Aktuelles

Team II: unglücklicher Verlust in Bad Tölz

Obwohl das ersatzgeschwächte Team II realtiv schnell in Rückstand geraten ist, war der weitere Verlauf für Gräfelfing II günstig, denn Vladimir Yaroshenko (Brett 4) konnte mit einem sehenswerten Angriff gewinnen und Martin Hock (3) gegen einen wertungsstärkeren Spieler ein sehr gutes Remis einfahren, zumal Jürgen Klapper (7) sehr gut und Dennis Vitkowski(5) mit Qualitätsvorteil auf Gewinn stand.

Es folgten weitere gute Nachrichten, denn Sebastian Zieringer (2) konnte eine eher nachteilige Stellung in den Remishafen zwingen und Nachwuchsspieler Vitus Kinateder (8) ein perfektes Endspiel auf das Brett zaubern und gewinnen. Dann wendete sich aber das Blatt, denn Dennis Vitowski stelle eine Figur ein und gab dann sofort auf und Jürgen Klapper leistete sich 2 ungenaue Züge, wodurch die Partie völlig kippte und am Ende viel Material verlor und somit aufgeben musste.
Thomas Sörgel am Spitzenbrett erkannte die Gesamtsituation und musste somit gewinnen, damit Gräfelfing II zumindest einen Punkt erhalten würde. Daher spielte er auf Risiko und hatte dabei kein Glück und verlor auch. (JK)

Wichtige Vorentscheidung um den Aufstieg

Am Sonntag, den 07.12.2025 traf das Team I des SK Gräfelfing, der bisherige zweite der Regionalliga Südost in der Saison 2025/26 auf den bis dato ersten, den SV Röhrnbach, in einer Begegnung, die sich wie ein vorgezogener Entscheid um den Aufstieg anfühlte. Auch der Gegner war sich der Dimension des Kampfes bewusst, trat er doch mit gleich zwei Spielern an, die in Saison bisher noch keine Partie absolviert hatten.

Der Wettkampf ließ sich gut an für den Gegner, der bei uns in Gräfelfing spielte. An Brett 8 verlor Vladi mit Weiß gegen Ende des Mittelspiels den Faden und musste nach Einbruch der schwarzen Dame und Figurenverlust recht bald die Segel streichen. In der Eröffnung und im frühen Mittelspiel hatte seine Reti-Eröffnung durchaus aussichtsreich ausgesehen.

Sehr sicher agierte dagegen Jürgen an Brett 5 gegen das zurückhaltende Colle-System seines Gegners, der allerdings am Königsflügel angreifen wollte. Dabei schwächte der Weißspieler aber erheblich seine Stellung und seine Figuren standen nach erzwungenem Damentauch plötzlich sehr passiv. Jürgen konnte einen Mehr- (und Freibauern) sicher zum Sieg verwandeln.

Ziemlich gedrückt (vermutlich auf verlorenem Posten) stand Yaro in einem Turmendspiel. Im frühen Mittelspiel sah dagegen sein weißer Colle-Zuckertort-Aufbau recht vielsprechend aus. Dann geschah das Erstaunliche: gänzlich unmotiviert tauschte der Röhrnbacher seinen Turm, übersah aber dabei, dass Yaro’s Freibauer auf c6 sofort durchlaufen würde und musste sogleich die Partie aufgeben.

Ich hatte an Brett 7 eine für mich ungewohnte Stellung in der Englischen Verteidigung mit Läuferfianchetto auf g7. Ich fand dabei nicht den besten Plan und war auf dem besten Weg, die Partie zu verlieren. Weiß griff völlig zu Recht mit einem Bauernsturm am Königsflügel an, fand dann aber nicht die geeignete Fortsetzung und geriet in Zeitnot und verlor dabei seinen Vorteil wieder. Wir einigten uns kurz vor der Zeitkontrolle auf Remis.

Eine etwas wechselhafte Partie hatte Oliver an Brett 4, sein Sizilianer mit b3 war eher anspruchslos.
Oliver konnte aber vorteilhaft abtauschen und nach einem taktischen Fehler verblieb er mit einer
Qualität mehr, was ihm den Sieg einbrachte.

An Bett 2 hatte Massimo mit Weiß einen Semi-Tarrasch auf dem Brett und stand dabei die meiste Zeit besser. Sein Gegner konnte aber irgendwann mit Vorteil sein Spiel befreien, so dass Massimo dann um das Remis spielen musste. Nach mehreren taktischen Versehen im Endspiel konnte der Gräfelfinger aber eine Figur und damit die Partie gewinnen. Damit hatten wir 4.5 Punkte und den Mannschaftskampf in der Tasche!

An Brett 3 landete Daniel in einem Mittespiel mit Dame, Turm und ungleichfarbigen Läufern. Nach einem Bauerndurchbruch am Königsflügel erhielt er Angriff, musste aber gleichzeitig um die Sicherheit seines eigenen Königs besorgt sein. Sogar nach Damentausch und mit zwei Mehrbauern war das Endspiel auf Grund der gedrückten Stellung seines Königs wohl nicht zu gewinnen und die Gegner einigten sich auf Remis.

Schwer in Raumnachteil geriet Arshak an Brett 1 mit Schwarz, nachdem sein Gegner richtig auf seine McCutcheon-Variante reagiert hatte. Allerdings war kein Durchbruch in Sicht und nachdem Schwarz ein wichtiges Entlastungsbauernopfer anbringen konnte, wendete sich langsam das Blatt. Arshak hatte in Endspiel einen Bauern mehr, allerdings garantierten die ungleichfarbigen Läufer das Remis.

Somit war der Endstand 5.5 – 2.5 für uns! Wir haben es bisher vermieden zu lautstark über den
Aufstieg nachzudenken, müssen uns aber nach dem Sieg zu den Favoriten rechnen. Ich hoffe weiterhin auf eine geschlossene Mannschaftsleistung auch im neuen Jahr!

Ich wünsche dem SK Gräfelfing, aber insbesondere dem Team I eine frohe Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr! (FL)

Team II: erste Saisonniederlage gegen Windlach I

Unser Team II aus Gräfelfing konnte seine Siegesserie in der Zugspitzliga nicht fortsetzen und
kassierte am 3. Spieltag im Heimspiel gegen Windach I seine erste Saisonniederlage.

Der Spieltag begann für Gräfelfing II wenig hoffnungsvoll, da nach gut 2 Stunden die Partien an Brett 1 und 2 für Gräfelfing verloren gingen. Marvin Kühn (2) konnte einen gelungenen Königsangriff nicht bis zum Ende durchziehen. So konnte sich sein Gegner mit Materialvorteil stabilisieren und im Gegenangriff punkten.

Thomas Sörgel am Spitzenbrett geriet bei der „Französischen Verteidigung“ in einen Stellungsnachteil mit nachteiliger Leichtfigur. Als in Folge für ihn das noch einen Bauern kostete, war die Partie letztlich verloren.

Als dann auch noch Martin Hock (5) eine „gedrückte Stellung“ mit nachteiliger Figurenkonstellation nicht halten konnte und leicht vorteilhafte Stellungen bei Vladimir Yaroshenko (6) – immerhin wurde hier bis zum letzten Stein gespielt ! – und Dennis Vitkowski (7) nicht zum vollen Punkt , sondern nur zur Punkteteilung reichten, war der Mannschaftskampf schon gegen Team II entschieden, da auch Jürgen Klapper (8) auf Verlust stand. Ein überraschender Zug im Endspiel bei Minusbauer und schlechterer Stellung in Verbindung mit einem „frechen Remisangebot“ rettete Klapper den halben Punkt.

Es folgte dann das Drama am Brett 4 bei Nachwuchsspieler Mikhail Barsov, der mit Vorteilen trotz ungleichfarbiger Läufer in das Endspiel wechselte. Doch soweit kam es nicht, denn er vergaß die Schachuhr zu drücken und verlor damit auf Zeit.

Somit war es für den Gesamtausgang eher nachrangig, dass Sebastian Zieringer (3) eine fast perfekte Partie spielte und im Mittelspiel die Qualität gewann (Turm für Springer). Richtung Endspiel gab er diese wieder für 2 Bauern und gewann über eine Kombination noch einen weiteren Bauern. Seinem Gegner blieb dann nur noch die Aufgabe. Trotz Niederlage ist Gräfelfing II auf Platz 5 und 5 Punkte vor einem Abstiegsplatz. (JK)