Die 5. Runde der Regionalliga Südost 2026/26 (und damit die erste Runde im neuen Jahr) fand am 18.01.2026 auswärts beim MTV Ingolstadt statt.
Die Gegner waren diesmal an den hinteren Brettern etwas ersatzgeschwächt. Den ersten Sieg konnte Vladi mit Schwarz an Brett 8 verbuchen. Sein Gegner hatte gegen Vladi’s „Modern“-Aufbau bereits einen Bauern verloren, rechnete sich aber Chancen auf einen Königsangriff aus. Weiß überlegte sehr lange an einem Turmzug, der den entscheidenden Angriff bringen sollte, aber lediglich die Grundreihe schwächte. Vladi’s sofortiger Konter, ein Psudo-Damenopfer, dessen Annahme oder Ablehnung beide zum Matt führen würden, erzwang die unmittelbare Aufgabe.
An Brett 5 konnte Jürgen in einer französischen Partie mit Weiß einen Bauern auf der wichtigen h-Linie gewinnen, er gab diesen Vorsprung aber am Damenflügel wieder her, um nicht in potentiell gefährlichen Figurendruck zu geraten. Das Turmendspiel mit Bauernmajoritäten an verschiedenen Flügeln war dann aber Remis.
Ebenfalls in eine frühes Remis willigte Yaro an Brett 6 mit schwarz ein. Sein Modernaufbau führte zu einer ausgeglichenen Stellung, in der keine Seite echte Angriffschancen mehr sahen.
Die Partie des Tages hatte Massimo an Brett 2. Mit Schwarz gegen ein London-System sah er sich Druck in der Mitte und am Damenflügel ausgesetzt, konterte aber kühl mit einem Figurenopfer. Er hätte die Figur gleich wieder zurückgewinnen können, wandelte aber die Stellung in ein jetzt echtes Figurenopfer um, wofür er einen weit vorgedrungenen Freibauern auf b2 und Königsangriff erhielt. Weiß konnte die Stellung nicht halten und gab nach wenigen Zügen auf.
Der nächste Punkt folgte auf Brett 1. Arshak hatte sich aggressiv gegen das schwarze Caro-Kann audgestellt und brach mit einem Bauernvorstoß auf e6 die gegnerische Stellung auf. Der darauf erfolgende Königsangriff entschied die Partie dann bald.
Auf Brett 4 sah sich Oliver mit schwarz in einer gedrückten aber haltbar aussehenden Französisch-Stellung. Weiß brach aber mit Bauernopfer im Zentrum durch und konnte einen gefährlichen Freibauern auf e6 bilden, worauf dann Schwarz zu viel Material hätte hergeben müssen, um die zahlreichen Drohungen gegen Figuren und König abzuwehren. Dies blieb der einzige Sieg der Ingolstädter.
Auf Brett 3 sah Daniel mit Weiß eine Art Philidor-Verteidigung seines Gegners auf dem Brett. Weiß griff am Königsflügel an und Schwarz konterte am Damenflügel. In der Tag stand Daniel dann plötzlich unter starkem Druck und Schwarz hätte wohl an einer Stelle seinen Vorteil zum Sieg ausbauen können. Allerdings hatte Daniel eine Qualität mehr und nach Damentausch versandete der schwarze Angriff, worauf dann Daniel in einem Endspielt Turm gegen Läufer die Oberhand behielt.
Damit war der Endstand 6:2. Am 08.02.2026, also in drei Wochen, geht es dann weiter gegen Straubing und zwar wiederum auswärts. (FL)
Die DVM, die Deutsche Vereinsmeisterschaft der Deutschen Schachjugend findet jedes Jahr zwischen den Jahren statt. Dabei werden die Turnier der einzelnen Altersklassen von unterschiedlichen Ausrichtern organisiert. Diese Jahr dabei sind unsere U14 in Plauen und unsere U10 in Stuttgart.
Obwohl das ersatzgeschwächte Team II realtiv schnell in Rückstand geraten ist, war der weitere Verlauf für Gräfelfing II günstig, denn Vladimir Yaroshenko (Brett 4) konnte mit einem sehenswerten Angriff gewinnen und Martin Hock (3) gegen einen wertungsstärkeren Spieler ein sehr gutes Remis einfahren, zumal Jürgen Klapper (7) sehr gut und Dennis Vitkowski(5) mit Qualitätsvorteil auf Gewinn stand.
Es folgten weitere gute Nachrichten, denn Sebastian Zieringer (2) konnte eine eher nachteilige Stellung in den Remishafen zwingen und Nachwuchsspieler Vitus Kinateder (8) ein perfektes Endspiel auf das Brett zaubern und gewinnen. Dann wendete sich aber das Blatt, denn Dennis Vitowski stelle eine Figur ein und gab dann sofort auf und Jürgen Klapper leistete sich 2 ungenaue Züge, wodurch die Partie völlig kippte und am Ende viel Material verlor und somit aufgeben musste. Thomas Sörgel am Spitzenbrett erkannte die Gesamtsituation und musste somit gewinnen, damit Gräfelfing II zumindest einen Punkt erhalten würde. Daher spielte er auf Risiko und hatte dabei kein Glück und verlor auch. (JK)
Am Sonntag, den 07.12.2025 traf das Team I des SK Gräfelfing, der bisherige zweite der Regionalliga Südost in der Saison 2025/26 auf den bis dato ersten, den SV Röhrnbach, in einer Begegnung, die sich wie ein vorgezogener Entscheid um den Aufstieg anfühlte. Auch der Gegner war sich der Dimension des Kampfes bewusst, trat er doch mit gleich zwei Spielern an, die in Saison bisher noch keine Partie absolviert hatten.
Der Wettkampf ließ sich gut an für den Gegner, der bei uns in Gräfelfing spielte. An Brett 8 verlor Vladi mit Weiß gegen Ende des Mittelspiels den Faden und musste nach Einbruch der schwarzen Dame und Figurenverlust recht bald die Segel streichen. In der Eröffnung und im frühen Mittelspiel hatte seine Reti-Eröffnung durchaus aussichtsreich ausgesehen.
Sehr sicher agierte dagegen Jürgen an Brett 5 gegen das zurückhaltende Colle-System seines Gegners, der allerdings am Königsflügel angreifen wollte. Dabei schwächte der Weißspieler aber erheblich seine Stellung und seine Figuren standen nach erzwungenem Damentauch plötzlich sehr passiv. Jürgen konnte einen Mehr- (und Freibauern) sicher zum Sieg verwandeln.
Ziemlich gedrückt (vermutlich auf verlorenem Posten) stand Yaro in einem Turmendspiel. Im frühen Mittelspiel sah dagegen sein weißer Colle-Zuckertort-Aufbau recht vielsprechend aus. Dann geschah das Erstaunliche: gänzlich unmotiviert tauschte der Röhrnbacher seinen Turm, übersah aber dabei, dass Yaro’s Freibauer auf c6 sofort durchlaufen würde und musste sogleich die Partie aufgeben.
Ich hatte an Brett 7 eine für mich ungewohnte Stellung in der Englischen Verteidigung mit Läuferfianchetto auf g7. Ich fand dabei nicht den besten Plan und war auf dem besten Weg, die Partie zu verlieren. Weiß griff völlig zu Recht mit einem Bauernsturm am Königsflügel an, fand dann aber nicht die geeignete Fortsetzung und geriet in Zeitnot und verlor dabei seinen Vorteil wieder. Wir einigten uns kurz vor der Zeitkontrolle auf Remis.
Eine etwas wechselhafte Partie hatte Oliver an Brett 4, sein Sizilianer mit b3 war eher anspruchslos. Oliver konnte aber vorteilhaft abtauschen und nach einem taktischen Fehler verblieb er mit einer Qualität mehr, was ihm den Sieg einbrachte.
An Bett 2 hatte Massimo mit Weiß einen Semi-Tarrasch auf dem Brett und stand dabei die meiste Zeit besser. Sein Gegner konnte aber irgendwann mit Vorteil sein Spiel befreien, so dass Massimo dann um das Remis spielen musste. Nach mehreren taktischen Versehen im Endspiel konnte der Gräfelfinger aber eine Figur und damit die Partie gewinnen. Damit hatten wir 4.5 Punkte und den Mannschaftskampf in der Tasche!
An Brett 3 landete Daniel in einem Mittespiel mit Dame, Turm und ungleichfarbigen Läufern. Nach einem Bauerndurchbruch am Königsflügel erhielt er Angriff, musste aber gleichzeitig um die Sicherheit seines eigenen Königs besorgt sein. Sogar nach Damentausch und mit zwei Mehrbauern war das Endspiel auf Grund der gedrückten Stellung seines Königs wohl nicht zu gewinnen und die Gegner einigten sich auf Remis.
Schwer in Raumnachteil geriet Arshak an Brett 1 mit Schwarz, nachdem sein Gegner richtig auf seine McCutcheon-Variante reagiert hatte. Allerdings war kein Durchbruch in Sicht und nachdem Schwarz ein wichtiges Entlastungsbauernopfer anbringen konnte, wendete sich langsam das Blatt. Arshak hatte in Endspiel einen Bauern mehr, allerdings garantierten die ungleichfarbigen Läufer das Remis.
Somit war der Endstand 5.5 – 2.5 für uns! Wir haben es bisher vermieden zu lautstark über den Aufstieg nachzudenken, müssen uns aber nach dem Sieg zu den Favoriten rechnen. Ich hoffe weiterhin auf eine geschlossene Mannschaftsleistung auch im neuen Jahr!
Ich wünsche dem SK Gräfelfing, aber insbesondere dem Team I eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (FL)
Unser Team II aus Gräfelfing konnte seine Siegesserie in der Zugspitzliga nicht fortsetzen und kassierte am 3. Spieltag im Heimspiel gegen Windach I seine erste Saisonniederlage.
Der Spieltag begann für Gräfelfing II wenig hoffnungsvoll, da nach gut 2 Stunden die Partien an Brett 1 und 2 für Gräfelfing verloren gingen. Marvin Kühn (2) konnte einen gelungenen Königsangriff nicht bis zum Ende durchziehen. So konnte sich sein Gegner mit Materialvorteil stabilisieren und im Gegenangriff punkten.
Thomas Sörgel am Spitzenbrett geriet bei der „Französischen Verteidigung“ in einen Stellungsnachteil mit nachteiliger Leichtfigur. Als in Folge für ihn das noch einen Bauern kostete, war die Partie letztlich verloren.
Als dann auch noch Martin Hock (5) eine „gedrückte Stellung“ mit nachteiliger Figurenkonstellation nicht halten konnte und leicht vorteilhafte Stellungen bei Vladimir Yaroshenko (6) – immerhin wurde hier bis zum letzten Stein gespielt ! – und Dennis Vitkowski (7) nicht zum vollen Punkt , sondern nur zur Punkteteilung reichten, war der Mannschaftskampf schon gegen Team II entschieden, da auch Jürgen Klapper (8) auf Verlust stand. Ein überraschender Zug im Endspiel bei Minusbauer und schlechterer Stellung in Verbindung mit einem „frechen Remisangebot“ rettete Klapper den halben Punkt.
Es folgte dann das Drama am Brett 4 bei Nachwuchsspieler Mikhail Barsov, der mit Vorteilen trotz ungleichfarbiger Läufer in das Endspiel wechselte. Doch soweit kam es nicht, denn er vergaß die Schachuhr zu drücken und verlor damit auf Zeit.
Somit war es für den Gesamtausgang eher nachrangig, dass Sebastian Zieringer (3) eine fast perfekte Partie spielte und im Mittelspiel die Qualität gewann (Turm für Springer). Richtung Endspiel gab er diese wieder für 2 Bauern und gewann über eine Kombination noch einen weiteren Bauern. Seinem Gegner blieb dann nur noch die Aufgabe. Trotz Niederlage ist Gräfelfing II auf Platz 5 und 5 Punkte vor einem Abstiegsplatz. (JK)
Am Sonntag dem 16.11.2025 spielten wir in Runde 3 der RLSO 2025/26 auswärts gegen die zweite Mannschaft des SC Gröbenzell. Leider trat Massimo vergeblich an, sein Gegner tauchte nicht einfach. Ein Ärgernis, insbesondere für Spieler von Auswärtsmannschaften, als Trostpreis gab es ein erstes (kampfloses) 1:0.
Wenig Mühe hatte Jürgen an Brett 5 mit der Winawer-Variante seines französisch-spielenden Gegners. Er kam viel besser aus der erst seltenen Linie mit Ld2 raus und gewann im frühen Mittelspiel Dame + Läufer gegen zwei Türme, wobei Schwarz noch überhaupt nicht entwickelt war. Ein frühes 2:0 war die Folge.
Zu einem Mattangriff kam Daniel als Weißer an Brett 3 in der Lg5-Linie der Najdorf-Variante des offenen Sizilianers. Sein Gegner verzichtete auf die schärfste Fortsetzung („vergifteter Bauer“ mit Db6). Daniel konnte unter Figurenopfer einen Mattangriff orchestrieren, dem Schwarz nichts mehr entgegensetzen konnte.
Wie gewohnt spielte Yaro an Brett 6 seine „Modern“-Eröffnung gegen des Weißen 1.e4. Nach wechselvollem Spiel kamen wir auch hier zu einem Mattangriff, diesmal mit Dame und Turm auf g- und h-Linie.
An Brett 1 hatte Arshak mit Weiß wieder einmal einen Reti-Aufbau auf dem Brett. Die schwarze Bauernmajorität am Damenflügel sah dabei durchaus gefährlich aus. Doch Weiß hatte einen Springer auf g5 und Zugang zu den weißfeldrigen Diagonalen a2-g8. Außerdem konnte Weiß eine Dame auf h1 platzieren, wodurch plötzlich unabwendbare Drohungen gegen den schwarzen König auftauchten. Damit war das 5:0 bereits durch und der Matchgewinn stand schon fest.
Ich hatte an Brett 7 mit Weiß einen Königsinder mit h3 und Le3 auf dem Brett und stand nach ungenauen Zügen des Gegners bereits frühzeitig überlegen. Trotzdem fand ich nicht unbedingt die besten Fortsetzungen. Am weiteren Verlauf erlaubte mir mein Gegner aber die Bauern am Damenflügel voran zu schieben, obwohl ich vorher auf diese Seite rochiert hatte. Gegen einen weit vorgeschobenen Freibauern auf c7 verlor Schwarz dann nicht nur eine Qualität sondern letztlich einen ganzen Turm. Mein Gegner spielte aber dann noch bis einen Zug vor dem Matt weiter.
An Brett 4 gelangte Oliver mit Schwarz in eine Art symmetrisches Englisch. Er gewann einen Bauern auf c4, den er nicht mehr hergab. Im weiteren Verlauf gewann er aber nicht durch Materialüberlegenheit und/oder im Endspiel, sondern ebenfalls durch einen Mattangriff, hier mit Turm auf g1 und Springer auf f3.
Die einzige Partie mit echten Endspiel hatte Vladi an Brett 8 in einer französischen Partie. Im Mittelspiel bekam er am Damenflügel seine Bauernstellung demoliert, bekam durch Ungenauigkeiten seines Gegners aber Gegenspiel am Königsflügel, wo er die schwachen weißen Bauern auf h3 und g4 angreifen konnte. Das Gegenspiel von Weiß gegen die Bauern auf h6 und g5 reichte dagegen nicht aus.
Damit hatten wir das Maximalergebnis von 8:0 erreicht und das auch noch sehr frühzeitig um 14:30. Gegen unseren nächsten Gegner Röhrnbach am 7.12.2025 wird es aber nicht so einfach. Die Röhrnbacher hatten in der 3. Runde ein ebenfalls phänomenales 7,5:0,5 gegen MTV Ingolstadt eingefahren. (FL)
Einen mühevollen 4,5:3,5-Sieg konnte die zweite Mannschaft gegen Weilheim II einfahren.
Dabei begann der Kampf nicht besonders angenehm. Dennis Vitkovski sah sich am Damenflügel plötzlichen Druck ausgesetzt und eine taktische Kombination seiner Gegnerin kostete ihn Figur und Partie. Immerhin konnte Oliver Edelmann postwendend ausgleichen. Sein junger Gegner bereitete zwar einen Doppelturmangriff auf der h-Linie vor, aber wie vor zwei Wochen konnte Oliver diesen abwehren, so dass am Ende das zuvor gewonnene Material entschied.
Leider spielte Thomas Sörgel am Spitzenbrett zu unentschlossen, zudem kam die Entwicklung des Königsflügel nicht voran, so dass der Angriff des Gegners entschied. Sehr druckvoll agierte dagegen an Brett drei Sebastian Zieringer, der nach Qualitätsgewinn seinen alleinstehenden Springer halten konnte und nach Abtausch der Schwerfiguren wieder ausglich. Leider ging Weilheim erneut in Führung, da Marvin an Brett zwei räumlich in Nachteil geriet und ein Freibauer des Gegners in der c-Linie den Läufer kostete. Dafür war auf unseren Altmeister Martin Hock Verlass.
Obgleich der Gegner die Leichtfiguren abtauschen konnte, inszenierte Martin mit den Schwerfiguren einen gekonnten Schlussangriff. Jürgen Klapper gelang durch druckvolles Spiel am Damenflügel erstmals die Führung, als er mit Dame und Springer in die Stellung eindrang und mehrere Bauern gewann. Vladimir Yaroshenko stand mit seinem Springer gegen den schlechten Läufer zwar leicht besser, jedoch konnte der Gegner genügend Material abtauschen, jedoch reichte sein Remis zum Mannschaftserfolg. (TS)
Nach dem schönen Erfolg gegen Ilmünster in Runde 1 spielten wir heute zuhause gegen Ergolding, dem Aufsteiger aus der Niederbayernliga. Die relativ junge Mannschaft gehört auf dem Papier zu den schwächeren in der Liga, aber nach deren Gewinn gegen MTV Ingolstadt zuvor waren wir gewarnt.
An Brett 6 hatte ich es als Weißer mit der slavischen Verteidigung zu tun. Es kam zu frühem Damentausch auf b3. In dieser Stellung steht Weiß meist leicht besser, Schwarz ist aber solide. Ich spielte aber nicht die druckvollste Fortsetzung und hatte das Gefühl, um ein Remis kämpfen zu müssen (die Engine behauptet allerdings, dass Weiß immer noch minimal besser steht). Wie auch immer, nach bereits 17 Zügen kam es zur Punkteteilung. Es sollte das einzige Remis im Kampf bleiben.
An Brett 4 spielten Jürgen und sein Gegner einen Najdorf-Sizilianer. Jürgen mit den weißen Steinen wählte den Aufbau mit Lg5, f4 und Df3. Es kam zu einem frühen Tausch der schwarzfeldrigen Läufer, wobei Schwarz arg seine schwarzen Felder schwächte und die Damen, später der Turm sich auf der offene h-Linie platzieren konnte. Jürgen ließ seinem Gegner keine Chance und gewann nach wenigen weiteren Zügen durch einen Bauerndurchbruch auf f5.
Weniger Fortune hatte Daniel als Schwarzer an Brett 3. Sein Hybrid-System gegen Englisch, mit e5 und Lg7 erwies sich als zu instabil im Zentrum und nach einem missglücktem Befreiungsschlag mit (temporärem) Qualitätsgewinn hatte Daniel einen Bauern weniger und die schlechtere Stellung. Ein Mattangriff mit Springeropfer auf g6 besiegelte des Schwarzen Schicksal recht bald.
Ebenfalls ein eher improvisiertes System mit beiseitigem Fianchetto der Königsflügelläufer spielten Vladi und sein Gegner an Brett 7. Vladi konnte sehr planmäßig einen Angriff mit f5 und f4 orchestrieren, wohingegen Weiß am Damenflügel und Zentrum zu langsam war. Weiß versuchte noch taktische Tricks gegen eine gefesselten Turm auf f7, lag aber bereits selbst einen ganzen Turm hinten. Um einem drohenden Damentausch aus dem Weg zu gehen, stellte Weiß seine Damen so hin, dass Vladi ein Matt in 4 Zügen bekam und der Ergoldinger Mannschaftsführer musste aufgeben.
An Brett 8 hatte es Jasper als Weißer mit einem noch sehr jungen Gegner zu tun, der aber taktisch durchaus gewitzt aufspielte. Die beiden hatten eine Art Reti mit beidseitigem Fianchetto und dem d3/c4-Aufbau auf dem Brett. Schwarz schien einen Königsangriff orchestrieren zu können, das konnte Jasper aber kaltblütig abwehren. Auch im weiteren Verlauf ließ er sich nicht von Angriffsdrohungen des Schwarzen einschüchtern und zog sein Spiel am Köngisflügel durch. Am Ende erzwang ein überwältigendes Materialübergewicht die Aufgabe von Schwarz.
Massimo an Brett 2 spielte einen verhaltenen Aufbau gegen des Schwarzen‘ Fianchetto, allerdings schien Schwarz die Stellung doch nicht wirklich zu verstehen. Seine Versuche, die weißen Läufer einzuschnüren, erwiesen sich als zu langsam und Weiß konnte seine schnelle Entwicklung auf dem Damenflügel zur Geltung bringen. Nach einigen Abtäuschen kam es zu einem Endspiel Turm + zwei Läufer auf beiden Seiten, wobei der Freibauer auf d3 des Schwarzen zu schwach war, um sich lange halten zu können. Letztlich hatte Weiß nach Tausch eines weiteren Läufers und einer kleinen Taktik zwei Bauern mehr, wonach Schwarz aufgab. Damit hatten wir das Match bereits gewonnen!
An Brett 5 hatte Yaro mit Schwarz in einem „Modern“-Aufbau eine Qualität gewinnen können, verhedderte sich aber danach zusehends taktisch. Sein Versuch, Material zurückzugeben, schlug gründlich fehl und er verblieb mit einer Figur weniger, was bald die Aufgab erzwang.
Auch am Spitzenbrett sahen wir einen eher unorthodoxen Aufbau von Weiß mit d4, das schnell in die Pirc-Verteidigung überging. Insgesamt spielte Schwarz in der Partie sehr planmäßig, in dem er versuchte, einen Minoritätsangriff gegen den Damenflügel von Weiß zu orchestrieren, während Weiß am Königsflügel nicht zu einem Angriff kam.
Eine kritische Phase erreicht die Partie, als Schwarz mittels des eigentlich schwächenden Zuges f6 dann noch e5 und später e4 durchdrücken konnte. Arshak opferte zeitweise 2 Bauern, bekam aber starkes Spiel gegen den weißen Königsflügel. Insbesondere ein Bauernopfer auf e3 demolierte die Weiße Königsstellung irreparabel. Ein Turmopfer auf f2 mit sofortigem Rückgewinn des Turmes besiegelte das Schicksal des Weißen, denn er konnte das Materialgleichgewicht wegen weiterer Mattdrohungen nicht mehr halten und hatte dann einfach eine Figur weniger. Nach Einsammeln zweier weiterer Bauern gab sich Arshak’s Gegner geschlagen. Das war eine außerordentlich gelungene Partie!
Mit diesem Sieg gehören wir sicher zu den Mitfavoriten in der Regionalliga Südost. Am 16.11 geht es dann weiter gegen Gröbenzell II. (FL)
Am Samstag den 27.09.2025 fanden in Germering die Bayerischen Mannschaftsmeisterschaften in der U10 statt. Insgesamt 28 Mannschaften spielten um die ersten vier Plätze für die direkte Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft in Stuttgart, darunter zwei Teams aus Gräfelfing.
Vitus Kinateder, Elias Zhu, Darsh Agarwal, Mohammad Taheri mit Jan Freund als Ersatzspieler bildeten die erste Mannschaft, während letzterer zusammen mit Tigran Arakelyan, Adrian Zesch, Julian Zesch und Mark Conew für Team II spieleten.
Runde 1:
Team 2:
Unsere zweite Mannschaft erwischte das „Hammerlos“ gleich in der ersten Runde. Sie durften direkt gegen den erstgesetzten und gleichzeitig auch den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg, den Lokalmatadoren SK Germering ran. Auf dem Papier verlor unsere Mannschaft klar mit 3,5 zu 0,5 wobei der SK Germering für die zwei Punkte ordentlich schwitzen musste.
Julian verlor an Brett vier. Der deutlich ältere und erfahrenere Gegner war noch eine Nummer zu Groß. Tigran hatte eine komplett wilde Partie an Brett zwei gegen einen ehemaligen Bayerischen Meister. Er erspielte sich in der Eröffnung eine aussichtsreiche Stellung mit zwei Mehrbauern, jedoch mit deutlicher Initiative für den Gegner. Durch zu unvorsichtiges Spiel schaffte es der Germeringer das Mittelspiel in ein gewonnenes Endspiel zu drehen, nur um Tigran schließlich mit einer ganzen Dame mehr Patt zu setzen.
Ich dachte ich sehe nicht recht, als ich die Stellung von Adrian an Brett drei das erste mal betrachtete. Einen Turm mehr und eine Gewinnstellung hatte er gegen einen der besten Spieler des zwei Jahre älteren Jahrgangs. Leider fehlte Adrian am Ende einfach die nötige Erfahrung um diese aussichtsreiche Stellung zu verwerten und der Gegner schaffte es noch irgendwie in eine Dame umzuwandeln und die Partie doch noch zu gewinnen.
Jan hielt sich Tapfer gegen den diesjährigen fünften der Bayerischen Einzelmeisterschaft. Die Stallung war lange ausgeglichen doch sein Kontrahent bewies gegen Ende in Zeitnot dann doch seine Klasse und schaffte es doch noch auf dem Damenflügel in Jans Stellung einzudringen und ihn Matt zu setzen.
Team 1:
Als Drittgesetzter ging unsere erste Mannschaft als einer der Favoriten in das Turnier. Die Erwartungen waren groß. Das Ziel war für alle klar: Top vier und damit die direkte Qualifikation zur DVM in Stuttgart.
In der ersten Runde ging es gegen Außenseiter SK Weilheim. Unser Team setzte sich überraschend nur knapp mit 2,5 zu 1,5 durch. Die Anspannung und Nervosität war deutlich zu erkennen.
Insbesondere als Darsh an Brett drei überraschend durch einen Einsteller verlor. Mohammad an vier und Vitus auf Brett eins ließen jedoch den deutlich unterlegenen Gegnern keine Chance, zwei zu eins Gräfelfing. Elias hatte an Brett zwei eigentlich eine bessere Position, wirkte aber, ähnlich wie Darsh, sehr nervös und verbrauchte unnötig viel Zeit. Deswegen empfahl ich ihm, beim aktuellen Stand, dem Gegner das Remis anzubieten, was dieser annahm.
Runde 2:
In der Zweiten Runde wechselten wir einmal durch. Darsh bekam eine Pause, wodurch Jan an Brett vier in der ersten Mannschaft ran durfte. Dementsprechend musste das gesamte Team zwei ein Brett auf rutschen und Mark kam zu seinen ersten Einsatz.
Team 2: Ohne Jan an eins, dafür mit ganz viel Hunger auf den ersten Mannschaftsieg, holt sich Team zwei einen knappen, aber hart erkämpften 2,5 zu 1,5 Sieg gegen den SC Prien. Tigran und Mark gewinnen an Brett eins und vier, Adrian verliert an zwei und Julian an drei holt den entscheidenden halben Punkt.
Team 1: Ein schwacher Auftritt gegen Vaterstetten endet in einer überraschenden 3:1 Niederlage. Anfangs sah alles ganz gut aus, bis Jan eine Unachtsamkeit unterlief und er plötzlich ganz früh verlor. Dies sorgte für eine Art Kettenreaktion. Vitus übersah eine einfache Taktik und musste sich ebenfalls geschlagen geben. Bei Elias passierte was komisches. Eigentlich hatte er eine klar bessere Stellung mit zwei verbundenen Freibauern im Zentrum, doch dann fing er an seinem Gegner ein Geschenk nach dem anderem zu machen, was schließlich auch zu einer Niederlage führte. Einzige Konstante war Mohammad, der an Brett drei souverän gewann.
Runde 3:
In Runde drei ging es für unser zweites Team gegen ein Top Team, den SC Unterhaching, während Team eins gegen Schweinfurt erstmal ein bisschen Selbstvertrauen tanken konnte.
Team 2:
Team 2 verliert 3,5 zu 0,5 gegen übermächtige Unterhachinger. Julian holt an Brett drei das einzige Remis. Jan, Tigran und Mark verlieren. Der Gegner war für unsere zweite Mannschaft zu stark.
Team 1:
Die erste Mannschaft gewinnt deutlich 3,5 zu 0,5 gegen den SK Schweinfurt und lässt nichts anbrennen. Das sind wichtige zwei Punkte und vor allem ein wichtiger Aufschwung für das Selbstvertrauen der Kids. Vitus spielt Remis an eins, Elias, Darsh und Mohammad gewinnen.
Runde 4:
Mannschaft zwei teilt sich die Punkte gegen Tegernheim und Mannschaft eins baut gegen die Schachfreunde aus München wichtiges Momentum auf.
Team 2:
2:2 gegen Tegernheim. Nach einem hart umkämpften Kampf schafft es schließlich Jan an Brett eins den spielentscheidenden Sieg zu holen und somit die Punkteteilung zu sichern. Zuvor hat Tigran ebenfalls gewonnen und Adrian und Mark haben verloren.
Team 1: Nach dem ungefährdeten Sieg gegen Schweinfurt ging es gegen den zweiten richtigen Test nach Vaterstetten, die Schachfreunde aus München. Unsere Jungst spielten grandios und holten sich einen 3,5 zu 0,5 Katersieg. Wie in der Runde zuvor remisierte Vitus an eins während Elias, Darsh und Mohammad gewannen beide. Somit schaffte es die erste Mannschaft den zweiten Sieg in folge zu holen und wichtiges Momentum für die Endphase des Turniers aufzubauen.
Runde 5:
Team zwei gewinnt gegen Grassau. Mannschaft eins revanchiert sich für Team zwei gegen Unterhaching und findet Anschluss an die TOP vier!
Team 2:
Mannschaft zwei holt einen knappen aber ungefährdeten Sieg gegen Grassau. Jan und Julian gewinnen überzeugend. Adrian verliert und Tigran schafft es seinen Gegner mit etlichem Materialvorteil im Endspiel noch Patt zusetzen.
Team 1:
Die erste Mannschaft schlägt Unterhaching mit 3 zu 1, revanchiert sich für die Zweite und ist wieder voll im Rennen um die TOP 4 Plätze. Vitus verliert an eins gegen den einzigen 1800 des Turniers. Elias, Darsh und Mohammad sichern sich die zwei Mannschaftspunkte. Nach dem Fehlstart hat sich unsere erste Mannschaft scheinbar gefangen. Vor allem an den hinteren Brettern sind Darsh und Mohammad scheinbar nicht zu stoppen. Jetzt geht es darum die Konzentration und Entschlossenheit im die letzten zwei Runden mitzunehmen.
Runde 6:
Team eins schlägt Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Team zwei teilt sich gegen Ammersee die Punkte.
Team 2:
Punkteteilung gegen Ammersee. Tigran und Mark gewinnen, Jan und Julian verlieren.
Team 1:
SK Gräfelfing eins ist nicht mehr zu stoppen und gewinnt 3 zu eins gegen Spitzenreiter München Zugzwang und sichert sich die Tabellenführung! Vitus und Elias holen jeweils ein Remis an den vorderen Brettern währen Darsh und Mohammad hinten mal wieder den Unterschied machen. Bleibt nur noch eine Runde.
Runde 7:
Team zwei fertigt Dillingen zwei ab. Team eins holt sich gegen den DWZ-Stärksten den Bayerischen Meistertitel.
Team 2:
Mannschaft zwei gewinnt überragend mit 4 zu 0 gegen Dillingen zwei. Jan, Tigran, Adrian und Mark holen in der letzten Runde nochmal alles raus.
Team 1:
In der letzten Runde spielt Gräfelfing eins gegen unsere alten Rivalen aus Germering um die Qualifikation auf die Deutsche Meisterschaft. Ein Remis reicht fürs Weiterkommen, aber die Jungs sind sehr hungrig auf den Titel. Unsere Jungs ließen den Germeringern nicht den hauch einer Chance und gewannen mit 3,5 zu 0,5. Vitus war der einzige der einen halben Punkt abgab, die anderen drei Machten einfach weiter wie die Runden zuvor und siegten. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Mohammad, der an Brett vier 7 von 7 möglichen Siegen holte!
Dadurch ist der SK Gräfelfing in dieser Saison erneut Bayerischer Meister, herzlichen Glückwunsch!!! Wir bereiten uns nun intensiv auf die Deutsche Vereinsmeisterschaft vor und wollen im Dezember richtig angreifen. (YY)
Einen hart erkämpften Sieg konnte die zweite Mannschaft gegen den TV Tegernsee II zum Auftakt in der Zugspitzliga verbuchen.
Den Auftakt machte Dennis Vitkovski, der seinem jungen Gegner stetig Material abnahm und diesen Vorteil zum Sieg nutzte. Leider wurde Vladimir Yaroshenko von einem ebenfalls sehr erfahrenen Spieler positionell ausgespielt, so dass es wieder 1:1 stand.
Oliver Edelmann brachte uns erneut in Führung, nachdem er einen Königsangriff abwehren konnte und in positionell besserer Stellung verblieb, was sich sein Gegner aber nicht mehr zeigen lassen wollte. An den hinterer Brettern standen Pavel Gubanov und Alexey Barsov nicht gerade überragend. Dennoch kamen beide mit einem Remis davon, auch, weil Pavels Gegner die hohe Zeitnot fürchtete.
An Brett zwei hatte Marvin einen Bauern geopfert, was seinem Läuferpaar sehr viel Gegenspiel versprach. Leider konnte er den Vorteilswert der Engine nicht umsetzen, konnte aber zumindest in ein Endspiel mit ungleichen Läufern abtauschen und so das Remis retten.
Von Martin Hock war man bislang nur das Zittern um seine Stellungen gewöhnt, diesmal musste man um sein rechtzeitiges Eintreffen bangen, ehe er um 10.50 Uhr noch rechtzeitig im Spiellokal eintraf. Trotz dieser dramatischen Zeitvorgabe und zusätzlicher Raucherpause nach dem 41. Zug lieferte er eine sehr gute und ebenso sehenswerte Partie, die den Gräfelfinger Erfolg mit einem überlegenen Turmendspiel sicherte.
Am längsten hatte Thomas Sörgel am Spitzenbrett nach einem überflüssigen Bauernverlust zu kämpfen. Er opferte schließlich einen zweiten Bauern, um seinen bislang passiven Läufer ins Spiel zu bringen. Dieser brauchte genug Gegenspiel, um die Partie dank der ungleichen Läufer sehenswert zu retten. (TS)