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Umkämpfter Sieg gegen Bruckmühl

Das es in den letzten drei Runden nicht leicht werden würde war uns klar, wieviel Gegenwehr aber unser Gegner in Runde 7 – der SK Bruckmühl – entwickeln würde kam dann aber doch überraschend. Aber der Reihe nach.

Ich hatte diese Runde ausgesetzt und dafür Jasper auf Brett 8 spielen lassen. Dieser gewann mit Weiß auch sehr sicher in einer katalanischen Partie. Ebenso problem los gewann Vladi auf Brett 7 mit Schwarz gegen die eher selten gesehene Bird-Eröffnung (1.f4) seines Gegners.

Auch an Brett 5 hatte Jürgen keine Probleme mit Schwarz. Sein Drachen-Sizilianer
brachte den Sieg noch vor der Zeitkontrolle.

Kein Glück hatte heute Massimo mit seinem Jobava-London-System. Sein starker Gegner (FM mit besserer Wertung als Brückmühls 1. Brett) hielt das Geschehen lange in der Schwebe, dann verlor Massimo einen Bauern und leistete auch im Endspiel zu wenig Widerstand, was dem Bruckmühler den Sieg brachte.

Auch bei Oliver auf Brett 4 stand es schlecht, sein Sizilianer mit b3 / Lb2 konnte nicht so recht überzeugen und im Turmendspiel hatte er dann einen Bauern weniger, was sein Gegner sicher verwertete.

Zu kämpfen hatte Daniel mit Schwarz auf Brett 3. Sein Benoni-Aufbau brachte ihm einige Probleme mit einem Endspiel weißer Läufer / schwarzer Springer und Freibauern für Weiß am Damenflügel. Letztlich konnte er aber alle Angriffe abwehren und ins Remis abwickeln.

Einiges Glück hatte Yaro auf Brett 6, nachdem er gegen das Wolga-Gambit seines Gegners zunächst nicht genug Gegenspiel entwickelt hatte. Sein Gegner fand aber im Endspiel oft nicht die besten Züge und auch hier verflachte die Partie ins Remis.

An Brett 1 sah es so aus, als ob vlt. Arshak mit Schwarz gewinnen könnte (die Partie entwickelte sich aus einem Skandinavisch / Fianchetto Hybrid), letztlich reichte es aber auch hier nur zum Remis.

Damit gewannen wir mit dem knappsten Ergebnis bisher in der Saison, also 4,5:3,5. Trotzdem haben wir damit wieder einmal keinen Mannschaftspunkt abgegeben und sind damit weiterhin auf Aufstiegskurs. Da auch Fresing und Starnberg in dieser Runde strauchelten und damit wohl nichts mehr mit dem Aufstieg zu tun haben werden, zählt jetzt v.a. das „Fernduell“ gegen Röhrnbach (und eventuell auch Ilmmünster).

Zurücklehnen können wir uns gegen Starnberg (Runde 8) und Freising (letzte Runde) natürlich trotzdem nicht, auch wenn eine Niederlage uns eventuell trotzdem noch den Turniersieg erhalten würde. (FL)

Weiterer hoher Sieg – diesmal gegen den SC Straubing

Nach dem gewonnen Auswärtsspiel gegen den MTV Ingolstadt in Runde 5 mussten wir am 08.02.2026 wiederum auswärts gegen den SC Straubing antreten. Wir hatten das Spiel auf Wunsch einiger Spieler auf 11:00 Uhr verlegen lassen.

Wir mussten diesmal ohne Massimo und Daniel an den Kampf bestreiten, konnten dafür aber Desi(!) und Thomas als Ersatz einspannen. Aber auch die Gegner waren an Brett 2, 7 und 8 etwas ersatzgeschwächt.

Zu einem frühzeitigen Sieg kam Jürgen auf Brett 3. Unser Veteran bekam es mit Weiß mit der Rubinstein-Variante der französischen Verteidigung zu tun, die als sehr solide für Schwarz gilt, wenn auch ein wenig passiv. Schwarz ließ unvorsichtigerweise die Öffnung des Königsflügels mit Lg5xf6 zu, worauf Weiß innerhalb weniger Zug die gegnerische Dame zu gewinnen drohte: 1-0

Ebenfalls recht schnell war meine Partie an Brett 5 vorüber. Wie es oft der Fall ist in Schachklubs, kopieren Spieler Eröffnungen voneinander und so hatte auch ich mit Weiß einen Rubinstein-Franzosen auf dem Brett. Ich konnte mich zwar gut aufstellen, hätte bei korrektem Spiel von Schwarz kaum Vorteil gehabt.
Das etwas passive Spiel von Schwarz verleitete mich zu einem sehr unvorsichtigen Springeropfer. Hätte Schwarz hier die korrekte und „offensichtliche“ Verteidigung gewählt (den Springer schlagen), wäre ich in großen Nachteil gekommen. Das „sorgfältige“ und schnell gespielte Wegziehen des bedrohten schwarzfeldrigen Läufers, erlaubte mir aber ein Zertrümmerungsopfer auf g7, nach dem es für Schwarz schnell den Bach runterging. Ein weiteres Turmopfer mit Mattangriff besiegelte das Schicksal von Schwarz.

Die einzige Niederlage heute musste Thomas auf Brett 8 mit Schwarz hinnehmen. Er kam in einem geschlossenen Katalanen unter einigen Druck, den er mit einem inkorrekten Opfer abschütteln wollte. Stattdessen wäre er mit einer Figur weniger im Endspiel gelandet, was ihn zur Aufgabe zwang.

Yaro’s Gegner an Brett 4 spielte die recht seltene Bird-Eröffnung (1.f4), kam aber nicht gut raus. Zu keiner Zeit war das schwarze Spiel gefährdet oder gar schlechter. Im Gegenteil konnte Schwarz schnell Druck auf der d-Linie und auf der langen Diagonalen a8-h1 aufbauen. Genau diese Diagonalschwäche erlaubte es Schwarz eine ganze Figur zu gewinnen, was Weiß zur Aufgabe zwang.

Oliver an Brett hatte es mit Schwarz mit der Vorstoßvariante der franz. Verteidigung
zu tun, wobei Weiß die eher seltene Variante mit Ld3 ohne c3 spielte. Schwarz konnte
aber jeglichen Druck mit eigener Expansion am Königsflügel und im Zentrum abschütteln.
Ein unvorsichtiger „Bauerngewinn“ auf d4 erlaubte Schwarz eine Springergabel mit
Figurengewinn.

Sehr sicher gewann Desi mit Weiß an Brett 7 gegen die pseudo-aktive Pirc-Verteidigung des Straubinger Gegners. Durch Mattdrohungen mit Dame und Turm auf d8 gewann Weiß erst einen Bauern, später zwei Leichtfiguren gegen Turm und noch einen Bauern. Schwarz war nicht in der Lage auch nur irgendeine Form von Gegenspiel zu orchestrieren und gab dann einfach auf.

An Brett hatte Vladi zwar aus der Modern-Verteidigung einen Freibauern auf d4 erspielt, trotzdem sah die Partie im erweiterten Mittel- und Endspiel sehr remislich aus. Unvorsichtige Bauernvorstöße am Königsflügel erlaubten Schwarz aber die Ablenkung des gegnerischen Königs von der Verteidung des verbliebenen weißen Turms. Mit Qualität mehr und Freibauern gab Weiß dann entnervt auf.

Wiederum eine sehr starke Leistung und die Partie des Tages erspielte Arshak an Brett 1. Gegen den passiven Aufbau von Schwarz (eine Art Owen-Eröffnung / Damenindisch- Hybrid), kam Weiß an beiden Flügeln zu Angriff. Zwar versuchte Schwarz alle Löcher abzudecken und mit dem König auf den Damenflügel zu flüchten, aber auch dort konnte Weiß die Stellung öffnen. Nach einm Bauernopfer, das die dritte Reihe für einen Turmschwenk öffnete, konnte Weiß die Schwerfiguren auf der b-Linie vertrippeln und ein undeckbares Matt auf b7 aufbauen.

Damit gewannen die diesen Kampf deutliche mit 7-1 und sind weiter auf Aufstiegskurs. Die nächsten drei Spiele gegen Bruckmühl, Starnberg und Freising werden aber nicht leicht. Insbesonder Freising, auf Platz 2 nach dieser Runde, kann es noch aus eigener Kraft schaffen aufzusteigen und wird alles daran setzen dies auch zu tun.

Die nächste Runde findet am 01.03.2026 statt, zuhause gegen den SK Bruckmühl. (FL)

Team II im Heimspiel gegen Holzkirchen mit einer Punkteteilung

Team II im Heimspiel Mit einem 4:4 gegen einen Abstiegskonkurrenten konnte Gräfelfing II nicht zufrieden sein, denn das wärtungsschwächere Holzkirchen war zudem ohne ihr Spitzenbrett angetreten.

Als an Brett 6 Dennis Vitkovski zunächst einen Bauern und wenig später die komplette Partie gewann und die Mannschaftskammeraden an Brett 5 und 8 deutlich besser standen, schien der Mannschaftskampf schon so gut wie gewonnen. Doch eben diese Bretter konnten den Vorteil nicht nutzen, überdehnten stattdessen Ihre Stellungen bzw. liefen in den Gegenangriff und verloren am Ende noch Ihre Partien.

Es folgte an Brett 3 eine Punkteteilung bei Thomas Sörgel. Hier konnte Gräfelfing II zufrieden sein, denn die Partie hätte an einigen Eckpunkten auch in die andere Richtung kippen können.

Jürgen Klapper (7) probierte alles, um eine remislastige Partie doch noch zu gewinnen – sogar mit der Gefahr diese zu verlieren. Am Ende hatte er zwar einen Mehrbauern, aber die ungleichfarbigen Läufer ließen nach fast 60 Zügen nichts mehr zu.

Als an Brett 2 Jasper Timm die Remisvariante nicht erkannte, beendete ein gegnerischer Königsangriff seine Partie und so lag alles in den Händen unseres Altmeisters Matin Hock, noch mit einer Gewinnpartie einen Mannschaftspunkt zu retten und er schaffte es. Denn in einer turbulenten Partie behielt er den besseren Überblick und rechnete die Züge seines Freibauern korrekt zum Sieg (JK)