louis, Mohammad und Luka:

    Die Leistung der dreien war sehr analog zueinander. Alle drei verloren nur gegen deutlich stärkere Spieler und siegten gegen alle nominell schwächeren Gegner. Alle drei holten 4,5 aus 7 möglichen Punkten und landeten am Ende, nur durch die Feinwertungen getrennt auf den Plätzen 9 (Louis), 8 (Luka) und 7 (Mohammad). Wenn Konstanz wahre Klasse zeigt, dann war es die Leistung der dreien auch!

    Vitus:

    Vitus holte am Ende auch 4,5 aus 7 Punkten, aber gegen deutlich stärkere Gegner als seine drei Mannschaftskollegen. Dementsprechend besser war auch seine Buchholz und er landete am Ende auf Platz vier und verpasste ganz knapp die TOP 3. Obwohl er sich selbst wahrscheinlich mehr erhofft hatte, war das doch eine sehr gute Leistung! Insbesondere hervorzuheben ist sein Sieg gegen den späteren Vizemeister Alexsander Dahnovici, der mit einer DWZ von über 1700, nominell der deutlich stärkere Spieler sein sollte.

    Mikhail:

    Mischa wurde souverän mit 6 aus 7 unser zweiter Bezirksmeister. Er zeigte wieder einmal, dass er definitiv zu den besten Spielern seines Jahrgangs gehört. Er verlor nur eine Runde, in der die Gegnerin die vielleicht beste Partie ihres Lebens spielte, ließ sich davon jedoch überhaupt nicht entmutigen. Eine vor allem sehr reife Leistung und der hochverdiente Turniersieg!

    U14

    Mia Zhu und Diwen Cheng traten dieses Jahr wieder in der U14 an.

    Mia:

    Nach kleinen Startschwierigkeiten startete Mia ab der vierten Runde einen Lauf, gewann die letzten Runden und wurde am Ende mit 4 aus 7 und einem großem Abstand Vizemeisterin in der U14w. Herzlichen Glückwunsch! Eine sehr große Steigerung im Vergleich zu letztem Jahr!

    Diwen:

    Diwen spielte ein starkes Turnier. Stolze 5 aus 7 Punkten zeigten ausdrücklich wie viel er sich in den letzten eineinhalb Jahren verbessert hat. Die Kirsche auf der Torte war zudem, dass dieses Ergebnis am Ende gleichbedeutend mit der Vizemeisterschaft und der direkten Qualifikation zur Bayerischen EM war. Gratulation!

    U16

    Pavel Gubanov und Vladimir Yaroshenko spielten in der U16 mit. In der letzten Runde traten die beiden auch noch gegeneinander an. Pavel holte zwar mit 3,5 Punkten aus sieben Runden nur den 11. Platz, schaffte es aber mit einem Remis in der letzten Runde dem Vladimir, die Meisterschaft zu versauen. Vladimir hat am Ende ein halber Punkt zum Titel gefehlt. Er wurde schließlich Dritter mit 4,5 von 7 möglichen Punkten. Eine doch ordentliche Leistung von beiden!

    U18

    In der U18 spielten Sebastian Blumenthal und Martin Trinh. Beide Spielten ein Sehr gutes Turnier, schafften es dem Turniersieger einen halben Punkt abzunehmen und beendeten am Ende mit 4,5 Punkten auf Rang 4 (Martin) und Rang 3 (Sebastian). Eine sehr starke Performance!

    Fazit

    Letztlich bleibt festzuhalten: Warum sich zwischen Quantität und Qualität entscheiden, wenn beides möglich ist? Der SK Gräfelfing war in sämtlichen Altersklassen vertreten – und am Ende stand in jeder davon ein Gräfelfinger auf dem Podium. Zwei Meistertitel, zwei Vizemeisterschaften und drei dritte Plätze sprechen für sich. Dieses Ergebnis ist nicht nur herausragend, sondern belegt eindrucksvoll, dass der Gräfelfinger Nachwuchs zweifellos zur bayerischen Spitze gehört. Möge auch die Bayerische Einzelmeisterschaft von ähnlichem Erfolg geprägt sein. (YY).

  • Umkämpfter Sieg gegen Bruckmühl

    Das es in den letzten drei Runden nicht leicht werden würde war uns klar, wieviel Gegenwehr aber unser Gegner in Runde 7 – der SK Bruckmühl – entwickeln würde kam dann aber doch überraschend. Aber der Reihe nach.

    Ich hatte diese Runde ausgesetzt und dafür Jasper auf Brett 8 spielen lassen. Dieser gewann mit Weiß auch sehr sicher in einer katalanischen Partie. Ebenso problem los gewann Vladi auf Brett 7 mit Schwarz gegen die eher selten gesehene Bird-Eröffnung (1.f4) seines Gegners.

    Auch an Brett 5 hatte Jürgen keine Probleme mit Schwarz. Sein Drachen-Sizilianer
    brachte den Sieg noch vor der Zeitkontrolle.

    Kein Glück hatte heute Massimo mit seinem Jobava-London-System. Sein starker Gegner (FM mit besserer Wertung als Brückmühls 1. Brett) hielt das Geschehen lange in der Schwebe, dann verlor Massimo einen Bauern und leistete auch im Endspiel zu wenig Widerstand, was dem Bruckmühler den Sieg brachte.

    Auch bei Oliver auf Brett 4 stand es schlecht, sein Sizilianer mit b3 / Lb2 konnte nicht so recht überzeugen und im Turmendspiel hatte er dann einen Bauern weniger, was sein Gegner sicher verwertete.

    Zu kämpfen hatte Daniel mit Schwarz auf Brett 3. Sein Benoni-Aufbau brachte ihm einige Probleme mit einem Endspiel weißer Läufer / schwarzer Springer und Freibauern für Weiß am Damenflügel. Letztlich konnte er aber alle Angriffe abwehren und ins Remis abwickeln.

    Einiges Glück hatte Yaro auf Brett 6, nachdem er gegen das Wolga-Gambit seines Gegners zunächst nicht genug Gegenspiel entwickelt hatte. Sein Gegner fand aber im Endspiel oft nicht die besten Züge und auch hier verflachte die Partie ins Remis.

    An Brett 1 sah es so aus, als ob vlt. Arshak mit Schwarz gewinnen könnte (die Partie entwickelte sich aus einem Skandinavisch / Fianchetto Hybrid), letztlich reichte es aber auch hier nur zum Remis.

    Damit gewannen wir mit dem knappsten Ergebnis bisher in der Saison, also 4,5:3,5. Trotzdem haben wir damit wieder einmal keinen Mannschaftspunkt abgegeben und sind damit weiterhin auf Aufstiegskurs. Da auch Fresing und Starnberg in dieser Runde strauchelten und damit wohl nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben werden, zählt jetzt v.a. das „Fernduell“ gegen Röhrnbach (und eventuell auch Ilmmünster).

    Zurücklehnen können wir uns gegen Starnberg (Runde 8) und Freising (letzte Runde) natürlich trotzdem nicht, auch wenn eine Niederlage uns eventuell trotzdem noch den Turniersieg erhalten würde. (FL)

  • Weiterer hoher Sieg – diesmal gegen den SC Straubing

    Nach dem gewonnen Auswärtsspiel gegen den MTV Ingolstadt in Runde 5 mussten wir am 08.02.2026 wiederum auswärts gegen den SC Straubing antreten. Wir hatten das Spiel auf Wunsch einiger Spieler auf 11:00 Uhr verlegen lassen.

    Wir mussten diesmal ohne Massimo und Daniel an den Kampf bestreiten, konnten dafür aber Desi(!) und Thomas als Ersatz einspannen. Aber auch die Gegner waren an Brett 2, 7 und 8 etwas ersatzgeschwächt.

    Zu einem frühzeitigen Sieg kam Jürgen auf Brett 3. Unser Veteran bekam es mit Weiß mit der Rubinstein-Variante der französischen Verteidigung zu tun, die als sehr solide für Schwarz gilt, wenn auch ein wenig passiv. Schwarz ließ unvorsichtigerweise die Öffnung des Königsflügels mit Lg5xf6 zu, worauf Weiß innerhalb weniger Zug die gegnerische Dame zu gewinnen drohte: 1-0

    Ebenfalls recht schnell war meine Partie an Brett 5 vorüber. Wie es oft der Fall ist in Schachklubs, kopieren Spieler Eröffnungen voneinander und so hatte auch ich mit Weiß einen Rubinstein-Franzosen auf dem Brett. Ich konnte mich zwar gut aufstellen, hätte bei korrektem Spiel von Schwarz kaum Vorteil gehabt.
    Das etwas passive Spiel von Schwarz verleitete mich zu einem sehr unvorsichtigen Springeropfer. Hätte Schwarz hier die korrekte und „offensichtliche“ Verteidigung gewählt (den Springer schlagen), wäre ich in großen Nachteil gekommen. Das „sorgfältige“ und schnell gespielte Wegziehen des bedrohten schwarzfeldrigen Läufers, erlaubte mir aber ein Zertrümmerungsopfer auf g7, nach dem es für Schwarz schnell den Bach runterging. Ein weiteres Turmopfer mit Mattangriff besiegelte das Schicksal von Schwarz.

    Die einzige Niederlage heute musste Thomas auf Brett 8 mit Schwarz hinnehmen. Er kam in einem geschlossenen Katalanen unter einigen Druck, den er mit einem inkorrekten Opfer abschütteln wollte. Stattdessen wäre er mit einer Figur weniger im Endspiel gelandet, was ihn zur Aufgabe zwang.

    Yaro’s Gegner an Brett 4 spielte die recht seltene Bird-Eröffnung (1.f4), kam aber nicht gut raus. Zu keiner Zeit war das schwarze Spiel gefährdet oder gar schlechter. Im Gegenteil konnte Schwarz schnell Druck auf der d-Linie und auf der langen Diagonalen a8-h1 aufbauen. Genau diese Diagonalschwäche erlaubte es Schwarz eine ganze Figur zu gewinnen, was Weiß zur Aufgabe zwang.

    Oliver an Brett hatte es mit Schwarz mit der Vorstoßvariante der franz. Verteidigung
    zu tun, wobei Weiß die eher seltene Variante mit Ld3 ohne c3 spielte. Schwarz konnte
    aber jeglichen Druck mit eigener Expansion am Königsflügel und im Zentrum abschütteln.
    Ein unvorsichtiger „Bauerngewinn“ auf d4 erlaubte Schwarz eine Springergabel mit
    Figurengewinn.

    Sehr sicher gewann Desi mit Weiß an Brett 7 gegen die pseudo-aktive Pirc-Verteidigung des Straubinger Gegners. Durch Mattdrohungen mit Dame und Turm auf d8 gewann Weiß erst einen Bauern, später zwei Leichtfiguren gegen Turm und noch einen Bauern. Schwarz war nicht in der Lage auch nur irgendeine Form von Gegenspiel zu orchestrieren und gab dann einfach auf.

    An Brett hatte Vladi zwar aus der Modern-Verteidigung einen Freibauern auf d4 erspielt, trotzdem sah die Partie im erweiterten Mittel- und Endspiel sehr remislich aus. Unvorsichtige Bauernvorstöße am Königsflügel erlaubten Schwarz aber die Ablenkung des gegnerischen Königs von der Verteidung des verbliebenen weißen Turms. Mit Qualität mehr und Freibauern gab Weiß dann entnervt auf.

    Wiederum eine sehr starke Leistung und die Partie des Tages erspielte Arshak an Brett 1. Gegen den passiven Aufbau von Schwarz (eine Art Owen-Eröffnung / Damenindisch- Hybrid), kam Weiß an beiden Flügeln zu Angriff. Zwar versuchte Schwarz alle Löcher abzudecken und mit dem König auf den Damenflügel zu flüchten, aber auch dort konnte Weiß die Stellung öffnen. Nach einm Bauernopfer, das die dritte Reihe für einen Turmschwenk öffnete, konnte Weiß die Schwerfiguren auf der b-Linie vertrippeln und ein undeckbares Matt auf b7 aufbauen.

    Damit gewannen die diesen Kampf deutliche mit 7-1 und sind weiter auf Aufstiegskurs. Die nächsten drei Spiele gegen Bruckmühl, Starnberg und Freising werden aber nicht leicht. Insbesonder Freising, auf Platz 2 nach dieser Runde, kann es noch aus eigener Kraft schaffen aufzusteigen und wird alles daran setzen dies auch zu tun.

    Die nächste Runde findet am 01.03.2026 statt, zuhause gegen den SK Bruckmühl. (FL)

  • Team II im Heimspiel gegen Holzkirchen mit einer Punkteteilung

    Team II im Heimspiel Mit einem 4:4 gegen einen Abstiegskonkurrenten konnte Gräfelfing II nicht zufrieden sein, denn das wärtungsschwächere Holzkirchen war zudem ohne ihr Spitzenbrett angetreten.

    Als an Brett 6 Dennis Vitkovski zunächst einen Bauern und wenig später die komplette Partie gewann und die Mannschaftskammeraden an Brett 5 und 8 deutlich besser standen, schien der Mannschaftskampf schon so gut wie gewonnen. Doch eben diese Bretter konnten den Vorteil nicht nutzen, überdehnten stattdessen Ihre Stellungen bzw. liefen in den Gegenangriff und verloren am Ende noch Ihre Partien.

    Es folgte an Brett 3 eine Punkteteilung bei Thomas Sörgel. Hier konnte Gräfelfing II zufrieden sein, denn die Partie hätte an einigen Eckpunkten auch in die andere Richtung kippen können.

    Jürgen Klapper (7) probierte alles, um eine remislastige Partie doch noch zu gewinnen – sogar mit der Gefahr diese zu verlieren. Am Ende hatte er zwar einen Mehrbauern, aber die ungleichfarbigen Läufer ließen nach fast 60 Zügen nichts mehr zu.

    Als an Brett 2 Jasper Timm die Remisvariante nicht erkannte, beendete ein gegnerischer Königsangriff seine Partie und so lag alles in den Händen unseres Altmeisters Matin Hock, noch mit einer Gewinnpartie einen Mannschaftspunkt zu retten und er schaffte es. Denn in einer turbulenten Partie behielt er den besseren Überblick und rechnete die Züge seines Freibauern korrekt zum Sieg (JK)

  • Fortsetzung der Siegesserie im neuen Jahr gegen MTV Ingolstadt

    Die 5. Runde der Regionalliga Südost 2026/26 (und damit die erste Runde im neuen Jahr) fand am 18.01.2026 auswärts beim MTV Ingolstadt statt.

    Die Gegner waren diesmal an den hinteren Brettern etwas ersatzgeschwächt. Den ersten Sieg konnte Vladi mit Schwarz an Brett 8 verbuchen. Sein Gegner hatte gegen Vladi’s „Modern“-Aufbau bereits einen Bauern verloren, rechnete sich aber Chancen auf einen Königsangriff aus. Weiß überlegte sehr lange an einem Turmzug, der den entscheidenden Angriff bringen sollte, aber lediglich die Grundreihe schwächte. Vladi’s sofortiger Konter, ein Psudo-Damenopfer, dessen Annahme oder Ablehnung beide zum Matt führen würden, erzwang die unmittelbare Aufgabe.

    An Brett 5 konnte Jürgen in einer französischen Partie mit Weiß einen Bauern auf der wichtigen h-Linie gewinnen, er gab diesen Vorsprung aber am Damenflügel wieder her, um nicht in potentiell gefährlichen Figurendruck zu geraten. Das Turmendspiel mit Bauernmajoritäten an verschiedenen Flügeln war dann aber Remis.

    Ebenfalls in eine frühes Remis willigte Yaro an Brett 6 mit schwarz ein. Sein Modernaufbau führte zu einer ausgeglichenen Stellung, in der keine Seite echte Angriffschancen mehr sahen.

    Die Partie des Tages hatte Massimo an Brett 2. Mit Schwarz gegen ein London-System sah er sich Druck in der Mitte und am Damenflügel ausgesetzt, konterte aber kühl mit einem Figurenopfer. Er hätte die Figur gleich wieder zurückgewinnen können, wandelte aber die Stellung in ein jetzt echtes Figurenopfer um, wofür er einen weit vorgedrungenen Freibauern auf b2 und Königsangriff erhielt. Weiß konnte die Stellung nicht halten und gab nach wenigen Zügen auf.

    Der nächste Punkt folgte auf Brett 1. Arshak hatte sich aggressiv gegen das schwarze Caro-Kann audgestellt und brach mit einem Bauernvorstoß auf e6 die gegnerische Stellung auf. Der darauf erfolgende Königsangriff entschied die Partie dann bald.

    Auf Brett 4 sah sich Oliver mit schwarz in einer gedrückten aber haltbar aussehenden Französisch-Stellung. Weiß brach aber mit Bauernopfer im Zentrum durch und konnte einen gefährlichen Freibauern auf e6 bilden, worauf dann Schwarz zu viel Material hätte hergeben müssen, um die zahlreichen Drohungen gegen Figuren und König abzuwehren. Dies blieb der einzige Sieg der Ingolstädter.

    Auf Brett 3 sah Daniel mit Weiß eine Art Philidor-Verteidigung seines Gegners auf dem Brett. Weiß griff am Königsflügel an und Schwarz konterte am Damenflügel. In der Tag stand Daniel dann
    plötzlich unter starkem Druck und Schwarz hätte wohl an einer Stelle seinen Vorteil zum Sieg ausbauen können. Allerdings hatte Daniel eine Qualität mehr und nach Damentausch versandete der schwarze Angriff, worauf dann Daniel in einem Endspielt Turm gegen Läufer die Oberhand behielt.

    Damit war der Endstand 6:2. Am 08.02.2026, also in drei Wochen, geht es dann weiter gegen Straubing und zwar wiederum auswärts. (FL)

  • Unsere U10 und U14 auf der DVM

    Die DVM, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Deutschen Schachjugend findet jedes Jahr zwischen den Jahren statt. Dabei werden die Turnier der einzelnen Altersklassen von unterschiedlichen Ausrichtern organisiert. Diese Jahr dabei sind unsere U14 in Plauen und unsere U10 in Stuttgart.

    Die Turnierseite des DSJ:
    U14: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u14/
    U10: https://www.deutsche-schachjugend.de/2025/dvm-u10/

    Auf Lichess:
    U14
    U10

  • Team II: unglücklicher Verlust in Bad Tölz

    Obwohl das ersatzgeschwächte Team II realtiv schnell in Rückstand geraten ist, war der weitere Verlauf für Gräfelfing II günstig, denn Vladimir Yaroshenko (Brett 4) konnte mit einem sehenswerten Angriff gewinnen und Martin Hock (3) gegen einen wertungsstärkeren Spieler ein sehr gutes Remis einfahren, zumal Jürgen Klapper (7) sehr gut und Dennis Vitkowski(5) mit Qualitätsvorteil auf Gewinn stand.

    Es folgten weitere gute Nachrichten, denn Sebastian Zieringer (2) konnte eine eher nachteilige Stellung in den Remishafen zwingen und Nachwuchsspieler Vitus Kinateder (8) ein perfektes Endspiel auf das Brett zaubern und gewinnen. Dann wendete sich aber das Blatt, denn Dennis Vitowski stelle eine Figur ein und gab dann sofort auf und Jürgen Klapper leistete sich 2 ungenaue Züge, wodurch die Partie völlig kippte und am Ende viel Material verlor und somit aufgeben musste.
    Thomas Sörgel am Spitzenbrett erkannte die Gesamtsituation und musste somit gewinnen, damit Gräfelfing II zumindest einen Punkt erhalten würde. Daher spielte er auf Risiko und hatte dabei kein Glück und verlor auch. (JK)

  • Wichtige Vorentscheidung um den Aufstieg

    Am Sonntag, den 07.12.2025 traf das Team I des SK Gräfelfing, der bisherige zweite der Regionalliga Südost in der Saison 2025/26 auf den bis dato ersten, den SV Röhrnbach, in einer Begegnung, die sich wie ein vorgezogener Entscheid um den Aufstieg anfühlte. Auch der Gegner war sich der Dimension des Kampfes bewusst, trat er doch mit gleich zwei Spielern an, die in Saison bisher noch keine Partie absolviert hatten.

    Der Wettkampf ließ sich gut an für den Gegner, der bei uns in Gräfelfing spielte. An Brett 8 verlor Vladi mit Weiß gegen Ende des Mittelspiels den Faden und musste nach Einbruch der schwarzen Dame und Figurenverlust recht bald die Segel streichen. In der Eröffnung und im frühen Mittelspiel hatte seine Reti-Eröffnung durchaus aussichtsreich ausgesehen.

    Sehr sicher agierte dagegen Jürgen an Brett 5 gegen das zurückhaltende Colle-System seines Gegners, der allerdings am Königsflügel angreifen wollte. Dabei schwächte der Weißspieler aber erheblich seine Stellung und seine Figuren standen nach erzwungenem Damentauch plötzlich sehr passiv. Jürgen konnte einen Mehr- (und Freibauern) sicher zum Sieg verwandeln.

    Ziemlich gedrückt (vermutlich auf verlorenem Posten) stand Yaro in einem Turmendspiel. Im frühen Mittelspiel sah dagegen sein weißer Colle-Zuckertort-Aufbau recht vielsprechend aus. Dann geschah das Erstaunliche: gänzlich unmotiviert tauschte der Röhrnbacher seinen Turm, übersah aber dabei, dass Yaro’s Freibauer auf c6 sofort durchlaufen würde und musste sogleich die Partie aufgeben.

    Ich hatte an Brett 7 eine für mich ungewohnte Stellung in der Englischen Verteidigung mit Läuferfianchetto auf g7. Ich fand dabei nicht den besten Plan und war auf dem besten Weg, die Partie zu verlieren. Weiß griff völlig zu Recht mit einem Bauernsturm am Königsflügel an, fand dann aber nicht die geeignete Fortsetzung und geriet in Zeitnot und verlor dabei seinen Vorteil wieder. Wir einigten uns kurz vor der Zeitkontrolle auf Remis.

    Eine etwas wechselhafte Partie hatte Oliver an Brett 4, sein Sizilianer mit b3 war eher anspruchslos.
    Oliver konnte aber vorteilhaft abtauschen und nach einem taktischen Fehler verblieb er mit einer
    Qualität mehr, was ihm den Sieg einbrachte.

    An Bett 2 hatte Massimo mit Weiß einen Semi-Tarrasch auf dem Brett und stand dabei die meiste Zeit besser. Sein Gegner konnte aber irgendwann mit Vorteil sein Spiel befreien, so dass Massimo dann um das Remis spielen musste. Nach mehreren taktischen Versehen im Endspiel konnte der Gräfelfinger aber eine Figur und damit die Partie gewinnen. Damit hatten wir 4.5 Punkte und den Mannschaftskampf in der Tasche!

    An Brett 3 landete Daniel in einem Mittespiel mit Dame, Turm und ungleichfarbigen Läufern. Nach einem Bauerndurchbruch am Königsflügel erhielt er Angriff, musste aber gleichzeitig um die Sicherheit seines eigenen Königs besorgt sein. Sogar nach Damentausch und mit zwei Mehrbauern war das Endspiel auf Grund der gedrückten Stellung seines Königs wohl nicht zu gewinnen und die Gegner einigten sich auf Remis.

    Schwer in Raumnachteil geriet Arshak an Brett 1 mit Schwarz, nachdem sein Gegner richtig auf seine McCutcheon-Variante reagiert hatte. Allerdings war kein Durchbruch in Sicht und nachdem Schwarz ein wichtiges Entlastungsbauernopfer anbringen konnte, wendete sich langsam das Blatt. Arshak hatte in Endspiel einen Bauern mehr, allerdings garantierten die ungleichfarbigen Läufer das Remis.

    Somit war der Endstand 5.5 – 2.5 für uns! Wir haben es bisher vermieden zu lautstark über den
    Aufstieg nachzudenken, müssen uns aber nach dem Sieg zu den Favoriten rechnen. Ich hoffe weiterhin auf eine geschlossene Mannschaftsleistung auch im neuen Jahr!

    Ich wünsche dem SK Gräfelfing, aber insbesondere dem Team I eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (FL)